1207/15: Video: Das Kai Rautenberg Trio und „Count the Lights of San Francisco“ und „Wird Herbst da draußen“ (Hildegard Knef)

_icon.Tageslied


Kai Rautenberg – Count the Lights of San Francisco

Die Tauben sitzen schwer wie Steine,
der Baum im Hof verliert Gewicht,
ein alter Mann vertritt die Beine,
wird Herbst da draußen, wie ich meine,
wird Herbst da draußen, und in mir.

Zwölf Bänke stehn und sind vergessen,
ein Tulpenbeet hat nichts zu tun,
ein Sonnenstrahl grüßt sehr gemessen
den Herbst da draußen, und in mir.

Und Fenster blicken ernst, entschlossen,
als sähe keiner ‚rein noch ‚raus,
ein Pudel schüttelt sich verdrossen,
ein Unbekannter hat beschlossen,
wird Herbst da draußen, und in mir.

(Herbst da draußen, Hildegard Knef, 1999)

Angelika Milster, Hildegard Knef, Brigitte Mira, Reinhard Mey, Dieter Hallervorden und viele andere mehr verließen sich auf seine Dienste und Zuarbeit. Kai Rautenberg war Vollblutmusiker und starb am 29. Mai 2013 in der Pflegeeinrichtung NOVA VITA.

Es hieß, bis dahin habe er recht ziemlich wie ein ordentlicher Musiker gelebt und viele Kerzen von zwei Seiten angezündet. Das ist nicht verbrieft, wurde aber vernommen.

Weiterlesen

1137/14: Video: Der Ukulelenprediger im Wohnzimmertalk

Banner Personen


LIEDERLICH 04 mit dem Ukulelenprediger

„Liederlich“ mit Samuel, dem Ukulelenprediger
David Wonschewski und Thomas Manegold präsentieren „Liederlich“, eine Talkshow mit Musik im Periplaneta Literaturcafé Berlin. Die Show filmte Marion Alexa Müller im September 2014. Präsentiert von Periplaneta und Ein Achtel Lorbeerblatt.

Der Ukulelenprediger feiert bald Weihnachten. Er schreibt keine Liebeslieder, über Politik zu schreiben ist irgendwie „Kinderkram“, sagt er im ausführlichen Wohnzimmertalk.

Im neuen Jahr wird er am 15.1. im Zimmer 16 in Berlin-Pankow auftreten, erstmalig in der Trio-Besetzung:Ukulele, Keyboard, E-Bass

Und am 21.2. im Stollwerck in Köln (solo)

Es werden natürlich noch viele weitere hinzukommen. Infos auf www.ukulelenprediger.de

Ein sehr, sehr schön gemachtes, weiteres Video könnt Ihr Euch hier ansehen…

1131/14: Video: Elen Wendt und „Nobody else“ #Lied des Tages – Eine Kurzvorstellung

_icon.Tageslied

Banner Personen

Elen.Wendt_Banner


Elen – Nobody Else

Wieder ist blackbirds.tv auf die Straße gegangen. Kürzlich haben wir die musikalische Arbeit der südafrikanischen Sängerin und Berliner Straßenmusikerin Alice Phoebe Lou vorgestellt. Mit Elen Wendt stellen wir eine weitere Berliner Straßenmusikerin vor.

„Sie hat eine Ausnahmestimme“, sagt Fred Sauer, der schon mit Nina Hagen und Peter Fox zusammengearbeitet hat. Er sei „ein Gott an den Tasten und hat seinen Sternenstaub über das ganze Album verteilt“, sagt sie über ihn. Auch der Kanon der beteiligten Musiker (Video Nr. 2, drunter) ist positiv: Die hat was. Was andere nämlich nicht haben.

„Jeden Tag geht sie raus und macht Musik“, sagt Andreas de Jong, ihr Freund und Unterstützer seit fast sieben Jahren. „Und das ist heute ganz schön selten geworden.“ Das Spielen auf der Straße hat ihr viel Selbstvertrauen gegeben. Wenn sie als bekennende Frostbeule „mit 15 Schichten Kleidung“ alle fünf Minuten ihre Finger an den heißen Tee hält, kann sie es aushalten, sagt sie. Das immerhin wärmt.

