1997/21 #Gedenken – Sophia Magdalena „Sophie“ Scholl (* 9. Mai 1921 in Forchtenberg; † 22. Februar 1943 in München) Studentin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus

Trauerkerze (ani/gif)

Trauerkerze (ani/gif)

Sophie Scholl, Widerstandskämpferin

Sophie Scholl, Widerstandskämpferin

Sophie Scholl 2021 - #neverforget #TTT #Tulipstagram

Sophie Scholl 2021 – #neverforget #TTT #Tulipstagram


FRAUEN DIE GESCHICHTE MACHTEN : SOPHIE SCHOLL (ZDF)

Sophie Scholl besaß weder Macht noch Einfluss. Das unterscheidet sie von den anderen Protagonistinnen der Reihe „Frauen, die Geschichte machten“. Den Platz in den Geschichtsbüchern erhielt sie nicht, weil sie in ihrer Zeit etwas bewegte, sondern weil sie, von der Welt weitgehend unbeachtet, Stellung bezog und für ihre Haltung in den Tod ging. Dadurch wurde sie posthum zum Vorbild und zur moralischen Instanz. (43 min – 17.12.2013 – ZDF Terra X)

Erstausstrahlung ZDF: Dienstag, 17. Dezember 2013, 20.15 Uhr
Buch: Georg Gaffe, Anja Greulich
Regie: Christian Twente, Michael Löseke
Darstellerin: Liv Lisa Fries
Redaktion TV: Stefan Brauburger, Georg Graffe, Anja Greulich
Redaktion Online: Susanne End-Inanc

Sophia Magdalena „Sophie“ Scholl (* 9. Mai 1921 in Forchtenberg; † 22. Februar 1943 in München) war Studentin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Sie wurde aufgrund ihres Engagements in der Widerstandsgruppe Weiße Rose gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl von nationalsozialistischen Richtern zum Tode verurteilt und am selben Tag hingerichtet. (Text aus Wikipedia)

Gedanken an Sophie Scholl

„Man vermeinte das Flügelrauschen der Engel Gottes zu vernehmen“, Gefängnispfarrer Karl Alt, München-Stadelheim über seine letzten Besuche der Geschwister Scholl

Sophie Scholl steht für mich als Identifikationsfigur, junge Frau mit Mut und Entschlossenheit und einer großen Strahlkraft bis heute als Stellvertreterin für alle Hingerichteten der Gruppe Die Weiße Rose und ich widme ihr die Schwarze Tulpe. Meine Liebe und Hingebung für sie wird mich nie verlassen, da ich noch gebildet wurde, kompetent und mit Verantwortung zurückzuschauen.

Davon muss ich erzählen. Ich bin 17 Jahre nach dem besten Datum meiner Kenntnis geboren, dem Tag, als sich der Führer genannte österreichische Gefreite aus Braunau am Inn mit seiner ihm angetrauten Ehefrau Eva in einem Berliner Bunker das Leben nahm. Exakt hierin liegt ein tieferer Sinn eines zu frühen Todes einer so überwältigenden, jungen Frau wie Sophie Scholl und aller weiteren Opfer des schlimmsten deutschen Terrorregimes aller Zeiten.

Meine Verneigung, mein Respekt, meine tief empfundene Dankbarkeit. Ihr Tod liegt 78 Jahre zurück (Fallbeil). Ihre Geburt wird 2021 exakt 100 Jahre zurückliegen.

Mir ist diese Terminlage inneres Bedürfnis, an Sophie Scholl heute zu erinnern und sie nochmals ausdrücklich zu würdigen. Sie gehört zum Besten, das Deutschland je hervorbrachte.

Weiterführend

1993/21 Filmabend im Ersten – Es wird Mitternacht, Luis Trenker – Vom schmallippigen Konformismus, Ziegenficken und dem schmalen Grat totaler Wahrheit

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Märchenonkel Luis Trenker ist auch Geschichtenerzähler – „Es wird Mitternacht, Luis Trenker“ – Er erzählt in auf Schreibmaschine getippten Tagebuchseiten der Eva Braun, versucht den Stoff nach Hollywood zu verkaufen und scheitert an seiner Belanglosigkeit, weil große Filmstoffe nicht vom warmen Fußbad des Führers handeln. Rund sechs Millionen Opfer eines unbegreiflichen Verbrechens entlarven den Tagebuchschwindler, Märchenonkel und ölige Ziegen fickenden, mittelmäßigen Bergsteiger Luis Trenker bis hin zu seinem Gesamtverfall als alpines Gesamtkunstwerk. – Fakteneinschub: Im Frühjahr 1925 besucht sie in Berlin eine Vorstellung des Stummfilms Der Berg des Schicksals (1924)  des Regisseurs und Bergfilm-Pioniers Arnold Fanck. In einem Hotel in den Dolomiten trifft sie auf Luis Trenker, der in Der Berg des Schicksals mitgespielt hatte. Er vermittelte ihr den Kontakt zu Fanck, der sich begeistert von Riefenstahl zeigt: „Als ich Leni Riefenstahl sah, war mein erster Eindruck: Naturkind. Keine Schauspielerin, keine ‚Darstellerin‘. Diese Frau tanzt sich selbst. Man musste ihr also eine Rolle schreiben, die aus ihrem Wesen geboren ward.“ Und so verfasste Fanck das Drehbuch zu dem Film Der heilige Berg, der von einer Tänzerin handelt, in die sich zwei junge Bergsteiger, gespielt von Trenker und Ernst Petersen, verlieben. Im wirklichen Leben hatte Riefenstahl eine kurze Affäre mit Trenker. (Fakteneinschub, Ende)

