1235/15: Video: Hör mal, wer da hämmert. Wish You Were Here for A Day In The Life #mashups

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Pink Floyd - Wish You Were Here (gif)


Wish You Were Here/ A day in the life – Pink Floyd & feat John Lennon

Dass sich das künftige Denken Bahn bricht, indem es aus unkonventionellem Gedankengut schöpft, könnte als die Erfindung dieses Jahrtausends weltweit Fuß fassen. Die Menschen haben Erwartung, Erziehung und Konvention. Wer aus diesem Raster ausbricht, wird entweder künftig als verrückt bezeichnet werden oder zum Retter der Welt. – Nicht mehr aufzuhalten ist die Verknüpfung im Denken, was Suchparameter angeht, die eigentlich nicht zusammenpassen. Das Beispiel dieses Videos illustriert es sehr anschaulich: Wer wäre schon auf die Idee gekommen, auf google nach Wish You were here for A Day in The Life zu suchen? Doch nur die vollkommen Behämmerten? Irrtum.

Wenn man eine gutfunktionierende Küchenmaschine hernimmt und die Musikgeschichte, so wie sie mal war, hinein gibt, entsteht ein neuer, noch mürberer Teig. Das große Kneten: Aus alt macht neu und aus neu etwas ganz anderes, und sei es ADHS in äußerst zuspitzender Form mit Aufmerksamkeitsgarantie, das es so noch nie gab.

So ungefähr ist das Ergebnis dieses Videos mit angeschlossenem Audioinhalt. Verrückt, aber wahr. Und es passt.

Große Arbeit.

1194/15: Positionen: Dürfen Proben mitgeschnitten werden? Vorsicht, Kamera! Paar Überlegungen zu ostentativem Digitalismus.

Icon Proberaum

Beuteschema_Gute.Aufnahmen

Melissa Etheridge (* Name geändert) betrat zum ersten Mal den Proberaum: Den Mantelkragen hochgeschlagen, eine große Mütze übers Gesicht, Sonnenbrille Marke Fliegenaugen: Als erstes scannte sie die Räumlichkeiten gewissenhaft ab. Wände und Decken. Irgendwo Aufzeichnungsgeräte? Dann legte sie entspannt ab: Nichts dergleichen. – So könnte künftig das Vorsingen beginnen. – Immer wieder im Streit: Wie stark ist das Recht des Einzelnen vorzuschreiben, ob wir in der musikalischen Probe digitale Aufzeichnungen anfertigen dürfen? Oder -vor allem dies- auf gar keinen Fall Aufnahmen erstellen zu dürfen? Ein paar Gedanken dazu. Durchaus absichtlich meinungsstark. Ich bitte um konstruktiven Widerspruch.

Dabei ist das Einführungswort des höflichen Hinzugewinns zuallererst: Vielen Dank für die Aufnahme. Mit Einführung digitaler Aufnahmegeräte ist das Aufzeichnen von Bandproben in recht guter Qualität viel leichter geworden. Aber auch schon in den Siebziger/Achtziger-Jahren liefen Cassettenrecorder mit, um auf Bandproben Kontrollmitschnitte anzufertigen. Selbst Demos wurden handgeschnitzt angefertigt, beispielsweise um an Gigs zu kommen. Kein neues Thema. Neu ist das Thema Digitalismus indes, seit es Internet gibt und im Web 2.0 kinderleicht Parallelveröffentlichung erfolgen kann.

Hier gibt es meinungsmäßig stark auseinander driftende Pro- und Contralager. Im Interesse der Versachlichung ein paar Gesichtspunkte, vielleicht ein Versuch, eine starke Meinung zu bilden und diese konsequent zu vertreten.

Ich persönlich kann die menschlichen Ängste und Befürchtungen verstehen, allzu schnell im Internet zu landen, mit musikalischem Probematerial, dessen Veröffentlichung man als „nicht reif“ bezeichnen könnte. Das Recht am eigenen Bild ist ein noch schwerwiegenderes Thema als das Recht am eigenen Ton, will man erst einmal meinen. Um diese Frage, um Veröffentlichungen im Internet, geht es mir gar nicht.

