1916/20 #Watchlist Letzte Ausfahrt – Interzone – The lost Tapes

#Watch #TTT #Tulipstagram

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Interzone CD "Letzte Ausfahrt"

Interzone CD „Letzte Ausfahrt“

Spielzeit: 12 Songs, 36 Minuten
Aufgenommen: viel früher
Erschienen: Frühjahr 2019
Gegenstand: Wolf Wondratscheks Texte, in Rhythm`n Blues gegossen von Interzone (1979)

Hansi Wallbaum, Kurt Herkenberg und Leo Lehr kamen 1978 auf Heiner Pudelko zu, der begonnen hatte, mit deutschen Texten zu arbeiten. Anfang 1979 gründeten die vier die Gruppe Interzone, zu der kurz danach Ralf „Trotter“ Schmidt, „Bibi“ Schulz und Axel Fuhrmann von der Berlin Bar Band stießen. Pudelko schrieb anfangs keine eigenen Texte, war aber fasziniert von den Gedichten Wolf Wondratscheks. Nach dem Erfolg ihrer Single Kinderlieder aus Beton wollten Pudelko und Interzone 1980 die Musik ihres ersten Albums komplett mit vertonten Wondratschek-Texten veröffentlichen, doch der Lyriker zog sein Einverständnis hierzu zurück. Das Album mit dem Titel Chucks Zimmer ist bis heute unveröffentlicht.

40 Jahre nach der Aufnahme der Platte mit den Wondratschek-Texten gab es eine Freigabe der Rechte, die Masterbänder wurden überarbeitet und die Platte wurde unter dem Titel Letzte Ausfahrt am 15. März 2019 veröffentlicht

Reinhören.

Ruht in Frieden:
Heiner Pudelko (voc)
Leo Lehr (g)
Kurt Herkenberg (b)
Hansi Wallbaum (dr)

Weiterführend

* Tagesspiegel zu „Letzte Ausfahrt“

(Mit Mitteln von Wikipedia, Deutschland)

1915/20 #HIStory Zu Besuch bei Jim Rakete #Erinnerungen vom 29. Januar 1986

Icon #HIStory

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Tulip 0815 (Fakecover eines berühmten Spliffalbums namens 85555 #TTT #Tulipstagram

Tulip 0815 (Fakecover eines berühmten Spliffalbums namens 85555 #TTT #Tulipstagram

28.03.20 #RockCityBerlin #Ausgabe 1986 #TTT #Tulipstagram

28.03.20 #RockCityBerlin #Ausgabe 1986 #TTT #Tulipstagram

Jim Rakete (* 1. Januar 1951 in Berlin; eigentlich Günther Rakete) ist ein deutscher Fotograf und Fotojournalist. Bekannt wurde Rakete durch seine meist in Schwarz-Weiß gehaltenen Porträtfotografien von Prominenten. Er ist der Bruder der Berliner Rechtsanwältin Ingeborg Rakete-Dombek.

Am 29. Januar 1986 war ich mit Jim Rakete in dessen Fabrik in Berlin (Charlottenburg) verabredet, wo er nach seiner Kreuzberger Zeit ein Büro unterhielt. Jim fuhr mit dem Fahrrad durch die Stadt und nahm es mit hoch, damit es im öffentlichen Straßenland nicht gemopst wird.

Ich arbeitete zu jener Zeit an der Veröffentlichung des Jahrbuchs 1986 des Rock City (Berlin), in Kooperation und im Verlag Frieling & Partner, damals in der Liliencronstr. 8, Steglitz, unweit von Krasselt´s am Park.