Weiterlesen

1116/14: Video: Alice Phoebe Lou erklärt uns ihren Ansatz, wofür Berlin eigentlich da ist und wie für sie alles begann

Banner Personen

Alice Phoebe Lou

Alice Phoebe Lou


Berlin Alice Phoebe Lou: „The people run this city“

Eine kurze englischsprachige Dokumentation über Alice Phoebe Lou, eine singende „Buskerin“ auf den Straßen von Berlin. Alice kam in Berlin an mit 500 Euros in der Tasche. Ferner wusste sie, „ein paar Akkorde“ auf der Gitarre zu greifen. Sie teilt mit uns ihre Geschichte, wie sie vom Spiel in den U-Bahn-Stationen zum Mauerpark-Konzert kam, wie sich gelegentlich ihres Vortrags Trauben von Hunderten von Menschen bilden. Im übrigen spricht sie von ihren Problemen als „street performer“ in Berlin und wie sie mit den Restriktionen im öffentlichen Straßenraum umgeht, wenn die Polizei ihr Spiel unterbricht.

Wir haben über Alice Phoebe-Lou hier schon bei dieser Gelegenheit berichtet und ihr drittes „Lied des Tages“ in Erwähnung gebracht. Das zweite Lied des Tages ist hier zu finden. Übrigens: Ganz ähnlich wie ihr erstes…

1113/14: Lied des Tages: Es ist ein zutiefst spiritueller Moment, ein „Improvisation moment for Syria“ von #AmrHammour

_icon.Tageslied

Amr Hammour, born in Damascus, starts to play Piano at age 8 and switches to guitar at 12. He graduates from the Higher Institute of Music in Damascus with a degree in Guitar in 2009. Since 1998 Hammour regularly performs as a sideman as well as leading his own groups throughout Europe and the Middle East, among others: Barry Harris, Manfred Leuchter, Oli Hayhurst, Gene Calderazzo, Juliet Kelly, Chris Byars, Amadis Dunkel, Zoë Al Rahman, Bruno Paoli, Frank Carlberg, Jan Ackermann, Michael Timbales, Daniel Blanc, Charles Davis, Zaid Naser and Ziad Rahbani. Hammour was also one of the original members of the Syrian Swiss Jazz Orchestra, the first full size big band in the Middle East in 2004. (Aus dem Soundcloud-Profil von Amr Hammour)

Abgesehen von allem übrigen: Hört doch mal in die Soundcloud von ihm hinein. Lohnt sich bestimmt. Kommen wir zum Thema dieses Artikels, einem weiteren Lied des Tages. Der in Berlin lebende Jazz-Gitarrist Amr Hammour (mehr hier) widmet seine Gedanken, seine Kraft und seine Musik einem spirituellen Moment für Syrien, seine Heimat, wo er herkommt.

Sein Gitarrenspiel geht zu Herzen, ist luftig, ätherisch, kommt ganz clean, unverzerrt daher. Man fühlt sich wohl und denkt einen Moment: Ja, der Lärm der Welt ist ausgeschaltet.

Heute das #Lied des Tages auf blackbirds.tv – Morgen die Beruhigung der Welt? Wer weiß.

1109/14: Lied des Tages: „Africa“ von Tal Bashai feat. Djatou Torré

_icon.Tageslied

Africa_Kontinent

Balshai studierte klassisches und Jazz-Klavier in Jerusalem, Tel-Aviv, Berlin und New-York. Seit 1992 lebt er in Berlin, wo er ein Tonmeisterstudium begann. Bereits während des Studiums trat er in der Berliner Clubszene auf und gründete 1995 sein Trio, mit dem er seine Kompositionen aufführt und einspielt. In den folgenden Jahren arbeitete er als Musiker und Tonmeister. Dabei führte ihn die Tätigkeit als Tonmeister zurück in seine Heimat Israel, wo er mehrere CDs zeitgenössischer israelischer Komponisten produzierte. Nach und nach nahm die Arbeit als Musiker immer mehr Raum ein, so dass er seit 1998 nicht mehr als Tonmeister tätig ist. (Quelle: Deutsche Wikipedia zu Tal Bashai)

