1492/17: Nachruf: Gerrit Meijer (* 12.3.1947 – † 17.02.2017) – Im Schatten der Mauer – The „simply irreplaceable One“


Eulenspiegels besinnungsloser Adventskalender mit Gerrit Meijer

Zu Weihnachten 2016 nahm die Eulenspiegel-Verlagsgruppe einen Türchenkalender mit Gerrit Meijer auf und läutete damit das bevorstehende Fest ein. Bei Interesse auf YouTube den ganzen Kalender durchsehen. Wie man einen richtigen Nachruf schreibt? Es fehlen einem in der Trauer immer schnell die Sonderzeichen, hier eine kurze Anleitung: Geburtstag „*“ und Todestag „‚ müssen mit den richtigen Buchstabenkombinationen im ASCII-Code besorgt werden. Die Geburt ist kein Problem. Für das Todestagzeichen „„, das man auf einer PC-Tastatur nicht ohne weiteres findet, gehe auf Wikipedia und besorge Dir eine gestorbene Persönlichkeit. In diesem Fall George Harrison. Copy & Paste „‚“. Abgesehen davon hat dieser stilistische Übergriff auch gutes: Es entsteht Fusionmusik. Nachfolgend ehren wir Gerrit Meijer, der wie George Harrison jetzt schon „“ ist, ja leider. 70 wäre er geworden.

Viel Aufhebens um seine Person machte er zeitlebens nicht. Dabei war sein Auftritt durchaus ikonenhaft und stilprägend für seine Zeit und heute sind sich nicht wenige einig, dass die Begrifflichkeit vom Wall-City Rock als Sonder- bzw. Alleinstellungsmerkmal direkt auf ihn zurückgeht.  In jenen Jahren ließen sich Bands aus Westberlin reihenweise an der innerdeutschen Stadtgrenze fotografieren, vielleicht waren PVC die ersten?

Er existierte. Bis heute. Weiter. Ein Relikt.

Schrieb noch ein Buch: „Berlin, Punk, PVC“ – Kürzer konnte man nicht buchtiteln. Unprätentiös. Karg. So war jetzt auch sein Abschied, der auf Facebook eng an den endgültigen Abritt in den Rock`n Roll Heaven erfolgte: „Ich bin jetzt mal gestorben, macht’s gut.“

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