1256/15: Positionen: Backdoor, Blackdoor, Blackbirds: Über Hintertürchen im Weihnachtskalender, Alltag und der Flüchtlingsfrage

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Polydeluxe „Backdoor“

Veröffentlicht am 01.11.2015 -Erste Single aus dem Album „Behind The Backdoor“ VÖ 4.12.2015 MUSIK: Karl Neukauf – TEXT: Ilka Posin

Dass es einmal so weit kommt, wegen 99 Lustballons: Peter Maffay hat ausgedient. Entsorgt. Ilka Posin kommt an die Gartenhaustür und morpht dann zur Lockenwicklerträgerin, die Zukunft der gegen Ende hin tödlichen Zweierbeziehung?  Das Storyboard ist kenntnisreich verwoben um die lyrische Aussage. Am 04.12.15 wird das Album Behind The Backdoor erscheinen. Rechtzeitig vor Weihnachten, wurde es durch eine Blackdoor blackbirds.tv zugespielt. Nun liegt es am musikalischen Strand der Weltenrettung. Wir würden sie gern Ilka Poesin nennen, das träfe es. Sie hat den Text gemacht. Der Teufel den Schnaps.

In Berlin wird ein Kolumnist von einem Durchgeknallten geschlagen, weil der pro Flüchtlinge und qua deutsche Gesellschaft schrieb, mit einem Hauch von Kritik, in einer im Tagesspiegel erschienenen Kolumne. „Linke Drecksau“ hat der Schläger gesagt. Die Geschichte des Zuzugs von Kriegsflüchtlingen aus der arabischen Welt ist ein Hardcore-Angebot an uns, unsere Kreativität und Wandlungsfähigkeit endlich unter Beweis zu stellen. Von wegen linke Sau! Es geht um Menschlichkeit. Jene, die jetzt Mauern umsetzen möchten, die vor ihrem Herzen stehen, um sie als antiarabischen Schutzwall an die Außengrenze des Landes zu verpflanzen, gehören (leider) nicht zu dieser Zielgruppe. Die Ängstlichen der Überfremdungstheorie errichten auch Schutzschwälle kranker Worte und Leidbilder. Insofern kann das Land spalten, wovor zu warnen ist. Wenn wieder Rechte „Linke klatschen“, so wie früher. Das Angebot der Kreativen und Wandlungsfähigen muss lauten, die Unbeweglichen abzuholen und ein Stück weit mitzunehmen: In Richtung künftiger persönlicher Freiheit ohne Angst und Abgrenzungswunsch. Für Solidarität, Empathie und ein gesundes Maß an weniger Selbstbezogenheit. Am Ende kommen Menschen zu Menschen. Reichen wir uns die Hände? Was wäre daran schlecht?

Summa summarum kann man den alten Maffay schon mal entsorgen und das Behind The Backdoor achten, ob im Morgenmantel oder Sonnenbrille tragend, wie die Protagonisten des filmischen Drehs am Set Backdoor. Ein Hintertürchen gegen die Lockenwickler-Strategie des Alltags der zu kurz Denkenden. Wie es Karl Neukauf (g) ergangen ist, siehst Du hier…. (Foto: Polydeluxe, Privatarchiv)

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536/11: Linktipp: Zum heutigen Geburtstag von Les Paul berichtet H.P. Daniels im TAGESSPIEGEL

H.P. Daniels (Foto/Quelle: H.P. Daniels, myspace)

H.P. Daniels (Foto/Quelle: H.P. Daniels, myspace)

 Banner FotoCreditsCurt Nolte mit Dank

Die Gitarrenfirma Gibson, der er seine Entdeckung 1946 anbot, wollte so eine komischen „Besenstiel mit Tonabnehmern“ zunächst nicht bauen. Doch als der Radiotechniker Leo Fender 1951 mit der Fender Broadcaster (später umbenannt zu Telecaster) auch eine Massivholz-Gitarre auf den Markt brachte, entschied sich Gibson, das Modell „Les Paul“ serienmäßig zu produzieren. (H.P. Daniels zum Geburtstag von Les Paul im Tagesspiegel, Link unten)

Um sich im Popolymp der schreibenden Zunft einzuschreiben, bedarf es der Themen-Berichterstattung mit einem Quantum Zeitlosigkeit, also Themen, die über den Tag hinaus Bedeutung erlangen bzw. behalten. Heute hat der Gitarrist und Tüftler Les Paul seinen Geburtstag zu feiern, da oben im Himmel. Google war das einen doodle wert. Und H.P. Daniels schreibt im Tagesspiegel eine kurze Geschichte über das Leben dieses Herrn. Auch aus eigener Erfahrung: Als Anfang der Achtziger Daniels die Band „Escalatorz“ anführte, da begleitete ihn sein 2008 verstorbener Gitarrist Andreas Römer auf einer LES PAUL. Wie immer, wenn Daniels was schreibt, ist es lesenswert und wird daher gern empfohlen.

401/11: Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne, der Bi-Ba-Butzemann, die GEMA und Trallalala!

[audio:http://www.franz-de-byl.us/RadioEins/0810_kommentar.mp3]
Eingebunden über Website von Franz de Byl, Radio-Eins-Interview – Kommentar

banner AudioCreditsRadioeins, Interview

Von den in 2009 eingenommenen 840 Mio € Verwertungsgebühren sind 713 Mio € an die Rechteinhaber ausgezahlt worden. Das heißt, 127 Mio. Euro verschlingt der Verwaltungsapparat selbst! Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt hat das auf Radio Eins kommentiert.

Tagesspiegel-Chefredakteur erzählt bisschen was über die Berliner Gefühlslage vor Weihnachten, bezogen auf die GEMA-Anwandlung, Weihnachtslieder mit GEMA-Gebührenpflicht zu belegen. Halleluja!

Danke, Franz de Byl, das für die Nachwelt aufgehoben zu haben.