1579/17: Video: Puhdys – Das letzte Konzert


Puhdys – Das letzte Konzert

Playlist

01. Was bleibt 02. An den Ufern der Nacht 03. Unser Schiff 04. Geh zu ihr 05. Melanie 06. Kühle Lady 07. Wenn Träume sterben 08. Die Welt ist ein Wunder 09. Ich will nicht vergessen 10. Wilder Frieden 11. Abenteuer 12. Es war schön 13. Hiroshima 14. All diese Jahre 15. Wirst Du für mich da sein 16. Vorstellung Bandmitglieder 17. Bis ans Ende der Welt 18. Drumsolo Klaus Scharfschwerdt 19. Rescue Me – gemeinsam mit Bell, Book & Candle 20. Rockerrente – gemeinsam mit Bell, Book & Candle 21. Boote der Jugend 22. Mein zweites Leben 23. Vorstellung Bandmitglieder 24. Sternenstunden 25. Vorstellung Bandmitglieder 26. Ich bin der liebe Gott 27. Wenn ein Mensch lebt 28. Lebenszeit 29. Alt wie ein Baum 30. Was bleibt 31. Hey, wir woll’n die Eisbärn seh’n 32. Eine Frage der Ansicht 33. Das Buch

In diesem Film sieht man vor allem nochmal eins: Viele, viele unglaublich glückliche Menschen, die auf einer Zeitreise mit den Puhdys deren Abschied feiern. Ganz großes Stadion. Ganz große Station: Letzte Station, Abschied nehmen, feiern, weinen, lachen, glücklich sein. Es gebietet nicht nur der Anstand, an den Abschied der Puhdys zu erinnern. Diese Band gab vielen Menschen einen großen Halt und Identität.

Obwohl beispielsweise Maschine nicht wirklich Abschied nimmt. Das Projekt Maschine ist eins aus Fleisch + Blut: U.a. mit Uwe Hassbecker an der Gitarre und Felix Lehrmann an den Drums wächst zusammen was zusammen gehört: Mehrgenerationenhaushalt, Mehrgenerationenmusik, weiterhin auf hohem songschreiberischen Level, das schon die unzähligen Hymnen zum Mitsingen und Mitgröhlen der Puhdys ins sich trug. Es waren früher nicht wenige Menschen, sondern viele, die auf eigenen Gitarren versuchten, Songs der Puhdys nachzustellen. Im Westen wie im Osten hatte die Band eine breite Fanbase.

Wenn ein Mensch lebt, dann ganz und gar. Die Puhdys waren die professionellsten Vertreter DDR-eigener Rockmusik, sie drückten dem ganzen Land ihren Stilstempel auf, der sicherlich als Melange aus Uriah Heep, Deep Purple und etwas ganz eigenem am besten beschrieben werden kann und sich über die Jahre mehrmals veränderte und weiterentwickelte. Westreisen mit Sendungsauftrag, haben Gehässige sie nach der Wende als Stasi-Produkt verleumdet, Lügenfresse, Lügenfresse. Ganz ehrbare Musiker waren und sind sie. Ich habe sie mehrfach (im Westen) erlebt.

Bimbo (steht für „Bin im Moment bassmäßig orientiert“), Quaster, Maschine, Klaus und Eingehängt, Meyer: Großartige Musiker, vielschichtige Persönlichkeiten, tiefe Texte mit wunderbaren Metaphern und Bildern, die jedem eine Art persönliche Deutungshoheit ermöglichten und das war doch wirklich auch wichtig damals, Freunde, wie kann man nur so vergesslich sein. Wer die Rose ehrt, ehrt auch die Puhdys. Wer lebt schon vom Moos allein. Wenn Du ihn noch hoch kriegst: Lass Deinen Drachen noch einmal steigen!

Und verneigt sich vor ihrem Lebenswerk. Wir verneigen uns tief und mit großem Respekt: Danke, Puhdys, dass es Euch gab.

