1528/17: Positionen: Vive la revolution! – Die Moritat von Xavier (Gastautor: Grit Maroske)

Vorab: Ich schreibe diesen Text in dem Wissen, dass einige Leute ihn garantiert in den falschen Hals bekommen werden. Menschen, die mich gut kennen wissen hoffentlich, wo ich politisch stehe und dass ich eine gefestigte Persönlichkeit bin und werden mir das zugute halten. Lasst euch mit mir gemeinsam einfach mal auf ein Gedankenexperiment ein, denn mit diesem Text schauen wir in einen Spiegel und sehen alles (naturgegeben) seitenverkehrt.

Heute Nacht hatte ich einen seltsamen Traum. Mein Land war in Aufruhr. Menschen liefen schreiend und mit hochroten Gesichtern zum Marktplatz, in der Hand Forken und Fackeln. Sie schüttelten wütend die Fäuste gegeneinander, rempelten und schubsten, jeder wollte der Erste auf dem Marktplatz sein, denn eine öffentliche Hinrichtung stand an. Die einen versprachen sich Nervenkitzel bei der Volksbelustigung, andere setzten besorgte Minen auf, Dritte rieben sich schadenfroh die Hände während wieder andere den Märtyrer aus den Fängen der Gerichtsschergen befreien und auf ihren Schultern durchs Stadttor tragen wollten.

Am Marktplatz angekommen, hatte sich bereits eine stattliche Menge versammelt. Viele deckten sich an einem der zahlreichen Stände noch mit faulen Eiern, matschigem Gemüse und Steinen ein, alle Ausrufer bläkten durcheinander in einer infernalischen Kakophonie von Neuigkeiten. “Xavier beim König in Ungnade gefallen!” “Minnesänger ruft zum Umsturz auf” “Hofnarr ohne Kleider wird des Landesverrats bezichtigt” und zwischendurch riefen sie die neusten Ergebnisse beim Strohballenweitwurf, Rabattangebote des lokalen Dirnenhauses und Wettervorhersagen in die Menge. Ich ließ mich mitziehen zur Mitte des Platzes, wo schon ein Podest aufgebaut war. Dort sollte, deutlich sichtbar für das VOLK, heute Recht gesprochen und vollstreckt werden.

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1506/17: Lied des Tages: Benny Greb’s Moving Parts – „Next Question“


Benny Greb´s Moving Parts „Next Question“ (from the DVD)

Im Themenfokus der Berichterstattung steht heute das Instrument Schlagzeug und als Lied des Tages gibt’s Antwort auf die nächste Frage.

Was?

Ach, egal: Viel Spaß mit Benny Greb (Hamburg) und seinem deutsch-englischen Projekt Moving Parts.

Noch Fragen? Antwort gibt es hier…ach ja, und übt noch bisserl! S‘ muss grooven. Wie Sau. Oink oink.

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* Benny Greb’s Moving Parts – Seelennahrung

1504/17: Foto des Tages: Von Promo-Bernhard, Frizz und dem Untergang des musikalischen Abendlands

Lindgren (Foto: Frizz Feick, via Instagram)

Lindgren (Foto: Frizz Feick, via Instagram)


Frizz Feick – Famose lezzte Worte [OFFICIAL VIDEO]

Lohnt die ganze Katzbuckelei mit dem Musik machen noch? Oder fragen sich nicht insgeheim viele, ob es das mit dem Musik machen jetzt war? Weil Musik nicht mehr richtig bezahlt wird. Weil Musiker aus der Wertschöpfungskette rausfliegen? Ja, schön, toll, dass Du Musik machst. Mach bloß weiter, ist wichtig. Zahlen? Ha, das ist soooo gestern…

Das Foto sagt uns, wir haben eine Vorahnung.

Irgendwas wird blühen: Frühlingsgefühle? Frizz Feick macht Musik und lebt und wohnt in Ratzeburg, Bückeburg oder irgendwo anders in Deutschland. Und hat sehr funktionierende, stetige Verbindungen nach Berlin. Hier trat er zuletzt im Zimmer 16 in Pankow auf. Dort darf der Interpret, ja die aufspielende Band allerdings auch nicht zu laut sein. Die Hausherren sagen: No drums, please. Zu laut für Berlin.

Jaja, der Schallschutz. Die lieben Nachbarn. Wenn Kultur, dann leise. Einer Art Zimmerlautstärke angepasst.

Das alles macht gar nichts: Feick kann alle Stilfragen bedienen. Gibt er großes Besteck, kommt aus Hamburg die wunderbarste Berliner Schlagzeugerin der Siebziger/Achtziger Jahre Berlins angekarrt: Annette Kluge, früher Schlagzeugerin von Straßenköter in Berlin. Oder Tourschlagzeugerin des Schlagzeugers, den alle die Ahnung haben, als großartigsten (und Multiinstrumentalist) kennen, der inzwischen in Hamburg lebt: Herwig Mitteregger, früher Nina Hagen-Band und Spliff, die deutsche Musikgeschichte geschrieben haben. Oder den großartigen Ausnahmekeyboarder George Kochbek. Das wäre das große Besteck, die FEICK OPEN sozusagen.

Oder klein, fein, leise. Der Feick kennt sie alle: die guten Begleitmusiker, die Stile und die kühnsten Wortwendungen, die schönsten Saxophonsoli und pi pa po. Und ist ein sehr wunderbarer, empfindsamer und feinschichtiger Musiker. Mit einem Promo-Bernhard namens Lindgren, der jetzt dazu aufruft: Kauft mehr Musik vom Feick. Jeder weiß, es gibt 20% auf alles, außer Tiernahrung. Wir haben rudimentäres Halbwissen dieser Website verlinkt folgend, um der Idee Basis und Inspiration zu bieten: Leute, kauft Feick, das Lindgren was zu essen hat. Wie wunderbar. Und wie folgerichtig.

Famose letzte Worte. Bis zum nächsten Mal….irgendwas wird blühen, diesen Frühling, und Ihr werdet ihn wiederfinden. Und gebt zu: Es ist eine Zeit der Zerstreuung, und Ihr habt an 80% gedacht. Nur nicht an Tiernahrung.

Entscheidungsgeholfen

1501/17: Video: „Zwei Sonnen“ – Dirk & Das Glück feat. Steffi Breiting

Die Zöllner Five 400 Pixel


DIRK & DAS GLÜCK feat. Steffi Breiting – Zwei Sonnen

Veröffentlicht am 12.03.2017
Mit „Zwei Sonnen“ (feat. Steffi Breiting) hört und seht ihr nun den ersten Titel des am 17. März 2017 erscheinenden Albums „DIRK & DAS GLÜCK – Zöllner trifft Karma“.

