1948/20 #Tageslied – Rubini Zöllner – Zum Sterben schön

Icon #Tageslied

Icon #Tageslied

Rubini Zöllner (Fotograf: Thomas Ernst, mit Dank 02.08.19)

Rubini Zöllner (Fotograf: Thomas Ernst, mit Dank 02.08.19)


Zum Sterben schön – Rubini Zöllner

Provided to YouTube by Zebralution GmbH
Zum Sterben schön · Rubini Zöllner
Zum Sterben schön
℗ 2020 Focus
Released on: 2020-07-03
Music Publisher: Edition Uhle
Lyricist: Helga Dost
Composer: Rüdiger Gleisberg, Gerold Kukulenz

Nennt es Zufall, die Nummer dieses Beitrags lautet 1948. Vertauschen wir (nur einmal) die letzten zwei Zahlen, wird daraus 1984. George Orwell verfuhr 1948 mit seinem visionären Zukunftskrimi 1984 auf der Suche nach einem passenden Buchtitel so. Seine Horroranleitung, wie es einmal sein könnte bekam umgedrehte Jahreszahlen. Damit legte Orwell den Anfang vom Ende der Menschheit in das ziemlich frühe Jahr 1984. Beängstigend. Und Gott sei Dank, wer es noch rechtzeitig gelesen hatte. Das zeitigte später eine gewisse Gelassenheit. Bzw. Überheblichkeit: Das Ende der Menschen so nah? Lachhaft.

Täte ich heute dasselbe, so würde mein Enthüllungsbuch zweiundachtzig Jahre nach vorn schauen und 2102 heißen. Aber ich habe nie Nummern geschoben, nur um erfolgreich zu sein. Es ist auch wenig verlockend. 1948, 1984 – lange bevor das Universum Rubini Zöllner gebar, Tochter des Berliner Musikers Dirk und seiner damaligen Frau Abini Zöllner, Journalistin, die u.a. für die Berliner Zeitung schreibt, Bücher (‚Schokoladenkind‘) verfasst. Rubini geriet perfekt, wunderschön, man kann gar nichts anderes denken. Hand aufs Herz: Wie hätte es anders sein können? Bei den Eltern? Und überhaupt: Bereits als kleines Erdbeerkind hüpfte Rubini durch den Friedrichsstadtpalast.

Jahre vorher, 1984 noch in der alten Zeitrechnung, es war noch nicht wahr, diese Fiktion aus dem Jahr 1948, der Kommunist und alleinerziehende, liebevolle Adoptiv-Vater George Orwell und was er nach seinen Erlebnissen im spanischen Bürgerkrieg aufschrieb. Damit die Vision vom Orwell nicht Realität wird, Obacht! Wir müssen zur Schönheit vorstoßen, wir müssen darauf achten, dass uns die Filterbubbles nicht zu sehr beherrschen, dass wir uns den großen Sechs aus dem Silicon Valley zu sehr übereignen in der Art von Digitalsklaven, nur damit wir Sternenstaub des sozialen Netzwerks bleiben dürfen. Digitaler Arrest, Haftlager, als Klebmasse im Sumpf, damit die Hater, Rassisten und Holocaust-Leugner, die diesen Plattformbetreibern so egal wie wachstumsförderlich sind, nicht zu sehr auffallen, während wir Durchschnitt sein spielen. Wir sind doch nur noch revolutionär, wenn wir Mausklicken. Die Revolution ist furchtbar anstrengend, wenn man sie nur für bare Münze nimmt.

Eine gute, sehr schöne Idee ist, wir sind jetzt einfach nur zum Sterben schön. Nennt es Zufall, nennt es Vorsehung. Dass ich das Lied heute suche, war kein Zufall, ich wusste, wohin ich wollte. Dass der Song offenbar kurz ins Netz gestellt wurde, bereits einen Abruf hatte, so blieb ich nur Zweitbester. Ich fertigte einen Sekundärklick, schnell, präzise, radikal. Ich werde an mir arbeiten müssen, nächstens bin ich der Erste und dann….. Tut Ihr das Heurige, klickt den Song wie wild auf diese Sängerin wie ein schönes Bild, um zur Schönheit an und pfirsich vorzustoßen. Ich wollte Euch helfen.

