1098/14: Zeitgeschichte: MIT DEN STONES AUF DER BÜHNE, MIT SISTER MORPHINE IN DER BREDOUILLE v. K.J. Schindler

Karl Johannes Schindler

Karl Johannes Schindler

Kommentar aus dem Off, meinerseits, zu „Yoko & die Beatles“: Paul McCartney hat immer sorgfältig dementiert, sie habe den Split verursacht. Eindeutig hob er ihre störende Omnipräsenz im Studio hervor. Ständig war sie da, saß auf dem Fußboden, mit oder bei John und Paul sagte: Oh, tschuldigung, Yoko, darf ich da mal an meinen Verstärken ran, Du weißt, ich muss jetzt was aufnehmen?“ Sie lümmelten und tümmelten. Und so fort. – War es persönliche Rücksichtnahme von Sir Paul oder Schonung aus „geschäftlichen Erwägungen“? Egal, „Beatles“ ist nicht das Thema „Rolling Stones“, wie deutlich werden wird.

(Gastbeitrag)

MIT DEN STONES AUF DER BÜHNE, MIT SISTER MORPHINE IN DER BREDOUILLE

Seit 50 Jahren macht sie nun Musik, die englische Kapelle „The Rolling Stones“. Theoretisch ungefähr ebenso lang wie ihre Kollegen „The Beatles“, die praktisch aber wesentlich früher aufgehört haben wegen einer Frau aus Japan namens Yoko Ono. Das war eigentlich die erste Bandgespielin, die kein anderer Beatle haben wollte, so dass sie John Lennon erhalten blieb. Im Gegensatz zur Band, welche nicht erhalten blieb, weil Yoko immer störte.

Jungs mussten sich in ihrer Jugend stets entscheiden zwischen den Stones und den Beatles. Oft mehrmals täglich. Je nachdem eben, was da für Mädchen gerade auf einen warteten. Und wieviele. Meist lief es aber zwischenmenschlich sicherheitshalber auf „I Feel Fine“ oder „All You Need Is Love“ hinaus. Mädchen, die „Paint It Black“ oder „Sympathy For The Devil“ mochten, räumten nämlich anschließend deine Wohnung nicht auf und verwendeten, wenn überhaupt, ganz entsetzliche Deos. Einmal hatte ich übrigens versehentlich meine Lieblings-Combo „King Crimson“ aufgelegt und war bereits bei ihrem „21st Century Schizoid Man“ wieder alleine.

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759/12: Interview: Irmin Schmidt (Can) im Gespräch mit Johnny Häusler (Spreeblick)

War Karlheinz Stockhausen am Ende ein Kultur-Stalinist? Diese und andere Aussagen des Stockhausen-Schülers Irmin Schmidt (Can) interessieren. Immerhin hat der Mann auch die Beatles beeinflusst. In gewisser Weise ist „A Day In the Life“ und einiges andere von einer Band namens Beatles ja in die Pop-Geschichte eingegangen und maßgebliche Musiker beriefen sich auf ihn. Johnny Häuser hat ihn interviewt. Nicht den Stockhausen, aber den Irmin Schmidt, dessen Krautrockvergangenheit hier u.a. dokumentiert ist.

Irmin Schmidt ist eine „deutsche Krautrocklegende“. Wie das zusammenpasst mit Johnny Häusler (Spreeblick), bekennender Clash-Anhänger, lassen wir offen. Das Interview ist aber erdig, interessant und lasst es mal „grummeln“. Macht Spaß. Und Krautrock ist eine Zeit, der auch diese Website -zumindest erinnerungshalber- verhaftet nein verpflichtet ist.

Kannste kieken.

307/10: Personen & Porträts: Werner Neumann (g) aus Kölle lebt in Leipsch! Dumm gelaufen, Berliner!

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Werner Neumann - live 16.10.10 Quasimodo Berlin

Werner Neumann – live 16.10.10 Quasimodo Berlin

Werner Neumann (* 13. August 1964 in Duisburg) ist ein deutscher Jazzgitarrist und Musikpädagoge. (Aus Wikipedia) Und Gott sei Dank nicht nur das, sondern auch ein begnadeter Musiker mit weit mehr „im Besteck“ als „nur“ Jazz! Wenngleich, wer Jazz kann, die Welt beherrscht, gar keine Frage! (Tommy Tulip)

Wer nichts Besonderes vor hatte, musste sich entscheiden und die Entscheidung war nicht leicht. Am selben Abend spielt Carlos „Devadip“ Santana vor größtmöglichem Publikum. Und dann ist Jocelyn B. Smith im hiergegen sehr kleinen Liveclub Quasidmodo angekündigt. Die Entscheidung sollte im Entwurf lauten: „Devadip or Skip, The Lip„? (letzteres der Kosename für David Skip Reinhart, angekündigter Trompeter eines Abends mit Jocelyn!)

Etwas Großartiges, so empfindet jedenfalls der Berichterstatter, passiert oft in ausgesprochen „unauffällig“ scheinenden Livebands, die auf den ersten Blick nur zur Begleitung eines Hauptprotagonisten zusammengestellt sind. Gestern Abend war das der Fall und so funktionierte es: Während Jocelyn B. Smith ihre 25-jährige Bühnenpräsenz (seit 1984) im Quasimodo „quasi live“ feiert, ist die Summe aller Einzelteile (ihrer Band) neben dem Gesamten etwas, das uns schwerst beeindruckt. Eine Band aus lauter kleinen musikalischen Genies und Einzelpersönlichkeiten, wow. Einen Fehler allerdings haben ein paar dieser ausgezeichneten Musiker: Sie wohnen nicht in Berlin, sie fühlen sich anderswo zu Hause und wohl und können -beispielsweise- ihrer Familie kaum den Umzug nach Berlin verklickern, nur weil Häuptling Tulip vom Stamme der Schwarzvogel-Indianer dieses wünscht. Werner Neumann aus Köln lebt in Leipzig, sagt er, und das sei auch gut so.

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