1334/16: Filmkritik: Bring Your daughter to the slaughter – The rise & the fall of Amy Winehouse #Kritik

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Süße, es ist bald Mitternacht
Und alle Mythen sind in der Stadt
Wahre Liebe und Lippenstift auf deinen Leinen
Ins Kissen zu beißen macht kein Geräusch
Falls dort irgend ein Leben zu erledigen ist
Bevor dein Leben dein Grab wird
Solltest du besser wissen, dass ich der eine bin
Also sperr deine Hintertür auf, lade mich ein
Darum nimm deinen närrischen Stolz, kein Rückweg
nirgendwo, kein Weg, kein Platz zum Verstecken
Bring deine Tochter, bring deine Tochter
zum Schlächter…lass sie gehen, lass sie gehen, lass sie gehen.
(Sinngem. Übersetzung eines Iron Maiden Songs)

Amy, kleines Mädchen, liebt ihren Papa über alles. Und seine Jazzplattensammlung. Große Idole, Sinatra, Fitzerald und Tony Bennett, beispielsweise. Kleines Mädchen liebt den Jazz und singt ihn auch. Begnadet, besonders, spröde, brüchig. Eine eigene innere Stimme, eine ganz besondere mit Wiederkennungswert.

Ihre Freundinnen bewundern sie. Sie bilden ein festes Band um sie, sie aber tritt immer mehr auf. Sie wird vom kleinen scheuen Mädchen zur Göre, gut im Futter, zieht sie schon bald durch die Lande.

Das erste Album liegt noch irgendwie bleiern in den Regalen, bald sind 800 Stück verkauft. Aber irgendwann später macht es Puff paff und Amy steigt auf zum Weltsuperstar Nummer 1, zur Sängerin schlechthin. Back To Black ist ein must have der Weltkultur und alle wollen sie sehen.

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1230/15: Linktipp: Was Amy Winehouse so besonders macht, erzählt die Blindgängerin mit überzeugenden Argumenten

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Ganz wichtig war es ihr, als Jazzsängerin anerkannt zu werden.
Die schönen und ganz schön traurigen Melodien nehme ich eigentlich nur wahr, wenn ihre dominante Stimme pausiert. Sie beherrscht perfekt die Kunst der musikalischen Pause.
Eine Pause genau an der richtigen Stelle, nicht zu lang und nicht zu kurz. Eben nicht zu singen oder sein Instrument nicht zu spielen, ist mindestens genauso schwierig wie das Singen oder Spielen an sich. Amy verzichtet auf Füllsel wie schubidu, lalala und yeahyeahyeah und Backgroundsänger(innen) sind mir auch nie aufgefallen. Die Blindgängerin, Auszug vom 10.08.15

Barbara Fickert ist Die Blindgängerin. Auf ihrem Blog beschreibt sie erzählerisch dicht, nachvollziehbar, leicht und luftig, aber mit Schwere ihre Erinnerungen an Amy Winehouse. Diesen Erinnerungen haben wir uns hier verschiedentlich gewidmet. Diese Perle der fortgeschrittenen, anspruchsvollen Unterhaltungskunst ist jetzt Gegenstand von vielfacher Erörterung, zuletzt in einem Film namens „Amy“, der just in die Kinos gekommen ist.

Das lesenswerte Blog Blindgängerin (blindgaengerin.com) ist verlinkt, die Filmrezension datiert auf den 10.08.15 – unbedingt lesen und hingehen und sich den Film anschauen. Wie man so sagt: Großes Kino.

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