1563/17: Trends: Wie aus Heimarbeit Welthits entspringen im Stu-Stu-Studio #Erinnerungen


Phil Collins – Sussudio (Official Music Video)

In einem Interview sagte Collins, er habe den Text improvisiert, als er mit einem Oberheim DMX-Drumcomputer experimentierte. Das Wort „Sussudio“ sei ursprünglich nur als Platzhalter gedacht gewesen, aber da er kein passendes Wort habe finden können, sei es bei dem Titel geblieben. Laut Collins handelt der Hit von einem Schuljungen, der sich in eine der Schülerinnen seiner Schule verliebt hat und nicht wagt, diese anzusprechen.

Wenn Anlass zur Berichtausweitung besteht, mache ich mir normalerweise einen grafisch ansprechenden Banner, den ich mir vornehme, im Rahmen investigativer Berichterstattung zu benutzen. Ein Themenbanner, sagen wir mal. Zusätzlich zur Kategorie mit dem an vieles erinnernden Titel Stu-Stu-Studio.

Es erinnert mich an Phil Collins und Sussudio, seinen vielleicht berühmtesten Stotterer in der Popmusikgeschichte. Oho! Ohne Unfug in meinen Absichten: Was sich in Sachen Recordingsoftware getan hat, ist unvergleichbar mit jenen Jahren, in denen man mit einem Atari ST, einem Unitor (dem Sync-Tool für die Bandmaschine) und einer MSR 16 (Tascam) Musik aufnahm. Wer länger dabei ist, den wird die späte Einsicht langweilen. Ich habe mich tatsächlich erst vor kurzem entschieden, das Thema Recording doch noch einmal anzugehen. Bin jener alte Hase, dem inzwischen die Zähne ausfallen und die Ohren wackeln angesichts ungeahnter neuer Möglichkeiten. Da geht noch was, mit ganz großem Überbiss zurück ins Musikbiz. Im Jahre 2017 geht Cubase Pro 9 an den Start. Für die Pro-Version zahlt man etwas unter 600,- € und erhält nun als Gegenleistung eine Art „eierlegender Wollmilchsau“ aus Recordingssoftware, die derart viel kann, dass es einem nur schwindlich wird. Vermutlich deswegen hat auch Phil Collins gerade aus Altersgründen noch eine Tournee mit Sohn am Schlagzeug am Start und ist Bassist Leland Sklar nachweislich durchgeweißelt. Die im Video schwarzen sind inzwischen eisgrau und der ganze Bassist legendär. Dabei hatte der gar nicht an der Aufnahme mitgewürgt. Die Phenix Horns, der Bläsersatz der Achtziger ist inzwischen auch Geschichte. Kein Wunder: Die Menschheit goes PlugIn.

Kann nicht mehr warten: Karriere kann kommen. Womit wir wieder in der Küche gelandet sind, so rein von den Berliner Redensarten her: KKK wird so zum Synonym für Karriere kann kommen. Ich bin sehr gespannt. Auch auf nun folgendes Œuvre, ja das habe ich nur benützt, um gebildet zu erscheinen. Gut gedacht? Pah, Gewürzgurke gegessen. Gern, Gisela.

(Herzliches Danke schön an Markus Leuthel für den Support bis hierhin.)

 

281/10: Legenden: Moden + Strömungen speisen sich nicht aus dem Erscheinungsdatum, sondern aus meiner Bereitschaft, die Realität Revue passieren zu lassen.

Das ist der Unterschied: Mitte der Vierziger des vergangenen Jahrhunderts hatten die Menschen die Stalinorgel gesehen! Mitte der Siebziger wurde sie durch bunte Lichtorgeln und Stroboskope (Psycholights) ersetzt. Dazu konnte, wer mochte, tanzen. Dies war die Banalisierung des Bedeutungslosen der Siebziger Jahre. Dabei war das Herbeischaffen und der Einsatz von Stalinorgeln alles andere als bedeutungslos: die Sowjetunion hatte den „Vaterländischen Befreiungskrieg“ losgeschlagen. Mit gutem Erfolg: das mörderische Biest namens Hitler wurde vernichtend geschlagen! Die Seventies waren möglich geworden! (gewagte These) 

Ich weiß nicht, wie es Euch geht? Mir geht es so und darüber denke ich gerade nach.

Zuerst habe ich die Musik „wider Willen“ aufgedrückt bekommen. Da lief was im Schwarz-Weiß-Fernsehen, namens Hitparade mit Dieter Thomas Heck. Schon bald switchten wir auf Farbe um. Nun sah ich Rex Gildo, Jürgen Marcus, Cindy & Bert, Bernd Clüver, Udo Jürgens und viele andere mehr, darunter auch Katja Ebstein oder Mary Roos. Zuerst war ich ein Fan von Chris Roberts, der sang die bedeutungsschwangeren Worte „Ich bin verliebt in die Liebe, sie ist oley hey für mich….“. Das sprach mich gleich an.

Irgendwann machte es ratsch und ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wann das war? Meiner Erinnerung nach war ich bei einem Freund zu Besuch, dessen Eltern ihm schon eine ganz beträchtliche,  moderne und wohl teure, weiße Schleiflack-Stereoanlage gekauft hatten. Mein Freund, genauso alt wie ich, legte eine Platte auf den Plattenteller. In seinem Zimmer hatte der Vater bereits auch eine Lichtorgel installiert, bestehend aus drei bunten Scheinwerfern, die ein Grundlicht zur Verfügung stellten und sobald die Musik begann, zuckten die Lichter im Takt der Musik.

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