1748/18: Video: Vom Berliner Konnakol als Gebrauchsschlagzeuger erzählt Ulf Fischbeck im Auftrag von Mikel John Winter, der in Frieden ruht

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In Fortführung der konsequent bei der Sache bleibenden Berichterstattung über Persönlichkeiten der Berliner Musikszene zeigen wir hier rund 23 Minuten aus dem Rickenbacker-Mikel-John Winter-Gedächtnisevent ihm zu Ehren. Das Wort hinter den Tama Superstar-Töpfen und Deckeln (Schlagzeug) führt Ulf Fischbeck vom früheren Büro Fischbeck, Schlagzeugschüler von Mikel-John und früher auch Manager des Berliner Bass Balletts.

Am 13.11.2018 veröffentlicht

EmWe (Mikel) Winter ist gegangen. Am 4. Oktober 20918 haben einige Weggefährten, Freunde, Familie mit einer Rock’n‘ Roll Trauerfeier, einen für jede(n) TeilnehmerIn nochmal sehr persönlichen Abschied gefeiert, so wie es EmWe würdig war.

Friend4EmWe hatten Anfang April einen „Mut-mach-Song“ produziert, den Mikel noch gehört hat, das Video hat er auch gesehen. Das war der letzte Song, den er gehört hat. Das ist das Live-Video zu diesem und noch zwei anderen Songs, Ain’t no sunshine und Knockin‘ on heaven’s door.
RIP Mikel

(Ulf Fischbeck, Sprecher hinter Schlagzeug)

Wumms. Klatsch. Bumm bumm tschak, so geht das Berliner Konnakol für Drummies: „Wenn ich was nicht sagen kann, kann ich es auch nicht spielen.“ – Klopf klopf an die Himmelstür. Gedächtnismoment.

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1740/18: Nachruf: Ingo Insterburg eigentlich Ingo Wetzker (* 6. April 1934 in Insterburg in Ostpreußen; † 27. Oktober 2018 in Berlin)


Raucherhusten Blues – Insterburg & Co

Ich liebte ein Mädchen in Lichterfelde,
die lebte zu lange von meinem Gelde,
ich liebte ein Mädchen in Jungfernheide,
wir liebten uns täglich alle beide!
Ich liebte ein Mädchen in Grunewald,
bei der war immer die Bude kalt.
Ich liebte ein Mädchen in Wannsee,
die konnt‘ kein‘ nackten Mann sehn.
Ich liebte ein Mädchen in Wedding,
die wollte immer nur Petting.
Ich liebte ein Mädchen in Tempelhof,
die war sehr lieb, doch ’n bisschen doof.
Ich liebte ein Mädchen in Neukölln,
die wollte es niemals im Hell’n.
Ich liebte ein Mädchen in Heiligensee,
da gabs zwischendurch Gebäck und Tee.
Ich liebte ein Mädchen in Spandau,
von der war immer der Mann blau.
Ich liebte ein Mädchen in Tegel,
die hatte Ohren wie Segel.
Ich liebte ein Mädchen in Tiergarten,
da musste ich immer bis vier warten.
Ich liebte ein Mädchen in Charlottenburg,
die liebte Ingo Insterburg.

Doch dann wurd‘ es ihm in Berlin zu klein, drum zog er in ganz Deutschland ein: 1973 hatte das noch grenzüberschreitenden Charakter. Während Ostberlin unerwähnt blieb, trieb sich Anarcho-Ingo in ganz DDR-Deutschland herum, in Meißen tat sie ihm die Hose zerreißen. Es war eine gesamtdeutsche Freude. Er liebte die Mädchen, aber sie nicht ihn, hieß die Botschaft, im Video unten präsentiert sie passenderweise Manfred Sexauer. Die Happy Aua der Schlüpfrigkeit

In gewisser Weise hat sich Humor inzwischen internationalisiert.

Wir sollen über die Sachen lachen, die anderswo produziert werden. Global Players of Humor produzieren ganze Serien mit xbeliebigem Humor. Richtig beliebig ist er geworden. Der Humor. Dafür gibt es auch Gagschreiber. Die vorn an der Bühne stehen und auftragsgemäße Witze erzählen, sind eben witzige Storyteller.