Lineup:
Dirk Zöllner – Komposition & Gesang
André Gensicke – Flügel
Oliver Klemp – Bass
Marcus Gorstein – Schlagzeug & Chor
André Drechsler – Komposition & Gitarre
Steffi Breiting – Gesang & Chor

Der CDU-Politiker Jürgen Wohlrabe wurde im Bundestag einmal als Übelkrähe bezeichnet. Mit Schimpf und Schande schmähte der Rüpel, Genosse Herbert Wehner den CDU-Politiker. Und schrieb damit die Wortschöpfung um einen Eintrag reicher.

Wenn wir in diesen Kategorien weiter denken, gibt der Abspann zu diesem neuen Video von Zöllner Sinn. Allerdings ist hier von Glücksgöttin und Unglücksrabe die Rede, wie man sehen kann. Am Ende liegt das Glück der Performance in der Textur des Unermesslichen. Werner Karma trifft Dirk Zöllner. Und umgekehrt.

Mit Steffi Breiting. All together now.

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1500/17: Audio-Paparazzi: ‚What Is Wrong With Groovin‘ – Dana Shanti #LiedDesTages

Banner Audio-Paparazzi

Was ist ein Talentscout? – Vielleicht jemand, der im Netz die Sounds klaut? – Dieser Frage gehe ich nicht weiter nach. Sie ist unnütz wie heutzutage Jean Pütz. Und Schraubstock & Geige: Längst sind wir elektronisch grundversorgt.

Dana Shanti – das ist eine Mixtur aus Italien und indischem Chant. Nur für mich. Bestimmt ist das grundfalsch. Etwas ganz Verrücktes. Sie selbst nennt es Acoustic Soul oder Acoustic Soul Jazz. Auf dem gerade erschienenen Album klingt es aufgeräumt, bis ins letzte gut durchorganisiert und kurz gesagt „Klasse“ – fluffig, leichtgängig. Es ist die Schuld des Berichterstatters, sich ein älteres Soundödem vorgenommen zu haben. Auf jeden Fall gibt’s Anything To Hold als erstklassigen Linktipp unten auf der Liste zuoberst. Groovy, Frau Chant. An irgendwas muss man sich ja festhalten.

Wenn der Gesang auf What Is Wrong With Groovin‘ einsetzt, fragen wir uns, ob eine ganz große, schwarze Sängerin uns was vorsingt? Bis hierhin haben wir nur zugehört. Sind reichlich verwirrt. Viel Weltmusik, Soul, Jazz, nein eigentlich sind all diese Stilschubladen nichts für den unvernünftigen Zuhörer. Soviel ist sicher: Diese Chanti ist nicht fragwürdig, sie kommt bisserl wie ein Gebet, ein Shant, ein Stoßgebet und ist als Medidationsgrundlage denkbar. Sehr schön, kurzweilig. Apropos kurz: Gegen jede Formatradioregel hören wir sieben Minuten Musik. Genug, um sich mal so richtig fallen zu lassen.

Am Ende habe ich nichts über die Künstlerin gesagt. Außer, dass es mir sehr gefällt. Aber Spaß hat’s doch gemacht. Schöne Seele, offenbar. Und entschuldigt bitte diesen störenden Begleittext zum Audioquietschvergnügen. Es geschah in bester Absicht.

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1497/17: Video: Paddy Boy spielt ein Gitarrensolo und nimmt uns mit!

#DdMns 05 Ich spiel Rhythmus, Du das Solo!


Paddy Boy Guitar Solo 3 @ Tony Liotta’s GrooveAttack 2011

Paddy Boy: guitar, Michael Strohm: bass, Shaby Pelzer: keys, Rob Collins: vocals, Tony Liotta: drums

Gutgespielte Gitarre. Paddy Boy ist nicht Paddy Kelly, sondern ein Gitarrist aus Mönchengladbach, Instrument: Strom-Gitarre.

Große Gitarre, super gespielt, Klasse Band. Das Lied des Tages auf blackbirds.tv. Habt Spaß.

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Confortabely numb (a Pink Floyd Tribute 2014)
Another Tribute – Remineszenz an B.B. King’s Style Of Blues
http://www.paddy-guitar.de

1496/17: Video: Randy Hansen Trio – feat. Randy Hansen (g), Ufo Walter (b), Manni von Bohr (dr) – „Machine Gun“

Jimi Hendrix (morphing) (gif)


RANDY HANSEN – Machine Gun (Jimi Hendrix) – Live in Karlsruhe 2016

live in karlsruhe @ substage, randy hansen (guit./voc), ufo walter (bass), manni von bohr (drums) soundmix: ufo walter camera operators: thierry miguet, fabian kieser video-editing: thierry miguet @ wahwah.tv http://www.randyhansen.com http://www.ufowalter.de a wahwah.tv-production (c) 2016

Von hoher Qualität, großer Schlagdichte und mit dem, was den Digitaljunkies heute zunehmend abhanden kommt, surfen die drei Protagonisten des musikalischen Vermächtnisses von James Marshal „Jimi“ Hendrix aus Seattle, dem Geburtsflecken des Grunge, dem Karlsruher Bundesgerichtshof entgegen: In Karlsruhe zelebrieren die drei Helden des Rock Machine Gun ungebremste Spielfreude. Der Sound ist brillant, das Zusammenspiel gekonnt und sogar das Videomaterial ist ganz ganz aufgezeichnet. Klasse.

Für die gelungene Kameraführung zeichnen Thierry Miguet und Fabian Kieser verantwortlich und ganz und herrlich unaufgeregt widmen wir uns der musikalischen Gesamtbetrachtung. Ganz und gar und ja – wenn’s auch eine Plattitüde ist – großes Kino. Gefällt.

Das Lied des Tages als Tageslied, heute auf blackbirds.tv.

Please watch the tourplan! Und geht mal hin, wenn sie bei Euch um die Ecke gastieren. Und habt ein Auge auf wahwah.tv, wenn es darum geht, Euren Gig gekonnt zu filmen. Dis können die, des. Des-Dur oder Des-Moll, das ist egal.

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Sinead O' Connor - Tränen, Weinen (gif)

1491/17: Personen: Erinnerung an Pete Wyoming Bender – ‚Ich habe diese Frau geliebt.‘ –

Gestorben: † 15. Februar 2014
Erinnert: Im Grunde ständig

 

Prosciutto di Bender: Einer seiner erfolgreichsten Songs. Und nicht despektierlich als historischer Schinken bezeichnet. Sondern mit Liebe, Anerkennung und vielen guten Gedanken an einen Ausnahmeberliner, der fehlt.

Pete Wyoming Bender: Liebe Grüße nach oben!