Israel scheint musikalisch ein heißes Pflaster zu sein. Von dort kommen viele Musiker, die sich teils in Berlin und teils in der restlichen Welthemisphäre erfolgreich aufhalten. Aber es gibt auch Musiker, die aus Argentinien kommen, aber in Jerusalem einen Bachelor of Arts erwerben, so wie der zugereiste Bassist, Dirigent und Musiker Gabi Safron.

Tal Bashai, Jahrgang 1969, lebt schon eine ganze Weile in Berlin. Er ist Pianist, veröffentlicht regelmäßig eigene Tonträger und ist von vielen weiteren Musikern Berlins als hochgeschätzter Begleitmusiker sehr gefragt.

Weiterlesen

Banner Personen

1104/14: Video: Die Band „Incantatem“ relauncht gerade ihre Website und berichtet aus dem Nähkästchen

Brandenburgische Oktoberlandschaft


Incantatem – Episode 1: Drumrecording

Incantatem ist ein Kunstbegriff mit lateinischem Ursprung.
Er ist zusammengesetzt aus:
-incanto (eine Zauberformel gegen jemanden hersagen/hersingen),
-cantatio (Gesang, Lied) und
-incantare (durch Zaubersprüche weihen/durch Musik verzaubern)
Daraus haben wir den Namen „Incantatem“ gemacht, mit dem Ziel, euch mit unserer Musik zu verzaubern.
(sagt die Band „Incantatem“ auf ihrer neuen Homepage, verlinkt)

Die Band Incantatem kommt aus Hamburrrrcchhh. Der Stoff, aus dem die musikalischen Träume sind, ist mindestens aus Draht. Heavy on wire, schwer auf Draht. Die neue Website ist im Stil einer solchen, man erkennt layouterisches Talent und fühlt sich im nordischen Darkroom gleich wohl.

Aus dem Nähkästchen berichtet obiges Video, das zum Zwecke der Präsentation hierher entführt wurde. Dass das nach neuester Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zulässig ist, ist das eine. Das andere, aber viel wichtigere ist, dass es darum geht, Bands wie Incantatem funktionierend zu präsentieren. Genau das ist der Sinn von Video-Embedding, also dem Einbinden und Forttragen von Pixeln in andere Häuser (Domänen).

Damit die Fans der Bands dann heulen wie Hyänen. Gut gemacht. Weiter so. Die Homepage ist verlinkt. Informiert Euch.

_link Lotse

1073/14: Legenden: Die 30. September-Ehrenrobe, Modell „Klagenfurt“ #Jubiläen #Linktipp

icon_linktipp
30.September-Ehrenrobe

Mein persönliches Zitat des Tages – und danke Tia Thankyouforthemusic – Zitat. „Musiker hören sich anscheinend nicht nur selbst gern spielen, sondern lesen sich auch gern reden“ (aus: Spezialistengruppe: Musikerwitze/facebook)

Ein durch und durch politischer, niemals in übliche Schemen einzuordnender Sänger und Musiker wird 80. Von wegen „Schlageraffe“! Wer sich mit dem Wirken des Österreichers näher auseinandersetzt, staunt. Und lernt dazu.

Nur wenige deutschsprachige Musiker haben mehr Menschen berührt wie „uns Udo“. Generationenvertrag „plus“: Während wir teils noch Edward mit den Scherenhänden als Kinostar feierten, hatte Udo Jürgen Bockelmann sich die Segelohren schon längst anlegen lassen. Ein kleiner Eingriff beseitigte letzte Karrierehemmnisse.

