1793/19: Video: Straßen von Berlin – Katharine Mehrling + Paul Hankinson und das Babelsberger Filmorchester

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Straßen von Berlin (Katharine Mehrling feat. Paul Hankinson & das Filmorchester Babelsberg)

KATHARINE MEHRLING – „Straßen von Berlin“ feat. Paul Hankinson & das Filmorchester Babelsberg Text: Katharine Mehrling, Musik: Paul Hankinson & Katharine Mehrling Traumton Records mit Katharine Mehrling, Jannik Schümann, Tilmar Kuhn, Dagmar Biener, Paul Hankinson, Uli Scherbel, Dennis Hupka, Kiara Brunken, Siggy Davis Regie: Katharine Mehrling, Produktion: Titus Hoffmann

Um überhaupt noch gehört zu werden, müssen wir nicht mehr schreien. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Richtig ist: Wir müssen leiser werden. Und anhörbarer. Bitte keinen Krach mehr. Endlich Ruhe. Kontemplation. Ruhe. Gelassenheit. Platz für eigene Gedanken, das Gegenteil von immerwährender Ablenkung.

David Bowie trieb sich vor Jahrzehnten in Berlin herum, es waren die Siebziger, in Berlin-Schöneberg. Dort hatte auch Spencer Davis in den Sechziger Jahren studiert. Es war in Schöneberg. Dort liegt auch Hilde auf dem Friedhof – die große Hildegard Knef – hatte erst einen Koffer in Berlin und legte sich dann hier ab, post mortem. Und erst die Dietrich. Sicherheitshalber alle abgelegt.

Nun kommt Katharine Mehrling, nimmt Paul Hankinson an die Hand und das gesamte Filmorchester Babelsberg und dreht in schwarzweiß einen Verriss pardon eine Liebeserklärung an die Straßen von Berlin. Endlich was Neues: Das hat uns gerade noch gefehlt. Toucher: Danke fürs Antouchen.

Danke. Wir haben artig berichtet.

Weiterführend

* David Bowie: Where Are We Now
* David Bowie: Proberaumaufnahmen von Where Are We Now
* Hilde Knef: Der Koffer in Berlin

1743/19: Berliner Straßen: Wo Walter Kollo lebte, in der Schwäbischen Str. 26, dit war in Schöneberg! Erinnerste Dir?

Berliner Wohnadresse: Walter Kollo, Berlin-Schöneberg

Berliner Wohnadresse: Walter Kollo, Berlin-Schöneberg (aufs Bild klicken)

Spencer Davis von der Spencer Davis Group hatte den Wunsch, einen deutschsprachigen Song aufnehmen zu wollen, da er in Berlin studiert hatte. Dieser Hilferuf wurde von ca. 5000 Bravo Lesern unterstützt und so wurde dann der Titel „Det war in Schöneberg“ 1966 eingespielt und erschien im Januar 1967. Der Song sticht ganz und gar aus der musikalischen Richtung, aber die Rückseite „Stevies Groove“, ein Instrumentalstück, mit dem jungen Steve Winwood an der Hammondorgel, zeigt, dass musikalisches Potenzial in den sehr jungen Musikern steckte.

Tommy T. Tulip durchstreifte die Gegend in der Art eines Stadtguerilleros. Companheros: Das war ein Erlebnis, das haben wir auch erlebt und parlieren hier nicht vom Hören sagen.
Viele Öre, viel Geschirre, Aschingers am Zoo servierte Erbswurstsuppe und Babylon Berlin war überhaupt noch nicht im Kasten. Apropos Kasten: Wir sind hier nicht Indien. Walter Kollo aber ging in die Geschichte ein. U.a. auch in diese hier. Mein Reden: Die Männer sind alle Verbrecher.

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