757/12: Nachruf: Ravi Shankar ist tot. Er wurde 92 Jahre alt.

George Harrison, der von Ravi Shankar die Kunst des Sitar-Spielens erlernte, nannte ihn einst den „Paten der Weltmusik“. Die Freundschaft mit dem Beatle war es auch, die ihn international zum Star machte. Unter anderem spielte Shankar später auch am Eröffnungstag des Woodstock-Festivals. Zuvor war er schon 1967 auf dem legendären Festival von Monterey aufgetreten. (Die Welt, Online 12.12.2012, hier)

Als ich das erste Mal „Norwegian Wood“ von den Beatles hörte, war ich reichlich betört. Im „Norwegischen Holz“ eine indische Sitar? Da hatte jemand Interkontinentales geleistet, eine Rakete abgefeuert auf den Welt-Kosmopolitismus. Die Beatles: ihre indische Zeit. Maharishi Mahesh Yogi geriet außer Kontrolle und baggerte die Frauen an, u.a. die Schauspielerin Mia Farrow. Das Ergebnis der Auseinandersetzung ihrer baldigen Abkehr von diesem Yogurtbecher heißt: „Sexy Sadie, what have You done? You made a fool of everyone.“ – Eigentlich hieß der Text: „Maharishi, what ….“ –

Schon vorher nahm George Harrison (g) ambitioniert Sitar-Unterricht beim Übervater dieses Weltmusikinstruments Ravi Shankar. Darüber wurden sie beide „Freunde fürs Leben“. Weltmusik existierte Mitte der sechziger Jahre nicht als allgemein gültiger Begriff: Ravi Shankar, der jetzt im Alter von 92 Jahren verstorben ist, trägt das ganz wesentliche Verdienst der Erschaffung von erstem „Crossover“ (durch alle Stile). An dieser Idee, dass man in der Musik alles verbinden darf, was scheinbar gar nichts miteinander zu tun hat. Hat es eben doch: Ravi Shankar, im Nachhinein viele Danker, engl. „Credits“.

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559/11: Gigs, Review: Nur heute noch kostenlos ansehen: Das Konzert für Bangladesh 1971 (Stream)

Concert for Bangladesh, Screnshot

Concert for Bangladesh, Screnshot

Thank you. If you appreciate the tuning so much, I hope you will enjoy the playing more“ (Deutsch: „Vielen Dank. Wenn Ihnen das Stimmen der Instrumente bereits so gefallen hat, hoffe ich, dass ihnen der eigentliche Vortrag noch mehr Freude bereiten wird. (Ravi Shankar, an das Publikum gewandt, dass nach dem Stimmen der Instrumente bereits ausladend applaudiert)

Es ist eine erschreckende Nachricht für solche, die Konzertkritiken schreiben. Das Schreiben von Konzertkritiken -englisch: Reviews- ist überflüssig und zeitraubend. Aus diesem Grund wird es hier unter dem obigen Icon keine Konzertkritik geben, denn diese würde zeitmäßig von der Brutto-Ansehzeit abgehen, die dem einzelnen Besucher dieser (keineswegs überflüssigen) Website gerade noch verbleibt: Du kannst dir den historischen, tollen Konzertfilm in voller Länge ansehen bis zum 2. August, 6 Uhr. Kostenlos. Für umme. Umsonst. Also: Kaffee kochen und los, der Link ist angehängt. Ach so: Wer Arbeit hat, schnell krankmelden!

Blackbirdianisch 03.10: Kompositionslehre für Blogger und Anoushka Shankars Weltmusik

bb.Wissen 03.10 - Komposition & Blogging

bb.Wissen 03.10 – Komposition & Blogging

Anoushka Shankar ist die Halbschwester von Norah Jones, der gemeinsame Vater heißt Ravi Shankar und gehörte zu engen Freunden der Beatles, die in den Jahren 1966 bis 1968 mehrere intensive Zeiten in Indien zubrachten.

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