Die angelegten Ohren blieben Schlitzohren und Joachim „Blacky“ Fuchsberger schrieb ihm lange vor Tim Bendzko, dass wenn ihm die Worte fehlen, nur noch Musik übrig bliebe. Der Mann, der seinen Bruder als Maler verehrt und sich selbst für einen „kleinen Musiker“ hält, gibt Auskunft.

Weiterlesen

946/14: Video: Jim Rakete, sein Leben

Jim Rakete – mein Leben (via Youtube)

Heute erinnerte mich jemand daran, dass vor 30 Jahren die Band ‚Nena‘ in England die englisch betextete Aufnahme von 99 Luftballons auf Nummer 1 hatte, eine absolute Ausnahme, diese Aufnahme. Von dort aus schwippie de schwappte das German Frolleinwunder (Roter Lederrock, nicht Kadett) rüber nach Amiland. Im Video waberte der Trockeneisnebel nur so. Manager: Jim Rakete.

Jim Rakete war ziemlich lange hier in Berlin der gewaltigste Strippenzieher. In dieser -zu kurzen- Doku kommt Jim zu Wort.

Ein verdienter Berliner, Super-Fotograf, ein glasklarer Mensch, ein netter zumal, ohne Allüren, ehrlich, präzise und sehr ergebnisorientiert. Ich traf ihn am Tag nach der Explosion von Challenger über Amerika in seinem Büro am Ku’damm, Seitenstraße. Fabrikartig Rakete. Bekam früher regelmäßig Fotos und Infos von ihm, über Bands aus Raketes Stall. Spliff-Promo zu ‚85555‘, schwarzweiß auf Karton, Nina Hagen mit Gitarren-Schleudertrauma am Ruinenbahnhof, Anhalter in der Galaxie. Heiner Pudelko in Makrofusion, Herwig Mitteregger mit Dreitagebart und Rita rückte Lindenberg raus, Interconti. Rakete hat sehr viel getan für die Berliner Musikszene, für die Fotografie schlechthin. Er besitzt in dem, was er tut ‚Handschrift‘ und ‚Allein- bzw. Sonderstellung‘, Unverwechselbarkeit.

944/14: Video: Flake – Mein Leben (Doku) #Personen & Porträts

Banner Personen

Christian.Flake.Lorenz

Flake – Mein Leben (Doku Arte – via Youtube)

„Ich hab in dem Land gelebt. Nicht in dem Staat.“ Flake über das Leben früher in der DDR

Flake hatte als Kind Angst, der Fernsehturm könnte umfallen. Hier herrscht Beinfreiheit.

Musiker Flake, Rammstein, erzählt. 43 Minuten interessante Dokumentation.

Viel Spaß.

_link Lotse

915/14: Interview: Ein ausführliches Interview mit Ralph Valenteano

Trenner.Mikrofon

Ralph.Valenteano_Pic
Ralph Valenteano – Artwork (Quelle: Privatarchiv)

Wer übt, kann nichts.

Den Rest erzählt er Euch hier. U.a. erzählt er von seiner „persönlichen, musikalischen DNA“, eigentlich bezeichnet er sich als Popmusikschreiber. Doch sei Popmusik eigentlich tot, er sieht keine Entwicklung aktuell. Was fehlt? Vielleicht berührende, intelligente Texte? Das auch, klar. – Rund 1:20 Stunde, über WorldMusik als persönlicher Entwicklungsweg.

Weiterlesen

894/13: Lied des Tages: Ron Spielmann „POSTCARD“

_icon.Tageslied

Ron Spielman „POSTCARD“

Ron Spielman playing a new song „POSTCARD“ in a small acoustic setup. „POSTCARD“ is the first of three new acoustic performances that will be shown at short intervals.

Schöner, sehr ätherischer Song von Ron Spielman, „POSTCARD“.

Er kündigt an, weitere zwei neue akustische Kleinode wie dieses zu veröffentlichen. Bleiben wir gespannt.

Bis dahin: „Träumen durch den Tag“. Sehr schön.

Wir schrieben bereits des Öfteren über Ron Spielman hier. Willst Du einen Recherchehinweis?