Jim hatte zu jener Zeit immer gute Fotos von allen in Berlin wichtigen und maßgeblichen Musikern. Kein Wunder: Er war der Musikmanager schlechthin. Alles fing an 1977/8 mit der Nina Hagen Band (vormals Lok Kreuzberg). Das nannte sich nach Ninas Erstlingswerk (Nina Hagen Band) und einer kurzen, aber separaten Studioaufnahme von „Unbehagen“, bei der die Band schon nicht mehr gut mit Sängerin Nina zusammenarbeiten konnte und die Parts größtenteils vollkommen separiert aufgenommen wurden, dann Spliff und schrieb ein zweites Mal deutsche Musikgeschichte. Ich hatte auch über Rita Kontakt dorthin, eine Erzieherin, die für Jim später arbeitete, die ich aus dem Haus der Jugend in der Argentinischen Allee in Berlin Zehlendorf kannte.

Foto eines Fotos von Jim Rakete © 28.03.20 #HerwigMitteregger #RockCityBerlin #Ausgabe1986 #TTT #Tulipstagram

Foto eines Fotos von Jim Rakete © 28.03.20 #HerwigMitteregger #RockCityBerlin #Ausgabe1986 #TTT #Tulipstagram

Jim Rakete galt und gilt vielleicht immer noch als der analoge Poet. Soweit zutreffend kolportiert wird, sind ihm die digitalisierten Fotoapparate der Gegenwart ein Gräuel und er bevorzugt nach wie vor konventionelles Filmmaterial für seine Ausnahmefotografien. Das ist im Zeitpunkt meiner geistigen Ergüsse nicht überprüft. Dazu kann ich nur mit Loriot sagen:  „Na wartet.“ Und mit Martin Sonneborn (Die Piraten) **zwinkersmiley**

Jim tat auch für Interzone Wesentliches. In einem Bunker in Berlin-Kreuzberg nahm Interzone mit der Vier-Spur-Bandmaschine des damals noch kaum bekannten Tonmeisters Udo Arndt die erste Interzone-Platte auf: eine Single, die später den Titel Kinderlieder aus Beton erhielt. Beim Verpacken half ihnen damals der Fotograf und Musikenthusiast Jim Rakete, der auch das Posterbild der Debütsingle aufgenommen hatte.

Später machte Jim Rakete für Nenas Welterfolg die Basisarbeit mit eigener Handschrift und Fortüne. Alle Maßgeblichen fotografierte Jim mit seinem eigenen Appeal. Stilbildend hervorstechend: Seine Fotos erkannte man unter Tausenden. Berühmt ist die Coverarbeit für das Nina Hagen Band-Erstlingscover sowie für Sillys „Batallion d´Amour“. Aber auch vieles, vieles mehr. Immer ganz eigene Handschrift. Großartig.

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1769/19: Erinnerungen: Vom Stolz italienischer Frauen: Verliebt, verloren, verbrannt. – Hey, halt die Zeit an! Und sieh hinter Dich!

Freier deutscher Tulip #FdT

Freier deutscher Tulip #FdT


Ulla Meinecke – Alles dreht sich (ZDF Menschen 04.01.1985) (VOD)

In Deutschland Ost (DDR) wurde mittels Bandübernahmeabkommen ein Tonband überliefert und damit im Auftrag von Amiga für DDR-Bürger anhörbar gemacht, ohne die Radiokanäle mit Frequenzen zu fluten. Die ganze Band Richtung Osten geschickt haben zu wollen, ist nicht überliefert. Egal: Politisch hätte das sogar klappen können. Herwig Mitteregger gehörte früher zur den links führenden Schlagzeugerschaft Deutschlands, zur politischen Boheme im besten Sinn. Das direkte Kulturerbe der Lokomotive Kreuzberg, im besten Sinne Altlinker. Neues aus Kalau: Der freie deutsche Tulip lässt grüßen. Mit Liebe unten dran. Ilka Posin erinnert: Ulla in Deutschland Ost hören, das war heimlich und galt als uncool.“ Alle Wessis so: Nööööö!! Ulla? Extremst kuhl.

