2015/21 #Tageslied – 9 Years – Uwe Fahrenkrog-Petersen feat. Marian Gold – Gedanken zum 24.09.2021 #FridaysForFuture #Berlin

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9 Years - The New Atlantic Project (Uwe Fahrenkrog-Petersen, Marian Gold)

9 Years – The New Atlantic Project (Uwe Fahrenkrog-Petersen, Marian Gold)


9 Years (feat. Marian Gold) – Via YouTube

9 Years (feat. Marian Gold) · NEW ATLANTIS PROJECT · Marian Gold · Uwe Fahrenkrog-Petersen · Uwe Fahrenkrog-Petersen · Uwe Fahrenkrog-Petersen · Uwe Fahrenkrog-Petersen ℗ 99 Dreams Musikverlagsgesellchaft mbH – Released on: 2021-09-17

Wenn eins nicht durch schlichte Schönheit zu überbieten ist, dann sind es drängende Menschheitsfragen der Welt. Ob wir noch 20 Jahre Zeit haben, die Welt zu retten oder neun, ist eine drängende Menschheitsfrage. Seit vielen Generationen arbeiten sich Menschen an der Frage ab, ob der Atomkrieg nicht sowieso kommt. Für viele war diese Frage in den Achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine wichtige sich zu entscheiden, niemals Kinder in eine Welt wie diese zu setzen. Die Frage war von ausschlaggebender Bedeutung. Am Ende man hat man doch welche in die Welt gesetzt. Schließlich brach sogar ein Eiserner Vorhang in sich zusammen. Das ließ hoffen: Ganz wahnsinnig wäre schließlich niemand.

2021 hören wir derartige Entscheidungen junger Menschen allerdings wieder. Und zwar von Nachgewachsenen, die heute so alt sind wie wir damals. Diesmal ist es nicht der Weltfrieden, sondern die Welt an und für sich, die ernsthaft in Gefahr ist. Es ist also vielleicht noch schlimmer, diesmal. Die Welt ist in ihrer Gesundheit nicht nur bedroht, sondern bereits angeschlagen. Deswegen ist heute wieder so ein Friday for Future. Der allerdings wird mutmaßlich nicht ausreichen.

Aus all diesen drängenden Fragen des menschlichen Existenzialismus – To Be Or Not To Be – leiten zwei Musiker musikalisch-textlich ab, was sie als Titel 9 Years nennen. Das ist die Galgenfrist. Als seien jetzt viele aufgewacht, werden noch Notfristen genannt, danach ist es vorbei: Uwe Fahrenkrog-Petersen, Keyboarder, Komponist, hat kein neues Thema angefasst. Schon als 99 Luftballons auf Basis eines Rolling-Stones-Konzerts in der Berliner Waldbühne entstand (Text: Carlo Karges), ließ Fahrenkrog-Petersen Träume fliegen und Nena und ihre gleichnamige Band ließ Hoffnung, Argwohn und kritische Distanz um die Welt fliegen. Sogar in Japan und den Vereinigten Emiraten von Amerika. Ein Aphorismus auch, dem beileibe nichts Negatives anhaftet. Aber es war ein Verwechslungsszenario, Kriegsminister ließen die Welt in Trümmern liegen. Apokalyptischer und eindringlicher fand kaum jemand zutreffender Worte für jene Welt der Düsenflieger.

Marian Gold war mal sehr Big In Japan und ist heute noch für immer jung. Die Russen sehen ihn auch heute noch sehr sehr gern und wenn einer jener Popsongs seiner Band Alphaville im Radio läuft, fühlen sich viele bis heute jung. It sounds like A Melody. Irgendwie ist er ein ganz anderer Frank Sinatra: The Voice. Ein Goldkehlchen, das Wort ist Scheiße. Fakt ist, wenn Marian singt, erkennt man seine Voicings unter Tausenden und es hat immer einen smoothen, hereinfließenden Charakter.

Das Lied des Tages 9 Years auf blackbirds.tv trifft den Berichterstatter mitten ins Herz. Da ist sie wieder: Marians Stimme, die so unvergleichlich sehnsuchtsvoll und wichtig klingt. Fahrenkrog-Petersen, uns Uwe, und Marian, das Goldkehlchen.

