1583/17: Video: Die negative Rolle der Beatmusik #HIStory


Erich Honecker zur Beatmusik in der DDR

Über eine lange Zeit hat DT-64 in seinem Musikprogramm einseitig die Beatmusik propagiert. Hinzu kam, dass es im Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend eine fehlerhafte Beurteilung der Beatmusik gab. Sie wurde als musikalischer Ausdruck des Zeitalters der technischen Revolution entdeckt. Dabei wurde übersehen, dass der Gegner diese Art Musik ausnutzt um durch Übersteigerung der Beatrhythmen, Jugendliche zu Exzessen aufzuputschen. Der schädliche Einfluss solcher Musik auf das Denken und Handeln von Jugendlichen, wurde grob unterschätzt. Niemand in unserem Staate hat etwas gegen eine gepflegte Beatmusik. Sie kann jedoch nicht als die alleinige und hauptsächliche Form der Tanzmusik betrachtet werden.

Mit klarem aufklärerischen Fokus berichtet diese Website weiterhin unbeugsam über wichtige Entwicklungen in der Populärmusik. Aber auch zu geschichtlich bedeutsamen Gesichtspunkten derselben: Soweit zur Geschichte der vormalige Genosse Erich H. (Saarland, Dachdeckergeselle) dies hier ausgeführt hat, sollten wir es in Erinnerung behalten. Denn: Gesagt ist gesagt.

Ich mag sie immer noch ganz gern: Diese Musik des Yeah, Yeah, Yeah

Weiterführend

* Walter Ulbricht und die Musik des Yeah Yeah Yeah

1424/16: Positionen: Blümchentapete, Rocktöpfe, Übungsräume und Schlagzeuger in #Berlin #Proberaum – eine Situationstragik

Icon Proberaum

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Wie versifft? Der Raum ist vintage. #Redensarten

Sie hätten es nicht weit gebracht, hätten sie nicht einen Proberaum bekommen, und auch wenn er mit Blümchentapete tapeziert war: Die Beatles haben Musikgeschichte geschrieben. Der Grund: Sie konnten miteinander ausprobieren, was sich lohnt darzubieten. Erst in einem guten Proberaum entsteht headroom. Operation freier Kopf. Aber bitte in einem halbwegs gepflegten, urbanen Ambiente. Was gehört dazu?

Allein über das Thema Proberaum kann man ganze Bücher verfassen. Historienrückblick: Wir haben uns schon in den Achtziger Jahren im alten Westberlin damit redlich geplagt. Sogar ein großes Benefizkonzert in der Berliner Waldbühne haben wir damals veranstaltet. Johnny & The Drivers spielten, UKW (Sommersprossen), Interzone (RIP Heiner Pudelko, Gott am Gesang), die Insisters und viele, viele mehr. Der 1. Berliner Rocktopf war eine Benefizveranstaltung im ganz großen Stil. Schirmherr war ein Berliner Verein von Musikern, dem ich als Vorstand vorstand, und gängig wurde das sowieso nur, weil der damalige Rockbeauftragte des Berliner Senats Bernd Mehlitz mit seinem Mitarbeiter Uwe Sandhop (Sandy Hobbs, Bassist der Beatitudes) betonte: „Der Senat hat die Absicht, der Berliner Musikszene beim Beschaffen von Übungsräumen zu helfen.“ Ganz anders als Walter Ulbricht. Der hat eine Mauer ziehen lassen, da nahmen die Ostberliner Musiker den Wessis keine Räume weg, Interzone strich sie schwarz an und stemmte sich dagegen, als Jim Rakete den Auslöser drückte. Das Foto machte Geschichte. Mein Gott, Walter: Das war aber so nicht abgesprochen.

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1228/15: Geschichte: „Berlin, Berlin“ – Dein Herz kennt keine Mauern

Brandt.Zwieback


John F. & Die Gropiuslerchen – Berlin, Berlin (1987)

John F. und die Gropiuslerchen war das deutsche Musik-Projekt des Produzenten Jens Tröndle und des Musiker- und Autoren-Teams Rainer Konstantin, U. W. A. Heyder (Uwe Heyder) und Conny Göckel (Konrad Göckel). Zu Berlins 750-Jahr-Feier erschien 1987 unter dem Namen John F. und die Gropiuslerchen der Titel Berlin, Berlin (… dein Herz kennt keine Mauern). Der als Geheimtipp gehandelte Rapsong war mit O-Tönen von John F. Kennedy, Willy Brandt, Walter Ulbricht und Ernst Reuter bestückt, wurde von den Berliner Radiosendern, insbesondere dem RIAS, häufig gespielt, erreichte jedoch deutschlandweit keine Chartplatzierung. Nach dem Fall der Berliner Mauer entstand Berlin, Berlin (Die Mauer ist Weg), eine der Zeit angepasste Version des Liedes mit O-Tönen von Hans-Dietrich Genscher, Walter Momper und Ost-Berliner Demonstranten. Im Dezember 1989 gelang der Sprung in die deutsche Hitparade, wo sich der Titel 9 Wochen hielt und Platz 29 erreichte.

(Quelle: Deutsche Wikipedia)

Und, ja, wer erinnert ihn nicht, den guten, alten Brandt-Zwieback?

 

1171/15: Positionen: Jürgen Lemke, Klasse 11g, erklärt „Beat-Musik“ und „Jazz“. Von der Fröhlichkeit beim Baumwollpflücken

icon Positionen

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Was gibt es nur in Ostfriesland? Ein volles Haus in Leer: „Der reine, ursprüngliche Beat ist Musik. Er ging aus der Jazzmusik hervor. Jazz entstand aus reiner Freude an Rhythmus und Klang, aus den echten Gefühlen der amerikanischen Neger, Schienenarbeiter, Baumwollpflücker, Mississippi-Schiffsleuten oder Hafenarbeitern in New Orleans. Jazz ist fröhliche, aber ernstzunehmende Musik.“ Jürgen Lemke, Schüler, (Zitat des Tages) – Ubbo-Emmius-Gymnasium Leer 12/1967

In den Arbeiten von Schülern muss man differenzieren zwischen dem, was Schüler Lehrern zum Munde reden, um gute Noten abzustauben. In Plattitüden, Halbwahrheiten und „aufgeschnappten Trivia“ und solchen Gesichtspunkten, die den Heranwachsenden als schon einigermaßen aufgewachsenes Früchtchen auszeichnen. Mit Haken und Ösen. Kann sein, es ist Schleppnetzfischerei. Wir kennen Jürgen Lemke nicht, wissen nicht, ob er heute auf Norderney Krabben puhlt? Das ist unwahrscheinlich, denn dafür werden sie heutzutage mit dem Flugzeug nach Marokko verfrachtet: In ein Billiglohnland. Um dann gepuhlt und frischeverpackt wieder in deutschen Landen zu glänzen, frisch auf dem Tisch.

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