1878/19 #Tageslied „Viel zu weit“ (Die Zöllner) – performed live am 09.11.19 am Brandenburger Tor

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Pink Floyd - The Wall (gif)

The Wall - Die Mauer (gif)


DIE ZÖLLNER | Viel Zu Weit (09/11/2019 – Große Bühnenshow am Brandenburger Tor)

DIE ZÖLLNER mit „Viel Zu Weit“ am 09. November 2019 im Rahmen der Großen Bühnenshow am Brandenburger Tor zu „30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“. Der Titel ist auch auf unserem neuen Album „ZACK! ZACK! ZESSIONS“ zu finden! Das Album ist auf unserer Webseite und überall im Handel auf CD, DVD sowie als Stream und Download erhältlich.
► https://shop-die-zoellner.de
► http://hyperurl.co/diezoellner

Lineup:
Dirk Zöllner – Gesang, Gitarre
André Gensicke – Keyboard, Gesang
Oliver Klemp – Bass
Andreas Bayless – Gitarre
Lars Kutschke – Gitarre
Stephan Salewski – Schlagzeug
David Skip Reinhart – Trompete
Frank Fritsch – Saxophon
Gerald Meier – Posaune
Anna-Marlene Bicking – Gesang, Keyboard, Percussion
Rubini Zöllner – Gesang
℗ & © 2019 A&O Records | DIE ZÖLLNER

Ich war in Salamanca (Nordspanien) auf einer Rückreise aus Portugal. In irgendeinem verlotterten Straßencafé nahmen wir einen Imbiss. Oben hing ein Gernsehgerät an einem Halter, mit 30° Blickwinkel. Aus dem Augenwinkel betrachtet. Genosse Egon Krenz sabberte irgendwas Deutsches in die Mikrofone, aber verstehen was, konnten wir nicht. Der spanische Sprecher übersetzte das so laut, dass man es nicht verstehen konnte. Blassblaue Minuten, aber dass da etwas keimte, dass es funkte, lodernde Glut (Begriffsfindung: Edmund Stoiber), war klar. Es tat sich etwas Weltbewegendes.

Wir snackten und imbissten schneller. Es packte uns, meine Freundin Kerstin und mich, eine große innere Unruhe: Wir müssen dringend nach Haus. Wir führen weiter Richtung Frankreich. Es war eine schnelle Elle, Tempopedal am Anschlag, und rein nach Belgien. Das Autoradio blieb die ganze Zeit an. Irgend so ein belgischer Nachrichtensprecher sagte immer wieder loopartig sowas wie „Die Mür iss open“ – ich hab es bestimmt falsch geschrieben. Ich verstehe nichts von belgischen Fritten. Irgendwelche Einsprecher, Willy Brandt im O-Ton, Walter Momper und etwas in der Art „Wir Deutschen sind heute das glücklichste Volk der Welt.“ Ich fing an zu begreifen, die Mauer wurde geöffnet.

Wir mussten so schnell wie möglich nach Haus. Es war schon dunkel. Unsere Tagesroute, rechneten wir nach (ohne Smartphones und Navigation, wie 1989 üblich). Es schien von Anfang an unrealistisch: Wir konnten Berlin am 9. November nicht erreichen. „Viel zu weit.“ Aber unsere Blicke gingen weit in die Ferne. Manchen Moment lang konnte ich nichts sehen. Immer wieder schossen mir die Tränen. Wir schafften es an diesem Abend noch bis Hamm-Uentrop in Nordrhein-Westfalen und nächtigten dort, um am frühesten Morgen weiter Richtung Berlin zu schießen.