1490/17: Video: Die Zöllner ‚Herzwinter‘ #LieddesTages

Die Zöllner 400 Pixel


DIE ZÖLLNER – Herzwinter

„Herzwinter“ aus dem Album „In Ewigkeit“ (2015). Komposition: Marcus Gorstein, André Gensicke, Dirk Zöllner Text: Dirk Zöllner Bläserarrangement: Gerald Meier Gesang & akustische Gitarre: Dirk Zöllner Tasten: André Gensicke Perkussion: Marcus Gorstein Gitarren: Lars Kutschke, Andreas Bayless Bass: Oliver Klemp Schlagzeug: Matthias Mantzke Trompete & Flügelhorn: David Skip Reinhart Posaune: Gerald Meier Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon: Frank Fritsch Chor: Dirk Zöllner, Marcus Gorstein Aufgenommen von Marcel Wicher, Marcus Gorstein und André Gensicke. Mix: Marcus Gorstein Erschienen bei edel content. Kamera & Schnitt: Johanna Bergmann

Die Welt ist verschneit, alles fällt aus der zeit – ins ewige Eis
Wo ist denn die Wahrheit,  alles dreht, alles dreht sich im Kreis

Gegen den eigenen Willen
immer derselbe Film
bei Tag und bei Nacht
Keiner kann ihn abstellen
Du allein, du allein hast die Macht

Ich glaub nicht an ein Morgen
Ich glaub nicht an ein Morgen
Ich glaub nicht an ein Morgen ohne dich,
So ohne dich |:

Ich kann sie verstehn,
Deine Sehnsucht nach ihm
als ich schlief
Du sagst: das war ein spiel
doch ich fiel,
doch ich fiel abgrundtief

In eine Welt dahinter
auf einmal war es Winter
meine Schneekönigin
Dein Herz schläft auf Eis
und ich weiß,
und ich weiß nicht wohin

Ich glaub nicht an ein Morgen…

Der Schnee fällt immer dichter
Tausend irre Lichter über mir
es tut unendlich weh
und ich geh,
und ich geh durch die Tür

Ich mach mich auf die Reise
auf einmal wird es leise
warm und schön
und die allerletzten Gedanken vergehn …

Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
glaubst du noch an deine LIEBE zu mir
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an deine LIEBE zu mir

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1487/17: Personen: Steve Binetti macht ein klares Angebot. Schluss mit ‚Drivin‘ Alone‘

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Steve Binetti (Foto: Steve Binetti, Privatarchiv, nachbearbeitet)

Steve Binetti (Foto: Steve Binetti, Privatarchiv, nachbearbeitet)


Steve Binetti | driving alone | Video: Daniel Schwarz (mit herzlichem Dank)

Steve Binettis sagt, er hat ein Exklusivangebot:

BERATUNG / KONZEPTION / COACHING / KORREKTUREN / HILFE- FÜR PRODUZENTEN, KOMPONISTEN UND MUSIKER, GANZE PROJEKTE:
-Computerprogramme für Musikproduktion
(v.a. Pro Tools, auch andere DAWs),
-Plugins und deren Anwendungen: EQs, Kompressoren, Limiter etc.
-Mixing und Mastering, Komponieren am Rechner,
Aufnehmen mit dem Rechner
-Couching, Konzeption, Beratung und Hilfe bei der Realisierung Ihres Projektes
-Recherche, Korrekturvorschläge, Problemlösungen für Ihr Projekt
-jederzeit direkt ohne umständliche Anmeldung, ohne Vertragsbindung
-sofortige Terminvergabe, flexible Terminänderung je nach Bedarf
-Stundensatz 25 € (60 Minuten)
(Probestunde zur Problemdiagnose 15€, 60 Minuten)

Mein aktuelles Projekt:
Mastern der Musiken für Schwarvels neue Produktion
„1989-Lieder unserer Heimat“.
Perfekte Kommunikation und gegenseitiges Verständnis und Vertrauen.
Das macht viel Freude!

Steve Binetti war immer wieder mal Anlass für eine Berliner Szeneberichterstattung von hier aus.
Genau deswegen stellen wir das Angebot zur Verfügung.

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1485/17: Positionen: Alarm: Die Rock- + Popmusik ist tot. – Titelschutzangabe: „Letzte Ausfahrt Kuschelrock“ #socialtulip #ttt

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Es wurde schon alles gespielt, nur nicht von jedem. – Huey Colemann, via Facebook

Mein Bemühen um Netzaustausch ist Prüfungen unterzogen. Mir sind echte Austausche lieb. Mein Kernsatz lautete am 06.02.17: „In der Rock- und Popmusik ist es gelaufen. Spätestens 2000 war Schluss. Nichts Neues. Kalter Kaffee.“ Ich fasse gewonnene Erkenntnisse aus Diskussionen auf Facebook #socialtulip zusammen.

Viele befürworten diese Feststellung einfach. Ich habe ausgewertet, es sind die Älteren auf den Freundeslisten im asozialen Netzwerk.

Ich wusste früher sehr gut Bescheid, wie ein Sachverständiger. Dann klinkte ich mich irgendwann aus und dachte, das ist es nicht wert. Denn wozu auch? Ich beschloss, es ist egal. Ich war noch gar nicht so alt geworden. Es ist wirklich unheimlich lange her.

Einige wenige widersprechen mir und stellen Namen von Bands und Einzelmusikern in den Raum. Ob die genannten Musiker die These wiederlegen, die provokativ gemeint war, weiß ich nicht. Dazu müsste ich sämtliche Vorschläge gewissenhaft durchhören. Mir fehlt die Zeit dazu. Abgesehen davon auch die Lust.

Dirk Zöllner, Sänger/Musiker aus Berlin, hat in einem Gastbeitrag auf www.blackbirds.tv u.a. gesagt, Zitat: „Ich höre wie alle Normalverbraucher fast immer die Best of meines eigenen Lebens. Gelegentlich entdecke ich mal was Neues über YouTube, über meine große Tochter oder über meine junge Freundin – aber das vorgekaute Menü der Radio- oder Fernsehprogramme stört mich sowohl beim Komprimieren meiner eigenen Gedanken, als auch bei der Konversation im Allgemeinen.“

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1484/17: Lied des Tages: Käfer auf´m Blatt – Dirk Zöllner feat. Deutsches Filmorchester Babelsberg

TTT - Tweedoffice - Profilbild

N’en Kiffer auf’m Blatt, was ist das schon? Das Blatt haut man ab. Den Kiffer haut man platt.  Und trinkt noch schnell ’nen Schnapsglas hinterher. (Mein Kopfkino am Morgen.)

Schon seit geraumer Zeit spielt das Profilbild eines Menschen eine gewisse Rolle. Man kann durchaus sagen, es ist von steigender Bedeutung. Sei das Profil auch ein Alter Ego, oder eine Schimäre.

Für Szeneberichterstattung beispielsweise.

