1754/19: Positionen: Alter, chill mal! – „I smell A rat, Baby!“ Was ist eigentlich ‚Destination Future Jazz‘? #DePhazz

Das rote Modell Chilizone oder anders Chillzone hat inzwischen die Boyzone der Trivialmusikliteratur ersetzt und vollständig verdrängt. Capsai ziehen! Auf dem Balkon, als immerrotes Klettergewächs, Brasilian Waxing und Mundhaarmonika: Spießer- und Normalobürgertum par excellence.

Unsere Künstler werden nicht hinreichend vergütet. Ihre Bezahlmodelle sind von vorgestern und dass ihre Einnahmen rechtzeitig gesichert wurden, dafür hat wenigstens die Politik an und für sich nicht gesorgt. Wie sie vieles nicht kann, weswegen immer mehr Bürger denken, die haben nicht alle Morgen-Latten getrunken, die Öffentlichen. Dass das Öffentliche rechtlich richtig ist, daran glaubt heutzutage niemand. Das Grundvertrauen ist weg. Der dicke Helmut hat blühende Landschaften damals schamlos abgegrast, so ein Idiot und Pflichtsoldat seiner Berufungsvereinigung, der Christlich Demografischen, ein Ludwigshafen Oggersheimer, der an seine Partei dachte und pflichtversoffen vergaß, für seine lichtscheue Frau Hannelore da zu sein. Als er noch bei Boulevard Bio saß, als selbstverliebter Einzelgast von Alfred, dem Kochbuchautor, und ausführlich Stellung nahm. Er pflege zu seinen Söhnen ganz ausgezeichnete Verhältnisse. Wie die sich doch ändern. – Die Söhne Oggersheims. Das ganze Verhältnis tiefenverspannt, ist Boulevard Bio (Link unten) aus heutiger Sicht ein Boulevard of Broken Dreams.

Der Rest ist Geschichte, Kohl gab ein Ehrenwort und mit ihm gemeinsam liegt es bis heute auf dem Friedhof der Bimbesrepublik Deutschland. Auf das Wort des Bundeskanzlers a.D. kann man sich verlassen. Er hat geschwiegen. Millionenmal. Manche mögen Männer mit viel Muskeln. Genau: das war er nicht.

Ich möchte Pat Appleton und De Phazz danken, für ein paar lauschige Momente überragender Tiefenentspannung. Es funzt noch, trotzdem von Sade Adu lange nichts zu hören war, und ich verfolgte es auch gar nicht mehr. Nu Jazz würde ich es im Grunde nennen, wäre da nicht auch der Bert Kaempfert in allem. Fast ein Herp Alpert. Ich wusste gar nicht, dass es heutzutage grundgemütliches Chillen und Seele baumeln lassen noch gibt. Nun habe ich Spotify seit kurzem und beklage räuberische Ausbeutung von Musikern. Und mache mit. Gestern war ein besserer Tag als die letzten zwanzig Jahre: Dem Urheberrecht wurde in einem ersten europäischen Feldversuch Geltung verschafft und es steht zu vermuten, dass Autoren und Werkschaffende wieder von Grund auf finanziell für ihre Kunst entschädigt werden müssen.

Bis sich die Finanzgiganten wie Google, Spotify, Youtube und Co. Neues einfallen lassen haben, um die Menschen digital auszuweiden. Dieses Mal wieder ganz anders. Wir zeigen oben so was: Die Augenweide De Phazz.

Die Zukunft ist nicht Cosa Rosa, Freunde, die Zukunft ist Cosa Nostra: Liebe und Licht, Freunde.

Aus der Berliner Szene hatte Uwe Fahrenkrog-Petersen die Freundlichkeit, im Morgenmagazin mit ein paar treffenden Argumenten zu brillieren.

