1194/15: Positionen: Dürfen Proben mitgeschnitten werden? Vorsicht, Kamera! Paar Überlegungen zu ostentativem Digitalismus.

Icon Proberaum

Beuteschema_Gute.Aufnahmen

Melissa Etheridge (* Name geändert) betrat zum ersten Mal den Proberaum: Den Mantelkragen hochgeschlagen, eine große Mütze übers Gesicht, Sonnenbrille Marke Fliegenaugen: Als erstes scannte sie die Räumlichkeiten gewissenhaft ab. Wände und Decken. Irgendwo Aufzeichnungsgeräte? Dann legte sie entspannt ab: Nichts dergleichen. – So könnte künftig das Vorsingen beginnen. – Immer wieder im Streit: Wie stark ist das Recht des Einzelnen vorzuschreiben, ob wir in der musikalischen Probe digitale Aufzeichnungen anfertigen dürfen? Oder -vor allem dies- auf gar keinen Fall Aufnahmen erstellen zu dürfen? Ein paar Gedanken dazu. Durchaus absichtlich meinungsstark. Ich bitte um konstruktiven Widerspruch.

Dabei ist das Einführungswort des höflichen Hinzugewinns zuallererst: Vielen Dank für die Aufnahme. Mit Einführung digitaler Aufnahmegeräte ist das Aufzeichnen von Bandproben in recht guter Qualität viel leichter geworden. Aber auch schon in den Siebziger/Achtziger-Jahren liefen Cassettenrecorder mit, um auf Bandproben Kontrollmitschnitte anzufertigen. Selbst Demos wurden handgeschnitzt angefertigt, beispielsweise um an Gigs zu kommen. Kein neues Thema. Neu ist das Thema Digitalismus indes, seit es Internet gibt und im Web 2.0 kinderleicht Parallelveröffentlichung erfolgen kann.

Hier gibt es meinungsmäßig stark auseinander driftende Pro- und Contralager. Im Interesse der Versachlichung ein paar Gesichtspunkte, vielleicht ein Versuch, eine starke Meinung zu bilden und diese konsequent zu vertreten.

Ich persönlich kann die menschlichen Ängste und Befürchtungen verstehen, allzu schnell im Internet zu landen, mit musikalischem Probematerial, dessen Veröffentlichung man als „nicht reif“ bezeichnen könnte. Das Recht am eigenen Bild ist ein noch schwerwiegenderes Thema als das Recht am eigenen Ton, will man erst einmal meinen. Um diese Frage, um Veröffentlichungen im Internet, geht es mir gar nicht.

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MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

1183/15: Positionen: Gekommen um zu bleiben. Von Weltgeltung und Bedeutung.

icon Positionen

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Eins der großen, letzten ungelösten Probleme: Manch Musikers Weltklang und Bedeutung pflanzt sich nicht fort. Viele Musiker verharren im ständigen Vorspiel. Mehr bei dieser Sache, einer ungebremsten Lust, zu bleiben wäre erforderlich. Der musicus interruptus bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Weder der große Akt an sich wird von ihm angestoßen, noch der unabwendbare, zwangsläufige Klimax. Er ist nie zufrieden mit sich selbst und den Anderen. So kann nichts entstehen, sich nichts fortpflanzen. Der gnadenlose Höhepunkt des persönlichen Werkschaffens, eine Attitüde der Andeutung, der Antäuschung und des Verharrens in der Mittelmäßigkeit. Wir sind Helden hat es so formuliert: „Wir sind gekommen um zu bleiben, wir gehen nicht mehr weg.“ – Das ist der „perfekte Fleck“.  #Erkenntnisse #2becontinued

1170/15: Positionen: Der Musikinstrumentenmarkt verändert sich massiv: und was bleibt, was wird?

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Ich habe weder Betriebswirtschaft noch Marketing studiert, sondern bin gelernter Feingerätemechaniker. Die Musik ist aber mein Leben und das verbringe ich seit meinem 12. Lebensjahr in der Firma Thomann. Mein Vater hat mir früh die Leitung des Unternehmens übertragen und mir den wertvollen Tipp mit auf den Weg gegeben, immer auf die Kunden zu hören und von ihnen zu lernen. (Hans Thomann, Vorstellung, hier)

Im Grunde ist das Rennen entschieden. Die Sache ist gelaufen.

Gewonnen haben für einen Zeitraum von zehn, zwanzig Jahren die großen Onlineversender.

Das boomende Geschäft mit dem Onlinehandel macht die Menschen nicht insgesamt glücklicher, sondern dümmer und flacher. Schreiende Schuhkäufer (Zalando) gelten als großartige werbewirksame Ikonen. Man kann nur hoffen, dass Musiker anders sind. Den Versuch, uns zu perfekten Schuhkäufern im übertragenen Sinne zu machen, erleben wir bereits. Dafür gibt es jetzt sensationelle „Bundles“. Wow.  Aber wirklich große Erlebnisse im Einzelhandel sind dafür nahezu weggebrochen: Von Haptik kann niemand mehr sprechen. Das Einkaufserlebnis, in einem gutsortierten, angenehm duftenden Laden zu gehen, Dinge anzufassen und zu „begreifen“, ob wir etwas wirklich benötigen, ist dem Flatscreen gewichen. Zweidimensional gehen wir einkaufen. Per Mausklick, am Schirm.

