1902/20 #Positionen Musik machen im unterschiedlichen Zeitpunkt eigener Lebensphasen

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#Proberaum #Symbolbild

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Buster Keaton Seven Chances (1925) Ausschnitt

Ich vermisse das Ensemblespiel – während dem Studium Normalität und sooo befruchtend für alle Beteiligten! Mittlerweile singe ich in 2,5 Chören mit wirklich hohem Niveau und genieße das gemeinsame Musizieren, das Kennenlernen neuer Stücke, immer wieder BACH … Gemeinsam in die Musik eintauchen ist Seelenfutter und überlebensnotwendig! (Bettina O., auf Facebook)

Ihr erinnert das bestimmt, wenn Ihr das Video oben seht: Ich 1925 auf dem Weg zur Bandprobe. Wie ich ankomme, ist nach einem raschen Blick auf die Uhr schnell klar: Ich bin zu spät gekommen. Wie unzuverlässig. Wir scheuten weder Kosten noch Mühe. Zeiten waren das.

Für das zusammen Musik machen, in einem bandähnlichen Zusammenhang, ist häufig eine bestimmte Lebensphase ausschlaggebend, die möglicherweise beim Jugendlichen beginnt und sich dann noch einige Jahre hinzieht. Bis andere Umstände einen Rückzug ins Private erfordern.

Der feste Partner, das erste Kind, berufliche Sachzwänge, die Miete bezahlen müssen.

Einige pausieren dann, teils jahrelang. Die Musik tritt in den Hintergrund.

Bei manchen rumort es ein paar Jahre später wieder. „Die Babypause ist vorbei,“ sagen sie und suchen im Keller nach den verstaubten Musikinstrumenten.

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1752/18: Personen: Roger Radatz, Drummer, Ehrengast im Yorckschlösschen

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Roger Radatz, Drummer, Ehrengast im Yorckschlösschen Berlin-Kreuzberg


22.11.2018 @Yorckschlösschen Berlin Kreuzberg

Roger Radatz (Schlagzeuger, Kapellmeister, New Orleans-Kenner) – 23.11.18 – Olaf Dähmlow, Inhaber vom Yorckschlösschen, Berlin, schreibt über Roger: „Kraft meines Amtes ernenne ich hiermit Roger Radatz zum Ehrengast. Dies bedeutet frei essen und trinken sowie freies Geleit auf Lebenszeit. Gewürdigt wird er für seine herausragenden Verdienste um erstklassige Musik und Entertainment im Yorckschlösschen und prägenden Einfluss auf meine Programmarbeit, seit ca. fünfunddreißig Jahren. Ich bin mit diesen Würdigungen sehr sparsam. Ehrengäste für ähnliche und andere besonderen Verdienste sind bisher: Jürgen Grage, Peter Blaar, Wolfgang Rügner, Rudy Stevenson, Wim Wenders und Ruprecht Polenz. – Olaf Dähmlow“ #Tulipstagram #TTT #tripletT #Pictuality #Yorckschlösschen #Berlin #Kreuzberg #RettetdieLivemusik #rogerradatz #drumsmakewumms

Du kommst rein, an der Tür vorn rechts auf der Bühne, hinter Geländertraljen (hölzerne Wurzeln, Vollpfosten, die die Bühne absperren gegen Mädchen, die ihre Unterwäsche auf die Bühne werfen würden) sitzt Roger Radatz im Move und groovt im Tempo verblichener Zeiten auf einem schönen Sakkae-Schlagzeug im Beatles-Blueoyster-Finish und grüßt freundlich: „Mensch, Tommy!“ Und wippt und wuppt und die Band, die hier zur Session im Stile New Orleans musiziert, wippt und wuppt mit Roger R., Drummer. Heiliger Bürstenbinder.

Gut, nun ist er raus aus dem Geschehen. Gerade noch saß er auf der Bühne. Olaf Dähmlow weiß: „Es gibt nicht viele Musiker, die das richtige Tempo haben, also erwischen. Viele spielen zu schnell. Die Dinge müssen sich entwickeln können. Artikulieren.“ Wir vertiefen das nicht weiter in dieser Nacht von Donnerstag zum Black Friday, einem Shopping-Kaufrausch weltweit sondergleichen. Dähmlow entschuldigt sich, er müsse nur schnell das Kartoffelwasser abgießen, während wir mit Roger Radatz im Sauerstoffzelt zur Straße hin sitzen und ein paar Worte andere ergeben. Jürgen Grage hat ein tolles Buch geschrieben, hören wir und lassen uns von ihm eins mit Widmung geben. Roger hatte das Tempo, halten wir nochmal fest und auf der Bühne war ebenfalls alles Roger. Auch die Frau mit dem Banjo und – Ihr werdet es nicht glauben – Carlos Santana. Doch das ist eine andere Geschichte, die bereits erzählt ist. Die Sache ist unten gelinkt.

Alle waren an dem Abend sehr glücklich, auch Olaf Dähmlow, der dem Erschienenen, Roger Radatz, zum Erscheinen sehr dankte. Wie wir selbst. Alles Roger, noch ein langes Leben, der Herr, und Liebesgrüße aus der Schreibstube.

Weiterführend

* Sensation: Wie Carlos Santana das Yorckschlösschen von hinten und vorne nahm
* Pssst: Es war alles Roger in der Nacht von Donnerstag zu Freitag im Yorckschlösschen
* Kreuzberger Chronik: Was man über Jürgen Grage, den Seemann, wissen müsste

639/12: Video: Die Hanno Bruhn Gang live im Yorckschlösschen 2011 – I Got A Woman #Tageslied

Kommissar & VideoPaparazzo Tommy Tulip (© kaupertmedia)

Kommissar & VideoPaparazzo Tommy Tulip (© kaupertmedia)

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I got a woman – Live im Yorckschlösschen (via youtube)

In der internationalen Modelszene haben viele hübsche Mädels große, bekannte Namen. Claudia Schiffer, Naomi Campell, Nadja Auermann, Linda Evangelista. Wäre nun die Musikerszene von ähnlicher Nomenklatur, so hieße Hanno nicht einfach „Bruhn“, so wie man Schmidt, Müller oder Meier heißt. Er hieße sicherlich Hanno Componista. Denn nomen est ja bekanntlich omen. Moment….

Update: Die Videos, die hier eingebunden sind, sind vom Nutzer entfernt worden. Bei Gelegenheit werden wir diesen Artikel updaten! Shit happens.

Was ich noch zu sagen hätte: Olaf Dämlow vom Yorckschlösschen hatte 2011 angefangen, den früher berlinweit üblichen, aber in Vergessenheit geratenen Musikerstammtisch wiederzubeleben. Und das recht erfolgreich. Links hier lesen und rechts hier schauen. Die ersten Termine des Stammtischs für 2012 sind soeben eingetragen worden. Hin da Musiker, und auch ohne Terminkalender (welcher Musiker hat schon einen funktionierenden?) merken oder einfach nochmals ansurfen. Wir schleppen immer die aktuellen Termine mit. Es ist bekannt, dass Schlagzeuger gerne schleppen.

Das vorstehende Video wurde allerdings nicht von mir paparazzit. Hanno Bruhn ist ein Berliner Szene-Original. Am Schlagzeug: Roger „Rabbit“ Radatz. 2012 wird ein gutes Jahr. Wenn´s schon so anfängt. Viel Spaß.

 

(EP)