Weißte Bescheid.

Banner Record Release

879/13: Video: Paar Gedanken zur CD-Veröffentlichung „Swimming In The Dark“ von Ron Spielman

Banner Record Release

Swimming.In.The.Dark

Während unsere, von uns gesuchte Sängerin sich bei mir beklagt, sie möge Gitarren nicht, die nervten, sagte gestern Andreas Hommelsheim über Ron Spielman, das beste an ihm sei die Tatsache, dass er -egal was er spiele- nie nervte. So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Wir schließen uns hier sicherheitshalber Andreas Hommelsheim an, der zweifelsohne recht hat, was das immer banddienliche, nützliche Gitarrenspiel von Spielman angeht.

Man muss konstatieren, dass das Aufspielen in einer Frühstücksfernsehsendung von SAT1 oder RTL am Ende des Tages nicht nur positive Seiten hat. Man könnte ja verheizt werden. Und dann ein Heizdeckchen benötigen, um gegen die soziale Kälte von Kitsch und Kommerz anzukämpfen. Allerdings muss man die Privaten wenigstens einmal dafür virtuell anstreicheln, dass sie überhaupt Kulturmäzenatentum in Sachen guter Musik unternehmen. SAT1 beispielsweise ist schon ein Förderer der Musik von Spielman.

Wahlberliner Ron Spielman, dem es immer wieder gelingt, seine neuesten Tonträger auf SAT1 zu platzieren bzw. vorzustellen, hat dort offenbar einen „Stein im Brett“. Zwölf Stücke neue Musik sind es jetzt und damit ist der Bart noch lange nicht ab. Richtig, er beginnt jetzt erst zu sprießen. Seit einiger Zeit trägt Ron Spielman einen üppigen Bart zum Tee, auf der Bühne und während der Interviews. Gelassen, stoisch und wohlwissen, nicht jedem gefällt der.

Weiterlesen

874/13: Video: Kapelle Weyerer und „Hamburg(Frühling im Herz)“

_icon.Tageslied

_banner.Tagestipp

  • Stefan Weyerer
  • Professor Alexander „Alex“ Hoetzinger
  • Nick Flade

sind die „Kapelle Weyerer“.

My daily little routine: Als viel zu viel beschäftigter Mensch kurz entspannungshalber im Netz rumsurfen und Schnappschüsse fürs Hirn einfangen. Eindrücke, Menschen, Musik, Literatur. Und selbst noch schnell was schreiben, so eben mal schnell und aus der Hüfte geschossen. Wozu das alles?

Richtig. Weil´s sein muss. Der Mensch muss bloggen, was der Mensch bloggen muss. So schwer ist das ja auch gar nicht. Expressis verbis die „Kapelle Weyerer“ mit angehängtem Featuring hat es mir gerade angetan und ich bin geflasht. Positiv. Ich bin positiv.

Weiterlesen

871/13: Linktipp: „Deutschland, Deine Künstler“ – Ein gutgemachtes Porträt über Xavier Naidoo

icon_linktipp

„Da war einfach jemand, der hatte von Gott so ein Geschenk bekommen.“ Nena über die Stimme von Xavier Naidoo

Ein paar seiner persönlichen Vorurteile kann jeder abbauen, der keinen Bock auf den Schmacht- und Gurkensänger Xavier Naidoo hat. „Der jammert immer nur“, ist eine oft gehörte Redewendung über diesen souligsten aller souligen, deutschen Sänger.

Die – in der Tat – kannst du an einer Hand abzählen, in Deutschland. Xavier Naidoo gehört vielleicht ganz oben auf dieser kurzen Rankingliste, ob man seine Musik nun mag oder nicht. Gegen seine Musik kann man eigentlich nichts Vernünftiges einwenden, seine Stimme aber flasht auch Bülent Ceylan, den überzeugten Heavy-Metal-Fan. Was nun die Texte angeht, so macht sich jeder seine eigenen Gedanken über Sinn oder Unsinn.

