1964/20 #Positionen – Warum sich ganz Deutschland schämt und wie es richtig ist

The #blacktulip (new version) - To The Honor Of...

The #blacktulip (new version) – To The Honor Of…

Sophia Magdalena „Sophie“ Scholl (* 9. Mai 1921 in Forchtenberg; † 22. Februar 1943 in München) war eine deutsche Studentin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Sie wurde aufgrund ihres Engagements in der Widerstandsgruppe Weiße Rose gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl von nationalsozialistischen Richtern zum Tode verurteilt und am selben Tag hingerichtet.

Die Erwähnung bzw. Würdigung von Sophie als Stellvertreterin einer ganzen Gruppe von Hingerichteten, Opfern des deutschen Nationsalsozialismus, erfolgt vor dem Hintergrund einer Banalisierung des Banalismus auf Querdenker-Demonstrationen, auf denen jüngeren Menschen ganze Wissenskontinente wie arktische Eisberge abhanden kommen. Eisberge können doch weinen. In denen diese Menschen kaum noch Wissen und geschichtliche Fakten einzuordnen vermögen, in einem den unverstellten Blick aufs Ganze behindernden Ich und (nochmals) Ich (und …Ich und Ich)-Faktor von Selbstbezogenheit, Selbstüber- und gänzlicher Fehleinschätzung.

Trauerkerze (ani/gif)

Trauerkerze (ani/gif)

Gedenk- und Trauerkerze für Sophie Scholl und alle weiteren Hingerichteten des Prozesses gegen Mitglieder der Weißen Rose (1943) – Wir werden Euch nicht vergessen.

Dem steht ein Gedenken an eine Unbestechliche der Völker gegenüber, eine jungen Frau, die weder Angst hatte, für das Richtige einzustehen, noch die Konsequenzen zu tragen. In unserer Tradition des Gedenkens war Mut zur Wahrheit nämlich kein Fehler, sondern das Besondere, dass wir uns möglicherweise selbst nicht in ähnlichem Maße zutrauen würden. Insofern ist die Erinnerung an Sophie Scholl voller Liebe und aufrichtiger Bewunderung. Weniger ist nicht denkbar, greifen wir den Kontakt zu unserer Bildung einmal komplett neu auf und gehen wir die geschichtlichen Fakten ihres zu kurzen Lebens durch. In einer Verfilmung spielt dieses Leben eine nachzuvollziehende Rolle, ist recherchierbar und nicht mit ungebildetem, schmerzhaft geschwätzigem Blabla wegzureden. Wir leben nicht in Schwätzingen. Darauf müssen wir beharren. So ist es richtig.

Wir sind es den Geschwistern Scholl, der Weißen Rose als Organisation des Widerstands und als Stellvertreter dieser Gruppe Sophie Scholl schuldig, unseren Respekt auszudrücken, unsere Bewunderung, unser Mitgefühl und Menschen im Jahre 2020 zu vermitteln, dass es das Privileg der Gewürdigten ist, das wir an Erinnerung an sie nicht ablassen werden. Niemals wieder Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass gegen Diversität der Menschen in sexueller, religiöser oder rassistischer Hinsicht. Wir evaluieren das bessere Deutschland von hieraus.

 

Unvergessen - hingerichtet durch Justizmord - Sophia Magdalena „Sophie“ Scholl (* 9. Mai 1921 in Forchtenberg; † 22. Februar 1943 in München) #TTT #Tulipstagram

Unvergessen – hingerichtet durch Justizmord – Sophia Magdalena „Sophie“ Scholl (* 9. Mai 1921 in Forchtenberg; † 22. Februar 1943 in München) #TTT #Tulipstagram

Ich möchte kein Eisberg sein
am warmen Polar.
Ich möchte auch richtig schreien,
denn nichts ist wunderbar.
#Lyrics aus meiner persönlichen Grauzone, frei erfunden

Liebe, Licht, Respekt – Und ein gemeinsames Gedenken an Sophie Scholl an dieser Stelle.

🖤🖤🖤🌷

 

(Dieser Text erschien am 23. November 2020 auf Facebook als Würdigung in der Spezialistengruppe:Musikerwitze als Antwort/Reaktion auf die furchtbar gedankenlosen Redereien einer Querdenker-Demonstrantin in Kassel.)

Nachgedanken zum Leitartikel (nachträglich hinzugefügt)

Das soziale Netz und der Diskurs

„Gepriesen sei der Mensch, der nichts zu sagen hat und trotzdem schweigt.“ (Frizz Feick, gestern über Redensarten seines Vaters, nachdenklich)

Wir können solche Texte wie diesen ins soziale Netz setzen. Wir müssen allerdings gewärtigen, dass immer da, wo jemand Texte solcher Art hineinstellt, zwangsläufig in kürzester Zeit auch jeder noch etwas dazu zu sagen hat. Viele sagen gute Dinge, manche aber durchaus nicht. Hier sind Kategorien wie Anstand, Respekt und Konsens wichtig.

