1976/21 #Shownotes – Alles neu: Die Zeit des zu großen Medieneinflusses ist vorbei.

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Notizen an und Pfirsich #Banner

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Notizen sind nach einem Facebook-Relaunch verschwunden. Ärgerlich. Aus diesem Grunde übernehme ich Notizen von Facebook hierher.

[Revision alt: 01.09.20 – Revision neu: 06.01.21 #TTT]

Diese These ist bestimmt nicht falsch:

Der zu große Medieneinfluss ist eher vorbei. Denn die Medien verkommen zu Zwangsformaten. Zapping war ja schon immer state of the art: Die Abstimmung mit der Fernbedienung. Nur hatte man die Wahl nicht. Zwischen drei Fernsehprogrammen zu entscheiden, nimmt man das kleinere Übel.

Jetzt haben wir 4.500 Fernsehsender und 25.000 Radiostationen. Nicht mehr nur 300.000 relevante Musiker, weltweit. Angeblich sind es schon 1,2 Milliarden. Mit Spartenfähnchen dran, jeder Idiot kriegt jeden Bullshit, den er für Musik hält. Hübsch vorsortiert. Und ich?

Ich bin davon zu Tode gelangweilt. Ein Rezept habe ich auch nicht.

Also: Beklagt Euch nicht, was es nicht mehr gibt und dass früher alles viel besser war. Tut was Euch gefällt. Man muss sich auch mal trauen, heiße Eisen anzufassen. Bügelt Eisen!

Die Welt hat viel mehr Pippi-Faktor, als man glaubt, weil ja die Lindgren-Geschichten wieder so alt sind, dass man sich nicht traut, sich auf sie zu berufen. Irgendwann wurde Pippie uncool. Wir wissen viel mehr, weil in Zukunft alles besser würde, wie wir bereits früher wussten. Als wir Utopien hatten. Wir wünschten uns mehr Beachtung unserer Wahrnehmung. Das war Teil des Spiels, erwachsen zu werden. Nicht mehr so zu sein, wie unsere Eltern in ihrer vermeintlich zu engen Welt, in der sie uns mit Regeln und Vorschriften impften, ihre waren nicht unsere. Vielleicht stellen wir jetzt fest, dass Regeln nicht alle verkehrt waren.

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1471/16: Lied des Tages: Wir sind auf der Suche nach irgendwas

Fields Of Gold, zusammengerolled!

Fields Of Gold, zusammengerolled!


Yvonne Catterfeld – Irgendwas feat. Bengio

Hieße die Catterfeld Eddy (Grant), hieße das Lied ‚Give me hope, Joanna“. Heißt sie aber nicht. Hieße sie Sting, hieße der Song „Fields Of Gold“. Heißt sie aber auch nicht. Die Catterfeld heißt Yvonne, ist eine Voice of Germany, als Schauspielerin recht erfolgreich und zu lange aus dem Musikbusiness fort gewesen. Sie kann singen, ist attraktiv und kommt immer ein bisschen kühl-distanziert rüber. Jetzt beklagt sie sich, ein paar Tränen rollen und ein Mann namens Bengio (deutsch: Bengelchen) hiphopped dazu. Denn der gibt alles für die Kunst. Sie ist auf der Suche nach Sinn.

Jetzt kommt die Catterfeld uns über den Umweg über die Karpaten.

Cry Wolf, wir sind auf der Suche nach irgendwas, aber keiner kann uns erklären, was.

Das ist ja das Dilemma der heutigen Zeit.

Ein kurzes, übersichtliches Storyboard erzählt uns eine ganze Geschichte und ist zugleich eine Art polnische Denksportaufgabe. Ich will jetzt nur noch ins Hotel, ich brauch Internet, sagt Yvonne Catterfeld und kämpft an gegen ihre inhaltliche Leere. Dann schöpft sie Gottvertrauen, während sie in den Karpaten umherirrt, auf der Suche nach irgendwas.

Der Plot ist gelungen, Frau Catterfeld, Sie sind aber auch eine fulminante Tante. Chapeau. Gut.

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