Die Rückreise nach Berlin verlief bis zur innerdeutschen Staatsgrenze problemlos und sollte sich als Vorhaben, in die DDR einzureisen, nicht weiter schwer darstellen. Man zog nur DDRseitig von dannen, um später wieder heimzukehren. Allerdings war die andere Richtung, Richtung Einreise Westdeutschland (Helmstedt) praktisch unpassierbar. Hier reihten sich Trabbis an Trabbis, ich schätzte die Fahrzeugkolonne auf der Ausreiseseite DDR auf vielleicht 50 km Gesamtlänge. Auf dem Mittelstreifen zwischen Einreise (wir) und Ausreise (die DDR-Bürger) standen Hunderttausende Menschen, sie tanzten und lachten, es wurden Sektflaschen herumgereicht, Rotkäppchen. Es war die tränenreichste Rückreise meines Lebens, zurück nach Haus. Dieser Moment meines Lebens ist deutsche Geschichte. Endlich hatte sich mein Lebenstraum erfüllt: Die innerdeutsche Mauer musste weg. Das komplett zu verstehen, geistig all die jetzt noch folgenden Schritte bereits einzuordnen, war am 9. und 10. November des Jahres 1989 noch quasi unmöglich. Viele befürchteten, die DDR lasse nur diejenigen quasi ausreisen, die unzufrieden sind. Darauf deutete nichts hin.

Das sozialistische Experiment war gescheitert. Ich sage ganz bewusst: Leider. Ich bin Wessi.
Es ist keine Frage, dass auch das kapitalistische System zum Scheitern verurteilt ist, wenn wir so weitermachen…

Dann Gnade uns Gott.

Ich habe dieses Land „geliebt, wie man ein Kind wiegt, das man liebt“ (frei nach Pete Wyoming Bender):  Für Deutschland.
Das Lied des Tages: Die Zöllner, gestern vor dem Brandenburger Tor mit „Viel zu weit“

Nie wieder Krieg, Unfreiheit und Machtmissbrauch. Seien wir bitte, bitte gute, beste Demokraten. Wie schön wäre es gewesen, den Altparteien eine neue, bessere Alternative für Deutschland entgegen zu setzen, damit wir in Deutschland wirklich etwas verbessern? Es ist leider unabänderlich: Die sich AfD nennende Partei hat keine Chance, das zu werden. Der Traum ist aus. (Rio Reiser). Oder wie es die wunderbare Sarah Connor besingt: „Meine Stimme kriegt Ihr nicht.“ – No no never.

Liebe & Licht,
der Berichterstatter

1853/19 #Tageslied: „Herzschlagen“ – Die Zöllner #Tageslied #ZackZackSessions

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Trauerkerze (ani/gif)


DIE ZÖLLNER | Herzschlagen

vom neuen Album !! , welches ab 20. September 2019 auf CD, DVD, Doppel-Vinyl sowie als Stream und Download erhältlich sein wird.
Mit Egon Werler, Dirk Zöllner, David Skip Reinhart, Rubini Zöllner und Anna-Marlene Bicking.
Kamera: Johanna Bergmann, Sven Nordmann
Schnitt: Johanna Bergmann

Musik: Dirk Zöllner, Stephan Salewski, Lars Kutschke, Oliver Klemp, David Skip Reinhart, Frank Fritsch
Worte: Andreas Hähle, Dirk Zöllner

Ich bin Blut in deinem Blut
Wo es gefriert
In deinen Adern
Hast du mich okkupiert
Ich fühl dich ganz und gar
Ich weiß wer du bist
Und ich weiß, was ich dir sein will
Willst du nicht

Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen

Ach dein Blut erstickt mein Blut
Es ist so kühl
Kein wildes Beben
Du bleibst sanft und still
Ich bin in dir erfroren
Mein Herz schlägt für dich
Gefangen und verloren
Du hörst es nicht

Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen
Herzschlagen
Es geht um Kopf und Kragen
Ich sterbe für dich

Ich bin Blut in deinem Blut
Unter deiner Haut
Mein Herz in deinem Körper
Es schlägt so wund und laut
So wund und laut
So wund und laut

Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen
Du hörst es nicht
Herzschlagen
Es geht um Kopf und Kragen
Ich sterbe für dich

