1591/17: Video: „Say Goodbye“ – Jimmy Gee #Tageslied – Ein elegischer Rundflug übers Gitarrenbrett


Jimmy Gee – Say goodbye (Live)

Veröffentlicht am 24.07.2017
Jimmy Gee – Say Goodbye Live in Kühlungsborn 2017 Konzertgarten West.
Jimmy Gee: Guitar, Eda Schilling: Keys, Oliver Busch: Bass, Leo Sieg: Drums. Sound and cut by Michael Grawe. Cam by Doreen Kaleita.

Nein, die Liste der Filme im Kopfkino ist tatsächlich ziemlich groß, wenn man sich „Say Goodbye“ von Jimmy Gee ansieht bzw. anhört. Im Grunde führt der Titel des Songs auf eine ganz neue, allerdings naheliegende Spur: Say Good Buy! Guten Einkauf, beim nächsten Tonträger bestellen. Link ist unten subversiv eingefügt.

Erst einmal ist da ein Vergleich mit Pink Floyd und Wish You Where Here, genauer Shine On You Crazy Diamond. Diamonds are forever: Aber dann ist dieser Eindruck nach dem Intro auch eher wieder weg und ins Spiel kommen Joe Satriani oder Steve Vai, beispielsweise „In The Name Of God“. Und so muss Gitarre: Du musst heulen können, so schön müssen die Töne sein. Wie auf eines Messers Schneide, dann wieder vom Sustain getragen, und ein paar Tirilis und Jödideldös, um dann arpeggienhaft vom Himmel zu fallen, hinein ins Vergnügen. So ein Stück braucht große Gefühle.

Nein, keine Frage: Das Stück ist wirklich gelungen. Und deswegen heute das Lied des Tages auf blackbirds.tv

Ja, es heißt ja immer: Support Your local dealer. Wir hingegen möchten an dieser Stelle rufen: Support Your local act! Viel Spaß.

Weiterführend

1552/17: Video: The Not So Bright Side Of The Moon #Squirrels


The Squirrels – The Not-So-Bright Side Of The Moon [full album]

Hardcore Fans of Pink Floyd:
Aufgepasst.

Ganz harter Tobak. Wiewohl: Rick Wright (kb) kam vom Jazz, das ist bekannt. Doch dass mit spielerischer Leichtigkeit auch ganz stiloffen aufgenommen werden kann, ein derartiges Jahrhundertalbum, dazu kann man die Eichhörnchen aus Seattle nur bewundern. In dieser Stadt hat sich Kurt Cobain die Kugel gegeben und ein Ehrendenkmal erinnert an den Godfather of guitar Jimi Hendrix.

High End Performance in A jazzy paraphernalia style. Und dann gen Reggae! (Time) – Doch hört selbst.

Man mag das. Oder nicht.

Ich find’s großartigst.

An den Drums: Billy Ray (aktuelles Lineup 2017)

Weiterführend

1261/15: Lied des Tages: „Time“ aus dem Album „Jazz Side Of The Moon“ #playlist

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Playlist „The Jazz Side Of The Moon“ – ausgehend von dem Stück „Time“ – Sam Yahel, Mike Moreno, Ari Hoenig, Seamus Blake – Time (Official Audio)

Title: The Jazz Side Of The Moon
Interpret: Ari Hoenig, Mike Moreno, Sam Yahel, Seamus Blake
Genre: Jazz, Contemporary Jazz, Jazz Combos, Engineers‘ Picks
Label: Chesky Records
Release Date: 2008

Es gibt Alben. Und es gibt wichtige Alben, superwichtige Alben. Jahrhundertwerke, so wie das Album The Dark Side Of The Moon von Pink Floyd, 1972/3 aufgenommen unter den Fittichen des Soundtüftlers und Engineers Alan Parsons, der nicht wenige Gimmicks und Special Effects zu einem der besten, zeitlosesten Alben aller Zeiten zusteuerte.

