1811/19: Video: Das Moka Efti Orchesta Medley als Lied des Tages am Sonntag, 16.06.19

Denn alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. (Prediger, 2,17) Und denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugenszeit! (Prediger 12,1)

Denn alles ist Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind. (Prediger, 2,17) Und denke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugenszeit! (Prediger 12,1)


Moka Efti Orchestra Medley

Severija Janušauskaitė (voc), Nikko Weidemann und das Moka Efti Orchester auf Tournee, ein Zusammenschnitt als Medley

Möglicherweise ist das Video eine Chimäre, eine skandinavische Fata Morgana. Das Ereignis findet so öffentlich auch wieder nicht statt. Hier heute und dort morgen sehen wir mit Wucht, ein Medley vom besten Salonorchester der Zwanziger Jahre der Welt. Zu Asche, zu Staub, bald wieder, atomisiert es sich und wirkt wie die Protagonisten der TV-Serie, so aufgelöst wie Charlotte Ritter am Grund des Sees, sterbend mit ganz großem Blub Blub, als wär der Film-Mehrteiler nie ganz da gewesen. Handstand Überschlag.

Wären sie blau vom Cocktail, sängen sie das Lied als Schlümpfe, Vadder. Bzw. rastend prusten vorm Ertrinken am Wegesrand auf Stümpfen. Mit nassen Strümpfen.

Zurück bleibt endlose Seensucht. Seenketten links wie vom Krummen Lankerich, Stadtschlösser als Großbauvorhaben rechts. Ob das in Berlin jemals fertig wird, werden kann, erfragen wir am neuen Großfluchhafen, kurz nach Beschließung des Berliner Mietendeckels. Schwamm drüber-Blues über eine einst da gewesene Metro-Polen, die inzwischen weiter gezogen sind, ostwärts.

Kinners, Ihr sollt nicht fluchen. Makarena, Tabasco Chill Pottle, Catch Up-Song und Charleston-Maschine vom Drummer, Drama, Drama, Drummer: Nicht schlecht. Von unseren Großeltern. So Gossenfunk: Bootsy Collins war noch nicht geboren. Im Brandenburgischen Slappen für Dorfdeppen. Die mit Aufsitzrasenmäher vom Rainald Grebe. Resümée: Die Zwanziger sind tot und wir jetzt Ende Fuffzich. Die Zweitausendzwanziger widmen wir dem Untergang.

Berlin ist jetzt schon mausetotgefeiert. Danke, Klaus. Wo ist eigentlich Klaus, dem wir die Amtsführung durch den blassen Michael zu verdanken haben, der nichts gebacken kriegt? Müller-Milch, Bürgermeister-Knilch. Milchbart: Ein neues Antigraffiti-Gesetzesvorhaben mit Lackdose-Intoleranz, arbeitet Berlin an den Folgen, nicht den Ursachen der Geschehnisse. Sie machen immer genau das Falsche, ahnt man und fühlt so auch: Immer weiter, immer weiter, immer höher auf der Leiter.

Geile Band und von wegen TV: Ganz großes Kino.
Daumen hoch.

Udo Jürgens (Screenwork: www.blackbirds.tv)

1222/15: Lied des Tages: „Merci Cherie“ – Various Artists – Eine unerhörte Kollektion

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Udo.Juergens

Jassy Jazz, bürgerlicher Name Jasmine Seper, kommt aus Wien.

Ihre Version des Udo Jürgens-Klassikers verdient Gehör. Viel Spaß damit.

Verlinkt noch ein paar weitere Versionen des Jahrhundertlieds.

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Udo Jürgens (Screenwork: www.blackbirds.tv)

1211/15: Lied des Tages: „Merci Cherie“ – performed by Nikko Weidemann

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Udo.Juergens

War einmal ein kleiner Junge und eine Ukulele. Hieß er wohl Nikko Weidemann (Baujahr 1961) und fand er Udo Jürgens so schön.

Viel später wird was ganz anderes draus: Nikko Weidemann, schon sichtlich älter, tritt irgendwo auf und gibt Udo Jürgens wieder erneut die Ehre. Diesmal auch mit einer anderen Schlagzeuginstrumentierung, die aufhorchen lässt. „Merci Cherie“, mon cherie, Konfekt des Lebens, so schön war unser Leben, rückblickend betrachtet. Wir werden ein bisschen sentimental und freuen uns über eine sehr gelungene Coverversion von Nikko Weidemann.

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