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678/12: Lied des Tages: Wir drehen die Welt! Pass auf, ich hab jetzt Muskelkater vom Posten! #Miriam Spranger #Jamin


Miriam Spranger & Jamin | Wir drehen die Welt [Offizielles Musikvideo: Part 1 | Vö 7. Mai 2012] (via Youtube)

Wir haben genug gesehen…..gemeinsam können wir was bewegen! Lass uns nach vorne gehen….!

Ungewöhnlich, aber wahr. Der Song ist aufgeteilt in zwei Videos, hier geht es zu Teil 2, klickst du?


Miriam Spranger & Jamin | Wir drehen die Welt [Offizielles Musikvideo: Part 2 | Vö 7. Mai 2012] (via Youtube)

Ab jetzt überall als Download erhältlich!

© Text/Musik: Jamin http://www.youtube.com/user/JaminMusik
© Produktion: Muskelkater Studio http://www.youtube.com/MuskelkaterRecords
| www.muskelkaterstudio.de

Seit 07. Mai 2012 überall als Download erhältlich bei
Amazon: http://www.amazon.de/Wir-drehen-die-Welt/dp/B007PXEV0U
Musicload: http://www.musicload.de/jamin-miriam-spranger/wir-drehen-die-welt/musik/singl…

 

504/11: Trendbarometer: Der Trend geht eindeutig in Richtung Gemüse, Fleisch, Holz, Metall ist out!

Worldwide one of a kind, the Vegetable Orchestra performs on instruments made of fresh vegetables. The utilization of various ever refined vegetable instruments creates a musically and aesthetically unique sound universe. The Vegetable Orchestra was founded in 1998. Based in Vienna, the Vegetable Orchestra plays concerts in all over the world. #Selbstdarstellung des Vegetable Orchestra auf Website, Link unten

Eingekauft wird zur Probenvorbereitung nicht mehr bei just-music, Thomann & Konsorten. Denn denen fehlt die lebensmittelrechtliche Erfahrung, ihnen fehlt es an Frischhaltemöglichkeiten, Einlagerung und Kühl-know-how. Was die Frauen und Männer dieses Orchesters bespielen, um Musik darzubieten, stammt vom Wochenmarkt. Das Gemüse wird vorher ordentlich selektiert, braune und Quetschstellen sind verpönt. Ob die Klassifizierung „Bio“ erforderlich ist, haben sie nicht verraten. Aber sie können Takte halten, wenn sie auf Kürbissen, Salatköpfen, Gurkenhöhlen und Möhren und sogar Paprikaschoten herumpräkeln, drauf blasen oder sie schlicht schütteln. Damit unterscheiden sie sich schon vom talentlosen Percussionisten. Der Weg ist das Ziel und die Vorbereitung ist fürs Gelingen entscheidend.

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492/11: Lied des Tages: Malajube – Fille Á Plume

Banner Audio-Paparazzi


Malajube – Fille Á Plume (2007)-  via Youtube

Nein, es ist keine Berliner Band. Malajube und ihr Video zu dem Song „Fille Á Plume“ kommt von anderswo, genauer aus Montreal in Kanada. So wie einiges, was der Berliner Labelboss Christoph Ellinghaus von seinem Berlin-Kreuzberger Büro aus anstößt. Über das Label CITYSLANG haben wir schon mehrfach berichtet. Das Video allerdings ist ganz schön straight. Viel Spaß, und die Lautsprecher bitte schön aufdrehen.

  • Website: Malajube

363/10: Video: Andreas Hommelsheim (kb) & Ille Ilgner (voc) 10.12.10 live im Quasimodo


Ballade – Andreas Hommelsheim (kb), Ille Ilgner (voc.) – live 10.12.10 live im Quasimodo

Ohne Worte. Großartiger Song!

353/10: Live Review: Die Band Unsupported Personality feierte sowas wie einen fulminanten Erstgig!

„So, da ist es schon…leider mit ausgesprochen besch…eidenem Ton, aber nun gut, Ihr habt wohl meinen Handy-Mikro gerockt! :o)“ (facebook-O-Ton von Wilfried Buergermeister, dem Kameramann von Unsupported Personality) – Wie dem auch sei: Die Band Unsupported Personality trat im Weinberg-Gymnasium Teltow auf und es war gut, wie es war und alle Schüler jauchzten und frohlockten, denn es war wie Weihnachten auf dem Weihnachtsbasar 2010!

