1759/19: Positionen: Die Bands müssen aus dem Rockhaus raus.

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten habe ich mich mit der Eigentümerin, der Buchberger Straße 6 GmbH und ihrem Geschäftsführer Herrn Shai Scharfstein, gut 4 Jahre vor dem Ende der festen Mietvertragslaufzeit einvernehmlich auf die Beendigung des Mietverhältnisses zum 30.06.2019 verständigt. (Dirk Kümmele, Link unten)

(Offener Brief an den Vermieter)

Sehr geehrter Herr Scharfstein,

wir sind 1000 Musiker, Berliner und Zugezogene aus aller Herren Länder. Wir lieben Musik, wir machen Musik, wir unterrichten Musik.

Wir sind manchmal laut, aber auch leise, wir sind wild, bunt, schräg, schön und multikulti, wie diese Stadt, die unser Zuhause ist.
Manche von uns sind erfolgreich, andere sind fleißig und geben ihr Gelerntes an hunderte Kinder, Jugendliche und Musikbegeisterte weiter.
Alle haben den selben Traum und brennen für das, was sie tun, für Musik.

Wir wissen, dass unsere Stadt sich verändert, aber wir wollen sie mit verändern.
Wir wollen ihr mit unserer Musik den Klang geben, von dem die ganze Welt spricht.

Lassen Sie uns die paar Quadratmeter Raum zum Arbeiten, Ausprobieren, Austauschen, Studieren und Unterrichten, damit die Stadt weiterhin so anziehend klingt.
Wir sind ein Stück Sound dieser Stadt.

Die Mädchen und Jungs aus dem Rockhaus

(Brief: Micha Maass 28.03.19 via Facebook)

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1734/18: Profi Profi – Die Berliner Band CAT im Porträt #HIStory 1980

C.A.T. waren eine der wenigen Funk Rock Bands der 80er in Berlin. In diesem Beitrag ging es zunächst um eine Deutsch-Lyrikerin und ihren Wunsch in Berlin eine Deutschrock-Band zu gründen. Letztlich wurde es aber ein Beitrag fast nur über C.A.T. und so sieht auch dieser Zusammenschnitt aus. (Ulf Fischbeck über das Video)

Mutter, der Mann mit den Drums ist tot. Michael „Mikel“ John Winter wurde 2018 zu Grabe getragen. Wir berichteten hier umfänglich. Jetzt hat Ulf Fischbeck (früher Büro Fischbeck, Berliner Bass Ballett) wertvolle historische Quellen aufgetan und die Archive geöffnet.

In der Art nachrichtendienstlicher Geheimdienste öffnet Fischbeck die Konsortien verfügbarer Drummer und Drummerinnen, zeigt Unterrichtssituationen (Zähl doch mal eins, zwei, drei…) und outet auf kongeniale Art und Weise, was es 1980 in West-Berlin hieß, Musiker sein zu wollen. Karriere kann kommen. Eventuell. Und falls nicht: Auch egal. Hauptsache, Musik machen. Wir sehen viele von früher, die wir von früher kennen. So, Onkel Tommy hat uns jetzt eine Geschichte erzählt. Den Rest übernimmt dieser wunderbare Film von Anno Zwirn.

Thank You, Ulf, for this pixology magnifique…

1660/18: Audio-Paparazzi: Häuptling Winnetou loves Goldkind an he knows, he’s right. Goldkind is looking for Jesus all his life.

Winnetou´s Garage - Rio Reiser Haus, Fresenhagen

Winnetou´s Garage – Rio Reiser Haus, Fresenhagen

Oh, lovely Apanatschi!

Ralf Goldkind mag Winnetou und hat den Indianerhäuptling aufgegriffen. Und ich hab den Sound geklaut. Von Soundcloud. Ralf Goldkind hat früher als Hauptstadtindianer falsche Fährten gelegt. Erst hat er Musik gemacht und dann hat er behauptet, weil er ein Mädchen ist. Und alle dachten: Weil er’n Mädchen ist.

Seitdem haben wir über das Haus von Luci van Org hier schon was gehört, Nina Hagen mit Goldperücke bestaunt und auch Mietze „M.I.A.“ Katz verzückt zugehört.

Wenn wir schon auf dem Flughafenfeld Tempelhof nach Feindbeschuss verenden, dann mit der richtigen Melodie und weil der Großflughaben BER weder fertig ist, noch eine eigene Melodie besitzt. Dort hat Ralf Goldkind einen Proberaum. Melodien für Melonen, Freunde: Es ist Zeit, mit unseren Blutsbrüdern Richtung Sonnenuntergang zu reiten.


Winnetou-Melodie

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