In jedem Fall ist der ARD mit dieser Ausgabe von „Deutschland, Deine Künstler“ eine einigermaßen kenntnisreiche, nahe Porträtierung dieses besten, bzw. erfolgreichsten aller Söhne Mannheims gelungen. Sehenswert.

_link Lotse

860/13: Lied des Tages: Janine Villforth und „Your Own“ – Das gips doch gar nicht!

_icon.Tageslied

Apropos Gips: Mehr von Janine Villforth gips unten auf die Ohren, ist verlinkt!

Hatte ich Janine Villforth schon mal erwähnt?

Wenn ja, macht ja nüscht. Wenn nein, schade.

Die Frau ist echt knorke. Gefällt mir saugut. Wer würde ihr nicht ohne Bedenken ein Kachelchen aus seinem Ofen schenken? Oder sein Gehör. Eine Sünde der besonderen Art: Eine Art Gehörsund. Alles Quatsch.

Kann gar nicht sagen, woran sie mich alles erinnert. Eins vielleicht noch: Büldet Euch doch mal Eure eigene Meinung.

Großartige Sängerin. Gänsehaut.

_link Lotse

799/13: Sensationen: RSS-Benachrichtigung aus London angekommen…., Original aus dem Jahre 1969 im Spam wiedergefunden

Banner Personen

Was nach systematischer Ausklügelung aussah, ist in Wirklichkeit nur das furchtbare Ergebnis einer falschen Einstellung im Spamfilter der Redaktion von blackbirds.tv. Dabei war zuerst Paul McCartney tot gesagt worden und schließlich lösten sich sogar die Beatles auf: Alles nur ein gigantisches Missverständnis. Es ist Zeit, sich zu entschuldigen. Das kann ja mal passieren.

Schon toll, wie es die Beatles 1969 in den Abbey Road Studios trieben. Als sie über den Zebrastreifen vor dem Studio wechselten, war es so, wie für die andere Hälfte der Menschheit. Man sah sie, man sah sie nicht. Immer hübsch abwechselnd. Und so ist auch das Leben, nackt, nude. Jetzt endlich ist in unserer Redaktion der TwitterTweet aus jenem denkwürdigen Jahr angekommen, mit dem die Beatles via twitter meldeten, wie die Aufnahmen wirklich waren.

Weiterlesen

Walk of Fame 01.2010 - Jacky Spelter

564/11: Black Sabbath: Jacky Spelter, geboren 1927 – ein Nachruf – Von H.P. Daniels

Banner Personen

Banner Black Sabbath - Nachruf, Aufruf, Rückruf - Berlin erinnert seine Szene!

Jacky Spelter war Rock´n Roller, Lebemann, zugezogenes Neuköllner Orginal, er verschmolz mit der Sanderstr., wo er lange Zeit wohnte. 2004 verstarb er. Wir haben ihn bereits in unsere Berliner „Hall Of Fame“ erinnerungswürdiger Berliner Musiker aufgenommen. Sehr lesenswerte Gedanken machte sich kurz nach dessen Tod der Berliner Journalist H.P. Daniels. Diesen Beitrag fügen wir dem digitalen Erinnern an Jacky Spelter mit Stolz und Dank (an den Autor) bei. – Die Redaktion

 Von H.P. Daniels, Tagesspiegel (Gastbeitrag)

Elvis saß im Publikum und schüttelte ihm nach dem Konzert die Hand. Das war so eine Geschichte. Eine Legende war Jakob Spelter, den alle Jacky nannten, schon zu Lebzeiten: Deutschlands ältester Rock ’n’ Roller. Der Kaiser von Neukölln – jedenfalls fühlte er sich so, wenn ihn die Leute auf der Straße grüßten, ihm zuwinkten, wenn er auf seinem Motorroller vorbeifuhr, mit dem Topfhelm, wenn ihn jemand auf dem Hermannplatz um ein Autogramm bat. Jacky Spelter, der Rummelplatz-Elvis, der sein Leben der Musik gewidmet hat. Der den „Raggnrohl“ geliebt hat, weil er so wahr und echt ist. Wie das Leben. Mal rauf, mal runter. Wie Jackys Leben.

