1517/17: Video: Der letzte Optimist – Judith Holofernes

 

Judith Rakers? Judith Holofernes? – Die Antwort geht klar, Freunde. Es geht um Musik. Und nicht um Nachrichten. Der Unterschied ist nicht so groß: Beide haben was zu sagen. Eine liest was vor, die andere schreibt und trägt Texte vor, die über den Tag hinaus Bedeutung haben werden.

Am 08.12.2016 hat Judith Holofernes angekündigt, dass das neue Album „Ich bin das Chaos“ vorbestellt werden kann.

Ging auf Tournee, aktuell noch bis Ende April und zuletzt im Süden der Republik (Stuttgart, Freiburg). An Judith bestechen ihre Texte, ihre Energie und ihr unbedingter Durchhaltewillen. Sie bleibt bei ihrer Sache, verabschiedet sich nicht in Mutterpausen. Ihre Blaupause heißt Musik machen, Texte schreiben und sich artikulieren. Nicht wild herumzufuchteln und zu gestikulieren. Bewundernswert, wie es ihr gelingt. Sie kotzt ihr Herz in einen Graben vor dem Haus: Mit Texten, die einem im Kopf bleiben. „Ich bin das Chaos“: Das mag gut sein. Was dabei rauskommt, ist relevant und dient künstlerischem Fortschritt in Deutschland. Wenn dies „Zeug“ in Kreuzberg entsteht und wie man hört, auf faröischen Inseln (Wo sind denn die? #Spaß) zum letzten Fineschliff gelangt. Hört bitte auf den Fine Hide: Alles fein versteckt in all den Andeutungen vom Lebensglück.

Nichts ist so trist wie ein Optimist. Weil man als Bulle auch nicht immer jemanden verhaften kann. So sieht’s aus. Polizisten rauchten früher Milde Sorte: Denn das Leben war ja hart genug. Heute schockieren uns Bilder auf Tabakpaketen und erinnern uns an unser Gefühlschaos beim Schmauchen jener letzten Zigarette, bei einem letzten Glas im Stehen.

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1488/17: Positionen: Iss was, Doc? – Der Gitarrendoktor Lutz Heidlindemann. „Zahle jeden Preis für jeden Schrott.“ #Linktipp

Gitarrengriff: Schiß-Moll

Gitarrengriff: Schiß-Moll


Kurzer Porträtfilm über Guitardoc

Anfang der Siebzigerjahre änderten große US-Gitarrenbauer wie Fender und Gibson ihre Strategie. Sie produzierten plötzlich lieber Masse als Klasse. Die Verarbeitung der Instrumente war nicht mehr so akkurat. Auch beim Holz wurde gespart. 1972 waren die Vorräte an alten Holzbeständen aufgebraucht. Das Angebot an guten Gitarren ist daher sehr übersichtlich, und ich sage voraus: Alles, was bis zum Jahr 1972 auf den Markt kam, wird im Wert weiter steigen.

…sagt Lutz Heidlindemann in einem Interview mit dem Spiegel. Und weiter: „Solange Marke und Baujahr stimmen, wird noch der letzte Schrott gekauft.“ Nennen wir das Interview ruhig relevant. Bitte schön.

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1297/15: Gigs, Preview: Am Freitag, den 18.12. eröffnet ‚Musik & Frieden‘ mit einer offiziellen KIZ-Aftershow-Party #note #tipps

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K.I.Z. – Hurra die Welt geht unter ft. Henning May (Official Video)

Der große Vorsitzende Mao Zedong ließ sich regelmäßig die neuesten Konzertevents als RSS-Feed schicken. Bekannt ist, er war kein Kostverächter, das war jedenfalls der Biographie seines Leibarztes zu entnehmen. Ob er regelmäßig in die Clubs der Stadt zieht, auf einen Grünen Tee? Mitnichten.. Mao schwamm gern und ließ sich hinterher die Tänzerinnen in seinen Regierungspalast bringen. Lebte Mao heute in Berlin, ginge er heute nach dem Regierungsschwimmen in der Spree in die neue Baumhausbar. Auf instagram waren davon erste Fotos zu sehen. Ein äußerst ambitioniertes Programm haben sich die neuen Betreiber des namentlich umgenannten Musikclubs Musik & Frieden vorgenommen. Da geht was.