Ulla war eine ganze Zeit meines Lebens durchaus ein Schwerpunktthema. Wunderbar „Der Stolz italienischer Frauen“ – Jim Rakete hat mir mal über Ulla gesagt: „Sie kann machen, was sie will, sie ist immer für mindestens 100 bis 150 TSD verkaufte Schallplatten gut.“ Sie hat musikalisch Gold an ihren Fingern, ihre Texte treffen tief, maximalintensiv, oder nennen wir es invasiv. In der Auswahl ihrer Musiker hat sie gute, beste Händchen. Mitteregger gehörte dazu, George Kochbeck, aber auch the german Zanki, Edo, der streitbare Husare. Sie war „die Tänzerin im Sturm“, ein „Kind auf dünnem Eis“. ich warf zu Ulla „mit Liebe nur so um mich.“

Hey, halt die Zeit an… ♪♫

Ulla, ich hab Dich lieb, ich würde Dir ohne Bedenken, ein paar schönste Kacheln aus meinen Öfen der Erinnerung schenken. Es ist komplett Jugendstil. Vor etlichen Jahren saß ich mal in der Junction Bar in Kreuzberg im Kellergewölbe und hab vergessen, wer spielte. Da kamst Du rein, Ulla, und hast dich hinten hin gesetzt und der Band zugehört, geklatscht und was getrunken. Ich hab dich nicht angesprochen. Jeder hat ein Recht auf private Unversehrtheit. Du auch. Aber ich brannte lichterloh.

Du bist für mich eine der Größten. Daran wird sich nichts ändern. Auf Facebook mache ich sehr gern in letzter Zeit eine Serie mit Songs aus meiner Vergangenheit und überschreibe diese Beiträge gern mit „Scheiß Song: Ich muss dann immer weinen“. Mir wurde gerade klar: Bei vielen Deiner Songs habe ich mich zutiefst ergriffen gefühlt. Du hast mich immer abgeholt, dabei bin ich doch nur ein Typ.

Die Uhr an deinem Bett zeigt Sommerzeit und draußen liegt schon Schnee.
Das Jahr ist fast vorbei. Ein Rad, das sich zu schnell dreht.
Du jagst das Leben vor dir her und atmest niemals aus.
Du wünschst dich über’s Meer und da willst du dann nach Haus.
Und wieder legst du Fallen aus, stiehlst Blicke wie ein Dieb.

Hey, halt die Zeit an und sieh‘ hinter dich!
Hey, halt die Zeit an ! Lass dich nicht selbst im Stich !
Hör‘ auf dich zu dreh’n und du wirst seh’n,
alles dreht sich um dich. Alles dreht sich um dich.

Du rennst los bevor der Startschuss fällt ? einer der ins Feuer fliegt.
Du hast oft zu schnell bezahlt weil du Geschenke übersiehst.
Bei dir ist’s immer höchste Zeit. Du kommst nie auf den Grund
und redest dich in Sicherheit mit deinem wehrlosen Mund.
Und wieder legst du Fallen aus, stiehlst Blicke wie ein Dieb.

Hey, halt die Zeit an und sieh‘ hinter dich!
Hey, halt die Zeit an ! Lass dich nicht selbst im Stich !
Hör‘ auf dich zu dreh’n und du wirst seh’n,
alles dreht sich um dich. Alles dreht sich um dich.

Und wieder legst du Fallen aus, stiehlst Blicke wie ein Dieb.
Hey, halt die Zeit an und sieh‘ hinter dich!
Hey, halt die Zeit an ! Lass dich nicht selbst im Stich !
Hör‘ auf dich zu dreh’n und du wirst seh’n,
alles dreht sich um dich. Alles dreht sich um dich.

In Liebe für Dich.

Ulla Meinecke - Foto: Ilka Posin © mit Genehmigung (2019) Wenn schon nicht für immer...

Ulla Meinecke – Foto: Ilka Posin © mit Genehmigung (2019) Wenn schon nicht für immer… (Für größere Ansicht aufs Bild klicken.)

Der Berichterstatter

Weiterführend

* Ulla Meinecke: In Berlin
* Ulla Meinecke: Die Tänzerin