Weiterlesen

Applaus, Applaus, Applaus - Kermit, der Redaktionsfrosch

550/11: Notizen aus der Provinz: Was Christopher sagt, wie es ist als Musiker „draußen vor den Toren“

Banner Personen

Banner Notizen aus der Provinz
 

Berliner sind überheblich: Sie bezeichnen alles, was außerhalb Berlins aufhältig ist, entweder als Berliner Speckgürtel. Z.B. New York oder Los Angeles. Oder Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz. Notizen aus der Provinz greift das auf, auf dieselbe arrogante und überhebliche Weise, aber mit Herz. Denn in Wirklichkeit ist das nicht mehr als ein „running gag“. Notizen aus der Provinz war im übrigen eine Fernsehsendung unter der Ägide des proppersten aller deutschen Satiriker, Dieter Hildebrandt, und insofern ist es eine Remineszenz an „uns Dieter“. Wohlgemerkt: Das Prinzip „Bohlen“ bleibt uns insofern gestohlen!

Er sagt: Ich wohne mitten in Rheinland-Pfalz, mitten im Nirgendwo, Anzahl der Musikclubs 0, davon 3 geschlossen.

Dementsprechend sieht es auch mit der Musikersuche aus. Seit 10 Jahren suche ich nun schon Musiker die Lust auf eigene Musik haben, motiviert genug sind da Zeit rein zu stecken und dazu auch noch spielen können ! Es haben sich immer mal wieder Leute gefunden, aber jedes mal wurde eine der Kriterien nicht erfüllt.

Ja, wir erinnern uns als Berliner an diese Zustandsbeschreibung und denken, das könnte durchaus ähnlich gestrickt sein in Berlin. Zunehmend in den letzten Jahren. Leute, die bei der Stange bleiben möchten, die an eine gemeinsame große Zeit, angefüllt mit überirdischer, eigener Musik, das wäre doch reizvoll. Weiterlesen

307/10: Personen & Porträts: Werner Neumann (g) aus Kölle lebt in Leipsch! Dumm gelaufen, Berliner!

Banner Personen

Werner Neumann - live 16.10.10 Quasimodo Berlin

Werner Neumann – live 16.10.10 Quasimodo Berlin

Werner Neumann (* 13. August 1964 in Duisburg) ist ein deutscher Jazzgitarrist und Musikpädagoge. (Aus Wikipedia) Und Gott sei Dank nicht nur das, sondern auch ein begnadeter Musiker mit weit mehr „im Besteck“ als „nur“ Jazz! Wenngleich, wer Jazz kann, die Welt beherrscht, gar keine Frage! (Tommy Tulip)

Wer nichts Besonderes vor hatte, musste sich entscheiden und die Entscheidung war nicht leicht. Am selben Abend spielt Carlos „Devadip“ Santana vor größtmöglichem Publikum. Und dann ist Jocelyn B. Smith im hiergegen sehr kleinen Liveclub Quasidmodo angekündigt. Die Entscheidung sollte im Entwurf lauten: „Devadip or Skip, The Lip„? (letzteres der Kosename für David Skip Reinhart, angekündigter Trompeter eines Abends mit Jocelyn!)

Etwas Großartiges, so empfindet jedenfalls der Berichterstatter, passiert oft in ausgesprochen „unauffällig“ scheinenden Livebands, die auf den ersten Blick nur zur Begleitung eines Hauptprotagonisten zusammengestellt sind. Gestern Abend war das der Fall und so funktionierte es: Während Jocelyn B. Smith ihre 25-jährige Bühnenpräsenz (seit 1984) im Quasimodo „quasi live“ feiert, ist die Summe aller Einzelteile (ihrer Band) neben dem Gesamten etwas, das uns schwerst beeindruckt. Eine Band aus lauter kleinen musikalischen Genies und Einzelpersönlichkeiten, wow. Einen Fehler allerdings haben ein paar dieser ausgezeichneten Musiker: Sie wohnen nicht in Berlin, sie fühlen sich anderswo zu Hause und wohl und können -beispielsweise- ihrer Familie kaum den Umzug nach Berlin verklickern, nur weil Häuptling Tulip vom Stamme der Schwarzvogel-Indianer dieses wünscht. Werner Neumann aus Köln lebt in Leipzig, sagt er, und das sei auch gut so.

