530/11: Linktipp: Klaus Voormann im Interview über seine Hamburger Zeit und die Position „Bassist“

Voormann: „Was die Wurzeln der Beatles angeht, wäre ich in gewisser Hinsicht besser gewesen als Paul.“ (im Interview, Link unten)

Weil Hamburg früher sozusagen Entenschwanzhausen hieß, lesen wir im Interview mit Klaus Voormann vom „verkannten Genie“ am viersaitigen Elektrobass und von Mutmaßungen, wer in dieser Band namens Beatles die bessere Wahl gewesen wäre. Das ist auf jeden Fall ein leicht aufzuklärendes Gerücht: denn mitnichten war Paul McCartney nur Bassist. Er war und ist auch heute noch einer der erfolgreichsten Songschreiber aller Zeiten. Was Klaus Voormann nun wirklich nicht von sich sagen kann, auch wenn er als Bassist (Beispiel: Carly Simon, You´re so vain) mal ein Bassintro aufgenommen hat, dessen man sich als „den Wiedererkennungswert“ des Stücks günstig beeinflussend erinnert. Mehr aber auch nicht. Paul McCartney aber ….

Klaus Voormann hat Zeit seines Lebens viel geleistet und konnte sich später viel leisten, weil er am Starrummel über die Beatles kräftig mitverdiente. Seine späte Lebensleistung besteht aktuell neben vielem Früherem, dass er als Musiker, Produzent und Künstler geleistet hat, im Ausweiden der eigenen Erinnerungen. So weit, so gut. Das angehängte Interview ist lesenswert. Und auch entlarvend: Dass Voormann als Bassist die „bässere Wahl“ gewesen wäre, kann -wer vernünftig nachdenkt- nur verneinen, nein, regelrecht ablehnen. Paul McCartney sagte mal über Klaus Voormann: „Er ist ein Arschloch, und ein Freund.“ Das konnten wir nicht überprüfen. Trotzalledem: lesenswert.

266/10: Presse: Judith Holofernes (Wir sind Helden) ihre Leichtigkeit des Seins , Kreuzberg, Zehlendorf

Verallgemeinerungen und sprachliche Unschärfen von Judith Holofernes im Gespräch mit der Süddeutschen: über Berlin: ….“…in einer Stadt zu leben, wo man den allermeisten Leuten anmerkt, dasss es ihnen nicht in erster Linie ums Geldverdienen geht….“, über Kreuzberg: … „…, wenn unsere Kinder ins schulpflichtige Alter kommen, denn das ist in Kreuzberg ein unlösbares Problem, durch die hanebüchene Berliner Schulpolititik…“, über Zehlendorf: …“..Ich will nicht nach Zehlendorf, …, wenn in meiner Umgeung nur Anwälte und Ärzte wohnen….“…(Textauszüge)

Richtig: Die Babypause scheint vorbei. Judith Holofernes promotet dieser Tage das neue Machwerk der Band Wir sind Helden. Das tut sie multipel, multimedial und mit Leichtigkeit. Es war immer so, in den letzten Jahren. Wir sind Helden gehören zu den bundesdeutschen Topacts, die sich gut verkaufen. Auch wegen der witzigen, distanzierten Leichtigkeit, mit der die Texte dieser Band einen spröden Charme versprühen.

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