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1722/18: Nachruf: Daniel Kaiser-Küblböck (* 27.8.85 in Hutthurm; vermisst seit 9.9.18 in der Labradorsee, 185 km nördlich St. John’s, Kanada)

Song zum Nachruf: Death of A Clown (The Kinks) https://youtu.be/coCjlhyFug8

Daniel Dominik Kaiser-Küblböck (* 27. August 1985 in Hutthurm als Daniel Dominik Küblböck; vermisst seit dem 9. September 2018 in der Labradorsee, etwa 185 km nördlich von St. John’s, Kanada) ist ein deutscher Sänger, der durch die RTL-Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS) bekannt wurde. Seine ersten Titel erschienen unter dem Namen Daniel K.

Nach Angaben der Reederei Aida Cruises sei am 9. September 2018 gegen sechs Uhr morgens ein Passagier über Bord gesprungen. Die Bildzeitung zitiert einen mutmaßlichen Augenzeugen, der gesehen haben will, wie Küblböck von Deck 5 gesprungen sei. Die kanadische Küstenwache habe daraufhin eine Suchaktion gestartet. Die Reederei bestätigte in einer Pressemitteilung, dass es sich bei der vermissten Person um Daniel Küblböck handele.

Inzwischen wurde die Suche nach dem Vermissten eingestellt, wurde gegen 18:10 Uhr erklärt. Die richtige Sprachregelung in solchen seltenen Fällen könnte man „OPD“ nennen, officially pronounced dead. Es hat keinen Sinn, wenn wir weiter auf neue Nachrichten zuwarten.

Küblböck hat wie nur wenige andere polarisiert und die Zuschauer seiner Auftritte in zwei Lager gespalten. Im Kopf geblieben ist eine führerscheinlose Autofahrt und ein Autounfall mit einem Gurkenlaster, sowie ein ganz gutes Händchen bei der Anlage von Auflagen-Tantiemen, Investitionen in Solarenergie, die ihm ein finanzielles Auskommen bescherte. Immer weiter ging Küblböck an neue künstlerische Projekte, er fand zum Jazz und ging in die Schauspielschule.

Gegen Ende seines Lebens ahnen wir, was wir nicht genau wissen und deswegen hier nicht behaupten werden: Dass der Gegangene mit Absicht gegangen ist und vielleicht weil er die Widersprüche seines Lebens am Ende nicht weiter ertragen konnte? Darauf deuten auch Instagram-Zweitaccounts hin, die Küblböck im inzwischen steckengebliebenen Versuch zeigen, aus seiner bisherigen Rolle als Mann auszubrechen und mal was ganz anderes zu versuchen. Es ist und bleibt tragisch und die wenigsten dürften das verstehen. Manche sagen auch, es wäre egal. Das denken wir nicht. Deswegen auch dieser kurze Nachruf.

Wir können seiner gedenken und unsere Gefühle ordnen. Wie unendlich schade: Dieses Leben war bemerkenswert gewesen.

Die auf dem Pulli gedruckte Losung Be One With The Ocean, die Dieter Bohlen trägt, während er in einer Videobotschaft auf Instagram über seine Bestürzung redet, ist sicher kein Affront des ungezogenen Agent Provocateure + Produzenten gewesen. Das hat die Netzgemeinde dazugedichtet. Bohlen hat sich längst entschuldigt und erklärt, ihn schmerze der Verlust von Daniel Küblböck ebenso. Dem ist nichts hinzuzufügen. Nicht einmal Widerworte. 

1695/18: Positionen: Die wirklich wahre Todesursache des SEEED-Sängers und #keinLinktipp

Man sieht an der Suchmaschine Google immer wieder gern, wie das Internet funktioniert. Suggestions heißt es hier häufig. Man kann damit spielen oder Schindluder schreiben. So wie die angesehene Musikzeitschrift Rolling Stone dieser Tage, und da verlinken wir auch gern mal drauf. Im Sinne eines nackten Fingers, direkt in die Wunde gebohrt.

Man entblödet sich nicht, auf den Internetseiten unter eindeutigen Überschriften suchmaschinengerechte Textfragmente zu präsentieren, die man als Suchmaschinenbenutzer eingibt, wenn man recherchieren möchte. Zur Todesursache, und wie ist unten verlinkt, bitte aufmerksam verfolgen. Das sagt uns was über die Qualität und die Intentionen des dortigen Angebots.