Immer diese Diskussionen um des Kaisers Bart. Es gab mal eine Band, die hieß: „Notorische Reflexe“.  So liegt die Sache hier, ganz einfach auf der Hand. Ich habe notorische Reflexe. Es sind Impulse, mich zu bestimmten Dingen zu äußern. Klar hat jeder andere Reflexe. Dennoch glaube ich ganz fest daran, dass wir ein ganz bestimmtes Pflichtenheft haben, so eine Art minimalen gesellschaftlichen Konsens der Guten (Demokraten). Für mich gehört dazu, darauf hinzuwirken, dass sich ein Deutschland 1933-1945 oder eine Abwandlung davon nicht mehr wiederholen kann.

Nun kommen wir miteinander darüber ins Gespräch, virtuell, und es wird um Worte, Satzstellungen usw. gerungen. Dabei ist das doch im Kern vollkommen überflüssig.

Man kann eine Würdigung wie die hier oben nicht vernünftig angreifen. Ja, aber! ist nicht. Wenn wir nur in etwa vergleichbare Werte und Vorstellungen haben. Ich schreibe solche Texte nicht auf der Suche nach möglichst viel Dissens. Stark strittige Tagesthemen würde ich gar nicht groß öffentlich anreißen. Der Impuls, der oben von einem Kommentator öffentlich „antriggern“ genannt wurde, ist das Andenken und die Liebe zum Werk der Widerstandskämpferin Sophie Scholl und dass dieses niemand in die Relativität zu ziehen berechtigt ist.

Bzw. dass das banalisiert wird, das Böse mit leichtfertiger Geschwätzigkeit zu banalisieren (Hannah Arendt). Mich ficht an, dass wir es Anderen nicht erlauben, bedeutende Dinge und Sachverhalte allzu leicht daher zu nehmen, um sie sich anzueignen und sie damit zu entwerten. Auch keinem Gauland erlauben wir hier seinen Vogelschiss.

Ich sehe eine große Entwicklung der Verdrängung, des Vergessens und der Geschichtsverfälschung. So lange es mir möglich erscheint, werde ich beherzt dagegen einschreiten. Dabei ist das Thema sogar komfortabel. Hier kann doch kein vernünftiger Mensch etwas dagegen einwenden wollen, wenn wir diese schrägen Vorkommnisse (Jana fühlt sich in Kassel wie Sophie Scholl) vollkommen rechtzeitig gerade rücken. Was das mit sich antriggern lassen zu tun haben soll? Ich weiß es nicht.

Wenn es was über mich aussagt, ja bitte, sehr gern sogar: Ich habe mich mit dem Nationalsozialismus seit meiner Schulzeit umfassendst auseinandergesetzt. Ich meine, ganz wirklich umfassendst. Ich kenne fast jeden Gesichtspunkt dieser Zeit. Und ich bin durch Auschwitz gelaufen und habe mit Freunden dort um die Opfer geweint. Das war erst in den 2000er-Jahren.

Ja, ich bin sehr offenporig, wenn es um diese Zeit geht und viele Biographien wie die der Geschwister Scholl verdienen es einfach nur, sie in Ehren zu halten und jeden Versuch einer Beschmutzung ihres Andenkens ganz entschieden zu entgegnen. Dass heute 22-jährige Menschen sich auf Demos hinstellen und „schwafeln“, ertrage ich nicht, selbst wenn wir das unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung hinzunehmen haben. Aber es ist keine Meinung. Es ist bullshit, oberflächlich, dämlich, falsch und vom Wohlstand genährt. Das nur ganz kurz zu den Kommentaren. Der Beitrag hier heißt #Würdigung. So ist er verschlagwortet worden und genau so war es mir ein Anliegen.

1962/20 #HIStory – Flammende Jugend, paraphernalischer Mystizismus und Flower Pauer at its best: „Flaming Youth“ (1970)

Icon #HIStory

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Flaming Youth (with Phil Collins) – Koln, Germany (1970)

Phil Collins with his first band Flaming Youth
Broadcast on December 24th 1970 on WDR Koln Germany
Intro
Earthglow
Weightless
The Planets (Mars – Bringer of War) (Jupiter – Bringer of Jollity)
Changes
The Planets (Venus – Bringer of Peace) (Saturn – Bringer of Old Age)
In The Light of Love
Pulsar
The Planets (Neptune – The Mystic)
Weightless (End titles)