9 Jahre haben wir noch Zeit: Nun rammt die Außerparlamentarische Jugend einen Nagel in die parlamentarische Opposition von zaudernden Berufspolitikern mit einem äußerst nervigen Wenn und Aber. Die Jugend sagt wie wir es so, wie viele es empfinden. Sie ist heute 16 Jahre alt und in 16 Jahren ist nichts passiert. Aber es wurde lamentiert, es wurden Kongresse abgehalten, Protokolle unterschrieben und hinterher aufgekündigt. Amerika hat einen Donald Trump hinter sich und in Südamerika werden Ureinwohner aus Wäldern verjagt und wer sich wehrt, wird gelyncht oder einfach abgefackelt für Palmzuckerplantagen. Es müssen lange Nägel sein, mit denen wir Politiker festnageln: Nine Inch Nails gegen ein unverantwortliches Weltidiotentum.

Seid demütig. Seid dankbar für Gottes Schöpfung. Es ist schon fast zu spät. Seid wehrhaft. Bleibt wehrhaft.

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* Uwe Fahrenkrog-Petersen auf Instagram

1949/20 #Tageslied – Rolf Brendel – Vergessene Helden – Oder: Der vergessene Goldene Otto – Entspannt Euch!

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Tommy T. Tulip #TTT #Tulipstagram

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Rolf Brendel – Vergessene Helden (Offizielles Video)

Alles wiederholt sich. Alles dreht sich im Kreis. Wir sind die Helden von gestern, heute und morgen.
Download and Stream: https://orcd.co/rolfbrendel_vergessen…
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#RolfBrendel #VergesseneHelden

Er sagte, er hätte jetzt Blut geleckt: Rolf Brendel, Schlagzeuger von Nena während der Achtziger Jahre, hat den Song Vergessene Helden veröffentlicht. Sagt man das überhaupt noch: Im Oktober gibt es eine ganze Platte, wir warten also gespannt auf die Plattitüden. Sagt man das überhaupt noch: „Platten“?

Egal, oder? Dabei sind im Video Jürgen Dehmel (b) und Uwe Fahrenkrog-Petersen (Kb) von der damaligen Band NENA.
Paar Freunde und Familie machten mit, Lutz Fahrenkrog-Petersen und Highko Strom, Familienangehörige aus dem Brendel-Clan.

Wie man hört, stimmt der Beat von Rolf Brendel immer noch, ist straight wie nichts anderes. Sehr schön gerade gespielt: Schnörkellos. One Man, one Beat. Einer fehlt.

Ruhe in Frieden: Carlo Karges †

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1946/20 #Buch Quartier Latin – Berlins legendärer Musikladen 1970-1989 368 Seiten, Autoren: Henry Steinbau, Marco Saß – L+H Verlag Berlin #QuartierLatin

B3 - Fake News (B3 Berlin, Band)

B3 – Fake News (B3 Berlin, Band)

Buch Quartier Latin - Berlins legendärer Musikladen 1970-1989 368 Seiten, L+H Verlag Berlin #QuartierLatin #TTT #Tulipstagram

Buch Quartier Latin – Berlins legendärer Musikladen 1970-1989 368 Seiten, L+H Verlag Berlin #QuartierLatin #TTT #Tulipstagram


B3 Berlin – Fake News

Andreas Hommelsheim (p, kb)
Ron Spielman (voc, g)
Lutz Halfter (dr)
Gérard Batrya (b)
B3 on Spotify: https://sptfy.com/2nQF
B3 on Facebook: https://www.facebook.com/B3Berlin/
Download and stream „Fake News“ by B3: https://backl.ink/14254284
Song and video were made without B3 bassist Gérard Batrya who had to stay in his homeland France due to the corona pandemic.
Recorded and mixed by Heiko Gigner at Blackbird Music Studio, Berlin http://www.blackbird-music-studio.de
Film by Erik Schütz / GoodBY Production https://www.goodbyproduction.com
© 2020 Blackbird Music http://www.blackbird-music.de
#b3berlin #fakenews #jazzrock

Henry Steinhau kenne ich seit ca. 1983 (geschätzt) aus journalistischen Texten, die Mensch gern liest. Seine Texte waren Die Wahrheit. So hieß die Zeitung. Wunderbares Labeling, wenn einer Dinge aufzuschreiben beginnt, die sich alsbald einen gewissen Ruf erarbeiteten. Marco Saß lernte ich meiner Erinnerung nach im selben Jahr unabhängig davon kennen, da er Sohn von Manfred Manne Saß ist, jenem Mann mit dem Papagei. Marco hatte damals schon immer eine Kamera am Mann. Steinhau und Marco Saß gehören in die DNA der Kultur-Enklave West-Berlin.