Noch sind die entscheidenden Schlachten im Netz nicht geschlagen. Google Nose: Das Riechen am Parfüm bzw. am Satz Saiten. Google Glass, das mehrdimensionale Schauen, Scannen und nötigenfalls das Verpixeln von Privatsquäre, all das steckt noch in den Kinderschuhen. In der Zwischenzeit sind diejenigen groß und fett geworden, die zur richtigen Zeit den richtigen Riecher hatten.

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1165/15: Positionen: Wieviele Akkorde braucht der Musiker?

icon Positionen

Die Antwort: Es kommt eben darauf an.

Das Thema wurde heute erschöpfend diskutiert in der Spezialistengruppe: Musikerwitze auf facebook. Wohin der Mensch nur gelangt, wenn er bereit ist, Opfer zu bringen. Datenopfer zur Ausweidung von Konsumenten- und Zielgruppeninteressen. Alle anderen bleiben hübsch anonym und haben Spaß, frei nach Sheryl Crow. Weswegen auch sie in diese unvollständig bleibende Liste der Akkordik hinein gehört.

1161/15: Historie: Rock´n Roll, ich gab Dir die besten Jahre meines Lebens!

RocknRoll_Lexikon.DDR


Kevin Johnson „Rock´n & Roll, I Gave You The Best Years Of My life“

(Auszug aus DDR-Lexikon)

Rock´n Roll, ich gab Dir all die besten Jahre meines Lebens… (aus einem Song von Kevin Johnson)

Die Definition des Rock ’n‘ Roll in einem DDR-Lexikon wurde unter Mitwirkung zahlreicher Fachwissenschaftler erstellt. „WD“ steht für West-Deutschland. Quelle: „Kleines Lexikon A-Z“, Verlag Enzyklopädie Leipzig, 1959.

Was aber geschah am 7. März 1988 in Ost-Berlin?

Antwort

1092/14: Sängerin gesucht: Es ist schwierig. Auch für die Sängerin!

SängerIn gesucht?


Wo ist eigentlich die Eins?

Am 14.06.14 diskutierten Musiker in Berlin-Moa-Beat eine wichtige Frage: Wo ist die Eins? – Sie kommt vor zwei, drei und vier. Im Ergebnis überraschend, wenn wir genau zuhören, stellen wir fest, dass es auf diese Frage mehr als eine richtige Antwort gibt. Denn wie der Keyboarder zum Drummer sagt: „Du hast überhaupt nicht zugehört!“. Die Eins kann bspw. auch da sein, wo der Rattenschwanz (an Akordik) ein Ende hätte. Oder so ähnlich. Am Ende führen beide Betrachtungen zum gleichen Ergebnis: Die Eins steht stets ganz vorn, unmittelbar am Anfang. Man muss also gar nicht genau zuhören. Diese Erkenntnis war es wert, der Öffentlichkeit erzählt zu werden. Künftig herrscht Klarheit. Auch über die gegenseitige Wertschätzung, worum es im Folgenden geht.

Der hier eingangs verwendete Banner ist ca. 4 Jahre alt. Ich werde ihn daher nicht kaufen, er ist zerkratzt. Das Luftkissenfahrzeug ist voller Aale.

Sänger gesucht. Sängerin gesucht. Wo sind sie? Sängerinnen suchen, in Singsing und anderswo. Manchmal kommt dabei heraus: Nur Singsang. Singsing, also der Wille, mehr als eine Probeprobe zu veranstalten, das hängt von vielem ab. Von der Sängerin, aber auch von den Macken der Mitmusiker, von ihrer Einstellung. Und von ihrer Unsensibelheit gegenüber leicht verletzbaren Seelen.

Popcouchcoaches allerorten unterwegs. Wichtige Miene zum verkniffenen Spiel. Die noch nichts erreicht haben, aber schon mal so tun, als wären sie wichtig. Unheimlich wichtig. Dabei ist Singen eine sensible Angelegenheit, es betrifft Sänger und Sängerin zutiefst. Es ist ein persönlicheres Instrument als die gekauften aus Japan, mit Chromfittingen und Markenemblem.

Es ist irgendwie „die eigene Seele“, die man verkauft.

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Dark Side Of The Huhn

1068/14: Kritik: Zum Pink Floyd Album „The Endless River“, Titelbildern, Toten, Hühnern und dem „missing link“ am Keyboard

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Die guten Dinge haben ihre Zeit. Und bleiben in den Erinnerungen schön.

Jetzt ätzt der Spiegel gegen das neue, von einem 18-jährigen entworfene Cover der kommenden Pink-Floyd-CD, einem Sammelsurium von alten Aufnahmen aus dem Jahre 1994 (CD „The Division Bell“). Das war auch schon nicht mehr Pink Floyd. Die Puristen unter den Anhängern jedenfalls vermissten Roger Waters seinerzeit. Musikalisch war das Album leider kein Höhepunkt der Band.

