1234/15: Nachruf: Max Greger (* 2. April 1926 in München; † 15. August 2015 ebenda)

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Zwei Namen hatte er da nur vermerkt: James Last und Max Greger. Gott war von beiden Orchesterchefs dermaßen begeistert, dass er sich dachte: Der James hat den Menschen schon genug Freude gebracht, jetzt soll er mich mal unterhalten. Und so geschah es, am 9. Juli 2015. Dass Gott nur 36 Tage danach mit Max Greger den zweiten deutschen Weltklasse-Bandleader zu sich rief, hat nichts mit göttlicher Ordnungsliebe zu tun. Sondern mit Menschenliebe. (aus „BILD“, ungewohnt nonchalant textend, mein Chapeau!)

Sie sind alle elende Spießer. Spießer sind sie, Spießer bleiben sie, durch die Bank weg. Die spießbürgerlichen Spießgesellen sitzen in allen gesellschaftlichen Schichten, wenn man von solchen überhaupt sprechen kann. Durch die bundesdeutsche Gesellschaft gehen viele Risse. Zufälle: Dieser Artikel trägt die Nummer 1234. Wir schreiben den Monat 08/15. Es wirkt alles so beliebig. Aber ist es das?

Es sind die Bankangestellten mit dem gestrengen Dresscode zur Arbeit. Die Polizeibeamten, die finden, dass in Deutschland Recht und Gesetz nichts mehr gelten. Die Punks, die vor dem U-Bahnhof stehen, No Future brüllen und meinen, sie wären was Besseres. Die Musiker, die glauben, weil sie erst zu einem bestimmten, etwas späteren „Zeitpunk“ zur Welt gekommen sind, hätten sie die musikalische Weisheit mit Löffeln gefressen. Sie könnten Kohl-Wähler sein, denn von ihm kommt dieses Sujet von der Gnade der späten Geburt. Pfui Deibel.

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861/13: Nachruf: Paul „Paulchen“ Kuhn ist tot

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BbbB 01.2013: Paul "Paulchen" Kuhn

BbbB 01.2013: Paul „Paulchen“ Kuhn

In dem Anliegen, jemandem einen auch nur halbwegs angemessenen Nachruf zu schreiben, der ihm gerecht werden würde, muss alles Nachschauen schweigen. Denn alle schreiben voneinander ab und fassen -summa summarum- Lebenslinien zusammen, wie mainstream. Am besten erscheinen einem noch diejenigen Nachrufe, die sich an gar nichts anderem orientieren und nur der inneren, eigenen Stimme des Herzens zu folgen beabsichtigen. Die Trauer zu Gehör bringen mit wenigen, zutreffenden Worten.

Es stimmt nicht, dass immer die Besten zuerst sterben. Paul „Paulchen“ Kuhn war so einer. Einer der Besten seines Genres. Und er wurde steinalt, am Ende war er fast blind. Seine letzte CD hat er mit den Musikern eingespielt, indem er ihnen auf dem Tisch, eine Klaviertastatur imitierend, die Chords und Phrases zeigte.

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BbbB 01.2013: Paul "Paulchen" Kuhn

786/13: BbbB: Was Jazzpianist Paul Kuhn (85) über das Ende jeden Jazzsongs sagt, weiß #ZEIT online – #BbbB

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BbbB 01.2013: Paul "Paulchen" Kuhn

BbbB 01.2013: Paul „Paulchen“ Kuhn

BbbB 01.2013: Paul „Paulchen“ Kuhn: „Es gibt ja zum Beispiel eine Reihe bestimmter Schlüsse im Jazz, die macht man halt so. Und die Vorbereitung zu einem Schluss, die ist dann im Grunde auch immer ähnlich. Man hört also schon: Aha, da will er raus, also läuft es auf diesen oder einen anderen Schluss zu. Wenn man macht: „Bomm, di-dn-da-da-da“, dann folgt: „Bamm, Bamm!“ Ist doch klar, oder?“ (Paul Kuhn, 85, Jazzmusiker)

Neues Album: The L.A. Session, er ist noch „leidlich fit“, was seine persönlichen „circumstances“ angeht: Aber die Finger, die sind richtig fit, sagt er. Er ist deutschlandweit sicherlich einer der ganz Großen im Jazz: Paul Kuhn (85). Was er demzufolge zu sagen weiß, stößt auf Resonanz in der Fachpresse. Die ZEIT online hat jetzt ein Interview mit ihm veröffentlicht, dass diesem Status „Relevanz“ noch einen draufsetzt. Paulchen, wir lieben dich!  Paul hat schon mehrere solcher „klasse Zitate“ verbrochen….

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614/11: Gigs, Review: Königlicher Besuch von Prinz Rupi im A-Trane: Paul Kuhn Trio „The Girl Next Door“

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Paul Kuhn Trio „The Girl Next Door“, Berlin 2011 (via Youtube)

Paul Kuhn (p), Gary Todd (b) und Willy Ketzer (dr) spielen den zum Samba umgebauten Walzer „The Girl Next Door“ live im Berliner Club A-Trane am 09. Oktober 2011 (Prinz Rupi, Oktober 2011)

Klein, fein und vollständig: Das ist das A-Trane in Sachen Jazzmusik. Prinz Rupi war da und hat „Paulchen“ Kuhn im Trio abgebildet und das zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank. „The Girl next Door“, das ist daher das „Lied des Tages“. Paul Kuhn zu Ehren. Uns zur Freude.

