1859/19 #Tageslied Von Frank Zander und was er bleibt

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Urgesteine: Nero Brandenburg (RIAS), Frank Zander (Foto: Nero Brandenburg, Privatarchiv)

Urgesteine: Nero Brandenburg (RIAS), Frank Zander (Foto: Nero Brandenburg, Privatarchiv) (Für größere Ansicht aufs Bild klicken)

Das neue Frank Zander Album „Urgestein“ ab 04.10.2019 als Vinyl, CD und Digital.
https://smarturl.it/Urgestein

FRANK ZANDER – „URGESTEIN“ – AUS DEM ALBUM „URGESTEIN“
(P) 2019, ZETT RECORDS PRODUKTION & VERLAG GMBH
MUSIK: & TEXT: TOM MARQUARDT, ANDI SLAVIK, MARIA „MASCHA“ RAYKHMAN
VERLAG: ED. INTRO MEISEL GMBH, ZETT RECORDS MV
PRODUZIERT VON: FRANK ZANDER, THOMAS REMM, FRANK KRETSCHMER
BASICTRACKS AUFGENOMMEN VON: SOOKIE MEDIA MUSIKPRODUKTIONEN – ERIC SYLAAR

VIDEOPRODUKTION
DIRECTOR OF PHOTOGRAPHY/ DIRECTOR: MARC VORWERK
PRODUZENT: FRANK ZANDER & ZETT RECORDS GMBH
KAMERA: HANS-PETER „HP“ ECKARDT
DROHNE: MARKUS WERNER
SCHNITT: HANS-PETER „HP“ ECKARDT
TON: MARCUS ZANDER
ASSISTENZ UND PYROTECHNIK: DAN STEIN
ORGANISATION & BETREUUNG: BERIT SELLMER, RENE „KATZE“ HAUSBALK & ELGIN VON LÜHMANN
GARDEROBE: EVY ZANDER
VIELEN DANK AN:JANA KUPER + TOBI – HEIMATHAFEN SAALBAU NEUKÖLLN KULTUR & VERANSTALTUNGS GGMBH, BJÖRN WILHELM – POSTDAMER FEUERWERK, GERD AUS DER NEUKÖLLNER HERTHA-KIEZKNEIPE „ROSEL“, MATTEO CANALIS WANDEL, LOCATION MANAGER IM AUFTRAG DER OLYMPIASTADION BERLIN GMBH, RIXDORFER SCHMIEDE, EISENGOLD

Früher war er der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein, jetzt ist er das Urgestein.

Hier im Foto (Bild) mit einem weiteren Urgestein Berlins: Nero Brandenburg (Rias Berlin).

 

Frank, Nero: Danke für vieles, was Ihr in Berlin angerichtet habt.

Das hat unser Herz berührt.

 

TEXT / LYRICS:
HALLO LEUTE, IHR WERDET’S NICHT GLAUBEN. HIER IST EUER FRANKIE.
AUCH GENANNT: DAS URGESTEIN.

ICH BIN AUF’M KIEZ, IN NEUKÖLLN GEBOREN
HAB SEELE UND HERZ AN DIE STADT VERLOREN
DIE KNEIPEN VON DORT, MEIN ORIGINAL
BIN GUTE UND SCHLECHTE WEGE GEGANGEN
HAB AUSGETEILT, MIR EINE GEFANGEN
DOCH ICH BIN NOCH IMMER, IMMER NOCH DA
DIE ZEITEN VON HEUT‘ WOLLEN MICH BELEHR‘N
ABER ICH LASS MICH LANG SCHON NICHT MEHR BEKEHR‘N

DENN ICH BLEIB WIE ICH BIN,
WERDE NIE WAS ANDRES SEIN
DENN ICH BLEIB WIE ICH BIN,
EIN HOCH AUF DAS URGESTEIN
DENN ICH BLEIB WIE ICH BIN
WOLLTE NIE WAS ANDRES
NIE WAS ANDRES SEIN

BIN HART, HÄRTER, HERTHA BSC
BLAU WEISSE FARBEN, ZU DENEN ICH STEH
GERADE UND AUFRECHT, MEINE MORAL
GEGEN DEN STROM – SO IST MEIN LEBEN
MAL MITTENREIN UND AUCH MAL DANEBEN
NACH FALLEN KOMMT AUFSTEH’N – FÜR MICH NORMAL
DIE ZEITEN VON HEUT WOLL’N MICH BELEHR’N
ABER ICH LASS MICH LANG SCHON NICHT MEHR BEKEHR’N

ICH BLEIB WIE ICH BIN, WOLLTE NIE WAS ANDRES NIE WAS
ANDRES SEIN.