Vor einigen Jahren befasste mich das Lesen von Artikeln über Pink Floyd aus passender Gelegenheit. Bei all meiner Verehrung als bekennender PF-Fan blieb der Eindruck haften: Das war auch ein zerstrittener Haufen zuletzt. David Gilmour ist ganz sicher ein „head“, ein Kopf, vielleicht sogar ein Dickkopf. Er weiß, was er will. Das wusste er immer.

Ein zumindest merkwürdiges Gefühl beschleicht einen angesichts von weiteren Presseveröffentlichungen.

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Fotoserie "A Crowd Of People Stood & Stared"

1065/14: Fotoserie: ‚A Crowd of poeple stood & stared‘, „a passion of love“

Fotoserie "A Crowd Of People Stood & Stared"

Fotoserie „A Crowd Of People Stood & Stared“

A crowd of people stood and stared
They’d seen his face before
But nobody was really sure
If he was from the House of Lords
A Day In A Life – Beatles, Auszug

Bier trinken. Flaschenbier.

Niemand weiß, woher der Biertrinker wirklich kommt. Aus welchem Umfeld. Warum er sich so gibt, wie er sich gibt, als ein aufrechter, Bier trinkender Fan. Er ist Bestandteil eines Publikums und erregt unsere Aufmerksamkeit. Wir fertigen heimlich ein paar Fotos von ihm an. Aus Überzeugung.

Er trinkt sein Bier nachmittags, aus Überzeugung. Und trägt sein T-Shirt vor sich her, rücklings lesen wir „Fucking racism“, das ist gut. Er ist der Gute. Aus Überzeugung.

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1008/14: Positionen: Die Diskussionen um „arm oder reich“ in der Kirche haben Pause, wenn Gott nach Berlin kommt

Helmut.Kohl

Prince-Eintrittskarten

Wohin unsere Musik live tendiert bei einigen wenigen, zugegeben fast göttlichen Musikern und ob das Witz oder Aberwitz ist? Je suis don’t know. Ich kann mit so hohen Zahlen als Schlagzeuger nicht rechnen. Mehr als vier auf’m Flur (on the Floor) ist kniffelig. Aber mehr als 250 Möppen für einen Abend pro Person: Herrschaften!

Sexy MF: Thomas Strauß aus Berlin ist bekennender Prince-Fan. Nun zwischerte die Newspresse vom überraschenden, zwischen geschobenen Gig des Kleinstmeisters aus Minneapolis mit Mädchenband 3rdeyegirl. Schnell ein paar Karten besorgt. Halleluja.

Nun preiset den Herrn, wenn Ihr´s Euch leisten könnt. Alle andere bleiben draußen. Prince sagt: „Weil ich es mir wert bin.“ So bekommt der Prince-Song „Thieves In The Temple“ eine ganz andere Bedeutung, im Nachhinein.

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Erzählt - ein Mikrofon aus Bulgarien

908/14: Positionen: Klassische Sänger, Mikrofonierung, Gesangstechnik, Sekt und Konsomolken wie der Casapietra

icon Positionen

Erzählt - ein Mikrofon aus Bulgarien

Jerusalem von Stahl, Eisen und Finsternis,
Durch Deine Mauern haben wir Dich befreit,
Die Soldaten rannten hinein in Blut und Rauch,
Und nach dem Tod kam die Trauer …

(aus: „Jerusalem aus Gold“)

Aus meiner persönlichen Erinnerung folgender Aspekt, und darauf schnell einen Sekt:

Meine Mutter ist schon seit längerem verstorben. Sie war früher Artistin, mein Großvater war sogar ein sehr berühmter Hochseilartist und ist in dem Film „Truxa“ von 1936 als Double dieser Filmfigur zu sehen. Später erwarb er die Rechte, diesen Namen exklusiv zu nutzen und trat u.a. im Berliner Wintergarten auf und war so berühmt, wie heutzutage Michael Jackson berühmt war – na ja, mit geringfügigen Abstrichen, selbstverfreilich.

Daraus jedenfalls schloss Mutter zu wissen, wie es hinter und auf der Bühne abging. Also wirklich abging. Nach welchen Regeln dort die Künstler ticken und wie der technische Usus dessen war. Mit zum Teil lustigen Ergebnissen. Eins davon ist das hier.

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863/13: Positionen: „Wenn man sagt, die achtziger Jahre sind ein Reinfall gewesen, ist das noch ziemlich geschmeichelt.“

Von Laabs Kowalski

Header Legenden - Früher war´s  und besser...?

(Auszug aus dem Buch: „Rock Around The Clock – Die Wahrheit über 60 Jahre Pop & Rock und nichts als die Wahrheit“.)

Wenn man sagt, die achtziger Jahre sind ein Reinfall gewesen, ist das noch ziemlich geschmeichelt. Sie stellen vielmehr ein Jahrzehnt der Verfehlungen dar, gelenkt und ruiniert von Figuren wie Reagan, Thatcher und Kohl. Was zählte, war das Durchsetzen eigener Interessen, und das bedeutete: Geld machen, in möglichst kurzer Zeit so viel Kohle abgreifen wie möglich. Auf der anderen Seite waren die Achtziger rücksichtslos albern. Die Frauen staffierten sich wie Nutten aus und trugen Ohrgehänge aus grellfarbigem Plastik. Männer zwängten sich in Anzüge und Bundfaltenhosen und fielen in Ohnmacht, sobald ihre Bügelfalte an Schärfe verlor.