„Arche II – Eine musikalische Pop-Expedition ins All“ – Der äußerst talentierte Herr am Schlagzeug Phil Collins sitzt hinter den Kesseln der Musikgeschichte und spielt sich den Arsch ab. Man sieht ihm seine flammende Jugend nicht an, denn er sitzt vornübergebeugt. Nicht grade aufrecht. Wir schreiben das Jahr 1970. Kurze Zeit später wechselt Collins von der Jugendsünde zu einer Band namens Genesis. Gleichsam außergewöhnlich kommt einem Flaming Youth daher, roh ist der Holzschnitz, wild und frei ist die Attitüde des Musikalischen und immer wieder bricht irgendwie schon das spätere Brand X-Playing des Schlagzeugers Collins durch. Viele haben vergessen, Collins ist ein mehr als nur passabler Schlagzeuger. Nur Jimmy Page (Led Zeppelin) witzelte: „Für Zeppelin ist er nicht geeignet, Phil übt nicht genug.“ (als Ersatz für John Henry Bonham, Aussage ca. 1985 – Live Aid-Zusammenhang). Alles im allem sehens- und hörenswert liefert die Band ein hippieesques Spielvergnügen ab. Phil Collins singt einen Song allein. Geiles Oeuvre. Geile Band.

Digital überarbeitet hat die Sendung vom 24. Dezember 1970 der WDR Köln Billfilm (4.930 Abonennten), der dann auch bittet, ihm einen Kaffee zu kaufen. Der Coffeeshop für Spendierwillige ist verlinkt.

Weiterführend

1954/20 #HIStory – Wunderbar: Die Entstehung jeglicher Bandmusik muss man auf ihre Entstehung insgesamt zurückführen #Erklärvideo

Icon #HIStory

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Toot Whistle Plunk and Boom - That´s where the Music comes from. #01 - www.xdrum.eu - Love The Drums You´re with #TTT #Tulipstagram

Toot Whistle Plunk and Boom – That´s where the Music comes from. #01 – www.xdrum.eu – Love The Drums You´re with #TTT #Tulipstagram


Disney ’53 – Toot Whistle Plunk and Boom

Die Musikstunde (1953)
Quelle/Text in: Deutsche Wikipedia (hier)

Die Musikstunde ist ein US-amerikanischer animierter Kurzfilm von Ward Kimball und Charles A. Nichols aus dem Jahr 1953.

Eine Eule kommt in ein Klassenzimmer und beginnt vor zahlreichen Vogelkindern eine Schulstunde. Thema sind die Musikinstrumente. Jede Musik einer Band geht auf vier Grundtöne zurück: Das Tuten (=Blechbläser, toot), das Flöten (=Holzbläser, whistle), das Zupfen (=Streichinstrumente, plunk) und das Schlaggeräusch (=Schlaginstrumente, boom). Die Entwicklung der einzelnen Geräusche wird vorgestellt:

Die Geschichte des Tutens beginnt wie die der anderen Instrumente beim „Höhlenmenschen“. Er hat ein primitives Horn, in das dieser bläst. Das Horn wird bei den Ägyptern verfeinert und später zu einem immer längeren Blechblasinstrument entwickelt, das von mehreren Pferden getragen werden muss und schließlich nach einem Reitunfall verbogen und verbeult ist und trotzdem noch gespielt werden kann. Die verschieden geformten Blechblasinstrumente entstanden und daraus schließlich die modernen Trompeten und ähnliche Instrumente, deren Krümmung durch Ventile geregelt wird.

Die Flöte des Höhlenmenschen, der sie noch nutzte, um dem Höhlenweibchen zu imponieren, wurde durch Löcher erweitert, die bei modernen Blasinstrumenten auch mechanisch durch Klappen geschlossen werden können – der Höhlenmensch, der das System noch nicht kannte, spielte zum Teil mit seinen Zehen.

Die Streich- und Zupfinstrumente wandelten sich vom Bogen des Höhlenmenschen zur aufwändigeren Harfe. Die Instrumente konnten wiederum gezupft oder mit einem Bogen gespielt werden. Es erscheinen in rascher Reihenfolge die verschiedensten Saiteninstrumente, darunter auch ein Klavier.

Während der Höhlenmensch noch auf seinen Bauch geschlagen hat, um ein Trommelgeräusch zu fabrizieren, erklärt die Eule, dass aus diesem einfachen Prinzip alle Instrumente entstanden, die klappern, rasseln oder Schlaggeräusche produzieren. Der Teil endet mit dem Einzug einer Marschkapelle.

Zusammengefasst wird erklärt, dass alle Musik, sei es japanische, lateinamerikanische, afroamerikanische oder orientalische, auf den vier Hauptgeräuschen beruht.

Die Musikstunde erschien am 10. November 1953 als Teil der Disney-Trickfilmserie Adventures in Music. Es war der erste Trickfilm, der in Cinemascope veröffentlicht wurde.
Die Musikstunde gewann 1954 den Oscar in der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“. Auf dem Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián erhielt der Film die Silbernde Muschel als „Bester Kurzfilm (Farbe)“.