Immer wieder versuchen sich Musiker an der musikalischen DNA der Rockband Pink Floyd zu vergreifen, mit unterschiedlich großem Erfolg. 2008 war es eine Idee, die falsche Seite des Mondes (The Wrong Side Of The Moon, siehe Bild, eigene Entwürfe) anzusteuern und sie jazzig zu interpretieren. Das Verrückte ist: Wie man Pink Floyd auch interpretiert, kaum jemand akzeptiert derartige Grabräubereien als gelungen. Eines Tages wird Wish You Were Here auf einer Kirchenorgel in Hamburgs Kirchen zelebriert, und dann? Ach, der Gedanke ist aber auch abwegig. Findet selbst heraus, ob es geglückt ist?

Viel Spaß. Bei Gefallen kannste kaufen….

 

1235/15: Video: Hör mal, wer da hämmert. Wish You Were Here for A Day In The Life #mashups

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Pink Floyd - Wish You Were Here (gif)


Wish You Were Here/ A day in the life – Pink Floyd & feat John Lennon

Dass sich das künftige Denken Bahn bricht, indem es aus unkonventionellem Gedankengut schöpft, könnte als die Erfindung dieses Jahrtausends weltweit Fuß fassen. Die Menschen haben Erwartung, Erziehung und Konvention. Wer aus diesem Raster ausbricht, wird entweder künftig als verrückt bezeichnet werden oder zum Retter der Welt. – Nicht mehr aufzuhalten ist die Verknüpfung im Denken, was Suchparameter angeht, die eigentlich nicht zusammenpassen. Das Beispiel dieses Videos illustriert es sehr anschaulich: Wer wäre schon auf die Idee gekommen, auf google nach Wish You were here for A Day in The Life zu suchen? Doch nur die vollkommen Behämmerten? Irrtum.

Wenn man eine gutfunktionierende Küchenmaschine hernimmt und die Musikgeschichte, so wie sie mal war, hinein gibt, entsteht ein neuer, noch mürberer Teig. Das große Kneten: Aus alt macht neu und aus neu etwas ganz anderes, und sei es ADHS in äußerst zuspitzender Form mit Aufmerksamkeitsgarantie, das es so noch nie gab.

So ungefähr ist das Ergebnis dieses Videos mit angeschlossenem Audioinhalt. Verrückt, aber wahr. Und es passt.

Große Arbeit.

1215/15: Lied des Tages: Liebe tut weh. Poly deluxe „Love hurts“ , Saxophon: David Langner

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poly deluxe „Love hurts“ , Saxophon: David Langner

Ilka Posin: Gitarre, Gesang, Cajon – Karl Neukauf: Piano, Gesang – als Gast: David Langner (Saxophon)

Der Song Love Hurts wurde zuerst 1961 von den Everly Brothers aufgeführt. Mit der Interpretation durch die schottische Band Nazareth wiederveröffentlicht, wurde er zu einem Welthit.

Sänger Dan McCafferty hatte ganz offensichtlich vergessen, vor der Aufnahme des Stücks den Hals- und Rachendrops rechtzeitig zu lutschen. Oder das hatte Methode. Wir erinnern „This Flight Tonight“. Niemand hatte zu jener Zeit eine ähnlich raue Stimme. Joe Cocker vielleicht noch, aber der war ja von Sinnen und fiel des Öfteren besinnungslos in die Orchestergräben vor den Bühnen der Welt. McCafferty nicht.

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Gitarrengriff: Schiß-Moll

1202/15: Video: Thomas Leeb „Comfortably numb“ (Acoustic version)

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Thomas Leeb – Comfortably Numb (Pink Floyd) acoustic cover solo

Irgendwo in den österreichischen Bergen treibt sich der Fingerstyle-Artist Gitarrist Thomas Leeb herum, eine Art moderner Zupfgeigenhansel. Was dabei rauskommt, seht Euch bitte an.

Mit atemberaubendem Kamerablick aus verschiedenen Perspektiven und halsbrecherischer Sicherheit zelebriert Thomas Leeb den Pink-Floyd-Klassiker Comfortably numb.

Und lässt uns erschauern. Gott, wie schön.

Danke.

Thomas Leeb hier im österreichischen Alpennetz. Es glüht.

1184/15: Video: The Dark Side Of The Moon – performed by Dream Theater

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Dark Side Of The Moon-Dream Theater -LIVE

Dass sich Schlagzeuger kleine blaue gelartige Gallertkissen aufs Fell kleben, hat Gerüchten zum Trotz nichts mit „The Dark Side Of The Moon“ zu tun, sondern mit Sounddämpfung. Obertöne bekämpfen. Was hingegen für das Album von Pink Floyd nicht gilt: Hier sind alle Obertöne schön anzuhören. Kommen nun auch noch großartige Musiker dazu, ist´s ein Ereignis der besonderen Art, eine Art MoFi, analog der gerade kürzlich vorübergehuschten SoFi.

