1790/19: Linktipp: Der Poppoet H.P. Daniels und das Thema Donovan

Buchauszug zu Donovan - H.P. Daniels

Buchauszug zu Donovan – H.P. Daniels


Donovan – Universal Soldier

Aus Zeitgründen finde ich nicht die Muße, Bücher zu lesen und zu rezensieren, wenngleich mir bekannt ist, wer gut und lesenswert schreibt. Beispielsweise H. P. Daniels, Berliner Poppoet. Nicht nur dass H.P.  hier bereits mehrfach als Gastautor hervorgetreten ist, sind viele seiner Texte an bedeutenden Orten der Poppresse (schönes Wort, bisserl feucht vielleicht) bekannt. Hast Du mal nen Taschentuch? Im Tagesspiegel schrieb er lange Zeit. Und hier und dort.

Aus seinem Buch „Runaway„, das kürzlich erschien, ist die Seite über den Geburtstagskandidaten Donovan abgebildet in lesbarer Größe. Donovan war mal mit Mia und Prudence Farrow in Indien, im Reisfeld sündigen. Dabei sind George H., Ringo S., John W.L. und Paul McC.  als Zeitzeugen gewesen – am Ende kam ein reinweißes Album heraus, Donovan blieb als Universal Soldier aus freien Stücken als Poppotentat vergleichbar maßgeblich und Charles Manson ließ in Kalifornien Sharon Tate zu den Klängen von Helter Skelter abstechen und sich dann ein Hakenkreuz auf die Stirn ritzen. Das Stück Helter Skelter wird seit dem zu den allerersten richtigen Heavy Metal-Stücken gezählt, fast als hätte McCartney Black Sabbath erst möglich gemacht. Ich fand Dear Prudence und Julia schöner. Aber das steht auf einem anderem Blatt.

Leute, das war nicht unsere Zeit.

Das Buch könnt Ihr ruhig kaufen: Ich kenne H.P. Daniels Schreibe, ich schätze und empfehle sie. Ausdrücklich.

Schönes Wochenende.

Weiterführend

* Tagesspiegel: Vorabdruck aus dem Buch Runaway von H.P. Daniels
* Kaufen: Das Buch Runaway von H.P. Daniels

1744/18: Linktipp: Mal sehen, was im Dschungel läuft? – Ich hatte in den siebziger Jahren ein Lokal in Berlin. Ich in zerrissenen Kleidern als Punk extrem blond, immer Titten draußen.

Seitentrenner: Interview

Nina Hagen Goldpunk (gif)

Nina Hagen Goldpunk (gif)

Ich hatte schon in den siebziger Jahren ein Lokal in Berlin, gemeinsam mit Romy Haag. Dann hatte ich das „Roxy“ an der Hauptstraße in Schöneberg. Das war die Zeit, als David Bowie in Berlin war, 1976. Da kamen sie alle in mein Lokal, ich wurde als Königin der Nacht gekrönt. In den Achtzigern wurde ich ab und zu am Telefon gefragt, ob der Kommandant Soundso irgendwo auf dem Nollendorfplatz wäre, Bar „Café Central“. Damals lief ich in zerrissenen Kleidern als Punk herum, extrem blond, immer mit den Titten draußen. (Zazie de Paris, Link unten)

Lets talk about Sex, Baby.

Oder alles andere. Marianne Rosenberg, Rio Reiser, Inga Humpe, Zazie de Paris, Jürgen Vogel.

Alle waren sie da im Dschungel. Ein Lesezeichen. Unbedingt lesen.

 

Weiterführend

* Mal sehen was im Dschungel läuft?

1230/15: Linktipp: Was Amy Winehouse so besonders macht, erzählt die Blindgängerin mit überzeugenden Argumenten

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Ganz wichtig war es ihr, als Jazzsängerin anerkannt zu werden.
Die schönen und ganz schön traurigen Melodien nehme ich eigentlich nur wahr, wenn ihre dominante Stimme pausiert. Sie beherrscht perfekt die Kunst der musikalischen Pause.
Eine Pause genau an der richtigen Stelle, nicht zu lang und nicht zu kurz. Eben nicht zu singen oder sein Instrument nicht zu spielen, ist mindestens genauso schwierig wie das Singen oder Spielen an sich. Amy verzichtet auf Füllsel wie schubidu, lalala und yeahyeahyeah und Backgroundsänger(innen) sind mir auch nie aufgefallen. Die Blindgängerin, Auszug vom 10.08.15

Barbara Fickert ist Die Blindgängerin. Auf ihrem Blog beschreibt sie erzählerisch dicht, nachvollziehbar, leicht und luftig, aber mit Schwere ihre Erinnerungen an Amy Winehouse. Diesen Erinnerungen haben wir uns hier verschiedentlich gewidmet. Diese Perle der fortgeschrittenen, anspruchsvollen Unterhaltungskunst ist jetzt Gegenstand von vielfacher Erörterung, zuletzt in einem Film namens „Amy“, der just in die Kinos gekommen ist.

Das lesenswerte Blog Blindgängerin (blindgaengerin.com) ist verlinkt, die Filmrezension datiert auf den 10.08.15 – unbedingt lesen und hingehen und sich den Film anschauen. Wie man so sagt: Großes Kino.

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