Das Freitagskonzert am 18.12. der Berliner Hip-Hop-Formation KIZ ist bereits seit Längerem ausverkauft. Sie singen nicht im Atomschutzbunker, sondern in der Max-Schmeling-Halle, es heißt: „Hurra, die Welt geht unter.“ Läuft.

Am Freitag Abend, dem 18.12. werden um 23 Uhr die Türen in Kreuzberg wiedereröffnet. Was vielen als Magnet-Club bekannt war, eröffnet unter dem neuen Namen Musik & Frieden die Pforten. Auf der Website des neuen Betreibers heißt es ganz offiziell: Offizielle K.I.Z. Aftershow Party. Eine Reminiszenz an den göttlichen Prince Roger Nelson aus Minnepolis, der dies zur guten Gewohnheit machte und im inzwischen etwas verblichenen Mainstream-Quasimodo an der Kantstr. nach Konzerten immer noch eins draufsetzte? Aftershow-Party, das hieß bei Prince immer auch, er spielt noch mal live was vor für seine Gäste. Wir sind gespannt. Na dann.

Hingehen! Die Luft brennt.

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697/12: News: JustMusic wird bald umziehen, hier ein Film mit allerhand Details zum geplanten Umzug in neue Räumlichkeiten in Kreuzberg

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Das neue Just Music im Elsnerhaus Berlin – Lilli Stock zeigt den Rohbau

Am Moritzplatz in Berlin entsteht im denkmalgeschützten Elsnerhaus einer der größten Music-Shops Europas. Lilli Stock führt mich durch den Rohbau und erläutert die Planung. #Klappentext zum Video durch musotalk.de

„Die Handwerker sind sehr motiviert, der Architekt auch“, sagt Lilli Stock, sie rechnet unverbindlich mit einer Eröffnung ungefähr im November, wenn das nicht klappt, macht sich niemand Stress und es wird erst im Februar umgezogen. Zur Verfügung gestellt hat dieses Video musotalk.de, wofür herzlich zu danken ist. Ein großartiger Überblick über den gegenwärtigen Stand der Bauarbeiten, aufgenommen Anfang Mai 2012. Ihr könnt also sicher sein: inzwischen ist viel passiert dort. Künftige Adresse Nr. 1 in Berlin: Oranienstr. 140, 141, 142, Kreuzberg – Elsnerhaus!

591/11: Personen & Porträts: Clemens Wandelt wandelt im Rickenbacker´s in Wilmersdorfer Bundesallee

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Über DJ Gunter vom Berg, der im Kreuzberger Golgatha regelmäßig auflegt, schrieben wir kürzlich theoretisierend:

In Kreuzberg. Seit Gunter vom Berg dort auflegt, kann man DJs auch Musiker nennen: sie sorgen für gute Musik. Einzige Ausnahme: DJ Ötzi! (hier) – Pump up the Volume!

Clemens Wandelt ist auch so einer. Nicht wie DJ Ötzi, dessen Stern nicht seinen Namen trägt, manche nennen den Ötzi den „DJ Ätzi“. Das ist nicht endlos gerecht: Kürzlich bemühte er sich um Musik auf seiner aktuellen CD, um persönliche Texte abseits vom Bohei und Mitgeschunkele und rastete aus, weil jemand ihn im Interview beleidigte. Man gibt in der Öffentlichkeit das Bild von einem selbst, das man dort hinterlässt. Sich dann zu etwas Ernsthaftem fortzuentwickeln, fällt im Fadenkreuz angedachter Vorurteile jedem schwer. Denn das Vorurteil kommt vor dem endgültigen.