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858/13: Positionen: Wem ich die besten Jahre meines Lebens gab? Vielleicht dem Rock´n Roll? Eine Standortbestimmung

Header Legenden - Früher war´s  und besser...?

„I Gave You The Best Years of My Life“ – Von Laabs Kowalski

Laabs Kowalski, Jahrgang 1963, lebt als freier Autor in Köln und fällt uns auf mit starken Texten. Einer davon erzählt von früher und was davon noch übrig blieb. Wie geschaffen für einen Blick durch die historische Brille. Chapeau!

Leute, die früher von Musik besessen waren und nach Fehmarn fuhren, um Jimi Hendrix live zu erleben, fahren heute einen Fiat Loser und verbringen ihr Dasein damit, Alimente zu zahlen. Das Leben war nicht gut zu ihnen, und manchmal fragen sie sich heimlich, warum. Etwas später in ihrer bereits ausklingenden Jugend trugen sie Platten von Tangerine Dream und Ash Ra Tempel mit sich herum und gaben sich intellektuell und verwegen. Hin und wieder trifft man sie heute, und sie wähnen sich lässig, weil sie das Haar um ihre Glatze herum langwachsen lassen und zu einem dünnen Pferdeschwanz binden.

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855/13: Die Wunderbare Welt der Kleinanzeigen: Er ist abends immer müde, doch am Morgen gibt er Gas

Header Wunderbare Welt der Kleinanzeigen

Jeder trägt einen anderen inneren Hund mit sich herum. Hier beschreibe ich einige davon. Und auch meine…

Trude Herr sang „Ich bin morgens immer müde“. Der Song ist jetzt auch Jüngeren bekannt, weil Laing aus Berlin den Song neu aufgenommen haben. Damit wurde er zu einem (neuen) Hit. Die Frauen machen das mit Klasse.

Ein richtiger Ohrwurm.

Bei Musikern kann es aber auch anders rum sein. Z.B. wenn sie sagen: „Ich bin abends immer müde“.

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850/13: Positionen: Was Wolfgang Dauner von der Jazzförderung hält: „IN STUTTGART WIRD DER JAZZ VERBRANNT“ #MSP

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MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Wolfgang Dauner, der „Frank Zappa des Schwabenlandes“ (* 30. Dezember 1935 in Stuttgart), ist ein deutscher Keyboarder, Jazzpianist und Filmkomponist. Sein Sohn, Florian „Flo“ Dauner (* 3. Januar 1971 in Stuttgart) ist ein deutscher Schlagzeuger und Musikproduzent. Dauner Jr. arbeitet regelmäßig mit der deutschen Hip-Hop-Band Die Fantastischen Vier zusammen, trommelt bei Paul van Dyk und bei vielen anderen „Acts“. Wenn so aus Jazz Rock, Pop und populärste Musik wird, liegt´s in der Familie…, mit anderen Worten. (mit Mitteln der deutschen Wikipedia)

Wolfgang Dauner teilt auf seiner facebook-Seite mit:

IN STUTTGART WIRD DER JAZZ VERBRANNT

Die Landesregierung: Der Studiengang für Jazz und Pop wird abgeschafft.

Jazz ist DAS musikalische Phänomen unseres Jahrhunderts-viel mehr noch als moderne Konzertmusik, 12 Tonmusik, Rock und all das andere, ja, man kann sagen , er ist überhaupt DAS hervorstechende künstlerische Phänomen des 20.und 21.Jhdts.

Der Jazz bedarf deshalb der gleichen Sorgfalt, Pflege, Förderung, auch natürlich Subventionen wie alle die anderen Künste – und wir wissen: Die bekommt er nicht. Die erstaunliche Kraft des Jazz liegt darin, dass er Rap, Disco, Techno, Blues und all das andere genährt hat. Wir können hören: Ernährt sie noch immer, er wird sie auch im kommenden Jhdt. nähren.

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843/13: Positionen: Innensenator Frank Henkel (CDU) hat Ahnung von Musik #Zitate

Presseecho - Medienecho

„Weil er musikalisch und künstlerisch nicht viel drauf hat, ist er immer darauf angewiesen, sich durch Aufmerksamkeitserzeugung ins Gespräch zu bringen.“ (über Bushido)

Ohnehin überlegen wir seit ein paar Tagen, wie wir dem Ausfall des als „Rüpel-Rapper“ bezeichneten Herrn Bushido hier musikalisch entgegnen? Im Grunde mit Ignoranz. Nicht beachten, was der Mann so macht. Und dann gibt es Myriaden Fans dieses geistig-moralischen Brandstifters. Können Myriaden Fliegen nicht irren?

Der vielleicht CDU-freundlichste Kommentar dieser Tage kommt von blackbirds.tv, der vielleicht durchaus anderer Meinung gewesenen Website Berlins. Hier sagt die Website: Hast fein gemacht, Innensenator. Frag Frank!

