2005/21 #Musikerwitze – Unarrogante Wissensvermittlung im Social Net und schäbiger Opferrollenklau – Ein Erfahrungsbericht

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Illustration: © Miguel Fernandez (2019) - All rights reserved

Illustration: © Miguel Fernandez (2019) – All rights reserved

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Gestern erschien mir bei der Verwaltung unserer rund 36.000 Mitglieder zählenden Spezialistengruppe Musikerwitze auf Facebook das inaktive Profil eines Mitglieds, dass sich zwischenzeitlich als Oliver Beobachter nannte und mit einem Profilbild nach außen hin mit diesem Piktogramm (Symbol- bzw. Profilbild) darstellt (Abbildung)

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01.04.21 "Oliver Beobachter" #Judenstern #Ungeimpft

01.04.21 „Oliver Beobachter“ #Judenstern #Ungeimpft

Ich nahm mir das leitende Wort eines Administrators und verkündete allen Mitgliedern eine neue Regel:

Unvereinbarkeitsklausel
Aus gegebenem Anlass: Mitglieder, die diese Art Symbol- bzw. Profilbild tragen, werden ohne vorherige Ankündigung sofort aus der Gruppe ausgeschlossen und blockiert. Sie können dann dieser Gruppe nicht wieder beitreten.
Begründung: Think about it.
Ich entschuldige mich bei allen Menschen jüdischen Glaubens.
🖤🖤🖤🌷
#TTT #Admin

Erfreuliches zuerst: Es hagelte viele Likes, inzwischen sind es leicht 2.000, eine große Mitgliederbeteiligung.

Weniger erfreuliches: Das Kommentierwesen. Doch, doch, schon gut, viele gute Kommentare. Über die muss ich nicht schwadronieren. Ich will diejenigen in Erwähnung bringen, die mich massiv stören, weil das Thema meines Leitposts an und für sich einfach und kurzgefasst ist. Man muss die Unvereinbarkeitsklausel ja nicht auslegen.  Ihr Ziel ist nämlich kein Gesprächsangebot: Du, lass uns mal drüber reden. Ihr Ziel ist ein klares Bekenntnis der Gruppenleitung. Bei uns dürft Ihr derartig nicht auftreten. Wenn doch, dann geht.

Es entspricht allerdings unserer Erfahrung aus mehr als 10 Jahren Systemarbeit in diese Gruppe, dass Postings der Admins wie diesen immer auch – ja, zwangsläufig – auch Bekennerschreiben folgen. Man hat zwar selbst als Bekenner gar nicht gerade soo stark übers Thema nachgedacht, aber wenn nun schon ein Admin derartiges anspricht: Ist es dann nicht auch die schönste Versuchung, drauf zu antworten, seit es Schokolade gibt? Merci dass es Dich gibt. (Aus der Werbung)

Ich liste nachfolgend nur diejenigen auf, die für diesen Artikel von Bedeutung sind, da die vollständige Spiegelung des Verlaufs hier nicht sinnvoll möglich ist.

Vera ist Jüdin, sagt sie und beschimpft mich sehr stark und verlässt sofort die Gruppe. Leider habe ich ihre Beschimpfungen gelöscht, was noch übrigblieb, war eine andere Anmerkung von ihr, sie sagte: „Das heisst bei allen mit jüdischer Herkunft. Danke.“ (vergl. dazu oben)

Dazu bemerkte ich gestern: „Mit jüdischen Glaubens meine ich den meiner Meinung nach richtigen Fakt, dass es sich beim Juden nicht um eine Ethnie, eine Rasse, eine Herkunft handelt, sondern um eine Religionsgemeinschaft. Deswegen schreibe ich bewusst jüdischen Glaubens und bewusst nicht jüdischer Herkunft. Im Nationalsozialismus war demgegenüber eine jüdische Rasse definiert, die auch generationenübergreifend definiert wurde. Das war dann jüdische Herkunft. – Dieses meine ich aber nicht, weil ich die Nürnberger Rassegesetze bereits für geisteskrank und faktenwidrig halte. – Danke dass ich das nochmal erläutern konnte.

Vera hat dies nicht mehr erreicht, da sie bereits vorher geflohen ist. Not my 5 cents.

