Rettet die Livemusik! Max Liebermann-Zitat

1436/16: Positionen: Rettet die Livemusik

Veranstaltungsstatistik auf facebook

Black Coffee (gif)

Das war ja ganz einfach.

Es soll Kaffee und Kuchen geben. Das kleine Café am Teltower Damm ist dafür wie geschaffen, ein kleiner Livegig meiner Jazzband. Das Great American Songbook. Ganz gepflegte Jazzmusik, Kaffee und Kuchen, und wer will, bekommt Schlagsahne und ein Eis. Schnell habe ich eine Veranstaltung auf facebook erstellt und bisschen Veranstaltungstrompeter gespielt. Promotion machen, Zuschauer interessieren.

Wir kennen das von diesen sozialen Party-Unfällen im Internet. Auf facebook stand: Party bei Helga, wer will, kommt, es gibt Freibier. 2.500 Leute kommen auch, Helga ist stocksauer und Hans, der mit Helga befreundet ist, fertigt künftig nie wieder soziale Veranstaltungseinladungen für Helga. Befreundet war: Sie hat ihm die Freundschaft gekündigt.

Ich freue mich sehr. ich hatte meine 5.679 Freunde weltweit eingeladen und als hätte ich geahnt, ist Jazzmusik im Moment einfach wieder mal total up to date. Irgendwie ist es mir gelungen, einen viralen Sommerklickhit zu inszenieren. Morgen Abend sind 6.470 zahlende Gäste zu je 5,- € pro Karte da. Von den 27.053 Interessenten kommt erfahrungsgemäß nur die Hälfte, das sind -abgerundet- weitere 10.025 Zuschauer. Heute Abend habe ich noch schnell bei der Waldbühne angerufen. Mist: Das Ordnungsamt hat Jazzkonzerte wegen drohender Lärmstörungen an Donnerstagen untersagt, wie es heißt aus grundsätzlichen Erwägungen. Na, das war ja zu erwarten.

Werden wir die Veranstaltung einfach weiterhin wie geplant bei Annelieses Eiscafé am Teltower Damm in Zehlendorf durchziehen. Ich hatte auch die Straßenbahn in Wilmersdorf angefragt, wo The Shevettes so schön ihr Video drehten. Und abgesagt: Zu viele Sitzplätze. Annelieses Eiscafé hat einen schönen Vorgarten. Wir machen einfach die Fenster auf.

771/13: Brief der Woche: Wenn sich die Hausverwaltung meldet, …

Brief der Woche: Die Hausverwaltung mahnt ab...

Brief der Woche: Die Hausverwaltung mahnt ab…

Wurde hier zu wenig geübt? Die Auflistung macht dies deutlich. Ein Gelegenheitsschlagzeuger. Spielt auch mal Bass. Dieser Brief wurde heute via facebook bekannt und verdient in unserem sauertöpfischen Lebensstil Erwähnung, aber auch Beachtung. Handelt er von „geistiger Umnachtung“? Mitnichten, der Mieter hat Pflichten. Je verdichteter die Ballungsräume, desto geringer persönliche Entfaltungträume….grob gesagt, hat die Stadtentwicklung versagt?

Wenn sich die Hausverwaltung meldet, wie es hier geschieht, ist Vorsicht zu raten. Es gilt das Yin Yang des Bundesgerichtshofs mit widerstreitenden Meinungen zum freien Grundrecht auf Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Dazu gehört auch die Musikausübung. Und den berechtigten Beschwerden von Hausbewohnern. Andererseits kann man nämlich zusammenfassen, dass es zwar Schlagzeug zu spielen als Grundrecht auf freie Musikausübung während nicht lärmschutzgeschützter Zeiten gibt. Aber auch die Abgewogenheit mit dem zu schweren, lauten Instrument im Hausgebrauch andererseits. Für alle Schlagzeuger gilt, was ich heute Morgen noch ohne Kenntnis dieses Briefs an die Pinnwand meiner eigenen digitalen Existenz heftete: „Drumming is a most peculiar way of living“.

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592/11: open petition: Der Ansatz des Petenten ist interessant, er will Musikausübung mehr erlauben!

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Eine gut formulierte Petition muss fließen, rein fließen, verständlich sein und eine so glasklare Sprache besitzen, dass niemand daran herumdeuteln kann. Es wird schon, aber es muss noch was passieren! – Inhaltlich hat Carsten Haberkorn recht: was die Formulierung angeht, gibt es noch Bedarf zur Überarbeitung. Aber bitte: „Bildet Euch Eure eigene Meinung! Und unterzeichnet das Dingens, wenn Ihr mögt!“

Den Ansatz von Carsten Haberkorn finde ich sehr interessant und vom Grundsatz her begrüßenswert. Ob die Petition nun schon zu Ende gedacht ist, das weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall will ich gern die Gelegenheit nutzen, auf sie hinzuweisen und diesen Linktipp ausdrücklich hier verbreiten. Lest Euch das doch mal durch, aber bitte leise: Sonst sind die Nachbarn gestört. Wie auch immer: Sprachlich kann man an dieser Petition noch feilen und sie feinschleifen, damit sie bspw. eine Petition für und nicht für gegen restriktive Lärmgesetze wird. 😉 

Der Hintergrund ist klar und war hier mehrfach auf dieser Website im Fokus von Berichterstattung und auch eigener Meinung. Aber nun genug „Geseiher“, jeder darf dort hin, es ist kostenlos, kostet nüscht, aber konzentrieren muss man sich schon. Linktipp von hieraus fürs Wochenende. Der Vorgang steht hier unter Beobachtung.

Ich muss weg: Krach machen!  Freiheit, die ich meine….