 (EP)

511/11: Zitat des Tages: Paul „Paulchen“ Kuhn hat eine feste Meinung über moderne Popmusik

Blackbirdianisch 01.11 - Paul "Paulchen" Kuhn

Blackbirdianisch 01.11 - Paul "Paulchen" Kuhn

Paul „Paulchen“ Kuhn bekommt derzeit viel Aufmerksamkeit von der Presse. Das liegt u.a. daran, dass er nun auch in einem Film mitspielt, dessen Titel: „Schenk mir dein Herz“. Da spielt er, natürlich, einen alten Jazzmusiker. Was sonst? Paul „Paulchen“ Kuhn ist geschichtlich gesehen sowas wie Berliner Festinventar. Allerdings lebt er jetzt in der Schweiz. Manchmal feiert er (aber noch) Geburtstag in Berlin, z.B. im Yorckschlösschen.

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499/11: Legenden: Paul Kuhn ist eine lebende Legende, ein „all lifetime favourite“ meinerseits und Berliner, nach alledem!

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„Musik kannst du später immer noch machen – lern erst einmal einen gescheiten Beruf!“ #Paul Kuhn und 1.000.000 (oder mehr) andere Musiker über ihre Kindheitserinnerungen, ihre Musikerlaufbahn betreffend….

Alle halten Paul „Paulchen“ Kuhn für einen Berliner. Paul Kuhn aber kommt aus Wiesbaden im Hessischen. Damit das schon mal klar ist. Der Mann ist Jahrgang 1928 und als Beruf nennt die deutsche Wikipedia „Pianist“, obwohl das wohl die Untertreibung des Jahrhunderts sein dürfte. Fragt man Paul Kuhn danach, was ihm so richtig zu Herzen geht, wird er einsilbig, einsilbiger, übrig bleibt am Ende einer gewissen Wartestellung vielleicht noch „Frank Sinatra“ oder „Ella Fitzgerald“, aber, so fügt er entschuldigend hinzu: „Sowas gibt es ja heute nicht mehr.“ Die heutige Musik weiß er kenntnisreich einzuordnen: Im Grunde genommen gibt es kaum noch erträgliche Musik. Der Mann am Klavier wird er genannt, heutzutage trägt er gern orangefarben eingetönte Brillengläser, eher klobiger Zuschnitt, am Ohr prangt ein Hörgerät. Ist am Ende die Einfärbung der Gläser eine Art „ertragbarer Zustand“ der Gegenwart, weil die Musik beschissen und die Texte zu flach geworden sind?

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309/10: Pressespiegel: Plant der SPIEGEL Tiefenrecherche in Berlin-Kreuzberg über Geheimbünde?

Die fabelhaften Guttenbergs - SPIEGEL 42/2010

Die fabelhaften Guttenbergs - SPIEGEL 42/2010

Wer an der Qualität des SPIEGEL etwas auszusetzen hat, dem wird es nicht leicht gemacht. Denn die Begründung, der SPIEGEL leiste schlechte oder gar tendenziöse Arbeit, die gelingt nur bei sehr guter Recherche. Sonst umsonst jeder Versuch! Tendenziös kritisch und zugleich distanziert zu bleiben, sind im Übrigen Auswüchse von ethischem Journalismus! Eins kann man dem SPIEGEL nicht nachsagen: dass er schlecht recherchiert! In Journalistenkreisen geht die Mär, nur zwei Gruppen von Journalisten könnten gut recherchieren: Die vom SPIEGEL und die von der BILD-Zeitung. Was bei BILD „Mann drehte sich durch Fleischwolf, BILD sprach zuerst mit der Bulette“ ist, ist beim SPIEGEL Investigativismus, kurz: Muckraking. Oder sagen wir: vom gesunden Menschenverstand gesteuert!- Anspruch & Realität, deutscher Redaktionsalltag 

Machen wir uns nichts vor: Die Zeiten sind insgesamt anders geworden! In den späten 68-er Jahren war der Springer-Verlag an der Berliner Kochstr. das Hassobjekt der Antibürgerlichen. Wasserwerfer, Türenboykott, Auslieferungsversuch gescheitert, ganze Auflagen blieben liegen. Heute hat der Springer-Verlag selbst die seinerzeitigen Gründe für die teils nicht zu rechtfertigenden, überzogenen Ressentiments beseitigt.

Heute ist die Vuvuzela das Hassobjekt der Intellektuellen! Andere Kritik richtet sich -tröpfchenweise- auf den SPIEGEL und seinen publizistischen Erfolg! Kann man denn sagen, dass DER SPIEGEL die Meinung in Deutschland macht? Wäre das nicht vielleicht sogar -im Vergleich zu Großbuchstaben-Zeitungen, ein Gewinn für Deutschland? Die Meinungsmacht, die der SPIEGEL auffährt, sei gleichsam Meinungslokomotive und „state of the art“ und wer im SPIEGEL Erwähnung fände, …gehöre dazu zur „Haute Volaute“? Publizistische Geschütze der Sonderklasse sind in Nr. 53/2010 zu erwarten! Das Titelbild steht schon, hier der Entwurf.

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