Der Mond: Er ist anbetungswürdig. Nicht nur für Wölfe. Das wissen wir.

Dass die amerikanische Band das legendäre Rockopus „The Dark Side Of The Moon“ live sehr originalgetreu aufgeführt hat, blieb uns bislang verborgen. Wir gehören eben nicht zu sehr zu den Prog-Rock-Fans. Der Film ist absolut sehens- und hörenswert. Hut ab, Chapeau, großartig. Spaßeshalber.

Das heutige Lied des Tages: Das ganze Album, im Original von Pink Floyd, und hier als konzertantes Erlebnis der Spitzenklasse. Weiteres über Pink Floyd hier bei Interesse…

1152/15: Nachruf: Edgar Froese ist tot

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Tangerine Dream – Bent Cold Sidewalk (1978)

‚Es gibt keinen Tod, nur einen Wechsel unserer kosmischen Adresse.‘ (Edgar Froese, früher)

Siebzig ist ja heute gar kein Alter.

Dass Musiker nicht so alt werden, üblicherweise, hängt vielleicht auch mit ihrem unsteten Lebenswandel zusammen. Edgar Froese, einer von mehreren Mitbegründern der Berliner Elektronikband „Tangerine Dream“, hat wirklich die ganze Welt gesehen. Der ist rumgekommen, wie wenige andere es mit Musik schaffen. Der Jazzmusiker George Shearing wurde älter, 91 Jahre alt. Zu seinem Achtzigsten sagte er ein Konzert ihm zu Ehren sich selbst wie folgt an: „Ich habe 300 Songs geschrieben. 299 davon genossen eine holprige Fahrt zwischen relativer Unbekanntheit bis Vergessen. Hier ist der andere“ (30.11.1999, Carnegie Hall) – Shearing hat den Jazzklassiker „Lullaby Of Birdland“ geschrieben.

Edgar Froese erschien uns wenig humorvoll zeitlebens. Zumindest haben wir ihn nicht als großen Komiker in Erinnerung, sondern als squärisches Irgendwas, zwischen irgendwelchen Nebeln des Trauens. Erste Räucherkerzen, das Jugendzimmer in Stanniol tapeziert, überall liegt Flokati herum, die Wände schwarz gestrichen. Eine Lichtorgel mit 3 Lampen, und eine großartige, erste Stereoanlage: „Bent Cold Sidewalk“ (Cyclone).

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Hitsville U.S.A. - Detroit - (© Patrick Allen Wiggins)

1136/14: Video: Im Gespräch mit Bobbye Hall, Percussionlegende von Tamla Motown #LinerNoteLegends

_Interview

Seitentrenner: Interview


Liner Note Legends #4: Ms. Bobbye Hall [HD]

As one of the house percussionists with Motown Records in Detroit, Ms. Bobbye Hall accomplished more as a teenager than most musicians do in a lifetime. Though she largely remained uncredited due to her age, she is nevertheless present on many classic Motown tracks. After moving to Los Angeles, Bobbye remained a part of the west coast Motown sound by continuing to appear on records by Stevie Wonder and Marvin Gaye, among others. However, her presence and reputation continued to grow and she quickly became a first-call session musician for all kinds of sessions: rock, r&b, funk, singer-songwriter, movie soundtrack, commercial work, etc. Her playing can be heard on record with: Bill Withers, Bob Dylan, Pink Floyd, Joni Mitchell, Stevie Nicks, Aretha Franklin, David Byrne, The Doors, Smokey Robinson, Sarah Vaughan, and many, many more. It was a true pleasure to get to film this episode with Ms. Hall in the windy desert outside of Los Angeles.(Klappentext auf Youtube zum Video)

Sie hat mit vielen ganz Großen im Studio zusammengearbeitet, sie ist eine „living legend“.

In diesem Video erzählt sie (englisch) von ihrer großen Zeit der Zusammenarbeit.

Sie gehört zu denjenigen, über die ein anderer sehenswerter Film sagt: „Standing in the shadow of Motown„.

