1751/19: Video: Nina hat Ernst gemacht – Sie gibt uns ihre Missestaten – Misirlou (Dick Dale) vocalized version (Lied des Tages)

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)

An Euren Taten soll man Euch messen, Missus.

 

Sail away tomorrow: Und der Mind isso „blown up“ und hustet sich die Seele wund: Und Antonioni filmt die ganze Sauerei (Bild oben).

Die Kunstmätresse des Kultivierten Nina Ernst singt Misirlou (Dick Dale), aber wie soll der denn bei dieser Version noch in Peace rippen?

Unmöglich da noch ruhig zu bleiben. Varrügter iss nur noch Nina Hagen, die Goldschamanin der Unerbittlichkeit.

Nina macht Ernst. Ich hab es zuerst berichtet. Sie haben ganz einfach Instrumente übereinander geschichtet.

Diese Potentaten. Was hören sie denn jetzt in Pjönjang? Funk?

1743/19: Berliner Straßen: Wo Walter Kollo lebte, in der Schwäbischen Str. 26, dit war in Schöneberg! Erinnerste Dir?

Berliner Wohnadresse: Walter Kollo, Berlin-Schöneberg

Berliner Wohnadresse: Walter Kollo, Berlin-Schöneberg (aufs Bild klicken)

Spencer Davis von der Spencer Davis Group hatte den Wunsch, einen deutschsprachigen Song aufnehmen zu wollen, da er in Berlin studiert hatte. Dieser Hilferuf wurde von ca. 5000 Bravo Lesern unterstützt und so wurde dann der Titel „Det war in Schöneberg“ 1966 eingespielt und erschien im Januar 1967. Der Song sticht ganz und gar aus der musikalischen Richtung, aber die Rückseite „Stevies Groove“, ein Instrumentalstück, mit dem jungen Steve Winwood an der Hammondorgel, zeigt, dass musikalisches Potenzial in den sehr jungen Musikern steckte.

Tommy T. Tulip durchstreifte die Gegend in der Art eines Stadtguerilleros. Companheros: Das war ein Erlebnis, das haben wir auch erlebt und parlieren hier nicht vom Hören sagen.
Viele Öre, viel Geschirre, Aschingers am Zoo servierte Erbswurstsuppe und Babylon Berlin war überhaupt noch nicht im Kasten. Apropos Kasten: Wir sind hier nicht Indien. Walter Kollo aber ging in die Geschichte ein. U.a. auch in diese hier. Mein Reden: Die Männer sind alle Verbrecher.

Weiterführend

 

1741/19: Video: Mein Sohn – Von Stefan Krähe

Schwarze Tulpe - The black tulip. To The Honor of...

Schwarze Tulpe – The black tulip. To The Honor of…

Sie ist eine heiße Puppe,
er isst gern Kartoffelsuppe.
Sie hat ne E und Spritzbesteck,
Er hat Tee und Spritzgebäck.
Sie hat eine Stahlmatratze,
Er hat ne Keramikkatze.

Großstadtgeflüster (2011) – Kartoffelsuppe (Link unten)

Söhne, es liegt nicht in der Absicht von Vätern, Euch zu verletzen.

Sie selbst sind es, die Väter, die ihre Gefühle allzu schnell versetzen. Gegen zu wenig Zeit, zu wenig Tiefe, zu wenig Sorgfalt im Hier und Jetzt.

Vielleicht ist das der Unterschied für den späten Vater. So wie John Lennon es mehrfach erklärt hat: Was er Julian nicht geben konnte, bekam Sean doppelt, dreifach, verflixt, aber zugenäht. Dann wurde John erschossen, so früh, das Sean ohne ihn aufwachsen musste. Aber das Gottvertrauen gab John ihm noch mit. Er wusste und er weiß sowieso auch heute noch: Ich habe einen Vater.

Später wird die Sache mit dem Vater und dem Sohn schon schwieriger. Ab der Pubertät läuft vieles regelrecht unaufhaltsam los.

Was dann noch kommt, muss nicht immer bestens sein. Brumm Brumm: Das ist ein anderes Achtel Lorbärblatt. Dieser Song hier, der Song von Stefan Krähe über seinen Sohn Paul, ist wirklich bestens. Richtig klare Worte sind gerade und können nicht verletzen. Sie sind eine Offenbarung. Ganz ehrlich. Wie schön, wie intensiv. Toll.

In Demut. Vielleicht ist Paul später mal stolz, wenn er dieses Lied nochmal hört.

Weiterführend

* Nachruf wie ein Großstadtgeflüster: Pete Wyoming Bender für Tochter Jennifer
* Frau Naturgewalt: Jen Bender ist die Sängerin von Großstadtgeflüster