1407/16: Video: ‚Kampflos‘ von Silly aus ‚Wutfänger‘ – Lied und Leid des Tages liegen häufig nahe beieinander

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Silly – Kampflos (Official Video)

Veröffentlicht am 12.04.2016
Video zur Single von SILLY „Kampflos“ (VÖ 22.04.2016) aus „Wutfänger“ (VÖ 06.05.2016)
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Gestern Abend, nach dem ESC in Stockholm ließ ich noch kurz die Glotze an. Es wurde blau gemacht: Uwe Hassbecker hielt seine blaue Semiakustikgitarre Richtung Reeperbahn, geile Meile. Schöne Stadt. (Udo Lindenberg).

Der größte Krieger muss nie kämpfen. Der größte Streiter muss nie streiten. Erst recht nicht über die Qualität von Texten. Viele verbinden mit Silly Texte des DDR-Liedtextgotts Werner Karma. Es gibt auch Menschen, die die Übernahme der Texte durch Anna Loos kritisch begleiten. Ist das Umdenken auch schwer, ist der Selbstversuch zweifelsohne geglückt. Hier gilt dies Fragment: ‚Angstlos, lass die Angst los. Im Labyrinth steckt der Frieden, Liebe wird Hass besiegen. Liebe, die ist überall, ein freier Fall.‘

Nein, ganz ehrlich. Den Karma liebt man. Er sendet Musik häufig gutes Karma. Seine Bilder und Kopfcinematographien sind unerreicht. Es gibt auch andere Arten Jazz. Noch haben wir nicht alle Texte auf der neuen CD von Silly seziert: Die Übernahme der Texthoheit durch Silly ist zweifelsohne geglückt. Auch was das hier gezeigte Video angeht, ist es gut wie es ist. Hohe Qualität. Das war von denen ja zu erwarten, gehören doch Silly zu denen, denen Dänen gar nichts vormachen können.

Tja, die Skandinavier scannen Songtexte ein: Scan Din A Vier. Wir aber lassen uns gewiss nicht verrückt machen, nicht silly. Vorwärts immer, rückwärts nimmer: Klasse Video. Hier und heute das Lied des Tages, nach dem gestrigen Leid des Tages in Stockholm. Thank You for the music, Silly.

Die Messer wetzen (gif)

1386/16: Trends: Geht es den Bach runter mit der Musikmesse Frankfurt? Verschaukelt die Messe ihre Besucher?

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Schaukeln (gif)

Willkommen in der Gemeinschaft! from Uwe Hassbecker on Vimeo.

Die Musikmesse für Percussion dieses Jahr ist so interessant, wie einen Stick den ganzen Tag zu lutschen. Ich glaube, da ist mehr Inhalt… – José Cortijo, Prof. für Percussion, über die Musikmesse Frankfurt (via facebook)

Niemand hat die Absicht, einen Trend herbeizuschreiben. Wirklich rein zufällig fasste Silly-Gitarrist Uwe Hassbecker die Stimmung zusammen, als er im Studio über die Gesamtsituation nachdachte. Sehr gelungen.

Doch es ist unüberhörbar. Galt die Messe über Jahrzehnte als wichtiger melting point der Musikinstrumentenindustrie, sind immer mehr Musiker und Instrumentenhändler von der Messe enttäuscht und wenden sich von ihr ab. Zu hohe Standplatzmieten, ein immer beliebiges in Zeiten digitaler Weltumbrüche austauschbares 19″-Equipment, das keine sonderlich großen Präsentationsflächen mehr benötigt („Das geht doch auch über Internet.“) und der Rückzug großer Traditionsmarken (Stichwort: Sonor veranstaltet inzwischen eine eigene Hausmesse). Es sieht alles andere als gut aus für die Frankfurter Musikmesse. Zitat eines kundigen Messebesuchers: „Bin auf dem Rückweg von der Musikmesse. Die Schlagzeugausstellung ist derweil leider deutlich geschrumpft.“

Stirbt jetzt erst der ECHO oder wird gegen den TONIO ausgetauscht und müssen künftig alle anstatt nach Frankfurt/Main nach Anaheim, California, zur NAMM fahren, aber das wäre in der Tat aufwändiger bis hin zum Erbrechen der gesamtem Musikindustrie. Quo vadis, Musikmesse Frankfurt? – Im Unterschied zur NAMM sei die Musikmesse eine Veranstaltung von Organisatoren, die heute auch mal eine Musikmesse machen, aber schon morgen Autos, Boote und Tulpen aus Amsterdam messetechnisch bewerben.

Die Stimmen aus dem messemusikalischen Untergrund wurden via facebook als erkennbarer Trend zur Haltung eingefangen und in persönlichen Kontakten bestätigt. Klar wird: Man nützt auch gern die Zeit, um endlich einmal ausgiebig schaukeln zu gehen.

 

394/11: Video: Gary Wiggins (sax) meets Sibylle Briner (piano) – Piano meets Jazz (Lied des Tages)

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Sibylle Briner & Gary Wiggins | Piano meets Jazz

Sibylle Briner & Gary Wiggins (Einbettung vom Fremdserver)

Detroit Gary Wiggins? Yeah, man, da denk ich gleich an „sax“, man! (typischer Straßendialog in Berlin, mit amerikanischem Akzent, bitte) 🙂

Gary „Detroit“ Wiggins ist Wahlberliner seit vielen Jahren und sagt uns was als „sax man“. Sprecht das bitte angloamerikanisch aus!  Wenn Gary losbläst, gibt´s kein Halten mehr. Sein Ruf ist legendär. Seit dem Ableben von Mr. „one & only“ Michael Jackson sind seine „Tribute“-Konzerte ein heißes Thema. Dem King of Pop zu Ehren gibt Mr. Wiggins Jacksons Popnummern (nicht Poppnummern) instrumentalistisch zu Gehör. Großartig, Leute! Unbedingt mal eine der upcoming shows besuchen! Allerdings: Jazz ist das nicht!

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