Sehr schön diese historische Aufnahme aus dem Jahre 1967 mit The Temptations: „Sorry Is A Sorry Word

Dark Side Of The Huhn

1068/14: Kritik: Zum Pink Floyd Album „The Endless River“, Titelbildern, Toten, Hühnern und dem „missing link“ am Keyboard

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Die guten Dinge haben ihre Zeit. Und bleiben in den Erinnerungen schön.

Jetzt ätzt der Spiegel gegen das neue, von einem 18-jährigen entworfene Cover der kommenden Pink-Floyd-CD, einem Sammelsurium von alten Aufnahmen aus dem Jahre 1994 (CD „The Division Bell“). Das war auch schon nicht mehr Pink Floyd. Die Puristen unter den Anhängern jedenfalls vermissten Roger Waters seinerzeit. Musikalisch war das Album leider kein Höhepunkt der Band.

Vor einigen Jahren befasste mich das Lesen von Artikeln über Pink Floyd aus passender Gelegenheit. Bei all meiner Verehrung als bekennender PF-Fan blieb der Eindruck haften: Das war auch ein zerstrittener Haufen zuletzt. David Gilmour ist ganz sicher ein „head“, ein Kopf, vielleicht sogar ein Dickkopf. Er weiß, was er will. Das wusste er immer.

Ein zumindest merkwürdiges Gefühl beschleicht einen angesichts von weiteren Presseveröffentlichungen.

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968/14: Lied des Tages: Die Berliner Band „ORIENTATION“ und „9 in Istanbul, 8 in Berlin“

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Mir ist schon ganz türkis…. – Ohne Istanbul wäre ich ziemlich auf Turkey….cold turkey!

Wie es scheint, gibt es keine Zufälle. Dies betrifft auch die Stadt Istanbul.

Das ist schon abgefahren. Ich durchstöbere alte Fotosammlungen und stoße auf dies Foto, das ich 2010 in Kroatien geschossen habe. In meinem Kopf macht es „Klick“ und „ach“, ich denke „och“ und „ach nee, ne?“.

Irgendetwas hat dieses Foto, das mich fesselt. Ich krame in meinen Gedanken nach. Tiefentschlossen. Vergleicht bitte mal dieses von mir angefertigte Foto mit dem hier…. wacka wacka…. Diesen Vorgang nennen sie auf englisch „Orientation“. Das ist der türquoise Kreidekreis. Oder so ähnlich. Sich an etwas zu erinnern, das einem wichtig ist, wichtig war und von dem man glaubt, es nie wieder zu vergessen. Vergessen zu können.

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896/13: Legenden: Vom Besuch meines ersten seriösen Rockkonzerts am 29. Januar 1977 in der Berliner Deutschlandhalle

Eintrittskarte_1977_Pink.Floyd

1. Sheep
2. Pigs On The Wing (Part 1)
3. Dogs
4. Pigs On The Wing (Part 2)
5. Pigs (Three Different Ones)
Erster Teil der Spielreihenfolge, damals

Jemand anders hat diese Karte ins Netz gestellt. Wer, weiß ich auch nicht. Meine hatte eine andere Nummer.

Die Karte sagt auch etwas aus: Pink Floyd hatte bereits „Animals“ herausgebracht. Doch die Konzertkarte stellte den brennenden Mann vom Album „Wish You Were here“ dar. Zwar zog schon ein Schwein über Europa, damals, doch die Konzertkarten erfolgten mit optischer Verspätung (Album, 1975) bzw. einem Delay (Animals, 1977), aber an Jan (Wir Kinder vom Bahnhof Soul) war noch gar nicht zu denken. Widersprüchlichkeiten, damals.

Mit Sicherheit war der Kartenarchivar oben ein „Bruder im Geiste“. Denn exakt dieses Konzert besuchte ich ebenfalls. Es war mein erstes „Event“ (das Wort kannten wir damals noch nicht) dieser Art und gleich ein großes Brimborium.