Das Lied des Tages auf blackbirds.tv: Zum Sterben schön – Rubini Zöllner, Chantreuse, Schöne, Herzensbeste.

Weiterführend + berührend

1946/20 #Buch Quartier Latin – Berlins legendärer Musikladen 1970-1989 368 Seiten, Autoren: Henry Steinbau, Marco Saß – L+H Verlag Berlin #QuartierLatin

B3 - Fake News (B3 Berlin, Band)

B3 – Fake News (B3 Berlin, Band)

Buch Quartier Latin - Berlins legendärer Musikladen 1970-1989 368 Seiten, L+H Verlag Berlin #QuartierLatin #TTT #Tulipstagram

Buch Quartier Latin – Berlins legendärer Musikladen 1970-1989 368 Seiten, L+H Verlag Berlin #QuartierLatin #TTT #Tulipstagram


B3 Berlin – Fake News

Andreas Hommelsheim (p, kb)
Ron Spielman (voc, g)
Lutz Halfter (dr)
Gérard Batrya (b)
B3 on Spotify: https://sptfy.com/2nQF
B3 on Facebook: https://www.facebook.com/B3Berlin/
Download and stream „Fake News“ by B3: https://backl.ink/14254284
Song and video were made without B3 bassist Gérard Batrya who had to stay in his homeland France due to the corona pandemic.
Recorded and mixed by Heiko Gigner at Blackbird Music Studio, Berlin http://www.blackbird-music-studio.de
Film by Erik Schütz / GoodBY Production https://www.goodbyproduction.com
© 2020 Blackbird Music http://www.blackbird-music.de
#b3berlin #fakenews #jazzrock

Henry Steinhau kenne ich seit ca. 1983 (geschätzt) als journalistischen Texten, die Mensch gern liest. Seine Texte waren Die Wahrheit. So hieß die Zeitung. Wunderbares Labeling, wenn einer Dinge aufzuschreiben beginnt, die sich alsbald einen gewissen Ruf erarbeiteten. Marco Saß lernte ich meiner Erinnerung nach im selben Jahr unabhängig davon kennen, da er Sohn von Manfred Manne Saß ist, jenem Mann mit dem Papagei. Marco hatte damals schon immer eine Kamera am Mann. Steinhau und Marco Saß gehören in die DNA der Kultur-Enklave West-Berlin.

Heute ist an der Potsdamer Str. (96) der Wintergarten der Baufirma Kuthe (Freymuth, Spandau). In Westberliner Zeiten der Jahre 1970 bis 1989 betrieb Manfred Manne Saß mit Frau Christa das Quartier Latin, einen Livemusikclub, der auch Sprungbrett war für Musiker, vor einem größeren, relevanten Publikum aufzutreten. Nationale und internationale Künstler fanden hierher. Einer der emsigsten der amerikanische Bluesmusiker Champion Jack Dupree. Hausherr Manne Saß verstand sich mit Champion Jack Dupree blendend, beide waren Smutjes gewesen, Schiffsköche. Eine Art frühere Rote Gourmet Fraktion? Lecker Zeiten.

Dagegen heute alles anders: Wir befinden uns mitten in einer weltweiten Pandemie, ein paar Clubs werden den Löffel abgegeben haben. Die jetzt noch wieder aufmachen, kommen nicht ohne Blessuren aus tiefroten Zahlen. Wäre der Niedergang nur noch mit Komasaufen für die Gastwirte aufzuhalten? Es wird was hängen geblieben sein, bei den Gastwirten, mindestens blaue Flecke. Zum Beispiel die gestundeten Mietzahlungen, ein Erlass war nicht Teil des Nicht-Spielprogramms. Noch liegt eine Bilanz nicht vor, wir werden sicher bis zum Jahresende genaues wissen. Nachrichten über die an Corona gestorbene Berliner Lokalszene sind bis dato unbewiesen: Fake News. Die große Plapper: Szene-Gerede.