Clemens Wandelt aber  lust“wandelt“ am Parcours für Soul-Jazz-Musik vom Montag, dem Rickenbacker´s, herum, genauer: in der Bundesallee um die Hundertneunziger Hausnummern. Man sieht sich, man trifft sich.

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517/11: Gigs, Preview: Bergmannstraßenfest 2011 in Berlin-Kreuzberg mit vielen, vielen Auftritten


Die Jazzpolizei auf dem Bergmannstraßenfest 2010 (via Youtube)

Ein Zusammenschnitt dieses Auftritts. Bitte keine Gewalt! Nur mit Trompete, Sousaphon und Banjo bewaffnet präsentieren sie den verblüfften Zuschauern/Demonstranten tief poetische Einblicke in den Arbeitsalltag als Jazzpolizist. Die Jazzpolizei über sich: Wir sind eine der wenigen deutschen Dixiebands ohne Rechtsanwalt oder Zahnarzt. Wir machen das nicht nur zum Spass, wir leben davon. Musik liegt uns im Blut. Schon unsere Väter spielten vor 30 Jahren Swing im Jazzclub. Wir begannen genauso. Wir spielten vor 30 Leuten Jazz im Swingerclub. Einige unserer Stücke sind so schnell, daß wir in geschlossenen Ortschaften nur mit Blaulicht spielen dürfen. (Selbstdarstellung der Jazzpolizei)

Titel: Bergmannstraßenfest mit vielen, vielen Auftritten
Ort: Bergmannstr., Berlin-Kreuzberg
Link out: Click here

Beschreibung: Das Bergmannstraßenfest findet im Juni 2011 statt. Das Programm mag man zu gegebener Zeit nachlesen. Es lohnt sich mit Sicherheit, dort hinzugehen! Aus diesem Grund haben wir es verlinkt. Zu erwarten sind Auftritte von „über 50 Bands auf drei Bühnen“.
Startdatum: 2011-06-24
Enddatum: 2011-06-26

379/11: Livesession: Immer wieder Dienstag! Live-Session im Chester´s, Kreuzberg #Livesession

Chesters-Live-Session

Dienstag: Chester´s – Mittwoch: Quasimodo Live Jam – Sind Euch noch weitere bekannt? Erbitten Kurzinformation…blackbirds.tv entwirft den vollkommen mobilen Proberaum: jeden Tag woanders üben, sessionierende Nomaden ziehen durch Berlin und bevölkern die Kulturbühnen der Stadt! Übrigens: Eine Session, das ist hier auf dieser Website ein Stück Ausprobieren im Proberaum. Eine Livesession, das ist ein Stück Ausprobieren auf der Bühne, also live gespielt. Alles klar?

…das ist ein Tipp aus der Praxis. Seit Januar 2011 -so ist zu lesen- findet im Chester´s jetzt -bis auf Widerruf- jeweils eine Live-Session mit dem Schwerpunkt „Jazz“ statt. Und schon fragt der facebook-User Dean Collins sorgenvoll und 🙂

auch Rock Music Sessions? … dann kommen wir gern … also ich kann Jazz zwar hören – aber nicht spielen! 🙂 (facebook-User Dean Collins)

Und, siehste, shit happens: da sind sie wieder, die Schubladen, die Musikrichtungen und der Möbelverkäufer Ödipussi (Loriot), der immer dann eine Schublade aufzuziehen versucht, wenn er gerade etwas dort abzulegen gedenkt, in der Schublade, die auf dem Flur steht. Ja, Jazz, ist nicht tot, riecht aber schon „funny“, sagte Frank Zappa.

Wer „live“ spielen möchte und dabei auf Sessions stoßen möchte, sucht hier auf dieser Seite wie folgt….