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839/13: Historie: Seht mich an, ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst

Look At Me Now, The Shadow Of The Man, I Used To Be #Alan Parsons

Look At Me Now, The Shadow Of The Man, I Used To Be #Alan Parsons

Da sind sie nun dahin, die guten alten Zeiten. Wir sind in der Moderne gelandet. Unsere Helden sind alt geworden, ganz grau. Und wir? Manche jedenfalls auch schon. Seht her, ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst. Vielleicht ist das die beste Art von guter, ja überwältigender Musik, an die wir uns nach Jahrzehnten nochmals kurz erinnern, nur weil wir zum Spaß an der Uferböschung des Badesees ein Foto von unserem eigenen Schatten geschossen haben. Wir fliegen auf die Melodie ♪♫♪ von Alan Parson´s (Project) und die lyrische Zeile dessen: „Look At Me Now, The Shadow Of The Man, I Used To Be“

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807/13: Lied des Tages: „Comfortably Numb“ – performed by Ellebelle

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David+Gilmour+Aaaaaaaaah

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Comfortably Numb- Pink Floyd (ellebelle cover) (via youtube)

David Gilmour stieg als Gitarrist bei Pink Floyd zunächst als „sideman“ ein, um den drogenverwöhnten Syd Barret zu unterstützen. Später übernahm er das Zepter ganz. Der einfühlsame Gitarrist mit den elegischsten, bedeutendsten Gitarrensolos jener Zeit weltweit hatte auch schon als gutaussehender Dressman, als Fotomodell gearbeitet. In seinem Gesicht fand sich alles, was einen bedeutenden Rockstar der fraglichen Jahre ausmacht.  Zu 40 Jahren „DSOTM“ (Artikel dazu hier) ein späteres Stück, interpretiert von einer großartigen Frau. Oder: Dass einen die Erinnerung erst schüttelt und dann gar nicht mehr los lässt…

Wenn Musiker Stücke anderer Musiker nachspielen, fragt man sich immer nach der Werktreue. Oder man ist überrascht, eine ganz andere Wendung des bereits gut vertrauten, liebgewonnenen Stücks zu hören. So geht es einem auch unweigerlich, wenn man sich diese Version des Stücks anhört. Und diese berühmt-berüchtigte Redewendung: „Ganz großes Kino“.

Ja, man wird zum Hobby-Cineasten. Großartig interpretiert. Tolle Frau, mit Kürze, Würze und ohne Schürze. „It´s belle music“ heißt ihr Youtube-Channel. Genau. So ist es. Chapeau, Frau Belle, gut gebellt.

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803/13: Video: „Us and Them“, „Wir und Sie“, die dunkle Seite des Mondes – ein Jubiläum der Extraklasse #DSOTM #PF

DSOTM_Birthday cake (Herkunft unbekannt)

DSOTM_Birthday cake (Herkunft unbekannt)

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Pink Floyd – Us And Them – From Live At Pompeii(via youtube)

Inspiriert durch einen kurzen Beitrag der Sendung „Titel, Thesen, Temperamente“, der am 07.04.2013 zum 40-jährigen Jubiläum der Platte gesendet wurde. Mit Dank dafür.

Unsere Entdeckung: Die ersten Male hörten wir die Scheibe noch heimlich. Dann war sie uns unheimlich wichtig. Jetzt erinnern wir an sie: Die Kids zeigen uns einen Vogel. Und wir freuen uns heimlich, früher anders als unsere Kids heute gewesen zu sein. „The Dark Side of the Moon“ ist inzwischen ein heimlicher Gedanke geworden. Wohin wir alle diejenigen zu schießen trachten, die uns „lieb und teuer“ sind. Möglichst auf die dunkle Seite des Mondes. #Erkenntnisse zu #40 Jahre (DSOTM, 1973)

Dabei ist das Album auch 40 Jahre nach seinem Erscheinen noch frischer, jünger und bestechender, als wir es selbst sind. Wir sind älter geworden, das Album nicht. Das Album „The Dark Side Of The Moon“ feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Jubiläum, es wurde von Pink Floyd am 24. März 1973 veröffentlicht. Alan Parsons, später selbst weltweit erfolgreich mit „The Alan Parsons Project“, war Toningenieur an den Reglern und Schiebern der Londoner Abbey Road-Tonstudios, da gleich hinter jenem Zebrastreifen.

