889/13: Positionen: Vom deutsch oder englisch singen, über Kritik, die vernichtend ist und auch sonst: „Im Bett mit Nikolai Tomás“ #Video

icon Positionen


Im Bett mit Nikolai Tomás (Poems for Laila) Upload Oktober 2008

Videopodcast im Rahmen des Chansonfest-Berlin. Interview und Live-Ausschnitte mit Nikolai Tomás (Poems for Laila)
Musik: Nikolai Tomás
Interview: Tanja Ries

Lange Jahre mit Alexandra groß geworden, dann Punker aus Leidenschaft. Deutsche Texte, englische Texte, vernichtende Kritik. Das Interview ist schon älter. Allerdings kann man es nach wie vor gut gebrauchen. Denn in welcher Sprache wir unsere Songtexte schreiben, erklärt der Womanizer Nikolai Tomás seiner Interviewpartnerin Tanja Ries ganz gut. „Im Englischen kann ich mehr abspinnen, deutsch ist konkreter“.

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866/13: Lied des Tages: Nikolai Tomas „Baby Berlin“

_icon.Tageslied

Die so schön dramatisch volltönende Stimme ist immer noch da, genauso wie die großen, weitschweifenden Melodien, die regennass schimmernde Nachtvogel-Atmosphäre, die Melancholie, das Sentiment, die großen Gefühle, der Griff nach den Sternen, der trotzige Traum vom besseren, wahrhaftigeren Leben.  (bongartz-musik.de, Ausgabe 2013/40, Link unten)

Nikolai Tomas hat´s nicht so mit Verzerrungen. Nicht mehr. Das ist vorbei. War früher auch eher selten verzerrt. Glasklarer Sound, das ist sein Stil. Früher hat Phil Manzanera (Roxy Music) seine Alben abgearbeitet, soundtechnisch veredelt. Als Nikolai Tomas behauptete, er hätte „den Mond erschossen“ („I shot the moon“), freuten sie sich, die Frauen. Der Sänger stand nackt, in blaues Licht getaucht und legte an, auf den Mond oder auf die Frauen, die sich (Spanner, hier) sein Titelcover anschauten. Vorsorglich. Egal.

Da er´s mit den Verzerrungen nicht so hat, ist die Idee, Untertitel oberhalb anzuordnen, verwirrend. „Baby Berlin“, das ist eigentlich auch nur „another fucking song“. So heißt das neueste Machwerk von Nikolai Tomas, dessen Bescheidenheit im Auftreten beruhigend ist. Man kann ja auch einfach nur mal zuhören. Wäre da nicht diese wilde Idee, was das „Baby Berlin“ in Wirklichkeit ist? Das herauszufinden bleibt Sache des interessierten Albumkäufers, frenetisch Gleitsichtbrille aufgesetzt, Stöpsel rein, worein auch immer und durchgehört: some „another fucking songs„, eine Plattenbesprechung ist verlinkt.

_link Lotse

Foto.Podcast: Tim Renner deckt slawisch orientierte, regelrechte Musikerdiskriminierung auf

Hüpftanz verboten (c) Tim Renner, via facebook/iPhone

Hüpftanz verboten (c) Tim Renner, via facebook/iPhone

Als sozialer Revolutionär war Tim Renner bislang nicht bekannt. Doch damit tut man dem Musikmanager Unrecht. Renner veröffentlichte eine beißerisch-bittere Sozialkritik via Foto.Podcast auf seinem facebook-Profil. Das Foto lässt an Deutlichkeit kaum zu wünschen übrig. Schon wenige Minuten nach der Veröffentlichung der anklagenden Bilddarstellung (dem Vernehmen nach im Restaurant Alpenrose fotografiert) hob eine nicht näher bezifferte Zahl von Daumenträgern diesen nach oben. Facebookianer wissen, dass das ein klares Statement ist: gefällt mir. Uns auch. Weshalb wir es hier veröffentlichen…mit Dank für die virtuelle Leihgabe. Eine sofortige Redaktionsrecherche ergab ein Quantum Trost. Man kann die Alpenrose gastronomisch umschiffen und Alternativen besuchen. Ob dort allerdings Polka salonfähig ist, konnte aus Gründen der erforderlichen Aktualität unserer Berichterstattung noch nicht vertieft werden. [Update/Entwarnung: Dem weiteren Vernehmen nach ist das Alpenrose-Restaurant in Zürich und hat mit der Namensvetterin in Berlin nichts gemein.]

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