1051/14: Nachruf: Michael Wahler aka „Käptn Suurbier“ (1962-2014) – Von H.P. Daniels

Kerze (animiert)

„Danke, H.p.! Wenn ich mal dran bin, wünsche ich mir auch einen Nachruf von Dir!“ (Norbert Hähnel aka „Der Wahre Heino“ auf facebook in der Gruppe „Die Suuhrbiers“ zur Veröffentlichung des Nachrufs)

Er war „Käptn Suurbier“. Sein Verhalten verbuchte man unter „Punk“

Fußball oder Rock ’n‘ Roll – als die einzigen Wege um rauszukommen? Aus Enge und Beklemmung. So jedenfalls wird es manchmal gesagt. Von einer bestimmten Art von Romantikern, wie auch Michael Wahler einer war. Fußball und Rock ’n‘ Roll als Ausweg aus unglücklichen Verhältnissen. Frust und Ängste wegballern. Rausballern.

Michael Wahler war ein guter Fußballer und ein hübscher Junge. Sportlich, drahtig, wendig, schnell. Er stammte aus wohlhabenden Verhältnissen. Vater Wahler, der „Herr Doktor“, hatte eine erfolgreiche Firma für Fahrzeugbau, die Familie lebte nobel im gediegenen Frohnau – gleich um die Ecke von Reinhard Mey, den Micha verehrte, dessen Lieder er mochte. Micha ging aufs Gymnasium in Hermsdorf, machte Abitur. An Geld hat es nicht gefehlt. An etwas anderem vielleicht. Wärme? Liebe? Anerkennung?

Der patriarchalische und jähzornige „Herr Doktor“, der Rilke und Mörike schätzte, schrieb in seinen ruhigen Momenten selber Gedichte und sorgte sich um das Fortkommen seiner Söhne. Auf seine eigene strenge unerbittliche Weise, wie das ein Patriarch so tut. Er hätte seine Jungens gerne in seine Firma eingebunden, zu seinen Nachfolgern gemacht. Aber die waren ja mehr dem Künstlerischen zugeneigt. Wie er mit dem jovialen Unterton einer gewissen Anerkennung, aber auch ein wenig resigniert konstatierte.

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938/14: Breaking News: ‚Dans le dunkle c´est bon munkle‘ Berlin braucht neuen Kulturstaatssekretär. Hat jetzt einen!

icon NEWS news Tim.Renner.Bearbeitung

Es ist kolportiert, dass Klaus Wowereit sich mit dem Gedanken trägt, als Nachfolger von André Schmitz den Berliner Musikmanager Tim Renner ins Boot zu holen. Da geht was.

Heute um 12 Uhr gibt es eine Pressekonferenz, berichtet der Tagesspiegel. Keine schlechte Wahl. Wowereit hat sich schon früher positiv über Renner geäußert. Und Party-Wowi weiß, was geht. Berlin soll -allen Unkenrufen zum Trotze- eine Weltstadt-Kulturmetropole bleiben äh werden. Schon heute wissen wir mehr. Helau! Alaaf! Und moin…

_icon.Update Fünf Stunden nach der Morgenmeldung (hier oben) ist nun in trocknen Tüchern, was morgens noch vermeldet wurde. Tim Renner wird´s. Herzlichen Glückwunsch, eine gute Besetzung, kein Zweifel.

Foto.Podcast: Tim Renner deckt slawisch orientierte, regelrechte Musikerdiskriminierung auf

Hüpftanz verboten (c) Tim Renner, via facebook/iPhone

Hüpftanz verboten (c) Tim Renner, via facebook/iPhone

Als sozialer Revolutionär war Tim Renner bislang nicht bekannt. Doch damit tut man dem Musikmanager Unrecht. Renner veröffentlichte eine beißerisch-bittere Sozialkritik via Foto.Podcast auf seinem facebook-Profil. Das Foto lässt an Deutlichkeit kaum zu wünschen übrig. Schon wenige Minuten nach der Veröffentlichung der anklagenden Bilddarstellung (dem Vernehmen nach im Restaurant Alpenrose fotografiert) hob eine nicht näher bezifferte Zahl von Daumenträgern diesen nach oben. Facebookianer wissen, dass das ein klares Statement ist: gefällt mir. Uns auch. Weshalb wir es hier veröffentlichen…mit Dank für die virtuelle Leihgabe. Eine sofortige Redaktionsrecherche ergab ein Quantum Trost. Man kann die Alpenrose gastronomisch umschiffen und Alternativen besuchen. Ob dort allerdings Polka salonfähig ist, konnte aus Gründen der erforderlichen Aktualität unserer Berichterstattung noch nicht vertieft werden. [Update/Entwarnung: Dem weiteren Vernehmen nach ist das Alpenrose-Restaurant in Zürich und hat mit der Namensvetterin in Berlin nichts gemein.]

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