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836/13: Positionen: In den Besenkammern der eigenen Möglichkeiten, von Dirk Zöllner und einer neuen CD „under construction“

Dirk Zöllner (Foto: © Rubini Zöllner)

Dirk Zöllner (Foto: © Rubini Zöllner) – mit Dank


Komm, wir setzen die Segel! (by Dirk Zöllner, CD-Ausschnitt aus „Uferlos“, nachbearbeitet)

Ab heute ziehen wir uns ins Studio zurück und die Geburt eines neuen Zöllneralbums wird eingeleitet. Mit André Gensicke, Marcus Gorstein, Andreas Bayless, Oliver Klemp, Heiko Jung und Marcel All Orange Music. Ich bin aufgeregt. (sagt Dirk Zöllner auf facebook, aktuell, und leitet damit eine nichtöffentliche Kloster- bzw. Werkstattphase ein) – Wir fragen uns: ..kann´s noch besser werden…? „Uferlos“ war schon ein Meilenstein, finde ich. Und nach „7 Sünden“ ein ziemlicher Schwenk…. – Dirk Zöllner sagt: „Ich weiß es nicht.“ Genau. So ist es.

Während der Sommer im Monat Juno des Jahres 2013 in die Vollen geht, meldet Dirk Zöllner, sich dieser Tage einschließen zu wollen. Nicht im Kloster Andechs wie Horst Seehofer oder den Südtiroler Bergen, wie Adson von Melk, der junge Novize in „Der Name der Rose“, der seine persönliche, erstmalige „Klosterfrau Melissengeist“ kennenlernt, sie besteigt und mit ihr (körperliche) Liebe macht. Der graue, altehrwürdige William von Baskerville (Sean Connery) kommentiert süffisant: „Ich verfüge zwar nicht über den Vorzug Deiner Erfahrung“, zu den fleischlichen Gelüsterfahrungen seines blutjungen Novizen. So sieht Altersweisheit aus, jawoll.

Dirk Zöllner ist eher so „wie Sand“, der Wind trägt ihn umher. „Ich bin die Spur.“

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832/13: Positionen: Hilfe, ich höre fremde Stimmen! – Covers spielen oder eigene Stücke? #MSP

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Freiheit ist auch das Recht, dem anderen etwas zu sagen, was der nicht hören will. (Überarbeitung des Luxemburgischen Prinzips von #Freiheit)

Zur hiesigen Überschrift ist von Anfang an eins klarzustellen: Es gibt zu dieser Überschrift keine Idealmeinung und kein Überwiegendes, das allein richtig ist. Für diese Frage kommt es vielmehr auf eine Gesamtgemengelage an. Die Zusammensetzung der Band spielt eine Rolle. Wie auch das kreative Potenzial der Bandmitglieder.

Ich selbst habe in chaotischen, dilettantischen Bands gewirkt, in denen die Covers, die wir spielten, auf eine großartige Art und Weise zweckentfremdet und verwurstet wurden. Und in anderen, in denen ich dachte: Diese Band hat das Talent für mehr als das, was wir machen. Wir könnten Karriere machen. Dazu kam es aber nicht. Warum?

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826/13: Video: „Smoke On The Water“ – performed by Marko Scholz, Sänger der Berliner Band „The Doors Of Perception“

Blogbuster.Ghostbuster


Marko Scholz performed „Smoke On The Water“ custom made (via youtube)

Nicht wenige begreifen sich und ihre Arbeit am lebendigen Kulturobjekt auch als Schamanismus, als heilsbringender Zugewinn mit Mehrwert. Denn es geht um Berichterstattung über Nischen, über die der mainstream eben nicht berichtet. Das ist in etwa auch das unerfüllte Credo dieser Website. – Wie Kulturnestzerstörer aber betätigen sich die großen Videohoster und immer geht es um das dämliche Urheberrecht. Videos werden ins Netz gestellt und dann kurze Zeit später wieder gelöscht. Die diese Videos benützen, um über etwas Wissenswertes zu berichten, bekommen ein paar Backpfeifen. Und futsch ist die Kulturberichterstattung.

Bei aller Liebe zu einem auskömmlichen Urheberrecht. Bezahlen können ehrenamtliche Kulturberichterstatter gerade nichts dafür, wenn sie Videos einbetten. Die harte Währung, um die es geht, ist „commercial“ thinking, pekuniäres Gewinnstreben. Es findet ohne die Komsomolzen der Blogkultur statt. Und wir müssen in Kauf nehmen, eines Tages etwas zu berichten und drei Tage später löscht irgend so ein Videohorst den eingebetteten, ja angebeteten Videobeitrag, dem der Artikel zu Füßen lag. Shift happens. Halleluja.

„Smoke On The Water“ ist auch so ein Objekt, wo Urheberrecht verletzt ist. Weil jemand Straßenmusik macht und das Stück verjazzt auf eine schöne Art und Weise. Musik ist frei wie die Gedanken. Deep Purple hat genug damit verdient, oder? Niemand plädiert ja für Ideenraub. Marko Scholz ist der Sänger der Berliner Band „The Doors Of Perception“ (ein Ideenraub?). Nein, es würde uns mit Sicherheit was fehlen, wenn es diese großartige „The Doors-„Coverband nicht gäbel. Auf dem Lake Geneva Shoreline jetzt „Nebel“. Siehste.

