1902/20 #Positionen Musik machen im unterschiedlichen Zeitpunkt eigener Lebensphasen

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#Proberaum #Symbolbild

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Buster Keaton Seven Chances (1925) Ausschnitt

Ich vermisse das Ensemblespiel – während dem Studium Normalität und sooo befruchtend für alle Beteiligten! Mittlerweile singe ich in 2,5 Chören mit wirklich hohem Niveau und genieße das gemeinsame Musizieren, das Kennenlernen neuer Stücke, immer wieder BACH … Gemeinsam in die Musik eintauchen ist Seelenfutter und überlebensnotwendig! (Bettina O., auf Facebook)

Ihr erinnert das bestimmt, wenn Ihr das Video oben seht: Ich 1925 auf dem Weg zur Bandprobe. Wie ich ankomme, ist nach einem raschen Blick auf die Uhr schnell klar: Ich bin zu spät gekommen. Wie unzuverlässig. Wir scheuten weder Kosten noch Mühe. Zeiten waren das.

Für das zusammen Musik machen, in einem bandähnlichen Zusammenhang, ist häufig eine bestimmte Lebensphase ausschlaggebend, die möglicherweise beim Jugendlichen beginnt und sich dann noch einige Jahre hinzieht. Bis andere Umstände einen Rückzug ins Private erfordern.

Der feste Partner, das erste Kind, berufliche Sachzwänge, die Miete bezahlen müssen.

Einige pausieren dann, teils jahrelang. Die Musik tritt in den Hintergrund.

Bei manchen rumort es ein paar Jahre später wieder. „Die Babypause ist vorbei,“ sagen sie und suchen im Keller nach den verstaubten Musikinstrumenten.

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1800/19: News: Das Rockhaus bleibt, sagt der Kultursenator (Operation Proberaum)

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Rockhaus bleibt
Pressemitteilung vom 23.05.2019

Am 22. Mai 2019 hat die Senatsverwaltung für Kultur und Europa den Musiker*innen im Berliner Rockhaus ein mit dem Eigentümer verhandeltes Angebot unterbreitet, das den Weiterbetrieb des Hauses möglich macht.
Dabei wird die GSE gGmbH als Generalmieter im Auftrag des Landes Berlin und mit Unterstützung des Musicboard Berlin das Haus anmieten und die Proberäume untervermieten.
Das Angebot fand gestern große Zustimmung. Die Senatsverwaltung ist von den Musiker*innen gebeten, die Verhandlungen zum Abschluss zu bringen.

Senator Dr. Lederer: „Nun sollte der Vogel fliegen. Die Anstrengungen haben sich offenbar gelohnt. Wir werden 180 Proberäume für bis zu 1.000 Musiker*innen in der Stadt halten. Der Dank gilt den Künstler*innen im Rockhaus, die sich in kürzester Zeit gut organisiert haben; er gilt allen, die den Erfolg auch in den Verhandlungen wollten und nicht aufgegeben haben.“

Die Senatsverwaltung geht davon aus, dass ein nahtloser Übergang zum 01. Juli möglich ist und der vormalige Mieter des Hauses aus seinen Verpflichtungen entlassen wird.

Quelle:
hier

1759/19: Positionen: Die Bands müssen aus dem Rockhaus raus.

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten habe ich mich mit der Eigentümerin, der Buchberger Straße 6 GmbH und ihrem Geschäftsführer Herrn Shai Scharfstein, gut 4 Jahre vor dem Ende der festen Mietvertragslaufzeit einvernehmlich auf die Beendigung des Mietverhältnisses zum 30.06.2019 verständigt. (Dirk Kümmele, Link unten)

(Offener Brief an den Vermieter)

Sehr geehrter Herr Scharfstein,

wir sind 1000 Musiker, Berliner und Zugezogene aus aller Herren Länder. Wir lieben Musik, wir machen Musik, wir unterrichten Musik.

Wir sind manchmal laut, aber auch leise, wir sind wild, bunt, schräg, schön und multikulti, wie diese Stadt, die unser Zuhause ist.
Manche von uns sind erfolgreich, andere sind fleißig und geben ihr Gelerntes an hunderte Kinder, Jugendliche und Musikbegeisterte weiter.
Alle haben den selben Traum und brennen für das, was sie tun, für Musik.

Wir wissen, dass unsere Stadt sich verändert, aber wir wollen sie mit verändern.
Wir wollen ihr mit unserer Musik den Klang geben, von dem die ganze Welt spricht.

Lassen Sie uns die paar Quadratmeter Raum zum Arbeiten, Ausprobieren, Austauschen, Studieren und Unterrichten, damit die Stadt weiterhin so anziehend klingt.
Wir sind ein Stück Sound dieser Stadt.

Die Mädchen und Jungs aus dem Rockhaus

(Brief: Micha Maass 28.03.19 via Facebook)

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