Der Kritiker muss sagen, er hat sich das Video jetzt gerade erst angesehen und gleich am Anfang lief es einem kalt den Rücken herunter. Lena MLs „Satellite“ gleich als erstes und wow, gut gespielt. Tolle Sängerin auch, Livia Burmeister. Und so geht es weiter. Die Band hat was, findet zumindest der Video-Rezensent nach dem Genuss von ca. 12:20 Minuten. Gut, es waren nicht die optimalen Paparazzi-Bedingungen: der Video-Berichterstatter hätte für den ersten Gig dieser Band ruhig mal „für nen Fuffi“ ne richtige HD-Kamera (günstige Wochenend-Tarife gibt´s am Ende) locker machen können.

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332/10: Video: Christoph Schlingensief († 2010) interviewte mal den berühmtesten Ruhrpöttler der Welt!

Echoes: Christof Schlingensief "Kreisende Gedanken"


Teil 1/3: Helge Schneider, interviewt von Christoph Schlingensief (via Youtube)

Mein Idealzuschauer ist jung und weiblich, die ersten Reihen! Für mich und Buddy Casino ist das schön, ….unser Schlagzeuger kann nichts sehen, der ist ja schon älter, der sieht gar nicht in die erste Reihe! Die gucken dann so nett und lächeln. Für uns ist das schön, weil wir das so im Straßenverkehr gar nicht haben.

Dass sich Christoph Schlingensief  († 2010) und Helge Schneider schon seit Anfang der 80iger Jahre kannten, miteinander befreundet gewesen sind und sogar Filmprojekte gemeinsam am Wickel hatten, ist vielleicht gar nicht so bekannt, trifft aber zu. Helge Schneider im Interview, geführt, gesteuert und fragentechnisch entwickelt von Christoph Schlingensief.

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306/10: Coole Covers: Pete „Wyoming“ Bender & Joe Kucera „I don’t want to…..“

Icon Coole Covers

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I don´t want to talk about it – Pete Wyoming Bender & Joe Kucera – live Yorckschlösschen 15.10.10

These both guys are living in Berlin, Germany, and they have had a life long career playing together on records, tv, radio and live. Aren´t they spiritual brothers? Or bloodbrothers? Pete yesterday: „I am not married with Joe and I better would not.“ – Their gig at the Berlin-Kreuzberger Music Pub Yorckschlösschen was well visited and if you are planning to do a townvisit, don´t forget to visit this „castle of Music“, which is well known and famous in Berlin. Additional infos you can find on the official website www.yorckschloesschen.de – have fun. The song is well known, sung by Rod Stewart in the seventies! (Filmbeschreibung bei Vimeo.com)

Rotz und Wasser heulten sie immer, die „Weiber“, wenn Rod Stewart den Song sang. Rotz

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302/10: SPAM: Diese russischen Girls sind Dancing Queens, juchei jucha in russischen Jeans!


Nina Hagen – Personal Jesus – Live in NDR-Talkshow – 16.07.2010 – via Youtube

Russischer Reggae - Text: Nina Hagen

Zugegeben, das Geschreibsel hier erfolgt in eigener Sache.  Wir bitten unsere Leserschaft, uns die kommentierenden Worte aus Rußland (oder Russland?) freundlichst zu übersetzen, damit wir die Kommentarfunktion für den Absender künftig bedenkenlos freischalten können. Dabei allerdings fällt uns wieder Nina Hagen ein und ihr seinerzeitiger Supersong Russischer Reggae!

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292/10: Band-Soziologe: Wohin nur mit dem vielen Pfandgut? Drogen, Alkohol und Kontemplation

Banner Der BandSoziologe

Die Website blackbirds.tv verfügt über großartige und weitreichende Kenntnis auf dem Gebiet des Drogenkonsums. Koka-Kekse, Bier, Wein, Sekt und alle anderen denkbaren Arten von Drogen sind hier eigentlich ständig das Thema der Berichterstattung. Es empfiehlt sich daher ein nüchterner Blick auf diese Website. (Die Ethikkommission von blackbirds.tv, Gebrauchsempfehlungen)

Der Bandsoziologe sieht den hohen Alkoholkonsum in Berlins Proberäumen inzwischen kritisch. Erstens fördert das nicht das gute Ergebnis der gemeinsamen Probestunden. Zweitens sieht die Welt nüchtern betrachtet eventuell sogar etwas farbiger aus, oder? Und drittens macht die Beschaffungs- und Wegschaffungskriminalität besondere Sorgen. Seht selbst.

