1938/20 #Nachruf – Klaus Selmke (Schlagzeug, City, Gründungsmitglied) – Es wurde leider auch nur abgeschrieben.

Icon #Nachruf

Icon #Nachruf

Trauerkerze (ani/gif)

Trauerkerze (ani/gif)

Traurig! #blackbirdsTV #TTT #Tulipstagram #Banner

Traurig! #blackbirdsTV #TTT #Tulipstagram #Banner


City – Am Fenster (lange Studioversion)

Hildegard Maria Rauchfuß
Am Fenster

Einmal wissen dieses bleibt für immer
Ist nicht Rausch der schon die Nacht verklagt
Ist nicht Farbenschmelz noch Kerzenschimmer
Von dem Grau des Morgens längst verjagt

Einmal fassen tief im Blute fühlen
Dies ist mein und es ist nur durch dich
Nicht die Stirne mehr am Fenster kühlen
Dran ein Nebel schwer vorüber strich

Einmal wirklich fassen und nie wieder
alles geben müssen, was man hält
Klagt ein Vogel? Ach, auch mein Gefieder
Näßt der Regen flieg ich durch die Welt

Einmal fassen tief im Blute fühlen
Dies ist mein und es ist nur durch dich
Klagt ein Vogel? Ach, auch mein Gefieder
Näßt der Regen flieg ich durch die Welt.

 

Klaus Selmke (70) * 21.04.1950 – † 22.05.2020 Schlagzeuger, Mitbegründer von City

Ich stehe am Fenster und schaue zu Dir auf, Du Sitzriese, Schlagzeuger und Musiker-Urgestein

Ruhe in Frieden, Klaus – Liebe & Licht

🖤🖤🖤🌷

Tommy, zugleich für alle Anderen
Spezialistengruppe: Musikerwitze

Nachgedanken zum Nachrufen auf Klaus Selmke

Betroffenheitspresse = Lügenpresse?

Ideal Lyrics "Schwein" - Der Ernst des Lebens #TTT #Tulipstagram

Ideal Lyrics „Schwein“ – Der Ernst des Lebens #TTT #Tulipstagram

Was man sich anlässlich der Todesmeldungen der schreibenden Presse erschreckenderweise ganz klar vor Augen halten muss:

Der Text ist ganz offensichtlich in einem zentralen Schreibbüro der gemeinschaftlichen Betroffenheit entstanden. Nachrufe liegen entweder vorratshalber bereits in der Schublade. Das ist im vorliegenden Fall leider nicht anzunehmen. Dann wären sie nämlich wohl gewählte und gut ausformuliert, mit einem Quantum wahrer Anerkennung für die Lebensleistung des Gestorbenen.

Möglicherweise ist der Vorratsnachruf aber im vorliegenden Fall eher nicht anzunehmen.

Denn die Fragmente der meisten dieser Artikel im Odenwald der schreibenden Zunft seit gestern nennen allerdings nahezu wortgleich dieselben Gedankengänge und Eckpfeiler des Musikerlebens von Klaus Selmke. Was wir dem entnehmen können: Diese ganze jaulende, miauende Betroffenheit ist nur gespielt. Auftragsgemäß. Für die vermeintliche Zielgruppe der Ostzeitungsleser.

Zeit ihres Lebens sind die untergegangen Helden der ostdeutschen Rockmusik heute zu wenig bedeutend und nur noch Fossile einer bereits ausgestorbenen Wesentlichkeit. Leider.

Die Texte der Nachrufe sind unisono Auftragsarbeiten von westdeutsch geprägten Auftragsjournalisten, die zentrale Pressekommuniqués verfassen. Diese werden als Newscontent den zentralen Redaktionsbüros verkauft und nur noch marginal von Blatt zu Blatt abgeändert. Mehr oder minder gekonnt. Das lässt einen die weniger große Ehrlichkeit der Texte geradezu spüren. – Im Fall von Klaus Selmke ist mir das zentral aufgefallen, seit die ersten Meldungen über keinen Äther mehr gingen, sondern viral verteilt wurden.

Wie schade. Und wie liederlich.

Was für den Nachruf nämlich leider gilt: EINMAL wissen, dieses bleibt für immer….

Klaus Selmke hat mehr als das verdient.