Schade. Dieser Artikel hier – also der Artikel 1695/18 ist jetzt übrigens in genau dieser Absicht so hier hingeschrieben worden. Ich weiß, das gibt jetzt wirklich Leserzahlen. Endlich erfolgreich.

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1679/18: Nachruf: Michael-John „Bonzo“ Winter ist Jammen mit Prince, John-Henry Bonham, Jimi ist beim Regenbogen und überhaupt – Big as Funk!


BIG as FUNK -Reach the Sky (2015)

BIG as FUNK waren 2015: Sylvie (Vocals) Ines (Gitarre/Vocals) Udo (Gitarre/Recording) Mikel (Drums & More) DeeJay (Bass) Kamil (Saxophon) Sebastian (Posaune) Wilfried (Trompete)

Wir sind mit unseren Gedanken bei den Angehörigen und Freunden und der Frau von Mikel-John Bonzo Winter, Berlin, Schlagzeuger, dem unsere allerbesten Wünsche bei den letzten lebensbedrohlichen Operationen nicht ausgereicht haben. Mikel ist fortgegangen. Liebe, Respekt, Trauer und Mitgefühl.

Engste Freunde von MJ Winter teilen heute Morgen sichtbar via Facebook mit, dass Mikel es nicht geschafft hat.

Auch unsere besten Wünsche, Stoßgebete in den Rock’n-Roll-Heaven habe nichts genützt. Der Rock’n Roll hat sich diesen Schlagzeuger geholt. EmWe, wie er von engen Freunden genannt wurde, has „reached the sky“ – aus diesem Anlass ist der Song Reach The Sky“ von Big As Funk das Lied des Tages auf blackbirds.tv – Wir verneigen uns vor dem Verstorbenen.

Ruhe in Frieden, Mikel.

Eine Tulpe

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1638/18: Nachruf: Heinz Jakob „Coco“ Schumann (* 14. Mai 1924 in Berlin; † 28. Januar 2018 ebenda) deutscher Jazzmusiker und Gitarrist

Ein kleiner Mann, der mit seiner Gitarre auf dem Sofa saß und ein Stück namens „Sauerkraut“ spielte. Auch „Sauerkraut“ hieß eigentlich nicht „Sauerkraut“, sondern „St. Louis Blues“. Darüber konnte Coco noch mit 88 Jahren lachen, wenn man bei ihm Kaffee trank und Kuchen aß. Mit 15 hatte Coco „Sauerkraut“ zum ersten Mal gespielt, im Delphi in Berlin am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Den „St. Louis Blues“ hätten sie als „Entartete Musik“ nicht spielen dürfen, es war schließlich Jazz. Für die Gestapo und die Reichsmusikkammer war „Sauerkraut“ ein deutscher Schlager.

Was lässt sich über diesen Mann noch sagen, was nicht irgendwo schon mal gestanden hätte?

Sauerkraut? Was sonst. Deutsche, spielen Jazz, Krauts eben. So waren auch noch in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts the Germans genannt worden. Sauerkraut. Heute kann es schon mal sein, dass Bands wie Kraftwerk bei den Grammy-Awards – wie jetzt aktuell 2018 – ausgezeichnet werden. Erst isst man es. Dann wird man es. Ansonsten aber, und das muss man ja beklagen, waren die Anleihen im Jazz nachge-Äff-Äff-Äfft.

So in etwa, wie ein Foxterrier bellt, wenn er Fred heißt und in Berlin wohnt bzw. lebt.

Coco Schumann – lived in Berlin in those yesterdays, here, there and everywhere – vielleicht so nen Typ wie der Django Reinhardt, hatte mehr Finger. Und wurde deutlich älter. Klar: Man kann die beiden eigentlich nicht vergleichen. Und wird auch den Hazy Osterwald nicht hinzupacken können.