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271/10: Video des Tages: Steve Binetti „Driving Alone“ #Musiktipp #Driving Alone #Butterfly Blues


Steve Binetti – Driving Alone (via Youtube)

Yes, I wish, I was one. Yes, I wish, I was a butterfly…. (Butterfly Blues)

Als ich diesen Song -Driving Alone- das erste Mal hörte, weil er sich irgendwo in meine Websitebesuche untermischte, war es nur ein kurzer Schnipsel davon, eine Art Promotion-Dingsbums von ungefähr 1 Minute Länge. Aber -bullshit- das war so nen Scheiß-Gänsehautmoment, wie ich ihn liebe. Steve Binetti ist so was wie die einzige funktionierende „one-man-Band“ in Berlin. Nadelstreifenzwirn, Käppi uffm Kopp und ne alte Vintage-Gitarre: fertig ist die Laube. Fassen wir uns kurz: Steve Binetti ist ein großartiger Musiker, den man sich auf jeden ansehen sollte, wenn er spielt. Nicht aus den Augen verlieren!

One and one is one. (Medicine Head, frühe Siebziger, One-Hit-Wonder)

266/10: Presse: Judith Holofernes (Wir sind Helden) ihre Leichtigkeit des Seins , Kreuzberg, Zehlendorf

Verallgemeinerungen und sprachliche Unschärfen von Judith Holofernes im Gespräch mit der Süddeutschen: über Berlin: ….“…in einer Stadt zu leben, wo man den allermeisten Leuten anmerkt, dasss es ihnen nicht in erster Linie ums Geldverdienen geht….“, über Kreuzberg: … „…, wenn unsere Kinder ins schulpflichtige Alter kommen, denn das ist in Kreuzberg ein unlösbares Problem, durch die hanebüchene Berliner Schulpolititik…“, über Zehlendorf: …“..Ich will nicht nach Zehlendorf, …, wenn in meiner Umgeung nur Anwälte und Ärzte wohnen….“…(Textauszüge)

Richtig: Die Babypause scheint vorbei. Judith Holofernes promotet dieser Tage das neue Machwerk der Band Wir sind Helden. Das tut sie multipel, multimedial und mit Leichtigkeit. Es war immer so, in den letzten Jahren. Wir sind Helden gehören zu den bundesdeutschen Topacts, die sich gut verkaufen. Auch wegen der witzigen, distanzierten Leichtigkeit, mit der die Texte dieser Band einen spröden Charme versprühen.

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220/10: Gigs, Preview: Am 30.06. gibt’s im Quasimodo ein Sechserpack Marmelade! #Live JAM Festival!

Quasimodo LiveJam - Flyer (Scan)

Quasimodo LiveJam - Flyer (Scan)

Bevor wir ab Juli in die Sommerpause gehen, wollen wir nochmal so richtig mit den Musikern und unseren Gästen feiern! (aus der Ankündigung)

Vorhang auf! Die Show beginnt…ich hab mal schnell ‚nen Fernseher aufgestellt…. Public Viewing!

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209/10: SängerIn gesucht? Ein Erfahrungsbericht aus der Berliner Musikszene

Nein, ohne Quatsch: Die Aktion SängerIn gesucht? via blackbirds.tv ist inhaltlich abgelaufen. Alle älteren Beiträge diesbezüglich wurden daher markiert, wie Hunde etwas markieren, dem sie größere Aufmerksamkeit widmeten. Die Artikel tragen jetzt folgendes Banner:

Banner Artikel abgelaufen

Es ist jetzt die richtige Zeit für einen rückwärts gerichteten, festen Blick. Sich in Gedanken noch einmal bei den vielen Sängern und Sängerinnen zu bedanken, die sich voller Emphase an uns wandten und uns ihr sängerisches Können unter Beweis stellten. Dank auch an diejenigen, die nicht gekommen sind, obwohl wir stets korrekt verabredet waren.

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201/10: Personen & Porträts: Gunter Hampel, Jazzlegende – Who *h* fu*k is…?