Weiterführend

1407/16: Video: ‚Kampflos‘ von Silly aus ‚Wutfänger‘ – Lied und Leid des Tages liegen häufig nahe beieinander

Silly-Logo-03


Silly – Kampflos (Official Video)

Veröffentlicht am 12.04.2016
Video zur Single von SILLY „Kampflos“ (VÖ 22.04.2016) aus „Wutfänger“ (VÖ 06.05.2016)
Album bestellen:
iTunes http://www.umgt.de/9vZlUL
Amazon: http://www.umgt.de/1hf3wJ
Saturn: http://www.umgt.de/HR0Xjm
Mehr Infos:
http://www.universal-music.de/silly/home

http://www.silly.de

Gestern Abend, nach dem ESC in Stockholm ließ ich noch kurz die Glotze an. Es wurde blau gemacht: Uwe Hassbecker hielt seine blaue Semiakustikgitarre Richtung Reeperbahn, geile Meile. Schöne Stadt. (Udo Lindenberg).

Der größte Krieger muss nie kämpfen. Der größte Streiter muss nie streiten. Erst recht nicht über die Qualität von Texten. Viele verbinden mit Silly Texte des DDR-Liedtextgotts Werner Karma. Es gibt auch Menschen, die die Übernahme der Texte durch Anna Loos kritisch begleiten. Ist das Umdenken auch schwer, ist der Selbstversuch zweifelsohne geglückt. Hier gilt dies Fragment: ‚Angstlos, lass die Angst los. Im Labyrinth steckt der Frieden, Liebe wird Hass besiegen. Liebe, die ist überall, ein freier Fall.‘

Nein, ganz ehrlich. Den Karma liebt man. Er sendet Musik häufig gutes Karma. Seine Bilder und Kopfcinematographien sind unerreicht. Es gibt auch andere Arten Jazz. Noch haben wir nicht alle Texte auf der neuen CD von Silly seziert: Die Übernahme der Texthoheit durch Silly ist zweifelsohne geglückt. Auch was das hier gezeigte Video angeht, ist es gut wie es ist. Hohe Qualität. Das war von denen ja zu erwarten, gehören doch Silly zu denen, denen Dänen gar nichts vormachen können.

Tja, die Skandinavier scannen Songtexte ein: Scan Din A Vier. Wir aber lassen uns gewiss nicht verrückt machen, nicht silly. Vorwärts immer, rückwärts nimmer: Klasse Video. Hier und heute das Lied des Tages, nach dem gestrigen Leid des Tages in Stockholm. Thank You for the music, Silly.

Die Messer wetzen (gif)

1386/16: Trends: Geht es den Bach runter mit der Musikmesse Frankfurt? Verschaukelt die Messe ihre Besucher?

trendbarometer

Schaukeln (gif)

Willkommen in der Gemeinschaft! from Uwe Hassbecker on Vimeo.

Die Musikmesse für Percussion dieses Jahr ist so interessant, wie einen Stick den ganzen Tag zu lutschen. Ich glaube, da ist mehr Inhalt… – José Cortijo, Prof. für Percussion, über die Musikmesse Frankfurt (via facebook)

Niemand hat die Absicht, einen Trend herbeizuschreiben. Wirklich rein zufällig fasste Silly-Gitarrist Uwe Hassbecker die Stimmung zusammen, als er im Studio über die Gesamtsituation nachdachte. Sehr gelungen.

Doch es ist unüberhörbar. Galt die Messe über Jahrzehnte als wichtiger melting point der Musikinstrumentenindustrie, sind immer mehr Musiker und Instrumentenhändler von der Messe enttäuscht und wenden sich von ihr ab. Zu hohe Standplatzmieten, ein immer beliebiges in Zeiten digitaler Weltumbrüche austauschbares 19″-Equipment, das keine sonderlich großen Präsentationsflächen mehr benötigt („Das geht doch auch über Internet.“) und der Rückzug großer Traditionsmarken (Stichwort: Sonor veranstaltet inzwischen eine eigene Hausmesse). Es sieht alles andere als gut aus für die Frankfurter Musikmesse. Zitat eines kundigen Messebesuchers: „Bin auf dem Rückweg von der Musikmesse. Die Schlagzeugausstellung ist derweil leider deutlich geschrumpft.“

Stirbt jetzt erst der ECHO oder wird gegen den TONIO ausgetauscht und müssen künftig alle anstatt nach Frankfurt/Main nach Anaheim, California, zur NAMM fahren, aber das wäre in der Tat aufwändiger bis hin zum Erbrechen der gesamtem Musikindustrie. Quo vadis, Musikmesse Frankfurt? – Im Unterschied zur NAMM sei die Musikmesse eine Veranstaltung von Organisatoren, die heute auch mal eine Musikmesse machen, aber schon morgen Autos, Boote und Tulpen aus Amsterdam messetechnisch bewerben.