Es gibt einen unübersehbaren Trend zur Ikonographie. Ikonen, kleine Götzenbildchen, sie sollen sagen, du bist wer! Du bist eine Persönlichkeit, am öffentlichen Leben teilhabend. Barbra Streisand sagt „Duck Sauce„, meint möglicherweise Duck Face. Das bleibt jüngeren Kassibern vorbehalten, hübschen jungen Mädchen am Anfang ihrer Knospung. Sie machen ihre Intelligenz für ein einziges vorzeigbares Bildchen schnell weg, ziehen all ihre Lippen zu Flunschen zusammen, um besonders süß auszusehen. Und begehrenswert. Zum Dank prasselt es Likes, Du musst durch den Monsun!

Die schönsten unter ihnen liken wir wunschgemäß.

Hieraus machen sie süß-klebrige Melasse, die als Basis für ihr Aufbau-Selbstvertrauen herhält. Selbstbewusst durch das von außen. Ein Widerspruch in sich: Ich werde geliket, also bin ich.

Im Web 2.0 machen wir uns unser Gedankengerüst, indem wir einen bestimmten Content eintippen. Aus diesem, aus einer Masse von Cookies, Kontexten und dem vollkommen sinnfreien Zinnober, mit dem wir unsere Lebenszeit verdaddeln, machen andere uns ein Internet, von dem sie meinen, es entspräche unseren positiven Nutzererfahrungen am besten. Hört auf, den falschen Gedanken zu verfolgen, ein Internet mache grenzenlos frei. Das Gegenteil ist richtig. Was Du abrufst, wird fein säuberlich profiliert, zugespitzt und wiederum ausgeworfen als vermutlich mutmaßlich interessierender Content für künftige Weberlebnisse. Das sind Suchergebnisse. Ist einfach, oder?

So fangen wir an, vernetzt zu denken. Ich gab gestern einem Text von Dirk Zöllner Platz auf dieser Website, eins vorher. Und schön, wie es sich gehört, ergab das eine das andere. Ich stieß wiederum auf eine alte Ost-Rockmusikdoku und band sie in den Artikel mit ein, wie es sich gehört. Um ganz und gar bei meinem Auftrag zu bleiben: Die Person des Gastbeitrags zu empfehlen. Heute Morgen ist es auf YouTube bereits wieder soweit. Das Babelsberger Filmorchester hat den alten Chicoree-Klassiker von Dirk Zöllner „Käfer auf’m Blatt“ mit ihm aufgenommen.

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1481/17: Nachruf: Carsten „Beathoven“ Mohren (* um 1962; † 31. 01.17) – Wunder geschehen. Und gestorben wird auch. Aber laut. LAUT!!


Ein Wunder – Rockhaus offizielles HD Video (01.11.2016)

Carsten „Beathoven“ Mohren (* um 1962; † 31. Januar 2017 in Berlin), war ein deutscher Musiker, Produzent, Keyboarder, Komponist und Toningenieur.  Seine musikalische Laufbahn begann er bei der Band Taxi-Combo. Danach gründete er 1979 zusammen mit Joachim Kielpinski, André Herzberg, Alexander Schloussen und Jörg Skaba die Gaukler Rock Band. Nach deren Auflösung 1981, als der Frontmann André Herzberg die Band verließ, da das Musikstück „Hans Currywurst“ von Herzbergs Bruder wegen Unstimmigkeiten in der Band nicht aufgeführt wurde, wechselte er zur Band Die Freunde. Danach wechselte er zur Band Christin D. 1984 ging Mohren zu Wolfgang Ziegler und Wir. Als Ziegler 1986 die Band verließ, um seine Solokarriere zu starten, wechselte Mohren zu Rockhaus. Als sich die Band 1998 auflöste, wechselte er zur Dirk Michaelis Band. 1996 wirkte er bei der John-Silver-Produktion Zebisch – Die Grube ruft von Jürgen Ehle mit. In Berlin und Bremen wirkte er bei The Sound of Shakespeare & Rock n Roll mit. Weiterhin wirkte er bei Glam Slam und beim Grips-Theater in Berlin mit, wo er George Kranz kennenlernte, mit dem er später ein Tonstudio eröffnete. Mohren war aktives Mitglied der Band Die Ossis, zusammen mit Acki Noack, der von 1995 bis 1996 bei Rockhaus war, Heinz Haberstroh, einem der Gründungsmitglieder von Rockhaus, Henne Körbs von Scirocco und Bert Eulitz von Pom Fritz, und auch deren Produzent. Ebenfalls wirkte er bei One Mans Trash feat. Jimi Jamison mit. Mohren war Produzent in verschieden deutschen Städten sowie in Miami und San Francisco und im eigenen Studio Metropolyx. Rockhaus blieb er seit seinem Eintritt 1986 treu und tourte bis 1989 und 2005, 2006, 2009, 2012, 2015 und 2016 mit der Band durch Deutschland. Am 22. November 2016 gab Mohren bekannt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt sei. Er starb am 31. Januar 2017 im Helios Klinikum Berlin-Buch. (Mit Mitteln aus Wikipedia zusammengefasst)

Wir können nicht fliehen. Wie die Wolken, einfach weiter ziehen. Der Aufruf, noch einmal zu kommen, um ihn spielen zu sehen mit Rockhaus, war auf Facebook deutlich zu vernehmen und ihm folgten viele. „Ich möchte mich laut verabschieden.“ – Beathoven, so sein Spitzname, tourte noch einmal im November/Dezember 2016 und noch einmal sollte alles so sein wie immer. Und er war schon stark gezeichnet, die Krankheit fraß sich ihren Weg.

Jetzt ist er gestorben. Carsten „Beathoven“ Mohren wurde nur 54 Jahre alt. Die Dinge sind nicht mehr im Einklang. Sie laufen aus dem Ruder. Heute hilft auch kein Wunder mehr. Es ist vorbei. Er wird in Erinnerung bleiben. Soviel ist sicher. Lasst uns ein Wunder sein.

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Das Studio Metropolyx

(Wunderbar, Rockhaus: „Ein Wunder“, so schön, so schwer, so bedeutungsschwanger!)

1480/17: Nachruf: John Wetton (* 12. Juni 1949 in Derby, England; † 31. Januar 2017) – In der Hitze dieses Moments!