SO LEUTE, JETZT WISST IHR BESCHEID.
ICH BIN UND BLEIBE EUER BERLINER URGESTEIN. JAHA.

1840/19: Medienspiegel: Im Braunschweigerkiez in Neukölln

Man in the Mirror #TTT #Tulipstagram 26.05.18

Man in the Mirror #TTT #Tulipstagram 26.05.18 (Größere Ansicht: Aufs Bild klicken)

Vorn links tagt der Skatclub von 1958, als Skat eine Rolle spielte.

„Reiz mich nicht.“ So hieß es. Heute ist es eher „Hetz mich nicht.“ Oder „Ätz jetzt nicht.“ – Zwischenzeitlich haben viele Smartapps, mit denen man gegen sich selbst spielen kann. Alles, um sich zu vergessen.

Vor dem Haus hat alles, was wir über Berlins Bezirk Neukölln in Erinnerung haben, immer noch seine Berechtigung. Oder heute wieder!

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1788/19: Video: Neukölln, ist keine alte Crackhure. Sie ist eine Hure in ihrer puresten Form – Von Kalle Kalkowski

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Kalle Kalkowski – Neukölln, Du alte Hure

Die Musik derjenigen Musiker, die aus einer bestimmten zeitgeschichtlich einzuordnenden Zeit Anfang der Achtziger im kalten Altbau-Westberlin kommen und heute noch leben, also ausnahmsweise, die klingt häufig ähnlich.  Man hört eine gewisse Metaphorik heraus. Die Wortwahl, Motive, verwendete Stilcluster: Alles wohlbekannt und gleich so wärmend: Aha, da isses wieder, das alte Westberlin. Ich liebte es. Ich liebe es.

Aus dieser Zeit kommt der nachdrücklichste und ungewöhnlichste Neuköllner Malermeister Kalle Kalkowski, dessen Auftritt ich immer mochte. Der gefühlt schon immer Musiker war. Mit meinem Freund Eddie Heidner (RIP) haben wir damals, ich erinnere ca. 1984, auf dem noch bracheleeren Moritzplatz in Kreuzberg Open-Hair-Konzerte der Langhaarigen veranstaltet und da war Kalle Kalkowski dabei und falls ich mich da nicht falsch erinnere, saß am Schlagzeug Ronnie Bosien (RIP). Oder war es Anja Kießling? Pofff: Anja hatte so einen unglaublichen Bumms. Ich werde sie mal fragen. Überhaupt hat offenbar bereits das Sterben teils eingesetzt. Ich find es bitterst. Neulich verwickelte ich jemand ins Gespräch übers neue Neukölln: Wie entwickelt sich eigentlich Neukölln? Wohin driftet es? Das gentrifizierte Neukölln: Ich mag das auch als Wort nicht. Und bekam Widerspruch, das wäre da nicht Fakt. Find ich nicht. Ich glaube, Neukölln ist inzwischen hip, noch hipper geworden als Hopp. Gangstas: Wie denkt Ihr darüber?

Der Alltag schleift den Menschen kerzengerade: Kalle Kalkowski hat immer nur Musik gemacht und lässt sich übers Kopfsteinpflaster schleifen. Machte bis heute Musik. Ich habe aktuell gar nicht nachgesehen. Ich hoffe, es geht ihm gut. Dies Video hier habe ich seit Jahren nicht vergessen, aber offenbar vergessen, hier als Lied des Tages vorzustellen. Ich finde es bedeutend.

Danke, Kalle. Falls Du noch Musik machst: Bleibt wie Du bist.

Ich widme diesen Artikel meinem 2019 verstorbenen Freund Edmund „Eddie“ Heidner und sende Eddie alle meinen guten Gedanken und meine Liebe hinterher.
Ruhe in Frieden.

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