Weiterführend

1440/16: HIStory: ‚Wittstock statt Woodstock‘ #DDR #Hippies

DDR-Flagge


Wittstock statt Woodstock

Die Einführung des Videos ist mistverständlich: Erst gibt es die üblichen Verdächtigen von wegen, es sei gesperrt aus Urheberrechtsgründen, aber wer das Video in Ruhe weiterlaufen lässt, bekommt das Tor aufgetan Richtung grundlegende Erkenntnisse über die Hippies der DDR, eine Dokumentation über „richtige Gammler“, also langhaarige Hippies im Ostdeutschen. Und nu kugge…besser auch ganz unten!

Zu Wort kommen Zeitzeugen. Darunter auch solche, die wir heute noch kennen, wie Knorkator Gitarrist Basti. Oder Jörg Schütze, genannt Speiche. Die ganze Klaviatur brauner Begriffe aus der Nazizeit boten Bürgerliche im Ostdeutschen auf, um sich sorgfältig von den langhaarigen Pennern abzugrenzen. Die Stasi legte operative Vorgänge an. Im Stasiknast singt ein Häftling Speiche „Keep On Running“ von der Spencer Davis Group vor und wird damit unsterblich.

„Früher hat man so was verbrannt,“ urteilt das Fußvolk im O-Ton von eingespielten Straßenstatements. Bzw. vergast. Das Frisurenkollektiv bestätigt: Man trägt jetzt das Haar voller. Entscheidend ist nicht Länge. Sondern die Fülle.

Die Schreibweise HIStory hat allerdings der King of Pop beeinflusst. Michael – Ruhe in Frieden.

Update: Nach Veröffentlichung Browserabsturz und bei Wiederaufruf Totalblockade. Spannend. Erst geht es, dann nicht mehr. Die meisten wissen sowieso, wie man das übergeht. Ärgerlich. Schade. Der Artikel bleibt.

1103/14: Audio: Composing by iPhone! Und: Was sagt der Europäische Gerichtshof zum Einbetten fremder Videoinhalte? JA!

Audiotipp

Eda "Jazzy" Klingelton, der Europäische Gerichtstroll

Eda „Jazzy“ Klingelton, der Europäische Gerichtstroll

      1. 12 - 24.10.14 - Klingeltöne - Jazzidiots

Audioplayer „Klingeltöne“ – Bitte anklicken!

Das Einbetten auf anderen Internetseiten öffentlich zugänglicher geschützter Inhalte in die eigene Website mittels des sogenannten Framing stellt keinen Urheberrechtsverstoß dar (Az. C-348/13). Das hat der Europäische Gerichtshof in einem Grundsatzurteil vom 21. Oktober entschieden. Der Bundesgerichtshof hatte die Frage dem EuGH in Luxemburg im Mai 2013 zur Vorabentscheidung vorgelegt (Az. I ZR 46/12). (Quelle: verlinkt, unten)

Während der Probe ausprobiert: Kann man mit Klingeltönen vom Handy komponieren?

Das Experiment ist nicht geglückt, aber das Schnitzel blieb übrig davon. Bisschen Hall drauf.

Und einen neuen Audioplayer eingebunden in diese Website, um nicht immer nur externen Content zu hosten, z.B. von Soundcloud-Accounts. Um bei Bedarf auch mal eigenen Content zu publizieren. Funktioniert schon einigermaßen, wie sich anhören lässt. Bitte nicht als Musikstück ernstnehmen.

Der Europäische Gerichtshof hat was ganz Wichtiges entschieden und sinngemäß erlaubt, fremden Content anderswo einzubinden. Eine sehr wichtige Entscheidung für Musiker, Blogger und all diejenigen Aspiranten, die bis gestern noch unsicher waren, inwieweit -z.B. in Folge der mangelnden Einigung zwischen GEMA und Youtube- das Einbinden von Musikvideos „eines schönen Tages“ aufhören müsste. Nicht wenige Blogger befürchteten gar, dann wochenlang ihre eigenen Artikel, ihre kleinen digitalen Schätzchen, langwierig und mit ganz anderen Techniken überarbeiten zu müssen.

Dem ist der EuGH nun entgegen getreten. Fairnymphdich.

Informationen dazu bitte hier zu erlesen….