© A&O Records 2019

»… Die Geschichte von den verlorenen Liedern ist jedenfalls wochenlang das Hauptthema in meiner Familie. Dichterfreund Hähle, ebenfalls Karmaverehrer, hört mit Bestürzung davon. Er kennt die ins Netz geratene Sequenz, also den Auslöser des Dilemmas. Um mich ein wenig aufzuheitern, schickt er mir einen neuen Text, den er genau auf dieses Corpus delicti geschrieben hat und der meine beklemmende Situation persifliert. Aus „Herzscherben“ wird „Herzschlagen“. Ich nehme das Thema dankend auf und schicke eine Erweiterung zurück zu Hähle. So geht es noch zwei, drei mal hin und her und ich singe den so entstandenen neuen Text einfach auf’s alte Playback.

Hähle. Mein geliebter Freund! Du hast das gemacht, als Du schon schwer krank warst. Hast mich therapiert, während Dich die Chemotherapien dahinschwinden ließen. Es ist – verdammt noch mal! – unser letzter gemeinsamer Text. Und das ist mir mehr wert als all die verlorenen Worte des Anderen – so schön wie unsere Freundschaft können die gar nicht gewesen sein! Ich werde trotz allem immer respektvoll von dessen Werk sprechen. Ein Werk, welches uns Zöllnern Zeitlosigkeit gibt. Und von Dir, Du kleiner großer Poet, werden sehr viele Menschen noch sehr lange nach Deinem Tod sprechen, denn Du hattest – über alle Worte hinaus – ein liebevolles Herz. Ich vermisse Dich!«

– Dirk Zöllner (Aus dem Epilog „Herzschlagen“)

Der Berichterstatter:

Die Kerze stellen wir für Andreas Hähle auf.

Ich widme den Beitrag auch dem besten Berliner Trompeter David Skip Reinhart, den wir haben können, der in diesem Song ein weiteres Mal mit Bravour, Finesse und Chupze den Ton trifft. Was für einen Ton. Mein Chapeau.

Webseite: https://die-zoellner.de
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Weiterführend
* Dirk Zöllner – Idylle im Krieg bei Inas Nacht
* Dirk Zöllner ist wie Sand

1841/19: Video: Warum fühlt sie, warum denkt sie? Gibt es einen großen Plan? – Antworten

Rubini Zöllner (Fotograf: Thomas Ernst, mit Dank 02.08.19)

Rubini Zöllner (Fotograf: Thomas Ernst, mit Dank 02.08.19)


Sinn des Lebens – Song by Thomas Zaufke/ Peter Lund

Am 01.08.2019 veröffentlicht
Gesang: Rubini Zöllner
Produzent: Lars Hengmith
Idee/ Regie: Sven Fliege

Als Rubini Zöllner los lief, um Berlins schwarzweiß („Grau zu schwarz“) zu retten durch sauber subjektives Trennen, damit wir nicht heute die Wende verpennen, musste ich gleich an Warschauer Straße denken, diese Bridge over troubled water, die hinüberführt in den Sperrbezirk, von dem welche sagen, da darfst du lieber nicht entlang laufen, weil da so Handtaschenräuber und so…ich denke: Blödkopf, trag ich Handtasche, oder was? Alter Verwalter. – Aber Schatz: Warum bist Du denn in Gummistiefeln gekommen? Naja, besser in Gummi als gar nicht. – Wieso? Aber naja, Du hast gesagt, an der Warschauer muss man waten. Aufeinander. Miteinander? Leben kann Verwirrung stiften.

Rubini Zöllner kanns ja auch nicht ändern.
Aber alle können Videos rendern.
Sehen ihr da zu beim Schlendern.
Menschen aller Herren Länder
schwarze weite Langgewänder.

Lange Augen, wollen alles sehen, oder norddeutsch sagen: „Langeoog.“

Entrücken, verrückt und entrückt sein: Wegtreten….viel Spaß noch mit dem Lied des Tages von blackbirds.tv – Die Zukunft ist schwarz!

Weiterführend

* Cooler Fotograf: Thomas Ernst Fotografie, Berlin (Bild oben)