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1607/17: Nachruf: Joy Fleming (* 15.11.1944 Rockenhausen; † 27. 09.2017 Sinsheim-Hilsbach)


Joy Fleming – Neckarbruecken-Blues (ZDF Drehscheibe 09.03.1973)

Joy Fleming, bürgerlich Erna Liebenow geb. Raad, in erster Ehe Strube (* 15. November 1944 in Rockenhausen, Nordpfalz; † 27. September 2017 in Sinsheim-Hilsbach), war eine deutsche Jazz-, Blues- und Schlagersängerin. – Als Joy Fleming am Mittwoch in ihrem Haus starb, war sie allein zu Hause. Ihr Lebensgefährte war wie fast jeden Mittwoch in Frankreich, um dort zu unterrichten. Ihr Manager telefonierte noch kurz vor Joys Tod mit der Soul-Ikone: „Wir alberten am Telefon. Sie ließ meine Mutter lieb grüßen und regte sich noch über ihren frechen Papagei auf, der beim Telefonat ständig dazwischen kreischte.“ Nur wenig später war sie tot. „Sie ist auf der Couch friedlich eingeschlafen“, sagte Exmann Bernd Liebenow der Deutschen Presse-Agentur.  Joys Lebenspartner Bruno kam Mittwoch gegen 20 Uhr nach Hause zurück von seinem Frankreich-Aufenthalt. Da lag Joy im Wohnzimmer auf der Couch und atmete nicht. Sie war noch warm, aber Bruno fühlte bei ihr keinen Puls mehr. Er rief den Notarzt, doch der konnte nur noch Joys Tod feststellen. Ein Wiederbelebungsversuch schlug leider fehl. (Quelle: Abendzeitung)

Erinnerungen

Als ich kleiner Junge war und die Hitparade als erste veritable Musiksendung nach dem Geschmack meiner Eltern ansehen durfte, tauchte bereits Joy Fleming auf. Ein Lied kann eine Brücke sein, das sang sie auch für den Grand Prix D’Eurovision. Und eine deutsche Version des Songs „Halbblut“ (Cher). Mir fiel sehr schnell auf, dass in dieser kleinen Sängerin mehr steckte, als in den üblichen Schlagerinterpreten. Wie diese Frau sang, das war frei. Freier von allen Konventionen wohlgefälligen Gesangs.

Ein paar Jahre später gastierte Joy Fleming mit einer kleinen Band in der Berlin-Dahlemer Eierschale, damals noch am Breitenbachplatz. Ich ging hin. Mir ist vor allem noch in Erinnerung, dass sie Stevie Wonders Superstition sang. Gänsehaut. Was für ein Charisma- und Charmebolzen, eine Menschenfängerin. Nicht auf der großen, breiten Ebene des Mainstreams. Sie kam, nahm einen gefangen und lies einen nicht mehr los. Unvergessliche Frau, große Sängerin, eine unvergleichliche Stimme. Hochtalentiert. Wunderbar.

Ich habe Joy Fleming gleich nach ihrem Lied, das sie für mich sang, nie wieder vergessen. Mein Nachruf fällt eher persönlich aus: Ich werde sie immer in meinem Herzen tragen. Selbstredend.

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1595/17: Nachruf: Holger Czukay (* 24. März 1938 als Holger Schüring in Danzig; † vor oder am 5. September 2017 in Weilerswist)


Can(band) – Documentary

The full documentary for the band Can ,( 1h 27′ 07“) Compiled by Rudi Dolezl & Hannes Rossacher Produced by DoRo Production , Vienna , Austria

Holger Czukay (* 24. März 1938 als Holger Schüring in Danzig; † vor oder am 5. September 2017 in Weilerswist) war ein deutscher Bassist, der als Bandmitglied von Can auch international bekannt wurde.

Aus Anlass des Todes dieses deutschen Ausnahmemusikers zeigen wir die obige Dokumentation, ihm zu Ehren.

Mach’s gut, Holger! Du wirst fehlen.

1574/17: Video: „Hadany had a Heart“ – Ramesh B. Weeratunga *30.11.1951 – †18.6.2017 #Tageslied


Hadany had a Heart – Ramesh B. Weeratunga

Es sind so digitale Ochsenfetzen übrig geblieben. Es gibt ein Facebook-Profil, einen Youtube-Kanal, eine Website. Aber der Mensch an und für sich ist ätherisch geworden, und als ein Fluidum im Zeitlosen geendet. Wobei wir letzteres nicht wirklich wissen können.