Populismus: Weltweit pandemisch wie Corona, zerzauste britische, wirre Premiers, amerikanische Orange Utahs, die ihre Berater fragen, ob Norwegen ein Teil von Russland ist  – und via Twitter immer schön populistisch, flach Zange. Es muss dem Volk gefallen. Wie werden wir diese Geißel je wieder los? „Wir fahren jetzt nach West-Berlin, Wahnsinn.“ (Lilli Berlin) Oder ganz zurück, in die Zeit bevor es begann. Fake News konnten sich damals nicht so schnell verbreiten, es gab viel weniger Parallelwahrheit.

Vorwärts hinein in die Vergangenheit: An die Potse, Potsdamer Str., vom Potsdamer Platz, gedachte Verlängerung Richtung Kleistpark. Quer durch. Paar 100 Meter weiter links wohnte David Bowie über dem Schwulenclub Anderes Ufer. Iggy Pop war oft zu Besuch bei Bowie. Berlin: Großstadt-Dschungel, aber doch klein, funktionierend umzäunt und an der Nürnberger Str. der Club gleichen Namens. Mal sehen, was im Dschungel läuft? (Ideal)

Karrieren wurden im Quartier Latin angezündelt. Udo Lindenberg spielte bereits 1974 hier. Sein Schlagzeuger Bertram Berte Engel trat mit seinem Brüder als Gebrüder Engel auf. Spektakuläre große Erstauftritte lieferte 1978 die aus Musikern der Lokomotive Kreuzberg als Nina Hagen Band der Ausnahmesängerin und Godmother of Punk Nina „Farbfilm“ Hagen ab. Apropos Nena Hagen: 1982 debütierte die Band NENA, unter den Fittichen des Fotografen und gewieften Musikmanagers Günter Jim Rakete (hier). 1983 nahm der Berichterstatter als Mitglied der Jury des Berliner Senatsrockwettbewerbs ROCK NEWS den Ärzten ihren Gassenhauer Anneliese Schmidt ab, die Ärzte blieben Sieger des Wettbewerbs. Der Rest ist Musikgeschichte.

Weiterlesen

1945/20 #Tageslied: Manfred Maurenbrecher fasst alles zusamen, wie es ist. Es ISSO. #Tageslied

Icon #Tageslied

Icon #Tageslied

Lied gut kommt von #Liedgut #TTT #Tulipstagram (Foto: Sala Thai, Potsdam, Juni 20)

Lied gut kommt von #Liedgut #TTT #Tulipstagram (Foto: Sala Thai, Potsdam, Juni 20)


ISSO – Manfred Maurenbrecher (via YouTube)

Sein Song ist eine die Litanei namens ISSO. Eine Bestandsaufnahme zur Zeit.
Die CD INNERES AUSLAND kann direkt bestellt werden über post@maurenbrecher.com, 17 € inkl. Versand.
Maurenbrechers kleiner Laden: https://maurenbrecher.com/produkte/

Damit es weitergeht…
Manfred Maurenbrecher
IBAN DE63100100100148510104
oder
paypal.me/maurenbrecher

Manfred Maurenbrecher fasst 2020 zusammen, wie es wirklich ist.

Im Grunde genommen laufen wir mit ihm gemeinsam eine Treppe runter in den Garten Fatalia.
Nicht ist mehr, wie es mal war. Man macht um alles einen Bogen und schaut sich kaum mehr ins Gesicht.
Gruß von den Kurzzeitphilosophen mit ihrem Endzeitphilosophengrooves.

Everybodies Blues,
Manne Maurenbrecher findet seine Empfindungen, er subsummiert.
Man kann anderer Meinung sein. Der Berichterstatter ist es nicht.
Denn das bin ich.

Danke, Manfred Maurenbrecher. Es isso. Now for something completely different.

Weiterführend