Asia – Heat of the Moment

John Wetton (* 12. Juni 1949 in Derby, England; † 31. Januar 2017) war ein britischer Rockmusiker. Sein Hauptinstrument war der E-Bass, er war aber auch Sänger, Gitarrist und mit verschiedenen anderen Instrumenten (Klavier, Mellotron, Geige) vertraut. Seit den frühen 1970ern war er als professioneller Musiker aktiv und war Mitglied der Bands Family, King Crimson, Roxy Music, der Bryan Ferry Band, Uriah Heep, UK, Wishbone Ash und Asia. (Kurzgefasst aus Wikipedia)

Es war ja klar, ein Carl Palmer, so ein Elefant von Schlagzeuger, Mitglied von Emerson, Lake & Palmer, würde etwas anderes musikalisch unternehmen nur von gleich zu gleich und es würde wieder eine elefantöse Meisterleistung sein. Palmer hatte sich als Superdrummer seinen Ruf redlich erarbeitet. Seine neue Gruppe hieß Asia und er vereinte erneut Supermusiker. Darunter auch den Bassisten und gekonnten Sänger und Mehrfachinstrumentalisten John Wetton, Jahrgang 1949. Der Ruhm von Asia ist inzwischen verblasst. Es war die Zeit von Bombast, durchaus charttauglich, aber noch in jener Zeit, in der die Four On The Floor langweilig und zu wenig gekonnt gegolten hat. Nein, sein Instrument beherrschte man. Um es charttauglich zu spielen.

John Wetton unterlag heute seinem Kampf gegen den Krebs und hatte zeitlebens mit sich selbst zu kämpfen. Wie das häufig bei Genies seiner Art so war: Wahnsinn und Genie liegen nahe beieinander. Wer auf Wikipedia nachschlägt, erfährt viel über die Schaffensbreite und über wessen Lebensleistung wir hier mit viel Liebe und Zuneigung sprechen, wenn wir ihm einen kurzen Nachruf widmen. John Wetton, das war ein ganz großartiges, musikalisches Tier, einer der Besten. Ein wichtiger Mann ist zum Bowie, zum Prince und zum Cohen geeilt, zum Emerson, zum Lake, und da wo selbst die Größten aller Großen älter werden in Würde. Der Club of 27 ist geschlossen auch schon da. The Wind cries Mary.

Jammerschade.

Geburtstag: Klaus Nomi 24.01.

1478/17: Geburtstag: Klaus Nomi (* 24. Januar 1944; † 6. August 1983; bürgerlich Klaus Sperber), deutscher Kontertenor.

Geburtstag: Klaus Nomi 24.01.


Klaus Nomi – Total Eclipse 1981 Live Video HD

Stay On The Scene: Like A Lover Machine! Get up! (James Brown)

Man hätte ihn auch einen Autonomi nennen können, jedenfalls kam er zeitlebens so rüber. Klaus Nomi ist eine Popmusiklegende und schon viele Jahre tot.

Heute fired er die Homophoben der Welt im Himmel: Fears in Heaven.

Wir erinnern Klaus, den Konterrevolutionär im Webspacehemd und gedenken seiner mit einem Song namens Total Eclipse aus dem Jahre 1981.  In HD: Hard drug. Harter Tobak. Aber geil isses schon, was? Das Lied des Tages heute auf blackbirds.tv – Habt Spaß und hört auf zu sterben, Ihr Langweiler und Spießer. Ha. Glaubt nicht alles, was Ihr lest.

Herzlichen Glückwunsch, Klaus Nomi! Stay On And Rest In Heaven! Und grüß uns da oben unseren Ehrenberliner David Bowie. Ihr fehlt! Und James: James B. auch.

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1477/17: Video: Bishops Of Rome (Ron Spielman) #LiedDesTages

Ron Spielman (© Ron Spielman, mit Genehmigung)

Ron Spielman (© Ron Spielman, mit Genehmigung)


Ron Spielman – Bishops of Rome (Live at Blackbird Music Studio)

Veröffentlicht am 21.01.2017
Ron Spielman performing his song „Bishops of Rome“ from the CD „Electric Tales“ live at the Blackbird Music Studio Berlin

Ron Spielman git, vox
Thomas Stieger bass, vox
Julian Külpmann drums

„Bishops of Rome“ taken from the CD „Electric Tales“
Amazon: http://www.amazon.de/Electric-Tales-R…
ITunes: https://itunes.apple.com/de/preorder/…
Ron Spielman Shop: http://www.ronspielman.de/de/shop.html

Wenn Musik nicht psychedelisch wäre, müsste man es erst noch erfinden. So wie wir die Doors erinnern. Vorwärts treibend, manchmal elegisch, manchmal brutal. Alternative ist das nicht. Dazu ist es zu sehr fest verwurzelt. Die Electric Tales, die Ron Spielman uns erzählt, handeln von den Bischofen von Rom.

Alles andere wäre Blasphemie.

Großer Wurf. Gefilmt am Salzufer in den Blackbirds-Studios-Berlin. Fetter Sound: Wie Blackbirds, das Musikstudio, nicht Namensvetter dieser Website ist, aber die Geschichte ist auf dieser Website auch schon eingehend erzählt worden. Sucht doch selbst.

Apropos Sucht.

1474/17: Video: Fabiana Striffler – Ein Mensch. Und was für einer.

Artist Spotlight


Fabiana Striffler – Ein Mensch

Mega Pearls: Das Klavier perlt so schön. Umflossen nur von einer Geige, die es in sich hat. Wir hören: Ein Mensch. Fast ein bisserl Classic Jazz, brechende Kadenzen. Veröffentlicht am 09.06.2014: Fabiana Striffler Komposition, Violine – Johannes von Ballestram Klavier Feb. 2014

Sie ist ein Mensch. Geige spielend. Sie schafft eine schlafende Leichtigkeit des Seins, wie Milan Kundera einst die unerträgliche Seichtigkeit des Laien propagierte. Der Protagonist im Roman roch immer ein bisschen nach Frauenparfüm. Er konnte nicht davon lassen, ist kolportiert. Jeder kann sein Leben komponieren wie Musik! Milan Kunderas Botschaft war süßer Trost in bleiernen Zeiten, schreibt für uns die Zeit. Dem Laienhaften entgegen setzt sie sich: Fabiana Striffler ist eigensinnig. Hat eine feste Vorstellung. Und in Auftritten auch wechselnde. Zieht ihr Ding durch. Es gehört sich doch ganz gut. Das gibt uns neuen Mut.

Das Lied des Tages „Ein Mensch“. Und thank You for the Music.
Unser Herz ist berührt. Wie schön.

Weiterführend

1472/16: Lied des Tages: Über die Strategie der 1.000 Nadelstiche: Du denkst, ich bin ein Träumer? Ich bin vielleicht nicht der Einzige!