Dabei war, zu Pink Floyd zu gelangen, in jenen Jahren nicht so schwer und doch zugleich eine Zeitenwende. Die schlimmsten Psychelismen dieser Zeit hatten ihren Zenit bereits langsam überschritten, im vierten Jahr nach Woodstock. Ich selbst (Baujahr 1962) war zu jener Zeit erst anfänglich im Begriff, der internationalen Rockmusik zu huldigen. Mein musikalischer Durst wurde noch von Dieter Thomas Heck, Chris Roberts, Rex Gildo und den ganzen anderen Schlageraffen genährt.

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704/12: Historie: „Pink Floyd in Pompeji“ war mein persönlicher Wendeherbst, der gesamte Film als „director´s cut“

Pink Floyd – Live at Pompeii – Directors Cut
live at Pompeii was originally released in September 1972, an edited release in 1974 with studio recordings of Dark Side of the Moon. Rereleased in 2003 as The Director’s Cut with additional footage and Nasa space shots.

Als ich den Film „Pink Floyd in Pompeji“ das erste Mal sah, war ich erst einmal in gehöriger Art und Weise verwirrt. Was war vorher genau geschehen? Es ist schon ein paar Jahre her, und ich muss gehörig kramen, um all meine Erinnerungen wieder zu finden. In Einzelheiten kann ich irren. Und dann? Würde ich als Verräter an der Idee dieses Films in die Webgeschichte eingehen, so jung sie auch derzeit noch ist?

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677/12: Rätsel: Die Geschichte der Bilderrätsel ist lang, hier ist noch eins, Freunde! #Muttertagsrätsel

2012 kam das legendär gewordene Album „Atom Heart Homelands“ der psychedelischen Band „Tommy Tulip & The Famous Mushrooms“ heraus, indem die Band ihre Erlebnisse mit dem Rückbau des Kernkraftwerks Rheinsberg (hier: http://tinyurl.com/8yfvzq3) musikalisch auf unvergessliche Art und Weise verarbeitet hatte. Das berühmte Vorbild für dieses CD-Cover hatte Jahrzehnte zuvor eine britische Psychedelic-Band veröffentlicht. Wisst Ihr das Ursprungscover, auf dem diese Adaption hier basiert? #Muttertagsrätsel für Erwachsene

Hier ist jenes berühmte Plattencover. Das berühmt geworden wäre, wenn die Platte erschienen wäre. Widrige Umstände, brennende Autos, unrhythmisch auftretende Percussionisten, harmonieverliebte Steuerberater und ein Blindenhund auf Gassiführung. So wird das nun mal nichts, Freunde. Der Spargel schießt ins Kraut und die Champignons in die Hitparaden.

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563/11: Legenden: Was bedeutet eigentlich das Wort „Ummagumma“? #Pink Floyd #Popwissen

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Astronomy Domine aus dem Album „Ummagumma“- Pink Floyd [WITH LYRICS] (via youtube)

Ummagumma ist die vierte Langspielplatte der englischen Rockband Pink Floyd. Das Doppelalbum wurde am 25. Oktober 1969 veröffentlicht, wenige Monate nach dem Soundtrack von More. „Ummagumma“ ist ein Slangwort aus Cambridge für Geschlechtsverkehr. (sagt Wikipedia hier)

357/10: Legenden: Dieter Bohlen der Warteschleife, Melodien für Telefonhörer, SPLIFF & Co.


Telefonterror – Spliff – via Youtube

Es ist egal, was du machst,
oder dir vorgenommen hast,
hak’s ab,
denn es ist schon zu spät.
Ein kleiner Wicht will das nicht
was du auch tust, er unterbricht,
er steht versessen in der Ecke rum und blääät:
Ruf doch mal nicht an!!!

Laß den Telefon-Terror
ruf mich bitte nicht mehr an,
es gibt gar nichts auf der Welt,
was jetzt so wichtig sein kann.
Wenn ich dich brauch‘, greif ich auch mal
zum Telefon und wähl‘ deine Nummer,
doch dann gehst du nicht ran.
Dein Automat ist am Draht
und informiert mich knüppelhart,
dass du jetzt Ruhe brauchst und gibt mir einen Rat:
Ruf dochmal nicht an!!!

