1962/20 #HIStory – Flammende Jugend, paraphernalischer Mystizismus und Flower Pauer at its best: „Flaming Youth“ (1970)

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Flaming Youth (with Phil Collins) – Koln, Germany (1970)

Phil Collins with his first band Flaming Youth
Broadcast on December 24th 1970 on WDR Koln Germany
Intro
Earthglow
Weightless
The Planets (Mars – Bringer of War) (Jupiter – Bringer of Jollity)
Changes
The Planets (Venus – Bringer of Peace) (Saturn – Bringer of Old Age)
In The Light of Love
Pulsar
The Planets (Neptune – The Mystic)
Weightless (End titles)

„Arche II – Eine musikalische Pop-Expedition ins All“ – Der äußerst talentierte Herr am Schlagzeug Phil Collins sitzt hinter den Kesseln der Musikgeschichte und spielt sich den Arsch ab. Man sieht ihm seine flammende Jugend nicht an, denn er sitzt vornübergebeugt. Nicht grade aufrecht. Wir schreiben das Jahr 1970. Kurze Zeit später wechselt Collins von der Jugendsünde zu einer Band namens Genesis. Gleichsam außergewöhnlich kommt einem Flaming Youth daher, roh ist der Holzschnitz, wild und frei ist die Attitüde des Musikalischen und immer wieder bricht irgendwie schon das spätere Brand X-Playing des Schlagzeugers Collins durch. Viele haben vergessen, Collins ist ein mehr als nur passabler Schlagzeuger. Nur Jimmy Page (Led Zeppelin) witzelte: „Für Zeppelin ist er nicht geeignet, Phil übt nicht genug.“ (als Ersatz für John Henry Bonham, Aussage ca. 1985 – Live Aid-Zusammenhang). Alles im allem sehens- und hörenswert liefert die Band ein hippieesques Spielvergnügen ab. Phil Collins singt einen Song allein. Geiles Oeuvre. Geile Band.

Digital überarbeitet hat die Sendung vom 24. Dezember 1970 der WDR Köln Billfilm (4.930 Abonennten), der dann auch bittet, ihm einen Kaffee zu kaufen. Der Coffeeshop für Spendierwillige ist verlinkt.

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1961/20 #Tageslied – Songs of Freedom, mentale Sklaverei und der Binzfaktor des Ostens

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Rote Lippen #Grafix

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Sascha + Maik / Improvisierte Session an der Strandbar 28 / Binz

Sascha „The Pascha Sinisa Licanin und Maik Juch stehen an der Bar, an der Bar, an der Bar,

Mensch, was machen die denn da? – Da fliegt uns doch das Blech weg.

Rastamann, Robert „Nesta“ Marley, spiritueller jamaikanischer Gott, hier dargeboten wie in einer Fugees-Dublette des Songs „Killing me softly“ – und zwar mit this Song.

Holla, der Meerbusen.

Ich schäume schon vor Gischt.

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1959/20 #Tageslied: Du bist alles – Babylon Berlin

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Du bist alles (feat. Tobias Morgenstern)

Ich war allein in meinen Träumen
In meinem Kopf hab‘ ich geküsst
Eintausend Mal
Heut‘ sah‘ ich dich vor meiner Türe stehen
Frag‘ mich, suchst etwa du nach mir
Ich kann’s in deinen Augen sehen
Nur ich kann diesen Blick verstehen
Du bist alles, was ich will
Du bist alles, was ich will
Komm und trag‘ mich durch die Welt
Komm und nimm mein ganzes Leben
Du bist alles, was ich will
Du bist alles
Uns bleibt nicht lange
Unsere Zeit verrinnt
Siehst du nicht, wie die Welt zerbricht?
Eintausend Mal
Mein Herz es füllt sich und zerfließt
Weißt du denn nicht, was du mir bist?
Ich hab‘ dich viel zu lang‘ ersehnt
Ich hab‘ dir das nur nie erwähnt
Du bist alles, was ich will
Du bist alles
Dieser Stern verglüht im Nu
Unser Glück hängt jetzt am Morgen
Du bist alles, was ich will
Du bist alles
Komm und trag‘ mich durch die Welt
Komm und nimm mein ganzes Leben
Du bist alles, was ich will
Du bist alles

Auf diese Idee kommt kein vernünftiger Mensch. Er ist ein irgendwie chancenloser, verlorener Charakter. Ein Nullum, ein Verlierer. Doch seine Geschichte ist berührend. Er genießt das Protektorat seines Dienstherrn. Der liest ihn auf der Straße auf und macht ihn zu dem, was er voll Dankbarkeit ist: er ist der dem Erkennungsdienst verbundene Haus- und Hoffotograf in der roten Burg, dem Dienstgebäude der Polizei in Berlin-Mitte. Hier gibt er sich im Verlaufe der mehrschichtigen Ermittlungen niemals unterbelichtet, genauer nur ein einziges Mal. Dafür gebietet ihm sein Ziehvater Schelte, doch das weiß er zu nehmen.

Dann feiert er seinen Vierzigsten. Und alle kommen sie, die Kollegen, in jenem Börsencrash behafteten Jahr 1929. Sie singen ihm ihr Ständchen, aber dann bitten sie ihn, auch etwas zu singen. Und dann das. Dieser Monolith der schönen Sangeskunst. Selten ein schöneres Poem an die Liebe genossen, selten die Tränen so weggedrückt, wie in diesem kleinen, vollkommen überraschenden Moment, in dem der offenbar schwule Hausfotograf zu einem besonderen Ausnahmekünstler avanciert, indem er das durchgängig linkische, unsympathische hinter sich lässt, um begleitet von seinem Ziehvater am Akkordeon diese anrührende Liebeserklärung zu zelebrieren. Man glaubt in diesem Moment, Gott nahe zu sein.

Das Lied des Tages auf Blackbirds.tv. Was für ein Song, was für eine Tragweite. Ich geh weinen.

Der Schauspieler, den ich meine, heißt Christian Friedel. Der Akkordeonist ist Tobias Morgenstern. Beide sind als musikalische Brüder auf meiner Annahmeliste. Besser isses.