Banner Personen

Gunter Hampel (Quelle: Wikipedia)

Gunter Hampel (Quelle: Wikipedia)

Gunter Hampel (* 31. August 1937 in Göttingen) ist ein Jazzmusiker (Komponist, Vibraphonist, Saxophonist, Flötist, Pianist und Bassklarinettist). Tritt am 12.06.10 im Berliner Quasimodo auf. Die Konzertankündigung befindet sich in einem weiteren Artikel hier.

Der deutsche Jazzmusiker Gunter Hampel wird in Fachkreisen eine Legende genannt. Wir fügen hinzu: eine „living legend“ und möge er sich (bitte) noch lange guter Gesundheit erfreuen. „Ein rastloser Maniac, der in der Musik Erlösung findet“, wird gesagt.  Um lediglich nur Texte abzukupfern, die allgemein zugänglich sind, gestatte uns die Leserschaft der Einfachheit halber den Verweis auf den angehängten Linkappendix namens Weblotse am Ende des Artikels.

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136/10: Video des Tages: Rupert’s Kitchen Orchestra – Vom polnischen und vom spanischen Abgang…

Frage des Tages: Was haben Lena Valaitis und Rupert’s Kitchen Orchestra gemeinsam? Antwort am Ende des Beitrags.

Die Berliner Funkband Rupert’s Kitchen Orchestra ist nicht nur musikalisch talentiert. Auch im Streuen von Informationen haben die Jungs (und Mädels) was auf dem Kasten. Sie lassen andere an ihrer Arbeit teilhaben, ganz so, wie es das Web 2.0 zwingend vorschreibt als Möglichkeit eröffnet. Im Übrigen sind auch immer mal Rezepttipps aus dem Küchenorchester von „Balin“ zu erwarten. So sagt man. Sagt man?

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121/10: Video & Lied des Tages: Ich sag nicht Ja – Silly (Alles rot)

Silly - Alles rot (CD, 2010)


Die Band Silly und ein grüner Elefant? Bitte wie?

Als Grüner Elefant wurde ein gegenüber den Behörden der DDR verwendetes Ablenkungsmanöver bezeichnet; diese gab es sowohl für Texte des politischen Kabaretts als auch für Texte neuer Lieder, wie beispielsweise bei der Band Silly. Eine auffällige kritische Passage wurde bewusst in ein Programm oder in einen Songtext hineingebracht, um gestrichen zu werden. Diese Passage zog die Aufmerksamkeit der bewilligenden Prüfer auf sich (und wurde erwartungsgemäß gestrichen), wodurch gleichzeitig andere, subtilere politische Spitzen im Programm oder Anspielungen im Text übersehen wurden und beibehalten werden konnten. (Quelle: wikipedia – Grüner Elefant – hier)

Das kürzlich neu erschienene Album der Band Silly „Alles rot“ haben wir hier bereits umfassend besprochen.

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119/10: Video: Spencer Davis Group – Det war in Schöneberg

 


Det war in Schöneberg – Spencer Davis Group (via Youtube)

Der Youtube-Benutzer Cherylo1 schreibt, aber die Richtigkeit dessen haben wir nicht überprüft:

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118/10: CD Review: Silly veröffentlichte „Alles rot“ – Gratwanderung schwarz zu rot! Anna! Oh Anna!

Silly - Alles rot (CD, 2010)

Silly - Alles rot (CD, 2010)

Bloß gut Ihr geht in die nächste Runde. Schön dass sich Qualität doch durchsetzt! (Besucher Dirk, 21.01.2010, Gästebuch Silly hier)

Die Band Silly gibt es seit 1978 und es gab viele schöne, bunte Tage, große Erfolge und internationale Beachtung. Daneben hatte die DDR-Band gute Westkontakte, beispielsweise zu dem berühmten Fotografen und Musikmanager Jim Rakete, der das Frontcover der 1986 erschienen Platte „Batallion d´Amour“ schwarz-weiß illustrierte mit einer im Stil Raketes gefertigten Schwarz-Weiß-Fotografie. Schwarz und weiß als Grundprinzip, nun minimal durchbrochen von „einem Hauch von Rot“, seht selbst.

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88/10: Gigs, Review: Im Quasimodo Berlin musizierten Terry Bozzio, Tony Levin und das war Hot Sauce!