Worte zerstören, wo sie nicht hingehören. Der Lärm der Welt, aufgezeichnet und zur Schau gestellt, hier im Video Hadanay had a Heart.

Artist Ramesh B. Weeratunga *30.11.1951 -†18.6.2017

Liebe & Licht.

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(Nachsatz: Die aufmerksame Elke hat eine neue Kategorie zu dieser Website hinzugefügt, sie heißt „Lied des Tages“ und war schlicht überfällig. Dafür danke)

1529/17: Nachruf: Daliah Lavi


Daliah Lavi Wer hat mein Lied so zerstört, Ma (1971)

Daliah Lavi (hebräisch דליה לביא, geb. Daliah Levenbuch; * 12. Oktober 1942 in Schawe Zion, Völkerbundsmandat für Palästina; † 3. Mai 2017 in Asheville, North Carolina) war eine israelische Filmschauspielerin und Sängerin.

Ohne Worte.

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1489/17: Nachruf: Al Jarreau (* 12. März 1940 in Milwaukee/Wisconsin; † 12. Februar 2017 Los Angeles), eigentlich Alwyn Lopez Jarreau)


Al Jarreau 1976 -Take Five


Al Jarreau – Your Song

Al Jarreau (* 12. März 1940 in Milwaukee/Wisconsin; † 12. Februar 2017 Los Angeles), eigentlich Alwyn Lopez Jarreau) war ein US-amerikanischer Jazz-, Pop- und Rhythm-and-Blues-Sänger und Songautor.

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1481/17: Nachruf: Carsten „Beathoven“ Mohren (* um 1962; † 31. 01.17) – Wunder geschehen. Und gestorben wird auch. Aber laut. LAUT!!


Ein Wunder – Rockhaus offizielles HD Video (01.11.2016)

Carsten „Beathoven“ Mohren (* um 1962; † 31. Januar 2017 in Berlin), war ein deutscher Musiker, Produzent, Keyboarder, Komponist und Toningenieur.  Seine musikalische Laufbahn begann er bei der Band Taxi-Combo. Danach gründete er 1979 zusammen mit Joachim Kielpinski, André Herzberg, Alexander Schloussen und Jörg Skaba die Gaukler Rock Band. Nach deren Auflösung 1981, als der Frontmann André Herzberg die Band verließ, da das Musikstück „Hans Currywurst“ von Herzbergs Bruder wegen Unstimmigkeiten in der Band nicht aufgeführt wurde, wechselte er zur Band Die Freunde. Danach wechselte er zur Band Christin D. 1984 ging Mohren zu Wolfgang Ziegler und Wir. Als Ziegler 1986 die Band verließ, um seine Solokarriere zu starten, wechselte Mohren zu Rockhaus. Als sich die Band 1998 auflöste, wechselte er zur Dirk Michaelis Band. 1996 wirkte er bei der John-Silver-Produktion Zebisch – Die Grube ruft von Jürgen Ehle mit. In Berlin und Bremen wirkte er bei The Sound of Shakespeare & Rock n Roll mit. Weiterhin wirkte er bei Glam Slam und beim Grips-Theater in Berlin mit, wo er George Kranz kennenlernte, mit dem er später ein Tonstudio eröffnete. Mohren war aktives Mitglied der Band Die Ossis, zusammen mit Acki Noack, der von 1995 bis 1996 bei Rockhaus war, Heinz Haberstroh, einem der Gründungsmitglieder von Rockhaus, Henne Körbs von Scirocco und Bert Eulitz von Pom Fritz, und auch deren Produzent. Ebenfalls wirkte er bei One Mans Trash feat. Jimi Jamison mit. Mohren war Produzent in verschieden deutschen Städten sowie in Miami und San Francisco und im eigenen Studio Metropolyx. Rockhaus blieb er seit seinem Eintritt 1986 treu und tourte bis 1989 und 2005, 2006, 2009, 2012, 2015 und 2016 mit der Band durch Deutschland. Am 22. November 2016 gab Mohren bekannt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt sei. Er starb am 31. Januar 2017 im Helios Klinikum Berlin-Buch. (Mit Mitteln aus Wikipedia zusammengefasst)

Wir können nicht fliehen. Wie die Wolken, einfach weiter ziehen. Der Aufruf, noch einmal zu kommen, um ihn spielen zu sehen mit Rockhaus, war auf Facebook deutlich zu vernehmen und ihm folgten viele. „Ich möchte mich laut verabschieden.“ – Beathoven, so sein Spitzname, tourte noch einmal im November/Dezember 2016 und noch einmal sollte alles so sein wie immer. Und er war schon stark gezeichnet, die Krankheit fraß sich ihren Weg.