Heute ist an der Potsdamer Str. (96) der Wintergarten der Baufirma Kuthe (Freymuth, Spandau). In Westberliner Zeiten der Jahre 1970 bis 1989 betrieb Manfred Manne Saß mit Frau Christa das Quartier Latin, einen Livemusikclub, der auch Sprungbrett war für Musiker, vor einem größeren, relevanten Publikum aufzutreten. Nationale und internationale Künstler fanden hierher. Einer der emsigsten der amerikanische Bluesmusiker Champion Jack Dupree. Hausherr Manne Saß verstand sich mit Champion Jack Dupree blendend, beide waren Smutjes gewesen, Schiffsköche. Eine Art frühere Rote Gourmet Fraktion? Lecker Zeiten.

Dagegen heute alles anders: Wir befinden uns mitten in einer weltweiten Pandemie, ein paar Clubs werden den Löffel abgegeben haben. Die jetzt noch wieder aufmachen, kommen nicht ohne Blessuren aus tiefroten Zahlen. Wäre der Niedergang nur noch mit Komasaufen für die Gastwirte aufzuhalten? Es wird was hängen geblieben sein, bei den Gastwirten, mindestens blaue Flecke. Zum Beispiel die gestundeten Mietzahlungen, ein Erlass war nicht Teil des Nicht-Spielprogramms. Noch liegt eine Bilanz nicht vor, wir werden sicher bis zum Jahresende genaues wissen. Nachrichten über die an Corona gestorbene Berliner Lokalszene sind bis dato unbewiesen: Fake News. Die große Plapper: Szene-Gerede.

Populismus: Weltweit pandemisch wie Corona, zerzauste britische, wirre Premiers, amerikanische Orange Utahs, die ihre Berater fragen, ob Norwegen ein Teil von Russland ist  – und via Twitter immer schön populistisch, flach Zange. Es muss dem Volk gefallen. Wie werden wir diese Geißel je wieder los? „Wir fahren jetzt nach West-Berlin, Wahnsinn.“ (Lilli Berlin) Oder ganz zurück, in die Zeit bevor es begann. Fake News konnten sich damals nicht so schnell verbreiten, es gab viel weniger Parallelwahrheit.

Vorwärts hinein in die Vergangenheit: An die Potse, Potsdamer Str., vom Potsdamer Platz, gedachte Verlängerung Richtung Kleistpark. Quer durch. Paar 100 Meter weiter links wohnte David Bowie über dem Schwulenclub Anderes Ufer. Iggy Pop war oft zu Besuch bei Bowie. Berlin: Großstadt-Dschungel, aber doch klein, funktionierend umzäunt und an der Nürnberger Str. der Club gleichen Namens. Mal sehen, was im Dschungel läuft? (Ideal)

Karrieren wurden im Quartier Latin angezündelt. Udo Lindenberg spielte bereits 1974 hier. Sein Schlagzeuger Bertram Berte Engel trat mit seinem Bruder als Gebrüder Engel auf. Spektakuläre große Erstauftritte lieferte 1978 die aus Musikern der Lokomotive Kreuzberg als Nina Hagen Band der Ausnahmesängerin und Godmother of Punk Nina „Farbfilm“ Hagen ab. Apropos Nena Hagen: 1982 debütierte die Band NENA, unter den Fittichen des Fotografen und gewieften Musikmanagers Günter Jim Rakete (hier). 1983 nahm der Berichterstatter als Mitglied der Jury des Berliner Senatsrockwettbewerbs ROCK NEWS den Ärzten ihren Gassenhauer Anneliese Schmidt ab, die Ärzte blieben Sieger des Wettbewerbs. Der Rest ist Musikgeschichte.

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