1828/19: Dokumentation: Im Bett mit John Coltrane – Eine Netflix-Doku #Linktipp

05.07.19 #JohnColtrane #iPad #Harzerkäse #TTT #Tulipstagram

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John Coltrane – On Green Dolphin Street (Live 1960)

John William „Trane“ Coltrane (* 23. September 1926 in Hamlet, Richmond County (North Carolina); † 17. Juli 1967 in New York) war ein bedeutender US-amerikanischer Jazzmusiker. Anfangs spielte er Altsaxophon, seit den frühen 1950er Jahren fast ausschließlich Tenor- und ab 1960 auch Sopransaxophon. Seine Innovationen und sein inspiriertes Spiel beeinflussten die Jazzwelt nachhaltig. John Coltrane starb 1967 an Leberkrebs. Hier im Video sehen wir John Coltrane (Sax) am 28. März 1960 in Düsseldorf mit den Mitmusikern Wynton Kelly (p), Jimmy Cobb (dr) und Paul Chambers (b) – Es handelt sich dabei um das Miles Davis Quintett, Miles Davis fehlte entschuldigt.

Carlos Santana erzählt lang, aber nicht breit, wie wichtig John Coltrane für ihn war. Und John Densmore, Drummer der Doors, der sich vor Toiletten der Liveclubs herum trieb, um dort mit John Coltrane in Kontakt kommen zu können. Bill Clinton, ex-Präsident, gibt seinen Senf dazu. Überhaupt spielt Coltrane zu lang, fand Miles Davis und riet Coltrane, das Mundstück frei zu lassen. Kluger Rat. Genützt hat es nichts: Coltrane machte sich einen Namen und wurde unsterblich.

Ob ganz, ein bisschen oder weniger wichtig, mir wurde eins klar. Ich bin sicher bekennender Jazzinteressent, ich bin noch nicht DER Tidenbub mit immer viel vom Tidenhub in diesen jazzmusikalischen Fragen. Also, watt machn ma denn jazz? Am Ende lässt mich die empfohlene Doku ein Stückchen schlauer zurück. Vieles wusste man nicht so, man (nein, ich) nahm ihn eher als Sideman von Miles Davis (Kind Of Blue) wahr. In Wirklichkeit hatte er einen eigenen Makrokosmos, dieser spirituell weise, leise und nicht zu sehr beredte Mann, dessen mehrere Ehen am Ende tragisch im Leberkrebs endeten. Dass er in Nagasaki betend vor Gott der Opfer des Atombombenabwurfs gedachte, erinnert mich persönlich an den großen Willy Brandt und ich hörte diese Geschichte jetzt zum ersten Mal. Großer John Coltrane.

Netflix, danke. Es gibt definitiv zu wenige, gut gemachte Dokus auf Netflix. Das kannste Dir mal hinter die Jazzlöffel schreiben, netflix nochmal und zugenäht.

Schönes Wochenende.

Weiterführend

* Chasing Trane: Doku John Coltrane auf Netflix

1790/19: Linktipp: Der Poppoet H.P. Daniels und das Thema Donovan

Buchauszug zu Donovan - H.P. Daniels

Buchauszug zu Donovan – H.P. Daniels


Donovan – Universal Soldier

Aus Zeitgründen finde ich nicht die Muße, Bücher zu lesen und zu rezensieren, wenngleich mir bekannt ist, wer gut und lesenswert schreibt. Beispielsweise H. P. Daniels, Berliner Poppoet. Nicht nur dass H.P.  hier bereits mehrfach als Gastautor hervorgetreten ist, sind viele seiner Texte an bedeutenden Orten der Poppresse (schönes Wort, bisserl feucht vielleicht) bekannt. Hast Du mal nen Taschentuch? Im Tagesspiegel schrieb er lange Zeit. Und hier und dort.

Aus seinem Buch „Runaway„, das kürzlich erschien, ist die Seite über den Geburtstagskandidaten Donovan abgebildet in lesbarer Größe. Donovan war mal mit Mia und Prudence Farrow in Indien, im Reisfeld sündigen. Dabei sind George H., Ringo S., John W.L. und Paul McC.  als Zeitzeugen gewesen – am Ende kam ein reinweißes Album heraus, Donovan blieb als Universal Soldier aus freien Stücken als Poppotentat vergleichbar maßgeblich und Charles Manson ließ in Kalifornien Sharon Tate zu den Klängen von Helter Skelter abstechen und sich dann ein Hakenkreuz auf die Stirn ritzen. Das Stück Helter Skelter wird seit dem zu den allerersten richtigen Heavy Metal-Stücken gezählt, fast als hätte McCartney Black Sabbath erst möglich gemacht. Ich fand Dear Prudence und Julia schöner. Aber das steht auf einem anderem Blatt.

Leute, das war nicht unsere Zeit.

Das Buch könnt Ihr ruhig kaufen: Ich kenne H.P. Daniels Schreibe, ich schätze und empfehle sie. Ausdrücklich.

Schönes Wochenende.

Weiterführend

* Tagesspiegel: Vorabdruck aus dem Buch Runaway von H.P. Daniels
* Kaufen: Das Buch Runaway von H.P. Daniels

1744/18: Linktipp: Mal sehen, was im Dschungel läuft? – Ich hatte in den siebziger Jahren ein Lokal in Berlin. Ich in zerrissenen Kleidern als Punk extrem blond, immer Titten draußen.

Seitentrenner: Interview

Nina Hagen Goldpunk (gif)

Nina Hagen Goldpunk (gif)

Ich hatte schon in den siebziger Jahren ein Lokal in Berlin, gemeinsam mit Romy Haag. Dann hatte ich das „Roxy“ an der Hauptstraße in Schöneberg. Das war die Zeit, als David Bowie in Berlin war, 1976. Da kamen sie alle in mein Lokal, ich wurde als Königin der Nacht gekrönt. In den Achtzigern wurde ich ab und zu am Telefon gefragt, ob der Kommandant Soundso irgendwo auf dem Nollendorfplatz wäre, Bar „Café Central“. Damals lief ich in zerrissenen Kleidern als Punk herum, extrem blond, immer mit den Titten draußen. (Zazie de Paris, Link unten)

Lets talk about Sex, Baby.

Oder alles andere. Marianne Rosenberg, Rio Reiser, Inga Humpe, Zazie de Paris, Jürgen Vogel.

Alle waren sie da im Dschungel. Ein Lesezeichen. Unbedingt lesen.

 

Weiterführend

* Mal sehen was im Dschungel läuft?