Jetzt ist er gestorben. Carsten „Beathoven“ Mohren wurde nur 54 Jahre alt. Die Dinge sind nicht mehr im Einklang. Sie laufen aus dem Ruder. Heute hilft auch kein Wunder mehr. Es ist vorbei. Er wird in Erinnerung bleiben. Soviel ist sicher. Lasst uns ein Wunder sein.

Weiterführend

Das Studio Metropolyx

(Wunderbar, Rockhaus: „Ein Wunder“, so schön, so schwer, so bedeutungsschwanger!)

1480/17: Nachruf: John Wetton (* 12. Juni 1949 in Derby, England; † 31. Januar 2017) – In der Hitze dieses Moments!


Asia – Heat of the Moment

John Wetton (* 12. Juni 1949 in Derby, England; † 31. Januar 2017) war ein britischer Rockmusiker. Sein Hauptinstrument war der E-Bass, er war aber auch Sänger, Gitarrist und mit verschiedenen anderen Instrumenten (Klavier, Mellotron, Geige) vertraut. Seit den frühen 1970ern war er als professioneller Musiker aktiv und war Mitglied der Bands Family, King Crimson, Roxy Music, der Bryan Ferry Band, Uriah Heep, UK, Wishbone Ash und Asia. (Kurzgefasst aus Wikipedia)

Es war ja klar, ein Carl Palmer, so ein Elefant von Schlagzeuger, Mitglied von Emerson, Lake & Palmer, würde etwas anderes musikalisch unternehmen nur von gleich zu gleich und es würde wieder eine elefantöse Meisterleistung sein. Palmer hatte sich als Superdrummer seinen Ruf redlich erarbeitet. Seine neue Gruppe hieß Asia und er vereinte erneut Supermusiker. Darunter auch den Bassisten und gekonnten Sänger und Mehrfachinstrumentalisten John Wetton, Jahrgang 1949. Der Ruhm von Asia ist inzwischen verblasst. Es war die Zeit von Bombast, durchaus charttauglich, aber noch in jener Zeit, in der die Four On The Floor langweilig und zu wenig gekonnt gegolten hat. Nein, sein Instrument beherrschte man. Um es charttauglich zu spielen.

John Wetton unterlag heute seinem Kampf gegen den Krebs und hatte zeitlebens mit sich selbst zu kämpfen. Wie das häufig bei Genies seiner Art so war: Wahnsinn und Genie liegen nahe beieinander. Wer auf Wikipedia nachschlägt, erfährt viel über die Schaffensbreite und über wessen Lebensleistung wir hier mit viel Liebe und Zuneigung sprechen, wenn wir ihm einen kurzen Nachruf widmen. John Wetton, das war ein ganz großartiges, musikalisches Tier, einer der Besten. Ein wichtiger Mann ist zum Bowie, zum Prince und zum Cohen geeilt, zum Emerson, zum Lake, und da wo selbst die Größten aller Großen älter werden in Würde. Der Club of 27 ist geschlossen auch schon da. The Wind cries Mary.

Jammerschade.

1463/16: Nachruf: Werner Lämmerhirt (* 17. März 49 in Berlin – † 14.10.16 in Bodenwerder)

Kerze (animiert)


Werner Lämmerhirt All Along The Watchtower

Jede wunderschöne Karriere hat einmal ein Ende. Jetzt ist der Punkt gekommen wo der Clown mit einem weinenden und einem lachenden Auge die Bühne verlässt und der Vorhang fällt.- Werner Lämmerhirt 2015 auf seiner Website hier

Werner Lämmerhirt kennen vor allem die Älteren. Er gilt als Furor ausgefuchster Gitarrentechniken und war als akustischer Gitarrist und Sänger unterwegs. Hannes Wader, Knut Kiesewetter, um nur zwei zu nennen, begleitete er. Aber auch unzählige Soloalben nahm er auf. Lämmerhirt, das war so Seventies. Blieb es auch, immer. Für immerdar. Freunde der akustischen Folkgitarre bekommen bei diesem Namen glänzende Augen: Werner Lämmerhirt.