Am 21.12.16 hat Elmar Theveßen (zdf) in der Sendung Markus Lanz mit wenigen, klaren Sätzen dargelegt, es gibt ein 1.600 Seiten starkes Grundlagenwerk eines Abou Moussab al-Souri mit einer Strategienbeschreibung der 1.000 Nadelstiche gegen westliche Gesellschaften. Das als Grundsatzschrift nachzulesende Pamphlet beschreibt die Ziele des Jihad in der gezielten Aufwertung rechtspopulistischer Parteien in Europa, um die Minderheit der dortigen Muslime langfristig gegen den Westen aufzubringen, damit sie sich dem Heiligen Krieg anschließen. Das Video der Sendung ist unten verlinkt. Die von mir ins Feld geführte Anfangszeit der 59:50 min. langen Sendung ist die Startzeit 32:45 min. und kann im Player der Einfachheit halber direkt mit dem gesetzten Link angesteuert werden. Vor- und zurückspulen ist erlaubt. #Tipps

Sophisticated Mama: Nach dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz und so kurz vor Weihnachten meldet Italien die Erschießung des mutmaßlich Attentätigen von Berlin. Das strapazierte Wort dieser Tage ist Gefährder und einige etwas kurz denkende rechte Wankelmutkommentatoren in den Sozialnetzen schreiben es „Gefärder“. Nein, es heißt nicht Mahrder, sondern Marder. Try A little harder, lieber Marder. So mancher, der nicht mild ist, riecht öffentlich wie Iltis. Dieser Artikel ist keine weitere Streitschrift für eine Sache, sondern eine Art Erleichterung in der Gewissheit: Das war noch nicht das Ende. Was bleibt?

Wir sind mild. Mildtätig. Wir sind werk. Werktätig. Aber wir sind nicht atten. Attentätig. Zeit für einen neuen Krefelder Appell (Wankelmütige: Die Beatlesfirma hieß Apple, nicht Appel) gegen die Aufrüstung der Welt und gegen das Moral- und Wertesystem heiliger Krieger, die ohne auf gesellschaftlichen Kontext Rücksicht zu nehmen, Menschen absichtlich ins Verderben reißen, um Flächenbrände zu entfachen. Seelenloser Kettenbrand. Krefelder Appell: Der Krefelder Daniel Kreuzer hat einen wiederaufgenommen, der ursprünglich von John Lennon angefacht wurde. Flächenbrand der Liebe und Suche nach Verbindung, Harmonie und vollkommener Schönheit: Herzenswärme, Sehnsucht nach Frieden und Wohlgefallen. Ein Idealismus, ein burning spear gegen die Verdammnis.

You may say, I´m a dreamer: But we are not the only ones! Mehr Liebe, mehr Frieden, mehr brotherhood of men. Weint ruhig. Macht frei.

Weiterführend

(Danke, Daniel)

1471/16: Lied des Tages: Wir sind auf der Suche nach irgendwas

Fields Of Gold, zusammengerolled!

Fields Of Gold, zusammengerolled!


Yvonne Catterfeld – Irgendwas feat. Bengio

Hieße die Catterfeld Eddy (Grant), hieße das Lied ‚Give me hope, Joanna“. Heißt sie aber nicht. Hieße sie Sting, hieße der Song „Fields Of Gold“. Heißt sie aber auch nicht. Die Catterfeld heißt Yvonne, ist eine Voice of Germany, als Schauspielerin recht erfolgreich und zu lange aus dem Musikbusiness fort gewesen. Sie kann singen, ist attraktiv und kommt immer ein bisschen kühl-distanziert rüber. Jetzt beklagt sie sich, ein paar Tränen rollen und ein Mann namens Bengio (deutsch: Bengelchen) hiphopped dazu. Denn der gibt alles für die Kunst. Sie ist auf der Suche nach Sinn.

Jetzt kommt die Catterfeld uns über den Umweg über die Karpaten.

Cry Wolf, wir sind auf der Suche nach irgendwas, aber keiner kann uns erklären, was.

Das ist ja das Dilemma der heutigen Zeit.

Ein kurzes, übersichtliches Storyboard erzählt uns eine ganze Geschichte und ist zugleich eine Art polnische Denksportaufgabe. Ich will jetzt nur noch ins Hotel, ich brauch Internet, sagt Yvonne Catterfeld und kämpft an gegen ihre inhaltliche Leere. Dann schöpft sie Gottvertrauen, während sie in den Karpaten umherirrt, auf der Suche nach irgendwas.

Der Plot ist gelungen, Frau Catterfeld, Sie sind aber auch eine fulminante Tante. Chapeau. Gut.

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1470/16: Positionen: Wie findet der Mensch sein Glück? – Treibsandgedanken, Streugut und Sauercrowd #LiedDesTages

Dirk Zöllner im Glück - Schwalbe (Foto: Privatarchiv)


Die Zöllner mit „Sand“

Ich geh mit meinem Luftballon allein auf meinen Lustbalkon: Worum es bei Dirk und das Glück geht, haben wir hier schon berichtet. Der Artikel ist am Ende unten aufzufinden. Dies Update heute sagt kurz, warum das Projekt erfolgreich aussieht und wie der Mensch an und für sich Glück finden kann. Viel vom erreichbaren Glück des Lebens liegt auf der Textebene. Mit guten Worten.

Dirk und das Glück und das Recht auf Rausch. Das Grundrauschen ist gelb (wie Sand) und die Überlegung, welches Plattencover das neueste Projekt von Zöllner haben wird, ist mehrere Überlegungen wert. Crowdfunding goes Erfolgsrausch beim Ziel erreicht brüllen. Zöllner fragt bei Fans herum: Soll das Plattencover ein Fotoentwurf sein, der ihn hinter einem gelben Luftballon zeigt im quietschegelbem Jacket? Oder ist Zöllner ein Waldelf, Glückswichtel, ein listiger Troll im Textsorbet von Werner Karma? Bei den Fans ist man sich überwiegend einig: Der Entwurf mit einem gelben Luftballon wurde Knallkopp genannt und zeigt ihn mit Luftballon (gelb). Eine dritte Fraktion der Zöllnerianer – das sind die Unangepassten – wagt Widerspruch und fordert die Schwalbe (Bild oben, Quelle. Privatarchiv). Ja, dies Bild hat was. Keine Frage. Edit: Wir wissen, wie sehr die Schwalbe heute noch gefahren wird. Ihre Anschaffung ist ein Investment und gezahlt werden inzwischen Liebhaberpreise.

Gestern meldete Zöllner den aktuellen Stand: 20.082 € hat die Crowdfunding Aktion aktuell vereinnahmt. Liegt damit deutlich über der gesteckten Zielzuckerrübe. Von heute aus noch weitere acht Tage steht jetzt das Stalltor vor Bethlehems Zuckerscheune offen: Alle sind gespannt, wo die Sache endet. There´s no limit. Am Ende ist man vollkommen glücksoffen. Und glückssoffen. Hicks.

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Videocredits: Die Zöllner mit „Sand“ vom Album UFERLOS (edel 2012)
Musik: Dirk Zoellner & Thomas Maser – Text: Werner Karma
Gesang: Dirk Zöllner, Tasten & Chor: André Gensicke,
Gitarre: Andreas Bayless, Schlagzeug: Ralf Gustke,
Bass: Jenne Brüssow, Cello: Sonny Thet,
Posaune & Euphonium: Gerald Meier, Flügelhorn: Skip Reinhart, Saxophon: Frank Fritsch
Gemischt von Marcus Gorstein
Kamera & Schnitt: Johanna Bergmann

1459/16: Video: Shape Of My Heart – performed by 2Cellos

Karl Johannes Schindler

Karl Johannes Schindler


2CELLOS – Shape Of My Heart [OFFICIAL VIDEO]

Es wurde schon alles gesagt. Nur noch nicht von jedem.