Sitze hier im Thairestaurant Elephant, Fasanenstr., Berlin und befinde mich in bester Gesellschaft: der beste Rockbassist der Welt, Tony Levin, stärkt sich am Nachbartisch für das Konzert um 22 uhr im Quasimodo. Dass er nach Hot Sauce fragt, ist nicht verwunderlich.“ (TwitterTweet von Tommy Tulip, 06.04.2010 – 20:53 Uhr)

Ja, das Restaurant Elephant, unmittelbar gegenüber vom Quasimodo, hat auf Nachfrage „hot sauce“ zu bieten. Und so’n heißer Bassist wie Tony, dem ist die thailändische Küche in ‚european style‘ eben etwas zu ‚unheiß‘ – was die Bassgrooves allerdings angeht, benötigen diese in der Regel keine Hot Sauce  obendrauf. Viele davon sind weltberühmt geworden. Dass Terry Bozzio ‚woanders was isst‘, sagt Tony Levin mir auf meine Frage hin, und das wiederum war zu bedauern. Allerdings lautet eine goldene Regel des Paparazzi-Journalismus: Stör Künstler nie beim Essen vor dem Auftritt, das geht schief.

Gestern, am 06.04.2010 fand  ein bereits seit längerem hier angekündigtes Konzert der Meisterklasse statt. Es gaben sich die Ehre:

  • Tony Levin, Bassist
  • Terry Bozzio, Schlagzeuger
  • Allan Holdsworth
  • Pat Mastelotto

Man muss schon den Mut bewundern, den das Quasimodo mit diesem illustren Quartett von Gott begnadeten Musikern an den Tag legt. Denn was geboten wird an einem solchen Abend, das ist alles andere als „billiger mainstream“. Mit der Veranstaltung dieses Konzerts von vier Weltklassemusikern festigt das Quasimodo seinen Ruf als äußerst bedeutender Spielort in Berlin, der seinesgleichen sucht. Das Quasimodo hat im „Spielkeller“ nur einen Fehler: es ist an solchen Tagen zu klein, etwa 350 Zuschauer und der Laden ist voll. Und wie voll. Ausverkauft.  Gestern Abend.

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73/10: Historie: Die Geschichte des Krautrock (BBC 4 Dokumentation) – „Die englische Sicht!“

Die Geschichte des Krautrock

Update 15.10.14: Eine Weile nicht mehr nachgesehen, datiert die Erstveröffentlichung dieses Artikels und insbesondere der verlinkten Seite mit der BBC-Dokumentation aus dem Jahre 2010. Sehr häufig angeklickt, fand das Thema offenbar Interesse. Allerdings: Immer wieder zerbomben Urheberrechtsansprüche solche Fleißarbeiten und legen im digitalen Weltkrieg Webseiten in Trümmer. Tröstlich: Davon stirbt niemand. Die Arbeit allerdings ist dahin. Das wurde heute noch einmal nachgearbeitet, denn die Seite ist wichtig. Punkt.

Das ist das Schöne an der Englischsprachigkeit: Im Gegensatz zum amerikanischen Englisch, dem ein „noodlewood between both teeths“ (Pidgeon-Englisch) anhaftet oder ein Chewinggum, handelt es sich bei dem british Englisch um weniger anarchistische Sprachfetzen. Sie sind verständlich, wer Schulenglisch genossen hat, mag vieles davon ohne Simultanübersetzer gut verstehen. Es ist ein „englischer Blick“ auf Deutschland, mit starken Tendenzen zu vereinfachen und zusammenzufassen.

Hinzu kommt:

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70/10: Gags: Hilfe, ich werde von Yoko Ono verfolgt. Allerdings: Das zeichnet unsere Weitsicht aus!

Screenshot Twitter Yoko Ono


John Lennon – Woman – via Youtube

Rrrinngg. Ich habe Post auf meinem Emailaccount. Der Betreff ist vielversprechend: Yoko Ono folgt mir jetzt auf Twitter.

Sowas kommt von sowas. Es wird seinen Grund haben. Aber welchen? Ich muss nachdenken.

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66/10: Gags: Trumpet playing by Ear – Oh Canada – Fortbildung für Bläser!