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1462/16: Nachruf: Zimmer frei (Juli 1996 bis September 2016 in 694 Folgen)

Trauerkerze

Zimmer.frei

Waren es bislang immer die schemenhaften, freundlich zurückhaltenden Moderatoren, die ihren Gästen das Weiße aus dem Auge puhlten, verkehrten Westermann und Alsmann als kongeniales Moderatorenteam die Welt ins Gegenteil und machten Krach, Sendungspunk und Stimmung gegen die Denkverbote des Artigen. Sie müpften Fernsehdeutschland auf.

In der WDR-Sendung Zimmer frei, die Fernsehgeschichte geschrieben hat, brach sich Innovation Bahn. Gerade noch Sendefähiges wurde gesendet und unter gar keinen Umständen sendefähiges Material wurde ebenfalls öffentlich ausgestrahlt. Da strahlten die Zuschauer: So etwas hatten sie noch nicht gesehen. Die berühmteste Kunstfigur des deutschen Fernsehens, der Paradiesvogel Götz Alsmann, ein begnadet hochtalentierter Musiker mit einem IQ weit über 550, vermutlich, der zu den besten Deutschlands gehört, wurde als Kunstfigur mit Narrenkappe und Schmalztolle sendefähig. Und berichtet nun in seiner letzten Sendung Zimmer frei, es habe mit den Kunstfiguren als Gast der Sendung regelmäßig nicht geklappt. Denn Kunstfiguren lebten ihr Leben künstlich und hier ginge es schließlich um das wahre Leben. Das bedeutet: Alsmann ist gar keine Kunstfigur. Nein,  nein, der ist wirklich so.

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1447/16: Nachruf: Tibor Kneif (* 9. Oktober 1932 in Bratislava; † 26. Juli 2016 in Berlin) – Too old to Rock´n Roll

Kerze (animiert)

Jemandem eine Kerze hinzustellen, ist ein Akt der Achtung. Wenn jemand sein Leben lang immer beide Seiten der Kerze anzündet, verschleißt es sich. Davon ist bei einem Jahrgang 1932 nicht zu sprechen. Fest steht indes, dass Tibor Kneif mindestens eine achtvolle Trauerkerze verdient hat. Wie ich erst jetzt erfahre, ist Kneif bereits am 26. Juli 2016 in Berlin gestorben.

Tiburtius ‚Tibor‘ Kneif war ein Besonderer und hatte große Bedeutung in der deutschen Musikszene. Weithin geachtet, schrieb er 1981 eine wissenschaftlich präzise „Einführung in die Rockmusik“. Daneben rezensierte er die Musikszene an und für sich in vielfältiger Hinsicht und wurde als sachverständiger Autor mit einer besonderen Beobachtungsgabe und tiefgreifendem Verständnis musikkultureller Zusammenhänge geschätzt. Von ihm stammen Sätze wie der über den Schlagzeuger der Hamburg Blues Band und damaligen Interzone- und Escalatorz-Schlagzeuger Hansi Wallbaum, wörtlich zitiert: Wallbaum sei „der erfindungsreichste Schlagzeuger der Stadt, der rhythmisch wie farbig abwechslungsreiche und intelligente Schlagmuster entwirft“ (Tagesspiegel vom 27. Juni 1981, Artikel ganz unten, danke H.P.).

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MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

1422/16: Positionen: Worauf wir in Wirklichkeit sauer sind – Die Legende von Paul, Paula und den #Puhdys – Ein #Nachruf

icon Positionen

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt,
sagt sie Welt, dass er zu früh geht.
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt,
sagt die Welt es ist Zeit, dass er geht.

Es ist so weit. Jetzt haben die Puhdys (vermutlich) ihr letztes gemeinsames Konzert gegeben. In einem Statement, das über soziale Netzwerke verbreitet wurde, bedankt sich die Band für ihren langjährigen Erfolg, der mit der Treue ihrer Fans direkt zu tun hat. „Wir werden Euch immer in guter Erinnerung behalten“, schreiben sie, an ihre Fans gewandt. Inzwischen gibt es auch Feedback: Gemeint ist nicht das Verstärker übersteuern. Ein paar sagen in Erinnerung an früher: „Das wurde jetzt aber auch Zeit, dass sie gehen.“ Andere wünschen sich, dass die Rolling Stones das endlich auch machen. Verwirrend.