Das Stück ist von Sting, das ist vermutlich überflüssig zu erwähnen.

Hier hat das Stück Berichterstattung erfahren.

Heute gebe ich es in einer anderen Version instrumental den Lesern dieser Website als Lied des Tages.

Dabei denke ich an Karl Johannes Schindler, der mir fehlt. Mehr kann ich nicht machen, als spirituelle gute Gedanken zu schicken.

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#Realität #Realitüt

1458/16: Video: Bericht aus Gummizelle, Hüpfburg und Psychopharmaka! Kommt! Lass uns hupen! #Realitüt #LiedDesTages

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#Realität #Realitüt


GROSSSTADTGEFLÜSTER – Ich boykottiere dich (Lyrics)

Sie stürmen gerade die Charts: Grossstadtgeflüster mit drei „s“

Du hast nen richtig miesen Scheißhumor
Und ein fürchterliches Timing
Stellst Dich den meisten schon im Kreißsaal vor

Und bringst sie erst mal schön zum Weinen
Du schreist uns immer gleich den Preis ins Ohr
Mann, akzeptierst, nur kleine Scheine
Wir sind die Bonobos in Deinem Labor
Aber ich lerne zu verneinen

Ich boykottiere Dich, Realität
Du bist es nicht wert, dass sich die Welt um Dich dreht
Weil Du eine Farce bist, völlig für den Arsch bist
Ich boykottiere Dich, Realitätäretä
Ich boykottiere Dich, Realitätäretä

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Bildbearbeitung "Der Mann mit dem Fagott" (Verlag blanvalet)

1457/16: Video: Thomas Handke Fagottquintett Op. 31

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Berlin-Banner Tommy Tulip, genannt Truelip

Bildbearbeitung "Der Mann mit dem Fagott" (Verlag blanvalet)


Thomas Handke – Fagottquintett – Op. 31

Musik schreibt, wer Musik schreibt. Man kann ein ganzes Stück schreiben, welches man in Gegenbewegung gespiegelt ebenfalls spielen kann. Bach hat das in der Kunst der Fuge vorgemacht. Und ich wollte das eben auch einmal probieren. (Thomas Handke in In Motu Contrario, Jahresrückblick 2015)

Von solch einer Leichtigkeit und Schönheit war „Der Mann mit dem Fagott“. Die Geschichte über Udo Jürgen Bockelmann (* 30. September 1934 in Klagenfurt, Kärnten, Österreich; † 21. Dezember 2014 in Münsterlingen, Thurgau, Schweiz) aufgeschrieben, ins Filmische versetzt, faszinierte der leichte Erzählfluss und das gute Karma des hauptdarstellerischen Schauspielers David Rott, der uns den Udo gab. Eines Tages kurz vor Weihnachten 2014 ging Udo J. am Flussufer spazieren, fiel um und war tot. Was für eine Leichtigkeit im Sterben.

Dabei war der Mann Zeit Lebens ein bedeutendes, musikalisches Schwergewicht gewesen. Er machte den Frotteebademantel (Modell Klagenfurt hier) salonfähig. Im hier gezeigten Video eines unbeweglichen Notenblatts führt uns Thomas Handke das Fagottquinett Op. 31 auf. Es ist heute das Lied des Tages. Wir bedanken uns beim Schöpfer.

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1453/16: Video: Frizz Feick singt vom Haus hinterm Hügel #LiedDesTages

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Frizz.Feick_Frittenbude


Kanal 21 Fernsehkonzert – Frizz Feick – Haus hinterm Hügel

Frizz Feick (voc, sax)
George Kochbeck (kb, voc)
Annette Kluge (dr, voc)
Chris Flöhr (b)

Name der Begleitband: Charmante Begleitung

Das Haus hinterm Hügel. In der Wand Schrauben mit Dübel.

Nicht übel. Klasse.

Danke für dieses Lied des Tages, Herr Feick.

Grossstadtgeflüster

1449/16: Video: Grossstadtgeflüster und ‚Fickt-Euch-Allee‘ # LiedDesTages

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Grossstadtgeflüster


GROSSSTADTGEFLÜSTER – FICKT-EUCH-ALLEE (OFFICIAL VIDEO)

Jen Bender (voc), Raphael Schalz (kb), Chriz Falk (dr.)

Kein Blatt vorn Mund: Früher war es GZSZ. Heute GSGFer. Das eine sehr banal, das andere verbal + radikal. Wer von Euch war dies Jahr im Urlaub in den Misanthropen? „Ich hör euch nicht ich bin in meinem/Wochenendhäuschen in der Fickt-Euch-Allee, wo ich auf der Veranda meine Eier schaukle, da hab ich immer Recht und ’n Blick aufn See“

Alles selbst gedreht: Eine Zigarette und ein Video gemacht, selbst gedreht mit dem Arschphone 3000. So sagt es Grossstadtgeflüster mit drei „s“ aus dem Großstadtrevier Berlin.

Jen ist heftig. Rülps. Das Lied des Tages auf blackbirds.tv.

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9.5.1981 - Ideal Konzert (alle Fotos: Helge Haselbach, mit Dank)

1446/16: Video: Ideal + Neonbabies: Zwei mal zwei „Blaue Augen“ im Vergleich #LiedDesTages

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Ideal_Wueste_Sex

Ideal Blaue Augen Open Air St Gallen 1982

Sie hatten den damals einzigartigsten Schlagzeuger Deutschlands der Welt: Ideal. Der Volker Kriegel-Percussionist Hansi Behrendt spielte auf eine unerreichte Art und Weise Schlagzeug.

Apropos:

Weils gerade so heiß ist heute: Liebe Kinder, vor vielen Jahren gab es eine deutsche Musiklegende namens Ideal.

Der Song und alles was damals vor sich ging, nannte Helmut Kohl mit anderer Bezugnahme mal die Gnade von der späten Geburt. Er nannte es ein Glück, zu jung gewesen zu sein, um Gräueltaten mit deutschen Nationalsozialisten gemeinsam begehen zu können. Kohl meinte, ab einem gewissen Jahrgang jenseits von 1900 konnte man nicht mehr als Täter durchgehen.

Anders herum galt die Neue Deutsche Welle und was damals in Deutschland passierte als Gnade der späten Geburt. Rechtzeitig um 1980, 1981 herum schwappte alles bedeutende Musikalische in Deutschland erstmals vernünftig an den Hitparadenstrand.

Großes Kino.

