Das hat das Herz berührt!

1090/14: Gigs, Preview: Nikolai Tomás – Im Schmerz geboren: „Another Poems for the 20th Century“ | Gig: 25.10.14 Berlin #frannz

_icon.Gigs.Preview

Das hat das Herz berührt!


Nikolai Tomas – Another Poems for the 20th Century

Nikolai Tomás interpretiert 12 der besten POEMS FOR LAILA Stücke neu! Im Stil von Cash, Dylan, Cohen, Waits und Brel entstanden 25 Jahre nach dem Debut der Band teils überraschende, sehr moderne und intime neue Versionen der besten songs der ersten 3 Alben.(Worum es geht, lt. Frannz Club, Link unten)

Der TATORT „Im Schmerz geboren“ (hier) war besonders. Viel Blut. Blutrot. So viel Blut, dass es Tatort-Gewöhnte nicht ertragen mochten und beckmesserten. Man war bislang weit weniger gewöhnt. Als Schauspieler Uli Matthes, im Film der Bösewicht, dem Garagenbesitzer erklärt, was es mit dem biblischen „Es werde Licht“ auf sich hat, spielt er „Festival of Lights“ mit dem rotem, sehr asketischen Zielpunkt. Aus dem Hintergrund fällt der Schuss und schlägt hindurch durch die Buchschwarte mit dem Durchschussloch, an dem bereits zuvor der Sohn des vierten Toten verstarb. Hölle.

So in etwa bzw. so ähnlich wirkt der Plot des Trailers von Nikolai Tomás zu drei Konzerten, die er gibt. Ins Auge fällt uns der Termin am 25.10.14 im Frannzclub im Prenzlauer Berg. Dazu sehen wir uns das obige Kurzfilmvideo an, es geht um Menschenblut, während eine weitere, eine assoziative Gewehrkugel sich lichtern eine Bahn bricht. Wuhuu, wie gefährlich.

So gefährlich ist auch die Stimme des Herrn Sängers, die einen in den Bann schlägt. Unvergessen und für uns eins der „besten Berliner Alben der Welt“: I Shot The Moon„. Another Poems greift nun wieder etwas auf Geschichte zurück. Das Konzert ist oben angeschlagen. Virtuell. Hingehen? – Und Achtung: Diese Konzertankündigung wurde nicht „im Scherz geboren“! TATORT „Frannzclub“, vormerken!

889/13: Positionen: Vom deutsch oder englisch singen, über Kritik, die vernichtend ist und auch sonst: „Im Bett mit Nikolai Tomás“ #Video

icon Positionen

Im Bett mit Nikolai Tomás (Poems for Laila) Upload Oktober 2008

Videopodcast im Rahmen des Chansonfest-Berlin. Interview und Live-Ausschnitte mit Nikolai Tomás (Poems for Laila)
Musik: Nikolai Tomás
Interview: Tanja Ries

Lange Jahre mit Alexandra groß geworden, dann Punker aus Leidenschaft. Deutsche Texte, englische Texte, vernichtende Kritik. Das Interview ist schon älter. Allerdings kann man es nach wie vor gut gebrauchen. Denn in welcher Sprache wir unsere Songtexte schreiben, erklärt der Womanizer Nikolai Tomás seiner Interviewpartnerin Tanja Ries ganz gut. „Im Englischen kann ich mehr abspinnen, deutsch ist konkreter“.

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866/13: Lied des Tages: Nikolai Tomas „Baby Berlin“

_icon.Tageslied

Die so schön dramatisch volltönende Stimme ist immer noch da, genauso wie die großen, weitschweifenden Melodien, die regennass schimmernde Nachtvogel-Atmosphäre, die Melancholie, das Sentiment, die großen Gefühle, der Griff nach den Sternen, der trotzige Traum vom besseren, wahrhaftigeren Leben.  (bongartz-musik.de, Ausgabe 2013/40, Link unten)

Nikolai Tomas hat´s nicht so mit Verzerrungen. Nicht mehr. Das ist vorbei. War früher auch eher selten verzerrt. Glasklarer Sound, das ist sein Stil. Früher hat Phil Manzanera (Roxy Music) seine Alben abgearbeitet, soundtechnisch veredelt. Als Nikolai Tomas behauptete, er hätte „den Mond erschossen“ („I shot the moon“), freuten sie sich, die Frauen. Der Sänger stand nackt, in blaues Licht getaucht und legte an, auf den Mond oder auf die Frauen, die sich (Spanner, hier) sein Titelcover anschauten. Vorsorglich. Egal.

Da er´s mit den Verzerrungen nicht so hat, ist die Idee, Untertitel oberhalb anzuordnen, verwirrend. „Baby Berlin“, das ist eigentlich auch nur „another fucking song“. So heißt das neueste Machwerk von Nikolai Tomas, dessen Bescheidenheit im Auftreten beruhigend ist. Man kann ja auch einfach nur mal zuhören. Wäre da nicht diese wilde Idee, was das „Baby Berlin“ in Wirklichkeit ist? Das herauszufinden bleibt Sache des interessierten Albumkäufers, frenetisch Gleitsichtbrille aufgesetzt, Stöpsel rein, worein auch immer und durchgehört: some „another fucking songs„, eine Plattenbesprechung ist verlinkt.

_link Lotse

Foto.Podcast: Tim Renner deckt slawisch orientierte, regelrechte Musikerdiskriminierung auf

Hüpftanz verboten (c) Tim Renner, via facebook/iPhone

Hüpftanz verboten (c) Tim Renner, via facebook/iPhone

Als sozialer Revolutionär war Tim Renner bislang nicht bekannt. Doch damit tut man dem Musikmanager Unrecht. Renner veröffentlichte eine beißerisch-bittere Sozialkritik via Foto.Podcast auf seinem facebook-Profil. Das Foto lässt an Deutlichkeit kaum zu wünschen übrig. Schon wenige Minuten nach der Veröffentlichung der anklagenden Bilddarstellung (dem Vernehmen nach im Restaurant Alpenrose fotografiert) hob eine nicht näher bezifferte Zahl von Daumenträgern diesen nach oben. Facebookianer wissen, dass das ein klares Statement ist: gefällt mir. Uns auch. Weshalb wir es hier veröffentlichen…mit Dank für die virtuelle Leihgabe. Eine sofortige Redaktionsrecherche ergab ein Quantum Trost. Man kann die Alpenrose gastronomisch umschiffen und Alternativen besuchen. Ob dort allerdings Polka salonfähig ist, konnte aus Gründen der erforderlichen Aktualität unserer Berichterstattung noch nicht vertieft werden. [Update/Entwarnung: Dem weiteren Vernehmen nach ist das Alpenrose-Restaurant in Zürich und hat mit der Namensvetterin in Berlin nichts gemein.]

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