Trumpet by Ear – via Youtube

Nur als Fortbildung für unsere Bläsersection! Unterrichts- und Schulungszwecken dienendes Lehrmaterial wird stets nur ohne eigenes Know How zur Verfügung gestellt. Rückfragen bei der blasierten Redaktion sind zwecklos. Have fun.

63/10: Video: Steve Vai & Felix Lehrmann (Berlin, drums) auf Musikmesse 2008 – Beat It (MJ – R.I.P.)


Felix Lehrmann, Andy Timmons, Felix Lehrmann – Musikmesse 2008 – Beat It – via Youtube

Aus aktuellem Anlass: Diesen Beitrag widmen wir dem unvergesslichen Michael Jackson, dessen Lebenswerk und der Erinnerung an den „King of Pop“

Das Video: Harte Kost für frühmorgendliche Ohren: Ein paar Leute aus Berlin und Umgebung mischen noch nicht mal so lange, wenn man in Dekaden denkt, das Berliner Musikgeschehen auf. Dazu gehört auf jeden Fall der Halberstadter Berliner Felix Lehrmann (Jahrgang 1984). Felix Lehrmann ist Schlagzeuger, Linkshänder, he do it the other way round, hat immer noch keine eigene Homepage und braucht vermutlich solchen Schnickschnack nicht, um Aufmerksamkeit zu erregen. Das tut er mit dem Kern seiner Interessen. Auch Felix Lehrmann will offenbar nur spielen.

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62/10: Video: DJ Size ft. J. Lourenzo & Big Steve – In my eyes – No blood on the dance floor


Video: DJ Size Ft. L. Lourenco & Big Steve – In my eyes (Official Video) – via youtube

Was ist denn das? Na, DJ Size, so heißt der Mann das Projekt und es kommt aus Berlins Studios. Ach so: da gibt es jetzt dieses neue offizielle Video: „In my eyes“. Mitgewirkt haben noch zwei weitere Sänger: Ein gewisser Herr Lourenzo, den wir hier und da schon anderswo sichteten, und beispielsweise in Kürze in anderer Mission nochmals sichten dürfen. Damit ist am 21.03.10 absolut Schluss: Dann ist’s Plusquamperfekt, bis zum nächsten Mal.

But, who the *u*k is Big Steve? Die Geschichte spielt wohl komplett in Berlin. Mr. DJ Size ist ein Danceprojekt, und offenbar ein gekonntes mit dem Hang zum Chartbreaken. So jedenfalls könnte der gemeinsame Masterplan der drei Projektanten lauten. Das Video sieht aus, als wenn da welche ganz nach oben wollen! Projekttanten hat nichts mit Verwandtschaftsgraden zu tun, von wegen …tanten…oder Böhse Onkelz! Abwegig, das zu denken.

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Gig/Preview: Disco Inferno am 19./20.03.10 im Quasimodo, die Maschine geht!

Veranstaltungstipp Disco Inferno

Sie gelten als die „einzigen legitimen“ Nachfolger seit Erfindung der berühmt-berüchtigten (Blackbirds-)Kunst-Afroperücke (Nachweis am Ende dieses Beitrags) und sind daher der Redaktion von blackbirds.tv immer ein besonderes Anliegen. Die Rede ist vom stampfenden, röchelnden, schiffsplankenbewehrten Unterhaltungsdampfer Luxusglitzerliner Disco Inferno Berlin. Die Band spielt erneut auf, und zwar in Stereo im Doppelpack, und das Beste daran: Das geschieht sogar zeitversetzt. Am Freitag, den 19.03. und am Samstag, den 20.03.2010 -jeweils gegen 22.00 Uhr- treten sie wieder im Quasimodo auf.

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Video: Steffi Stephan (Bassist) spricht über das Thema Glauben in Münster


Steffi Stephan hält DienstagsImpuls in St. Nikolaus (Teil 1) -via Youtube

Steffi Stephan ist Bassist, lebt in Münster, betreibt dort u.a. die Jovel Music Hall und ist -in Musikerkreisen, aber auch darüber hinaus- als „lebenslanger Bassist“ des Panikrockers Udo Lindenberg bekannt. Lindenbergs Karriere begann im Schlagzeugstudium in Münster, und haben sie sich da kennen- und schätzen gelernt?

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