1752/18: Personen: Roger Radatz, Drummer, Ehrengast im Yorckschlösschen

Banner Personen

Yorckschlösschen Logo

Yorckschlösschen Logo

Roger Radatz, Drummer, Ehrengast im Yorckschlösschen Berlin-Kreuzberg


22.11.2018 @Yorckschlösschen Berlin Kreuzberg

Roger Radatz (Schlagzeuger, Kapellmeister, New Orleans-Kenner) – 23.11.18 – Olaf Dähmlow, Inhaber vom Yorckschlösschen, Berlin, schreibt über Roger: „Kraft meines Amtes ernenne ich hiermit Roger Radatz zum Ehrengast. Dies bedeutet frei essen und trinken sowie freies Geleit auf Lebenszeit. Gewürdigt wird er für seine herausragenden Verdienste um erstklassige Musik und Entertainment im Yorckschlösschen und prägenden Einfluss auf meine Programmarbeit, seit ca. fünfunddreißig Jahren. Ich bin mit diesen Würdigungen sehr sparsam. Ehrengäste für ähnliche und andere besonderen Verdienste sind bisher: Jürgen Grage, Peter Blaar, Wolfgang Rügner, Rudy Stevenson, Wim Wenders und Ruprecht Polenz. – Olaf Dähmlow“ #Tulipstagram #TTT #tripletT #Pictuality #Yorckschlösschen #Berlin #Kreuzberg #RettetdieLivemusik #rogerradatz #drumsmakewumms

Du kommst rein, an der Tür vorn rechts auf der Bühne, hinter Geländertraljen (hölzerne Wurzeln, Vollpfosten, die die Bühne absperren gegen Mädchen, die ihre Unterwäsche auf die Bühne werfen würden) sitzt Roger Radatz im Move und groovt im Tempo verblichener Zeiten auf einem schönen Sakkae-Schlagzeug im Beatles-Blueoyster-Finish und grüßt freundlich: „Mensch, Tommy!“ Und wippt und wuppt und die Band, die hier zur Session im Stile New Orleans musiziert, wippt und wuppt mit Roger R., Drummer. Heiliger Bürstenbinder.

Gut, nun ist er raus aus dem Geschehen. Gerade noch saß er auf der Bühne. Olaf Dähmlow weiß: „Es gibt nicht viele Musiker, die das richtige Tempo haben, also erwischen. Viele spielen zu schnell. Die Dinge müssen sich entwickeln können. Artikulieren.“ Wir vertiefen das nicht weiter in dieser Nacht von Donnerstag zum Black Friday, einem Shopping-Kaufrausch weltweit sondergleichen. Dähmlow entschuldigt sich, er müsse nur schnell das Kartoffelwasser abgießen, während wir mit Roger Radatz im Sauerstoffzelt zur Straße hin sitzen und ein paar Worte andere ergeben. Jürgen Grage hat ein tolles Buch geschrieben, hören wir und lassen uns von ihm eins mit Widmung geben. Roger hatte das Tempo, halten wir nochmal fest und auf der Bühne war ebenfalls alles Roger. Auch die Frau mit dem Banjo und – Ihr werdet es nicht glauben – Carlos Santana. Doch das ist eine andere Geschichte, die bereits erzählt ist. Die Sache ist unten gelinkt.

Alle waren an dem Abend sehr glücklich, auch Olaf Dähmlow, der dem Erschienenen, Roger Radatz, zum Erscheinen sehr dankte. Wie wir selbst. Alles Roger, noch ein langes Leben, der Herr, und Liebesgrüße aus der Schreibstube.

Weiterführend

* Sensation: Wie Carlos Santana das Yorckschlösschen von hinten und vorne nahm
* Pssst: Es war alles Roger in der Nacht von Donnerstag zu Freitag im Yorckschlösschen
* Kreuzberger Chronik: Was man über Jürgen Grage, den Seemann, wissen müsste

Steve Binetti (feat. Heike Makatsch)

1435/16: Linktipp: ‚Strong‘ – Steve Binetti (feat. Heike Makatsch)

icon_linktipp

 

Steve Binetti (feat. Heike Makatsch)

Steve Binetti ist schuld, dass ich mich heute morgen an Heike Makatsch erinnern muss. Danke, Steve. Well done.

Früher war sie Bravo-TV-Girl, eine Art deutsches It-Girl. Nur viel anständiger als diese amerikanische Mediensuse, von der später im Internet „One Night In Paris“ kursierte, jaja, Scheiß-Doppeldeutigkeit. Ich musste mal für sie bremsen: bei Valdemossa oben in den Bergen auf Mallorca lief sie mir über meine Straße. Mit Peter Maffay oder Michael Douglas hätte ich gerechnet. Ich war baff, sie hier über meinen Weg laufen zu sehen, einfach so, dass ich vergaß sie hier jetzt anzusprechen. Ich hätte ihr sagen wollen, wie unsagbar süß ich sie fände. Bzw. wie unsüßbär säg. Lassen wir Wortgespül.

Weiterlesen