266/10: Presse: Judith Holofernes (Wir sind Helden) ihre Leichtigkeit des Seins , Kreuzberg, Zehlendorf

Verallgemeinerungen und sprachliche Unschärfen von Judith Holofernes im Gespräch mit der Süddeutschen: über Berlin: ….“…in einer Stadt zu leben, wo man den allermeisten Leuten anmerkt, dasss es ihnen nicht in erster Linie ums Geldverdienen geht….“, über Kreuzberg: … „…, wenn unsere Kinder ins schulpflichtige Alter kommen, denn das ist in Kreuzberg ein unlösbares Problem, durch die hanebüchene Berliner Schulpolititik…“, über Zehlendorf: …“..Ich will nicht nach Zehlendorf, …, wenn in meiner Umgeung nur Anwälte und Ärzte wohnen….“…(Textauszüge)

Richtig: Die Babypause scheint vorbei. Judith Holofernes promotet dieser Tage das neue Machwerk der Band Wir sind Helden. Das tut sie multipel, multimedial und mit Leichtigkeit. Es war immer so, in den letzten Jahren. Wir sind Helden gehören zu den bundesdeutschen Topacts, die sich gut verkaufen. Auch wegen der witzigen, distanzierten Leichtigkeit, mit der die Texte dieser Band einen spröden Charme versprühen.

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223/10: FotoPaparazzi: Der Schnappschuss des Tages: Rupert’s Kitchen Orchestra #Golgatha Xberg

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Gido Ott, Gitarrist - Ruperts Kitchen Orchestra

Gido Ott, Gitarrist - Ruperts Kitchen Orchestra

Isn’t it the attitude that counts?

Das Foto hat Cem B Mete gemacht und via facebook eingestellt. Mit seiner Genehmigung veröffentlichen wir es hier. Es ist eines jener selten schönen Bilder, das uns die Bedeutung intensiven Musikmachens vor Augen führt. Es ist eben gerade nicht der Eingangsspruch, und es sind auch nicht Darmverschlingungen. Gitarrist Guido (ohne „u“, häh?)  ist zutiefst in die Musik gefallen und fühlt sich ganz sicher gerade pudelwohl.

Bei Facebook gibt es jetzt eine Gruppe „Gays against Guido“, der der Autor nicht beigetreten ist: Zum einen gibt es einen größeren Guido-Faktor in Deutschland als bislang angenommen, wofür Guido Ott ein gewisses Mitverdienst besitzt. Zum anderen muss man weder schwul sein (aber man darf!), um gegen Herrn Westerwelle zu sein, noch Funkmusik mögen (aber man darf erst recht!). Die kleinen wie die großen Zusammenhänge sind, worauf es ankommt. In Wahrheit hat das nichts miteinander zu tun!

Zwei Komplimente: an den Fotografen für den richtigen Hinkieker und fürs Abdrücken im richtigen Moment. An den Gitarristen des Küchenorchesters mit Schwerpunkt Funk-en-flug für diese „attitude“. Ganz großes Kino!

(Danke, Cem)

184/10: Gigs, Preview: Am Montag, 21.6. FÊTE DE LA MUSIQUE -Eintritt frei- gibt’s Musik auf die Ohren

Essentials: Ich will doch nur spielen!

Dit stimmt. Aber wo? Stell dir vor, du hast was Brauchbares eingeprobt, aber niemand kann es hören. Nachdem auf facebook bereits eine abstruse Gruppe „Seit Jörg Kachelmann im Knast sitzt, ist das Wetter scheiße“ gegründet wurde, hoffen nun nicht wenige, dass sich der Sommer demnächst anmeldet. Es muss ja nicht auf facebook sein. Dann geht es wieder hinaus in die Biergärten Berlins. Einer davon ist das Golgatha.

Wir entnehmen der Website, die hier verfügbar ist, dass dort auch ein brauchbares Liveprogramm in der Mache ist.

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