1826/19: Gigs, Preview: Tom Waits à la carte am 07.08.19 im Art Stalker (Berlin, Charlottenburg) #ImmerwiederMittwochs – Leute, das Kleben ist schön!

Next Show: 07.08.2019 An Evening with Tom Waits á la carte - Franz de Bÿl (voc/g), Stephan Hoppe (kb/voc), Jens Saleh (doublebase), Tommy T. Tulip (dr./backvoc) - #ImmerwiederMittwochs #ArtStalker #Berlin #Vinÿlonstage #TomWaitsálacarte

Next Show: 07.08.2019 An Evening with Tom Waits á la carte – Franz de Bÿl (voc/g), Stephan Hoppe (kb/voc), Jens Saleh (doublebase), Tommy T. Tulip (dr./backvoc) – #ImmerwiederMittwochs #ArtStalker #Berlin #Vinÿlonstage #TomWaitsálacarte

 

„Also, das war ganz toll. Ich hätte das an diesem Ort so gar nicht erwartet. So niveauvoll und hohe Qualität.“ (Eine Zuschauerin im Art Stalker, 03.07.19, neulich) – Also vong Niveau her ist mehr als Limbo, erst nach der Tanzstange gehts rapide…aufwärts. 🙂 Richtung „Heaven, I’m in Heaven“ ♪♫♪

Ganz schön groß geworden ist die Information zum Gig der Berliner Tom Waits-Protagonisten #Vinÿl um den Ausnahmegitarristen Franz de Bÿl. Der Vorteil ist, dass man es leichter wiederfindet. Schon mit einer Bildersuche auf Google lässt sich das vernünftig einkreisen: Suche alle Bilder von #Vinÿl und davon nur die Großen. Die Konzerte sprechen sich allmählich herum. Viele Verehrer des ungeliebten musikalischen Partisanen Tom Waits machen sich auf den Weg, für diesen einzigartigen Abend.

Wer würde es denn anders machen? – Dann sagte am 03.07. der Sänger des Quartetts, wir nennen ihn Franz: „Es geht hier um eine große, wichtige Sache und um unser Bestes. Danke dass Ihr das so unterstützt: Mit Eurem Eintritt.“ Das saß wie Arsch auf Eimer, wie die Berliner zu sagen pflegen. Apropos pflegen: Die Traditionen.

Nein: Niemand würde es anders machen. Ist gut: Ich halt den Mund. Man muss auch mal schweigern. Pardon ruhig sein.
Dass der Till eine angenehme Stimme hätte, kann nun wirklich niemand…
Auch Jan Delay nicht: Der benützt nicht einmal ein Echo.

Viel Spaß, liebe Freunde.

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* Sagte der Plakatmonteur Hach, das Kleben ist schön!

1781/19: Nachruf: Ingo Bischoff (1951 – 2019)

Kerze #Trauer

Kerze #Trauer


Karthago – Karthago (1971) (Full Album) [Krautrock]

Line-up: Joey Albrecht – guitar, lead vocals Ingo Bischof – organ, vocals Wolfgang Brock – drums, percussion, vocals Tommy (Thomas) Goldschmidt – drums, percussion, vocals Gerald „Luciano“ Hartwig – bass, percussion, vocals

Gerade stirbt mir ein alter Freund am Bauchspeicheldrüsenkrebs, der 1953 geboren wurde. Ich bin konsterniert. Wir haben uns nicht voneinander verabschiedet. Keine Zeit. Wir erfahren, Krebs ist ein Arschloch. Unter anderem Krebs. Ja, der auch. Wenigstens ist jener Freund auf dieser Website eingereiht in meine Erinnerungen eines Bedeutungslosen (das bin ich). Im Vergleich mit Eddie mit dem Bauchspeicheldrüsenkrebs, der die Musik später verließ, um anderweitig erfolgreich zu werden, ist Ingo Bischoff im Musikgeschäft herum gekommen und hat deutsche Musik-Nachkriegsgeschichte geschrieben. U.a. mit Kraan.

Ich habe mich versehentlich viel mit dem Wirken von Can (Köln) befasst. Speziell mit dem Schlagzeuger Jaki Liebezeit (Partnerwebsite meinerseits hier – genauer: hier). Dass ich das Wirken in jener Zeit für insgesamt segensreich für die Weltentwicklung im Allgemeinen hielt, brauche ich nicht besonders herauszustellen. In diese Zeit von Ursprünglichem geht der hart erarbeitete, allumfassende Widerstand gegen das System an und für sich. Mit den Mitteln der RAF zogen ein paar wilde Spontis gegen zu viel Raff zu Felde. Bald brannten in Frankfurt/Main Kaufhausetagen. Das war zwar nicht segensreich, im Verhältnis zu dem, was noch folgen sollte, allerdings eher eine Art Narrenspiel. Mit beträchtlichem Sach- und Personenschaden. In den Herzen brannte es lichterloh in jenen Jahren, wie man auch spüren kann.

Im Krautrock war das Mittel gegen Raff das Gitarrenriff, offenbar: Es gab diese Musik als ganze Bewegung in Deutschland, die sich ihren eigenen Weg schuf. Zuweilen wirkte er etwas klerikal, manchmal wie eine Art Sektenbewegung und hier und da war jenes „Age of Madness“ (Jane) eine Art Schreien im Schrein. Krautrock machte friedfertig, aber nicht willenlos, zumindest aber deutlich, dass es um Veränderungen im großen Stile gehen soll. Täglich fit mit 2 g Shit. Ingo Bischoff gehörte zu denjenigen, die in der deutschen Rockmusik immer an vorderster Stelle mitmischten.

Wir blenden aus Anlass seines Ablebens die aufgeführte Rock`n-Roll-Rollade – das Album Karthago von 1971 – ein. Ruhe in Frieden, großer Ingo Bischoff.

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