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2004/21 #Musikerwitze – Talentforschung und Aberwitz in der Musikalität von Kindern – Wie die Durchschnittlichen die Großartigen kleinreden

Der soziale Netzzwerg (Ani/gif)

Der soziale Netzzwerg (Ani/gif)

Im Sozialen Netzwerk gang und gäbe: Jemand zeigt ein Video von einem sechsjährigen Jungen aus Portugal, der an der Akustikgitarre zupfend das Stück Hotel California von den Eagles aufführt. Und wie er es tut: Man möchte meinen, das Kind sei nicht von dieser Welt. – Nun wendet ein Gruppenmitglied der Spezialistengruppe Musikerwitze gegen diese Darbietung ein, das sei nicht kindgerecht. Ich greife als Administrator der Gruppe ein und versuche, meine Beobachtungen genauer zu erklären. Ich nenne den Beitrag des sechsjährigen Gitarrista einen #Aberwitz. Aus Erfahrung weiß ich, wie sehr uns solche Videos anmachen, also angreifen. Interessant ist aber, was immer wieder aus ihnen gemacht wird. Hier sind wir bei einem Punkt Usererfahrungen angekommen.

Ich möchte meine Erfahrung als #Admin dazu nochmal zum Besten geben.

Für mich gehört dieser Beitrag in eine funktionierende Kategorie #Aberwitz und ist daher nicht #offtopic.

Übergriffig an der Kritik zu solchen Videos ist für mich persönlich, wenn Menschen zu Videobeiträgen wie diesen, sich Theorien zurecht legen, die sich aus dem Beitrag nicht zwangsläufig ergeben, die also nicht erzählt bzw. detailgenau berichtet werden. Dann handelt es sich um wertkonservative Vorurteile des Betrachters, der seine Erinnerungen an früher undifferenziert auf das Gesehene anwendet.

Klassisch also die Vorstellung vom Klavierunterricht der sechsjährigen Tochter, die bis die Finger bluten üben muss, weil die Eltern an ihren Kindern Übersprunghandlungen begehen. Das kann alles sein, ist aber in dem Video nicht zu sehen. Hier sehen wir nur ein Kind mit äußerst bemerkenswerten Fähigkeiten. Wir sehen nicht, wie das Kind dorthin gelangt ist. Wenn wir uns mit den Lebensläufen bedeutender Musiker von Weltrang eingehender beschäftigen, erfahren wir im Grunde genommen ausnahmslos Geschichten von vier bis sechs Jährigen, die sich frenetisch und mit Verve an die Weltspitze gespielt haben.

Hiergegen verblasst nun das Talent der Anderen, die diese Gabe nicht besitzen und hemdsärmelig über diese „Wunderkinder“ urteilen, ohne dass ihnen eine derartige Geschichte von dem Beitrag selbst überhaupt angeboten wird. Dabei ist diese Einrede und Beschwerde häufig sehr genormt und durchschnittlich. Sie ist in etwa so absehbar, wie die Einrede, jemand sei ein Nazi oder ein Schlagerfan, weil der Inhalt eines Beitrages dieses zwangsläufig assoziiere.

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2003/21 #Tageslied – „Season of Stream Vol. 1 EP 11“ – Performed by Kurt Rosenwinkel Trio – Von Kurt´s Cocaine, Omar Hakim und dem Jazz

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#AllthatJazz #TTT #TommyhatesJazz #Tulipstagram

#AllthatJazz #TTT #TommyhatesJazz #Tulipstagram


Season of Stream Vol 1, Ep 11 | Kurt Rosenwinkel

 

Normal ist das alles nicht. Denn es ist Jazz.

Kurt Rosenwinkel lebt in Berlin.

Allerhand Allianzen gibt es allerdings: Auch drüben, in Amerika, wo er schon mit Omar Hakim (Drummer, New York) zusammengespielt hat, in einem Projekt namens Osmosys.
Klasse Gitarrist von Weltrang, hier im fürchterlichen Düdeldü mit den Kollegen von der Jazzpolizei. Allerdings kam er in Berlin auf die Bühne, als Eric Clapton in Town war. Eric spielte mit Kurt Cocaine (nicht Cobain)

Chapeau – hier kommt Kurt.

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