Weiterlesen

297/10: Personen & Porträts: Roger Radatz arbeitet zeitlebens an seiner eigenen Evolution, mit Erfolg!

Banner Personen


Bye And Bye – A New Orleans Gospel Night – Franzoesischer Dom Berlin, Dezember 2009 – Roger & The Evolution with Lillian Boutté and Denise Gordon (via Youtube)

Karl Johannes Schindler

Karl Johannes Schindler

„Natürlich war früher immer alles besser. Ein Gesetz. Die Tomaten schmeckten auf jeden Fall besser.“ (Roger Radatz aka Bootsie Nightingale, Jazzschlagzeuger & Sänger, im Gespräch mit Karl Johannes Schindler)

Es war einmal, in Berliner Musikszene-Zusammenhang! und machen wir uns nichts vor, so beginnt eigentlich fast jedes Berliner Märchen, ein Jazzmusiker namens Roger Radatz, der sich selbst gern Bootsie nennt, aber das ist eine andere Geschichte. Ein gewohnt routinierter Interviewer namens Karl Johannes Schindler nahm Herrn Radatz gesprächsweise in die Zange und das Ergebnis bilden wir hier ab. Denn es ist ein Gerücht, das in der Berliner Musikszene aufhört zu leben, wer die 30 überschritten habe. Besonders viel, lebenslange Erfahrung, davon kann Roger Radatz u.a. ein Lied singen, und sogar rhythmisch dazu zucken mit, sagen wir: Extremitäten! Über verschiedene Trommeln verteilt. Ein Interview mit einem Berliner Szene-Urgestein!

Weiterlesen

260/10: Personen & Porträts: Jede Menge Vögel unterwegs, aber nur wenige Hauptvögel! Interview

Banner Personen

Karl Johannes Schindler

Karl Johannes Schindler

Du sagst immer wieder das Du mich gerne hast
und ich bin so frei und glaub Dir das

Denn was Du tust und was Du sagst
das ist Propaganda – Propaganda durch die Tat!

Dann sagst Du das ich dich einenge
und die Liebe in starre Formen zwänge

dann seh ich dich lange Wochen nicht
du kehrst zurück sagst mir
Deine Freiheit liebend ins Gesicht

Progaganda durch die Tat – Songtext von 1979 (Quelle: hier)

Wenn Karl Johannes Schindler Gespräche führt, kann man etwas erwarten. Er führt seit geraumer Zeit eine Art von Hinterzimmergesprächen auf gut vorinformierter Ebene, die ihresgleichen sucht. Weil das nachfolgende Gespräch für die Berliner Musikszene interessant ist, hat uns Karl Johannes Schindler gestattet, das andernorts geführte Gespräch (im Yorckschlösschen) hierher zu übernehmen. Dafür herzlichen Dank!

Weiterlesen

244/10: Video: Jürgen Kerth – Hey, junge Mutti (von 1982)

Banner Personen

Zeitungsausriss über Jürgen Kerth (Quelle: awmusic.de)

Zeitungsausriss über Jürgen Kerth (Quelle: awmusic.de)

Jürgen Kerth ist ein DDR-Urgestein der Bluesmusik, oder sagen wir mal, eine Art musikalischer Kosmopolit mit starker Bodenhaftung im Bluesigen. Heute entdeckt und für gut befunden von einem Wessi (dem Autor), der das Stück sehr gut findet und auch stilistisch und insbesondere inhaltlich gar nichts an ihm auszusetzen hat. Für die Leser von blackbirds.tv festgehalten und auch für die eigene Erinnerung:

Weiterlesen