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814/14: Positionen: Von welchen, die umzogen, das Musizieren zu verwirklichen. Ins Umland? Oder ganz woanders hin?

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Der Berliner Musiker hat´s gar nicht mal so leicht. Das Angebot an Mitmusikern ist überschaubar unüberschaubar und was die wenigsten wissen: (Zu) Viele denkbare Mitmusiker sind Brote der Beliebigkeit. Wo aber sind die Originale? Krass formuliert?

Muss auch nicht richtig sein. Ist Wurscht, bitte jetzt nicht an jedem Wort festbeißen. Es geht ums System und gerade nicht um „kleinliches Lesen“ und Nachweisen von Detailfehlern im gewollt Subjektiven.

Die Konzertveranstalter in Berlin erst. Nicht wenige sind echte Ausnahmetalente menschlicher Unberechenbarkeit. Narzisstisch, selbstverliebt, trunken von der eigenen Bedeutungsschwere terrorisieren sie auftrittswillige Musiker, die ihnen zum Munde reden, um Gigs zu bekommen.

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813/13: Positionen: Von nahezu der halben Weltbevölkerung wird der heutige Samstagabend schon mit Spannung erwartet #ESC

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Lena Meyer-Landrut – Satellite – Eurovision Song Contest 2010 Germany(via youtube)

Musikliebhaber erwarten schon mit Spannung den heutigen Abend: Einfach mal den Fernseher auslassen und eine gute, alte CD in die schnell noch wiederangeschlossene Stereoanlage packen! Hach! #ESC #TV off (Morgengedanken der Redaktion)

Der Eurovision Song Contest wird heute Abend ausgestrahlt. Endlich wieder mal Zeit, gute Musik zu hören. Der Fernseher kann ausbleiben. Apropos Fernsehen: Als blackbirds.tv den Song „Confortably Numb“ als #Lied des Tages wiederveröffentlichte, hielt die Interpretin uns doch für einen „deutschen Fernsehsender“, haha. Fernsehsender? Das nicht. Sendungsbewusstsein? Ja, schon. Das ist der Witz im Witz. Die Abkürzung „ESC“ ist PC-Benutzern ohnehin bekannt,…(mehr)…

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812/13: Positionen: Nur kurz die Welt retten, danach ist es vorbei, denn es geschieht viel #MSP

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Nur noch kurz die Welt retten, und danach ist es vorbei.

Das zu erkennen, ist von wirklicher Bedeutung. Das hat den Song von Tim Bendzko auch und vor allem wegen seiner fulminanten Lyrics so bedeutend gemacht. Dabei hat Bendzko alles vorhergesagt, was eintritt. In Kurzform: Man kann ein Album herstellen, dessen Bedeutung überragend ist. Ab diesem Zeitpunkt gibt es eine deutliche Erwartungshaltung. Aus der freiwilligen, eigenen Sache wird eine „Serienverpflichtung“. Nur noch bedeutende, die Welt rettende Songideen am laufenden Fließband. Unmöglich, das zu schaffen.

Shit happens. Das weltbewegende Werk und es folgt dann einfach kein zweites nach, weil sich das mäandernde Publikum schon längst wieder woanders hin verirrt hat. Etwas anderes schick und „lazy“ findet, modern und nun weltrettend. Die zurückbleiben, können höchstens noch versuchen, mit ihrer Musik die Welt ein Stück erträglicher zu machen, bzw. sie geringfügig zu verbessern. So geht´s.

804/13: Positionen: Die Kernfrage ist doch, brauchen wir Spotify überhaupt?

Spotify

Spotify

Nachdem ich meinen Senf (oben) zu der Frage addierte, nahm ein Musiker noch wie folgt wörtlich Stellung: „Keine Sorge, die einzigen, die da abgezockt werden, sind wir Musiker!“ Hat er recht? Klar hat er recht. Das ist doch offensichtlich. Microcents für Klicks, Youtube und die unsägliche, schlicht unerträgliche GEMA-Problematik lassen herzlich grüßen!

Ja, genau, das ist eine gute Frage, die der obige Fragesteller im stream der Nachrichten auf facebook als Duftspur hinterlässt. An Abzocke will niemand so recht glauben. Die Musikindustrie ist bereits dankbar für „neue Geschäftsmodelle“, die die zu komplexe, neue Welt, in Wahrheit ihr eigenes Terrain, retten sollen. Es geht um die Kuchenverteilung. Doch das Hören von Musik via „flat“-Rate hat auch etwas xbeliebiges. Immer Musik zu haben, ist so töricht wie ständig zu fressen. So besinnungslos, wie ständig zu saufen oder zu kiffen. No doubt, Freunde! Öffnet die Sinne!

Eine Frage der Bequemlichkeit ist Spotify. Die Frage ist, ob wir eine Musikflatrate wirklich brauchen? Und ob sie unsere Wünsche erfüllen kann. Ob es tatsächlich unseren Bedürfnissen entspricht, Music „flat“ zu hören? Für mich ist diese Frage hier zugleich meine „Frage des Tages“, ich habe darauf so vernünftig als möglich geantwortet.