Die Puhdys werden ihre Fans in guter Erinnerung behalten: Vermutlich ist es bei vielen Fans auch umgekehrt. Wie immer, wenn es um Musik geht. Love & Hate.

Die Puhdys verkörperten, wie kaum eine andere DDR-deutsche Rockband, den besonderen, anderen Weg, den ostdeutsche Musiker zu gehen hatten. Und sie gingen den Weg äußerst erfolgreich. Dabei war ihr Erfolg durch und durch politisch und resultierte zunächst aus starken Anleihen der Musiker dieser Band bei Vorbildern wie Deep Purple, Uriah Heep & Co.. Westmusik, von drüben. Vieles aus den frühen Jahren der Band ist eindeutig eine Liebeserklärung an diese Art von freier, westlicher Musik.

In ihrem eigenen Fokus DDR musste sich die Band jedoch anpassen. So wenig es ging. Man war durchaus systemkritisch. Und soviel gerade noch erlaubt war, lief dann im Radio. Aber wie. Unglaublich erfolgreich.

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1379/16: Nachruf: Roger Cicero (* 6. Juli 1970 in Berlin; ­† 24. März 2016 ebenda) – Zog die Schuhe aus.

Kerze (animiert)

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Roger Cicero – Zieh die Schuh aus (Offizielles Video)

Wie der Vater, ähnlich wohl sein Sohn. Über den Vater ist zu lesen: „Vereinzelte Kritik erntete Eugen Cicero wegen seiner zeitweiligen Nähe zur sogenannten U-Musik – etwa vergleichbar mit James Last, Paul Kuhn oder Erwin Lehn. Cicero war ein Pionier und Meister des Crossover, lange bevor dieser Begriff Einzug in die Musiktheorie hielt.“

Gott, ist das eklig. Er sang mit verschmitztem Unterton: „Ich bin ein Sammler, ein Jäger, ein guter Ernährer. Ein Schrauber, ein Dreher, ein Ganz-Früh-Aufsteher. Ein Broker, ein Seller, ein Intellektueller. Ein Helfer, ein Heiler, im Grunde ein Geiler. Bin ein Schöpfer, ein Macher, Beschützer, Bewacher. Ein Forscher, ein Retter, adretter Jetsetter. Gestählter Don Juan, ein Bild von einem Mann.“ Soweit korrekt aus dem Songtext zitiert, ließe sich die Beschreibung wohl locker fortsetzen.

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1336/16: Nachruf: Sir George Henry Martin (* 3. Januar 1926 London Borough of Islington; † 8. März 2016 in Swindon, Wiltshire)

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Sir George Henry Martin (CBE; * 3. Januar 1926 in Holloway, heute London Borough of Islington, England; † 8. März 2016 in Swindon, Wiltshire), war auch in der Berichterstattung dieser Website eine feste Größe. Was Wunder?

„Ein musikalischer Gigant“ nannte man ihn, den Mann, der im Hintergrund so sorgfältig und wohl abgewogen die Strippen zog, besser die Fader hoch und nieder fuhr. Der, der  klassische Feinstaubpartikel auf den festen Popsaum aufnähte, den seine musikalischen Eleven und Meisterschüler, die Beatles, woben. Was für ein feiner Kerl.

Ein Mann hinter den Kulissen, in der zweiten Reihe, und er war nie umstritten, seine Position war nie vakant. Ein Brian Epstein starb zu früh, ein Phil Spector, das war trendy, Zeitgeist, also mischte Spector ordentlich Tüddelkram unter die Originalaufnahmen der Beatles. Auf Dauer hielt das der ernstlichen Würdigung nicht stand. Die Beatles veröffentlichten später Let It Be …Naked und strichen Spectors Einfluss zusammen, Paul McCartney schrieb: Never do this again.

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1315/15: Nachruf: David Bowie ist tot. (* 8. Januar 1947 – † 10. Januar 2016 )


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