Laß den Telefon-Terror… (Spliff, 85555)

Um mit einer altbekannten Berliner Band der späten Siebziger und frühen Achtziger zuvorderst zu beginnen und dem Sendeauftrag dieser Website unbedingt gerecht zu werden. Es war die vormalige Lok Kreuzberg, die dann (leider nur) übergangsweise die vielversprechendste Rosskastanie der deutschen Nation, Nina Hagen, begleitete, um dann schließlich ein komplettes Morphing zu durchleben. Diese Band hieß: „SPLIFF“ und gehörte ganz ohne jeden Zweifel zu den weltbewegendsten Bands im gesamtdeutschen Sprachraum. Tja, sabber, geifern, zeter, zipp zipp: Die Jahre sind vorbei.

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281/10: Legenden: Moden + Strömungen speisen sich nicht aus dem Erscheinungsdatum, sondern aus meiner Bereitschaft, die Realität Revue passieren zu lassen.

Das ist der Unterschied: Mitte der Vierziger des vergangenen Jahrhunderts hatten die Menschen die Stalinorgel gesehen! Mitte der Siebziger wurde sie durch bunte Lichtorgeln und Stroboskope (Psycholights) ersetzt. Dazu konnte, wer mochte, tanzen. Dies war die Banalisierung des Bedeutungslosen der Siebziger Jahre. Dabei war das Herbeischaffen und der Einsatz von Stalinorgeln alles andere als bedeutungslos: die Sowjetunion hatte den „Vaterländischen Befreiungskrieg“ losgeschlagen. Mit gutem Erfolg: das mörderische Biest namens Hitler wurde vernichtend geschlagen! Die Seventies waren möglich geworden! (gewagte These) 

Ich weiß nicht, wie es Euch geht? Mir geht es so und darüber denke ich gerade nach.

Zuerst habe ich die Musik „wider Willen“ aufgedrückt bekommen. Da lief was im Schwarz-Weiß-Fernsehen, namens Hitparade mit Dieter Thomas Heck. Schon bald switchten wir auf Farbe um. Nun sah ich Rex Gildo, Jürgen Marcus, Cindy & Bert, Bernd Clüver, Udo Jürgens und viele andere mehr, darunter auch Katja Ebstein oder Mary Roos. Zuerst war ich ein Fan von Chris Roberts, der sang die bedeutungsschwangeren Worte „Ich bin verliebt in die Liebe, sie ist oley hey für mich….“. Das sprach mich gleich an.

Irgendwann machte es ratsch und ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wann das war? Meiner Erinnerung nach war ich bei einem Freund zu Besuch, dessen Eltern ihm schon eine ganz beträchtliche,  moderne und wohl teure, weiße Schleiflack-Stereoanlage gekauft hatten. Mein Freund, genauso alt wie ich, legte eine Platte auf den Plattenteller. In seinem Zimmer hatte der Vater bereits auch eine Lichtorgel installiert, bestehend aus drei bunten Scheinwerfern, die ein Grundlicht zur Verfügung stellten und sobald die Musik begann, zuckten die Lichter im Takt der Musik.

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73/10: Historie: Die Geschichte des Krautrock (BBC 4 Dokumentation) – „Die englische Sicht!“

Die Geschichte des Krautrock

Update 15.10.14: Eine Weile nicht mehr nachgesehen, datiert die Erstveröffentlichung dieses Artikels und insbesondere der verlinkten Seite mit der BBC-Dokumentation aus dem Jahre 2010. Sehr häufig angeklickt, fand das Thema offenbar Interesse. Allerdings: Immer wieder zerbomben Urheberrechtsansprüche solche Fleißarbeiten und legen im digitalen Weltkrieg Webseiten in Trümmer. Tröstlich: Davon stirbt niemand. Die Arbeit allerdings ist dahin. Das wurde heute noch einmal nachgearbeitet, denn die Seite ist wichtig. Punkt.

Das ist das Schöne an der Englischsprachigkeit: Im Gegensatz zum amerikanischen Englisch, dem ein „noodlewood between both teeths“ (Pidgeon-Englisch) anhaftet oder ein Chewinggum, handelt es sich bei dem british Englisch um weniger anarchistische Sprachfetzen. Sie sind verständlich, wer Schulenglisch genossen hat, mag vieles davon ohne Simultanübersetzer gut verstehen. Es ist ein „englischer Blick“ auf Deutschland, mit starken Tendenzen zu vereinfachen und zusammenzufassen.

Hinzu kommt:

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