Von Tobias Moretti sehr schön dicht gewebte, ganz große Geschichte vom Karriere machen, mit Leni Riefenstahl vögeln, von Goebbels Gnaden und auf Parties von Nazis abhängen, Film, Karriere, Krieg und anschließendem Frieden, gefälschten Eva-Braun-Tagebüchern … „Es wird Mitternacht, Luis Trenker“ (Otto W., Emden).

War Luis Trenker ein gnadenloser Konformist wie viele, die in jener nicht ganz 1.000jährigen Zeitepoche dazu gehören mussten und es am Ende doch nicht konnten? Beispielsweise wg. inhaltlicher Verderbtheit und weil die Leibstandarte Adolf Hitler filmisch nicht vor einem vatikanischen Popen auf die Knie der Anbetung fällt. Inhaltlich vermuteten ja nicht wenige, es sei genau anders herum gewesen, damals: Der Papst habe der Naziclique gehuldigt. Tobias Moretti sagt zum Plan der Verfilmung des Trenkerschern Bergwegs: „Das hätte auch ein Grenzgang von Peinlichkeiten werden können, mit diversen Münchhausiaden, in Wirklichkeit aber war Trenker eine starke Persönlichkeit, beseelt von der Hybris dieser Zeit, nämlich: dass man die ganze Welt erobern kann, mit Ausklammern alles Negativen.“

Am Ende ist mir persönlich nur der Märchenonkel außen Fernsehen geblieben, richtig: Es überwiegen die Außenaufnahmen.

Dass er omnipräsent war als Bergsteiger und Märchenerzähler, das ist fester Bestandteil meiner Kindheit.

Ich zeige einen Link zur ARDmediathek, wo man einen kurzen Trailer ansehen kann. Und den Deeplink zum ganzen Film, der zeitbefristet via ARDmediathek abrufbar/verfügbar ist. Der ganze Film ist gewissenhaft durchgesehen meins. Sehr sehr gut gemacht, große Freude, cineastisches Vergnügen im Homeoffice Tulip. „Der schmale Grat der Wahrheit“ ist in dieser kurzen Zusammenfassung nicht verlassen. Die ölige Ziege ist nebenbei bemerkt die Kollegin Leni Riefenstahl, ein weiteres, fragwürdiges großdeutsches Filmwunder, dessen Demontage uns im Grunde genommen heute nicht mehr sonderlich mühen muss.

Weiterführend

1901/20 #Tageslied – Alle hassen Nazis. Das ist ja nicht mal links, was er sagt. Er ist ja nicht mal linksradikal. Das ist einfach nur normal.

Icon #Tageslied

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Dagmar Berghoff, Tagesschau (gif)


KAFVKA – Alle hassen Nazis [Official Video]

Heute Nachmittag, in einem Paralleluniversum: „Herr Kemmerich, nehmen Sie die Wahl zum Ministerpräsidenten an?“ „Natürlich NICHT!“ – Donnernder Applaus – neuer Held der Demokratie geboren – FDP als unerschütterlicher Prellbock gegen Nazis und Antisemitismus gefeiert. (via #Twitter User: Regendelfin) – Fasse zusammen: Träumerin Marie ist von den Bänken, wir von den Socken!

Der Song ist auf beeindruckende Art und Weise gerade. Sehr schön gradlinig formuliert.

Die These folgt erst weiter hinten. Erstmal wird erklärt. Was gesagt wird, ist einfach nur normal.

Jetzt noch. Allerdings: Am 05. Februar 2020 hat ein Bündnis von Karrierewilligen verabredet, wie man Thüringen richtigerweise führen muss. Den Höckebjörn mit ins Boot genommen. Deutschland schüttelt den Kopf. Inklusive der Parteispitzen Stroganoff. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Es ist zu früh zu unken. Die Dinge entwickeln sich mit Sicherheit weiter.  Das Lied des Tages von Kafvka – Alle hassen Nazis, weils Spaß schmackt und meggt. Oder so ähnlich.

Die FDP hatte mal Eier. Uns gefällt die Erinnerung einer Großen der deutschen Politik: Hildegard Hamm-Brücher, via Facebook hier entlang.