Am Ende weidet Spotify nur die Leiche Musikindustrie aus und tut sich am Aas gut. Guten Appetit. Und Daumen runter.  Spotify ist eben nicht der Weisheit letzter Schluss. Genießt die Stille ohne Flatrate, solange es noch geht.

(EP)

791/13: Positionen: Für Musiker ist es wichtig, erfolgreich zu sein. Sich entsprechend zu organisieren…

Ordnerstruktur auf einem Musiker-PC

Ordnerstruktur auf einem Musiker-PC

Im Erfolgsrausch schalten wir Kleinanzeigen und suchen uns Musiker, mit denen gemeinsam wir die Welt erobern. Ja, Weltkarriere. Dann gehen wir in den Proberaum und nehmen ein paar Sachen auf. Später trennen sich die Bands wieder, aus Gruppen werden wieder Einzelmusiker. Erwischt: Man ordnet stets im Nachhinein die Strukturen. Ins Auge sticht der Ordner „Erfolglose“.

754/12: Positionen: Die Sache mit den Zetteln in der Nachbarstr. #Foto des Tages

St. Pauli - Reeperbahn - Aushang des Tages

St. Pauli – Reeperbahn – Aushang des Tages

(Quelle: facebook-Post aus Hamburg, Herkunft unbekannt, Urheber bitte für Namensnennung gerne melden! Wird hier abgedruckt!)

Das Huhn oder das Ei? Natürlich das Huhn. Das Huhn ist die Spielstätte. Dort nimmt alles seinen Eisprung. Sie lernen sich kennen, tanzen ausgelassen zur Musik. Am Ende des Abends wird sie begattet. Viele Monate später legt sie ein Ei. Das Ei wird erwachsen und zieht „umme Ecke“, nach St. Paul. Huhn oder Ei? Na, beides! Mensch!

Ja, das kann man unterschreiben. Wir berichteten auch darüber. Das Problem: Da ist eine Gegend, die ist schon lange da, wo sie ist. Alles wird noch dichter zusammengesetzt, auch und vor allem die Innenstädte. Es sollen neue Quartiere entstehen für freundliche, junge Menschen. Die ziehen da hin. Und dann passiert das: Kunst versus Kommerz. Kultur versus Wohnen. Jetzt fragt sich der Mensch, warum in der Gegend so einfach drauflos gebaut werden durfte? Warum hat der neuere Bauherr nicht besondere Lärmschutzauflagen bekommen? Warum musste er nicht die Lärmschutzwand errichten, damit seine hinzuziehenden Bewohner keinen Lärm ertragen müssen. Verkehrte Welt. Ganz genau so sehen wir das. Warum ist unten verlinkt. Und: Weil es uns stinkt.

744/12: Positionen: Julia Neigel streitet um ihr Erbe, Songs, die sie maßgeblich geschrieben habe…


Julia Neigel – Froh, dass es dich gibt ♥ 2011

So sehr haben wir gesucht und uns gefunden….es ist fast wie ein Traum, mit Dir, mit Dir….  #Julia Neigel, Powerfrau

Julia Neigel ist eine deutschlandweit bekannte Sängerin ganz großartiger Couleur, eine Ausnahmeerscheinung. Das ist bekannt und wird von hieraus als bekannt vorausgesetzt. Dass sie mal eine Phase hatte, in der sie noch unwissend gewesen wäre, wie das Musikbusiness tickt: Na klar. Das kann man ihr abnehmen.

Sie ist im Streit mit zwei Mitmusikern von damals. Es geht um die Frage, ob sie selbst als Sängerin etwas zu Songs beigetragen hat: Vielmehr solche Songs sogar maßgeblich geschrieben habe? Das geht uns alle an, irgendwie. Ideenklau war es damals nicht, verdächtigt der Berichterstatter die Sach- und Gemengelage. Vielmehr wird der Einfluss, bzw. der Umfang ihres Einflusses auf das Gesamtwerk,  der Ausnahme-Sängerin auf das von ihr dargebotene angesprochen. Ihr merkt schon: der Vorgang ist diffizil. Oder? Tendenziell ist aber nichts daran zu rütteln: Julia Neigel ist eine bewunderungswürdige Frau und sie hat „Positionen“. Darüber entscheiden demnächst die deutschen Gerichte. Ob die sich auskennen, steht auf einem anderen Blatt dieser unsäglichen Partitur ihres Lebens.

(EP)

728/12: MSP: Von den Tiraden auf GEMA, Youtube und zum Stand der Verhandlungen dort ein #Linktipp

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!


Plan B (Berlin) feat. Anne de Wolff – Big Screen Waltz (Live in Hamburg, Molotow, 6. Juni 2012) (via youtube)

Plan B (Berlin) live im Hamburger Molotow am 6. Juni 2012. Zu Gast an der Violine: Anne de Wolff. Der Ton zerrt leider etwas, wir wollten euch den Mitschnitt dieses Moments dennoch nicht vorenthalten. (sagt „Svenson“, Videot)
Kamera: Svenson (http://svensonsuite.de/)
Violine: Anne de Wolff (http://www.annedewolff.de/)
Gitarre und Gesang: Johnny Haeusler (http://planb-berlin.com/)

Der inzwischen wiedererwachte Musiker Johnny Häusler, Blogger, Spreeblick, hat eine umfassende Stellungnahme zum Stand der Auseinandersetzungen abgegeben. Lesenswert, sachlich und argumentativ auf der Höhe. Deswegen verlinkt.