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1443/16: Positionen: Von der großen Fernsehreform des Testbilds #LiedDesTages

icon Positionen

Testbildtest_Banner


Din A Testbild : She’s So Nice

(Mark Eins / Genee Romee)
Produced by Klaus Schulze & Klaus D. Mueller
© Innovative Communication, 1980
Kommentar des Videoherstellers: KGB070272 (YouTube)
Video by David Vostell -Restored sound. This is a fan video. I made this one just because I love this track and this artist and I want to share it with other people to make discover this artist.
I don’t know who own the rights for this track. If you are the owner and don’t want this video appears on youtube, just send me a message and I’ll delete it. Thank you.

Eigentlich war das Testbild nur als nachtschlafende vorübergehende Übernachtungslösung bei viel weniger Fernsehprogramm als heute konzipiert. Bis in Berlin das musikalische deutsche Institut für Normung ein A 0-Format davon erschuf,  es elektronisch neu zeichnete. Nun ging es als DIN A-Testbild in die Musikgeschichte ein und sendet auch noch heute.

Das Lied des Tages heute auf blackbirds.tv: She´s so nice. Wohl bekomms.

Meissner/Blickensdorf, "Schmetterlingszeit", 2016, Fine Art Print auf Hahnemühle Barytpapier, 20 x 20 cm, Auflage 1/5. Streng limitierte Edition #art #kunstprojekt #fotokunst #butterflys #performance — mit Joelle Meissner.

1442/16: Foto des Tages: Butterflies, Barbara, das schöne Leben und die Vernetzung der Kunstgenre am Beispiel Polens

Meissner/Blickensdorf, "Schmetterlingszeit", 2016, Fine Art Print auf Hahnemühle Barytpapier, 20 x 20 cm, Auflage 1/5. Streng limitierte Edition #art #kunstprojekt #fotokunst #butterflys #performance — mit Joelle Meissner.

Meissner/Blickensdorf, „Schmetterlingszeit“, 2016, Fine Art Print auf Hahnemühle Barytpapier, 20 x 20 cm, Auflage 1/5. Streng limitierte Edition #art #kunstprojekt #fotokunst #butterflys #performance — mit Joelle Meissner.


Steve Binetti „Butterfly Blues“

Die besten Fotos waren schon immer zu kaufen. So ist es auch mit dem Kunstprojekt von Lo Graf von Blickensdorf und Joelle Meissner eins über dem Video von Steve Binetti. Streng limitiert.

Kontextsensitiv vernetzt sich das Netz. Eins mit dem anderen. Kunst zu Kunst. Und #Barbara klebt überall schwarzweiße Zettel in die Republik und hashtaggt #dasklebenistschön.

Steve Binetti hat den Soundtrack zum Foto gemacht. Dabei ist das Foto neuer, und der Song Butterfly Blues ist älter. So ist nun mal das Leben. Beide Kunstpolen (der Musiker, die bildenden Künstler), besser Richtungen, wussten voneinander nichts, und haben doch den Weg zueinander gefunden.

Das Leben ist schön.

Danke fürs Foto. Danke für die Musik.

Heiner Pudelko - with #Prisma

1441/16: HIStory: Das süße Leben (1985) #Interzone

Heiner Pudelko - with #Prisma

Interzone - "Das süße Leben" (1985) #Playlist


Interzone – Ruth (Foto jedoch: Andere Besetzung) via YouTube

Was vom Künstler Heiner Pudelko bleibt, ist nicht nur seine Art der “Gesangsinterprrretation”, die für die deutsche Musikszene vielleicht ebenso bedeutend ist, wie es zuvor der Einfluss von Udo Lindenberg oder Nina Hagen war: keine Frage, Heiner hat ihr als ‘Blues-Prinz’ einen gesanglichen Fußtritt gegeben, der richtungsweisend war. – Quelle: hier

In den Trockensümpfen von Westberlin – after WW II, down by the wall, Cold War – spielt Heiner Pudelko eine große musikalische Rolle und wird noch heute von vielen mit Herzschmerz erinnert. Wer ihn gehört hat, wird ihn vermissen. Weil er ihn kannte oder von ihm gehört hat. Weil er ihn post mortem spät entdeckte und nun gewahr wird, Lust ließe sich heutzutage nicht vervielfältigen. Keine Frage: This is the end, my only friend. Was für ein Shouter im Westberliner Roggen: War er der beste weiße Sänger Westberlins aller Zeiten? Eine nasse Träne im Knopfloch. Auch im Osten (er)trug man diese(n) Weste(n). Wer im Internet recherchiert, bekommt Mashups eines stimmgewaltigen Berliner Falsettbarden, die ihn im Stelldichein mit ganz Großen sehen. Mit Robert Plant (Led Zeppelin) beispielsweise. Im Grunde Kwatsch.

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Kaffee - Cappuccino (gif)

1438/16: Audio-Paparazzi: „Black Coffee“ – performed by The Xtraordinary JazzBirds

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Kaffee (gif)

Der Konsument heißer, zerstoßener bzw. gemahlener Kaffeebohnen heißt nicht Kaffa bzw. Kaffer oder Ciabatta, der Tabak konsumierende Genüssling nicht Tabaka, Tabakluder oder Tabaluga. Der Cannabis sativa (Hanf) rauchende Gebrauchsmensch wird allerdings als Kiffer bezeichnet. (Auszug aus Fünfzehn: Von schwarzem Kaffee, The Xtraordinary Jazzbirds, Link unten)

Auf die Notwendigkeit, bei Zeiten eines Frühstücks am Sonntag einen schwarzen Kaffee einzunehmen, muss man nicht noch hinweisen.

Er gehört zum Sonntagsfrühstück für die meisten Menschen. Das Heißgetränk ist beliebt und wird immer hübsch variiert. Dass er eine stringente Oberflächenspannung allein durch Hinzugabe von genügend Schwarzpulver bildet (siehe oben), mag verwundern. Man kann Kaffee trinken, bis das Blut in den Adern rauscht. Schmeckt eindeutig besser als Red Bull. Black Coffee verleiht nämlich Flügel: In der Kunst ist Kaffee fester Bestandteil. Picasso, Dalí und alle großen Künstler haben ihn heiß genossen. Kalter soll hübsch machen, wird gescherzt.

Die Berliner JazzBand The Xtraordinary JazzBirds hat den 6/8tel-Blues kürzlich aufgenommen. Sängerin Siri, Gitarrist Andreas Gäbel, Pianist Stefan Brandenburg, Bassist Randy Scott und Drummer Tommy T. Tulip, ein Quintett, geben den Song von Sonny Burke (Musik) und Paul Francis Webster (Text) leicht vertont und passend zum Frühstück. Wegen der Allgemeingültigkeit guter Bohnen ist der alte Song heute hier das Lied des Tages.

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