1884/19 #Tageslied Fritz Eckhart Freiherr von Weizsäcker (* 20. Juli 1960 in Essen; † 19. November 2019 in Berlin) #Nachruf

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Trauerkerze (ani/gif)


Ton Steine Scherben – Der Traum ist aus

Fritz Eckhart Freiherr von Weizsäcker (* 20. Juli 1960 in Essen; † 19. November 2019 in Berlin) war ein deutscher Mediziner. Seine Fachgebiete waren Innere Medizin und Gastroenterologie. In seinen Veröffentlichungen widmete er sich insbesondere der Behandlung von Hepatitis B und C. Von 2005 bis zu seinem Tod war er Chefarzt für den Bereich Innere Medizin I der Schlosspark-Klinik in Berlin. Der Sohn des Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker, dessen Politikleben tiefe Spuren im Nachkriegsdeutschland hinterlassen hatte und der parteiübergreifend von vielen verehrt wurde, hatte sein Leben der Medizin überschrieben. Er wurde das Opfer eines Messerattentats in Berlin. Dieses Land ist es nicht. Wir trauern um die Tatsache, dass derartiges jederzeit möglich ist. Es verstört. Ruhe in Frieden, Fritz.

Seit einigen Wochen habe ich dieses Lied ständig im Kopf. Es verlässt mich nicht mehr. Ich war in anderer Sache im Netz unterwegs und hatte eine Show mit Silly und anderen in Weißensee gesehen, bei der auch Rio Reiser (Allein) mit Piano auftrat. Da hat er das Lied allein gesungen. All die (DDR-) Bürger haben mitgesungen, jeder kannte die Zeilen. Da merkte ich, dass ich einen Mangel hatte. Denn ich kannte zwar viel von Rio, aber wenig von den Scherben. Die waren einfach „vor meiner Zeit“ gewesen. Früher war das für mich auch eher „so links“ und „Anarchie“.

Der geistig verwirrte Attentäter hat die nationalsozialistische Sippenhaft seinerseits gegen Fritz von Weizsäcker vollstreckt. Wie irre. Und wie falsch. (Meine Analyse einen Tag später, über den Attentäter)

Die Tiefe der lyrischen Texte von Rio und die Grandezza dieses Stücks hatte ich immer verpasst. Nun bin ich jetzt 57 Jahre alt und im Grunde genommen muss ich weinen, wenn ich dieses Stück höre, ohne es nebenbei zu dudeln. Es ist voll innerer Schönheit und gibt in vielerlei Hinsicht wieder, was ich denke und fühle. So vergeht im Moment kaum ein Tag, an dem ich nicht heimlich still und leise vor mich hinsumme, WAS das Paradies gewesen wäre.

Auf jeden Fall aber wollte Gregor S. eigentlich Richard von Weizsäcker, den er regelrecht hasste, nachträglich bestrafen und wich dann, da dieser bereits verstorben war, auf den Sohn aus, den er quasi in Sippenhaft nahm. Nach dem Motto: Wenn ich den Vater schon nicht mehr bestrafen kann, dann eben den Sohn. Deswegen also sollte Fritz von Weizsäcker dran glauben.(schreibt Jürgen Fritz analysierend – Link unten – in seinem Blog)

Heute morgen lese ich fassungslos, dass der Sohn der Altbundespräsideten Richard von Weizsäcker Opfer eines Messerattentats geworden ist. Ruhe in Frieden, Fritz von Weizsäcker, Deinen Vater habe ich geliebt. – Ich weiß nur eins: Dieses Land ist es nicht. Dieses Land ist es nicht. Der Traum ist aus.

The #blacktulip (new version) - To The Honor Of...

The #blacktulip (new version) – To The Honor Of…

Weiterführend

* Offener Newsletter: Mein Freund Prinz Rupi war zugegen, als der Täter zustach
* Jürgen Fritz Analyse: Der Mann, der Fritz von Weizsäcker ermordete
* Grenzüberschreitend: 30.10.1992: Rio Reiser in concert
* Grenzgänge: Richard von Weizsäcker fotografiert von Lutz Müller-Bohlen genannt Gramm

 

1460/16: In Gedenken an: Klaus-Jürgen Rattay * 6. Dezember 1962 in Kleve am Niederrhein; † 22. September 1981 in West-Berlin

Trauerkreuz

Klaus-Juergen.Rattay_Gedenken


Haeuser, Hass & Strassenkampf – Die Revolte der Westberliner Hausbesetzer

Veröffentlicht am 03.08.2014 Die Revolte der Westberliner Hausbesetzer | rbb Brandenburg – Am 22. September 1981 wurde während eines Polizeieinsatzes der 18-jährige Hausbesetzer Klaus-Jürgen Rattay von einem Bus erfasst und getötet. Dieser Unfall war der traurige Höhepunkt der Auseinandersetzungen um besetzte Häuser in Westberlin. Straßenkämpfe waren damals fast an der Tagesordnung. Der neue Innensenator Heinrich Lummer (CDU) versuchte den Hausbesetzern gegenüber eine Politik der Stärke. Die Lage eskalierte, Hass und Gewaltbereitschaft gab es sowohl bei Hausbesetzern als auch bei Polizisten. Heute jährt sich der unnötige Tod von Klaus-Jürgen Rattay am 22. September 1981 in Berlin. Wir erinnern an ihn.

Früher reichten ein paar Steine, um deutlich zu zeigen: Hier wohnen Gewaltbereite. Die Filmsequenz mit Klaus-Jürgen Rattay startet um 16:58 Minuten der gesamten Filmdarbietung.

Weiterführend

 

Die Geschichte des Krautrock

1122/14: Video: Krautrock Night

Die Geschichte des Krautrock

Täglich fit mit 2 g Shit… (Guru Guru, Der Elektrolurch, früher: Losungsversuche für ein besseres Leben)

Die Geschichte des Krautrock ist inzwischen verbrieft. Berichtet wurde über diese „zeitgenössische Musik“ hier des Öfteren und bei passender Gelegenheit immer wieder. Das ist auch der Grund, warum wir die Sache fortsetzen dürfen.

Vieles hat seinen Ursprung in jenen „deutschen Jahren“, die im Vergleich zu früheren die besseren Jahren waren, historisch platt betrachtet.

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