Wäre der Text von Johnny Häusler ein Lied, so bestände übrigens eine „GEMA-Vermutung“. Ist aber nicht. – Der Text klingt wie die weiße Fender TELECASTER, scharf, präzise und, was den Autor betrifft, nicht ungewöhnlich kenntnisreich. Kein Blabla, keine Stimmungsmache. Gut.

726/12: Positionen: Das mit dem Musik machen ist eine Art Lebenseinstellung, auch in Argentinien

Irgendwo ist Argentinien, direkt in der Pampa, hat ein Garten- und Felderfreund und -gestalter gekonnt Hand angelegt. Man findet den „Garten Eden“ so: Hier sind die Koordinaten -33° 52′ 3.87″, -63° 59′ 13.73. Der Link unten ist weiterführend. Ganz schön viral, diese Art von Kampagne. Gute Idee. Wer noch Schlaginstrumente, Blechblasinstrumente und anderes Musikgerät findet, schickt uns bitte weitere Links. Das Musikhaus Thomann erklärte das schon zu einer Art Lieblink.

725/12: News: Jahressteuergesetz 2013 bedroht Bildungsleistungen mit Umsatzsteuer, die ePetition 26229 wendet sich dagegen!

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Rettet die Livemusik! Max Liebermann-Zitat

Rettet die Livemusik! Max Liebermann-Zitat

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …
Bei der geplanten Änderung des Jahressteuergesetzes 2013, Artikel 9, Änderung des Umsatzsteuergesetzes, Ziffer 2. § 4 Buchstabe b) die Nr. 21 und 22 so zu verabschieden, die der aktuellen Rechtslage entsprechend, die Steuerfreiheit der privaten Ballett- oder Tanz- oder Musikschulen ohne Einschränken gewährleistet, was durch Streichung des Satz 4 erreicht wird. (Auszug aus dem Petitionstext, Link unten)

Dass dieser Staat eine Krake ist, die sich immer weitere Aufgaben sucht, ist kein Geheimnis. Und so rasselt das Schuldenbarometer seinem Overkill entgegen. Neue Aufgaben, Aufgabenbegrenzung und am Ende immer neue Ausgaben. Ergo braucht Vater Staat neue Einnahmen. Das Jahressteuergesetz 2013 will nun Bildungsleistungen besteuern. Hiergegen wenden sich die Mitunterzeichner einer ePetition, die wir selbst auch heute mitgezeichnet haben. Alle erforderlichen Informationen sind verlinkt. Weg mag, kann dort mitunterschreiben.  Wir halten das für eine „erste Musikerpflicht“, schon aus Solidarität mit den unterrichtenden Kollegen und den Schülern der Musikschulen. Frechheit, diese Art von „ungesundem crowdfunding“. Kultur und Bildung als staatliches Rückzugsgebiet, doch leider nur inhaltlich. Fiskalpolitisch ein Ort neuer Begehrlichkeiten, um neue Einnahmequellen zu erschließen und den Menschen den Zugang zu erschweren. Fiskalpolitisch werfen mit dieser Idee die Politikerzwerge erneut lange Schatten.

Danke für den Hinweis, Uwe Hassbecker

 

714/12: Linktipp: Heise online berichtet über zweitklassiges Urteil am Amtsgericht zur „GEMA-Vermutung“, Revision ist angekündigt

Gema? Spar´n wa Busgeld. #geflügeltes Wort

Das Urteil trifft die Creative Commons-Szene in Deutschland, sagt Christian Hufgard dazu auf Heise online. Alles Weitere ist der Einfachheit halber verlinkt. Denn da gucken wir gern mal näher drauf. Und bleiben dran. Die GEMA-Vermutung ist nach gegenwärtigem Stand alles andere als eine „Unschuldsvermutung“. Warum, ist im verlinkten Artikel erklärt.

Alle, die anders handeln, werden geteert. Eventuell auch gefedert.

712/12: Positionen: Ist die GEMA am Ende? Oxmox hat Marek Lieberberg interviewt, der hat deutliche Worte! #Linktipp

Er sagt u.a.:

Die GEMA hat sich metastasenartig ausgebreitet und vor allem ihr Selbstversorgungssystem perfektioniert. So lebt man fröhlichen Herzens auf Kosten der eigentlichen Protagonisten der Musikszene, die im wahrsten Sinne des Wortes zwangsvereinnahmt werden. … So ist die GEMA ein Ministerium der Angst und in der Tat verbreitet ihre Politik in der Kreativwirtschaft Angst und Schrecken…. (Marek Lieberberg, im Gespräch mit Oxmox, Link unten)

Ohne dass wir uns die dezidierte Meinung von Marek Lieberberg über das System GEMA zu Eigen machen möchten, verweisen wir doch gern, sehr gern, auf die deutlich geäußerte Meinungsäußerung und verlinken deshalb zu Oxmox.

(EP)