Die Stimmen aus dem messemusikalischen Untergrund wurden via facebook als erkennbarer Trend zur Haltung eingefangen und in persönlichen Kontakten bestätigt. Klar wird: Man nützt auch gern die Zeit, um endlich einmal ausgiebig schaukeln zu gehen.

 

394/11: Video: Gary Wiggins (sax) meets Sibylle Briner (piano) – Piano meets Jazz (Lied des Tages)

Banner Personen
Sibylle Briner & Gary Wiggins | Piano meets Jazz

Sibylle Briner & Gary Wiggins (Einbettung vom Fremdserver)

Detroit Gary Wiggins? Yeah, man, da denk ich gleich an „sax“, man! (typischer Straßendialog in Berlin, mit amerikanischem Akzent, bitte) 🙂

Gary „Detroit“ Wiggins ist Wahlberliner seit vielen Jahren und sagt uns was als „sax man“. Sprecht das bitte angloamerikanisch aus!  Wenn Gary losbläst, gibt´s kein Halten mehr. Sein Ruf ist legendär. Seit dem Ableben von Mr. „one & only“ Michael Jackson sind seine „Tribute“-Konzerte ein heißes Thema. Dem King of Pop zu Ehren gibt Mr. Wiggins Jacksons Popnummern (nicht Poppnummern) instrumentalistisch zu Gehör. Großartig, Leute! Unbedingt mal eine der upcoming shows besuchen! Allerdings: Jazz ist das nicht!

Weiterlesen

343/10: Linktipp: Ausführliches Videointerview mit Uwe Hassbecker, Gitarrist von Silly

Uwe Hassbecker im Interview

Uwe Hassbecker im Interview

Banner FotoCreditsScreenshot Video Uwe Hassbecker-Interview (Link ist unten angefügt)

Zu klären bleibt noch: Wann können wir Uwe Hassbecker mal interviewen? Das Vorhaben liegt noch „ad acta“!

Freddie King, Santana und Jeff Beck haben es ihm angetan, als der Hallenser Uwe Hassbecker Gitarre lernte. Auf der interessanten Plattform bonodo.de erschien ein Interview in guter Video- und Tonqualität. Was hatten Musima und Uwe Hassbecker gemeinsam und wonach haben die Leute getanzt? Antworten gibt Uwe Hassbecker im vierteiligen Interview auf bonedo.de. Seid nicht böse, auch wenn wir euch linken! Die Farbe Rot spielt dabei eine Rolle!

Weiterlesen

330/10: Video: Das Crossoverprojekt Anna Loos zieht durch die Lande…als vierfaches Doppelpack #Silly

Was haben eigentlich Hans-Dietrich Genscher und Uwe Hassbecker gemeinsam? Zwei Dinge: Beide haben ihre Kindheit in Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) verbracht. Beide rauchen aktuell nicht! Uwe Hassbecker schon immer!

Uwe Hassbecker und Anna Loos waren am 05.11.2010 in der RBB-Talksendung „riverboat“ und ein Videoschnipsel dessen ist über den „sillychannel“ per vimeo hier eingebunden. Was gibt es dazu denn zu sagen?

Weiterlesen

118/10: CD Review: Silly veröffentlichte „Alles rot“ – Gratwanderung schwarz zu rot! Anna! Oh Anna!

Silly - Alles rot (CD, 2010)

Silly - Alles rot (CD, 2010)

Bloß gut Ihr geht in die nächste Runde. Schön dass sich Qualität doch durchsetzt! (Besucher Dirk, 21.01.2010, Gästebuch Silly hier)

Die Band Silly gibt es seit 1978 und es gab viele schöne, bunte Tage, große Erfolge und internationale Beachtung. Daneben hatte die DDR-Band gute Westkontakte, beispielsweise zu dem berühmten Fotografen und Musikmanager Jim Rakete, der das Frontcover der 1986 erschienen Platte „Batallion d´Amour“ schwarz-weiß illustrierte mit einer im Stil Raketes gefertigten Schwarz-Weiß-Fotografie. Schwarz und weiß als Grundprinzip, nun minimal durchbrochen von „einem Hauch von Rot“, seht selbst.

Weiterlesen