1820/19: Nachruf: Astrid North (eigentlich Astrid Karina North Radmann, * 1973, † 26.06.2019) ist tot. How beautiful WE are!

Kerze #Trauer

Kerze #Trauer


MDR KULTUR-Studiosession mit Astrid North

„Künstlerisch bin ich einerseits glücklich, andererseits nie glücklich, weil es nie da ist, wo es eigentlich sein soll, weil dann schon wieder das nächste in Sicht ist, bzw. diese Zufriedenheit: Es kann immer besser und anders, oh nein, und der Gesang, und es ist doch nicht so, also ich hör mir die Sachen nicht mehr an, nachdem sie auf CD oder auf Platte sind..“ (Astrid North, Interview 2017) – MDR KULTUR – Am 17.10.2017 veröffentlicht Spätestens seit ihrer Arbeit mit der Band Cultured Pearls zählt Astrid North zu den Stars der deutschen Soulmusik. Mit Jan Kubon sprach sie über ihr neues Album „Precious Ruby“ und sang live einige Titel daraus.

How beautiful WE are! Ich habe diesen Beitrag des MDR ausgewählt, weil die Person und ihre Ausstrahlung so schön erzählt bzw. dargelegt wird. Im Fokus steht die Musik. Denn so war es auch.

Astrid North (eigentlich Astrid Karina North Radmann, * 1973, † 26.06.2019) war eine deutsche Sängerin, u.a. Sängerin der deutschen Bands Cultured Pearls, mit der sie fünf Alben einspielte, und Soulounge, die bisher drei Alben veröffentlichte. Außerdem war sie gemeinsam mit dem amerikanischen Sänger Gabriel Gordon auf Tour. Astrid North war Mutter zweier Kinder, ihre Tochter wurde 2001 geboren, ihr Sohn 2006. Sie starb am 26.06.2019 an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Auch diese Art und Weise ist Krebs  DAS Arschloch, ein hinterhältiges zumal und so gut wie immer äußerst erfolgreich. Wir trauern um eine gewiefte Sängerin und Musikerin. Ruhe in Frieden, Astrid. Unsere Gedanken sind bei Dir, Astrid, und Deinen Angehörigen.

Am 2. Dezember 2018 sagte sie zu ihrem Krebs in einer Art Outing in einem sozialen Netzwerk unter anderem (gekürzt):

Ende Mai wurde ein Tumor in meiner Bauchspeicheldrüse entdeckt.
Und nach meiner wunderschönen Tour durch eine sehr große und komplizierte Operation (Whipple) entfernt. Es folgten Wochen der Heilung und eine Chemotherapie, die bis Januar gehen wird. Nächstes Jahr dann eine Bestrahlung, dann Reha und dann…. Kreativität!
Das größte Glück, das ich von Anfang an erfahre,
ist die Liebe, Unterstützung, Zeit und Zuwendung von meiner Familie und meinen FreundInnen. Mit Massagen, Akupunktur, Osteopathie, andere Körperarbeit, leckere Mahlzeiten, um bei Kräften zu bleiben, Putzhilfe, Abholungen, Ideen und Infos zu Alternativ- bzw Zusatz-Behandlungen, selbst Angebote aufs Land/ins Schöne zu fahren haben alle geholfen und helfen weiterhin. Ich bin so unglaublich dankbar, denn ohne sie wäre ich allein. So erkläre ich mir mein wirklich positives Gefühl zu der Diagnose des Tumors: Krebs.
Glücklicherweise hatte ich bis jetzt nie Angst oder Depressionen deswegen und denke ich kann “The sweetness of Life” seitdem auch viel besser erkennen.
Das Gefühl, daß Musik und insbesondere Singen sehr heilsam ist, erfahre ich auch jeden Tag. Es hätte auch ganz anders kommen können. Ich bin an einem guten Ort. Wenn ich eine Bitte äußern dürfte, dann die, daß wir uns ein wenig Zeit nehmen, für Menschen, die allein sind, niemanden haben. Ich glaube es hilft so viel mehr, als wir uns vorstellen können.

How beautiful WE are!

Mit viel Liebe und Gesundheit
Eure Astrid North

Lasst uns gemeinsam dieser wunderbaren Musikerin gedenken und dankbar sein für die noch vorhandene Rest-Weltgesundheit.

Und mit jenen sein, denen es schlecht geht, die krank sind.

Sgt. Peppers Lovely Jazz Club Band

Love is all U need – Sgt. Peppers Lovely Jazz Club Band (BD-Beschriftung)

Weiterführend

* Gedenken an Astrid North (von Blackbirds.tv mit eigenen Bordmitteln)

(Mit Material von Wikipedia)

1799/19: Video: Süßholzraspeln für die Sterbenden

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)

Ron Spielman „Sweet Songs For The Dying“ played on a 61′ Tele. Video: Urban Tree Media Requests: contact@urbantreemusic.de „Sweet Songs For The Dying“ on Spotify: http://spoti.fi/2q5QsJm „Sweet Songs For The Dying“ on iTunes: http://apple.co/2m8zu7Z FOLLOW SPIELMAN IN BAD COMPANY @ FaceBook: https://www.facebook.com/spielmaninba… @ Website: http://www.sibc.band

Tante Käthe auf dem Lande hat eine Katze, schwarzweiß.

Da hinten steht ein alter Rollercoaster, so eine Art Gilb vom früheren Reisefrust.

Davor steht Ron Spielman, Fender Telecaster, Bj. 1961, nur ein Jahr älter als die richtig geilen Typen. Zwinker.

Sweet Songs for the Dyin‘ – Dyermaker, let us approve, wie die Wahlen morgen ausgehen? Mach’s wie Mob Barley & The Wählers: On The Fields Of Barley. #Vote – Frag Sting. Schlaue Menschen wählen.

Weiterführend
* Ron Spielman: Sozusagen Afrikas Napoleon
* Mob Barley & The Wählers: #Vote #TTTmedia

1788/19: Video: Neukölln, ist keine alte Crackhure. Sie ist eine Hure in ihrer puresten Form – Von Kalle Kalkowski

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Kalle Kalkowski – Neukölln, Du alte Hure

Die Musik derjenigen Musiker, die aus einer bestimmten zeitgeschichtlich einzuordnenden Zeit Anfang der Achtziger im kalten Altbau-Westberlin kommen und heute noch leben, also ausnahmsweise, die klingt häufig ähnlich.  Man hört eine gewisse Metaphorik heraus. Die Wortwahl, Motive, verwendete Stilcluster: Alles wohlbekannt und gleich so wärmend: Aha, da isses wieder, das alte Westberlin. Ich liebte es. Ich liebe es.

Aus dieser Zeit kommt der nachdrücklichste und ungewöhnlichste Neuköllner Malermeister Kalle Kalkowski, dessen Auftritt ich immer mochte. Der gefühlt schon immer Musiker war. Mit meinem Freund Eddie Heidner (RIP) haben wir damals, ich erinnere ca. 1984, auf dem noch bracheleeren Moritzplatz in Kreuzberg Open-Hair-Konzerte der Langhaarigen veranstaltet und da war Kalle Kalkowski dabei und falls ich mich da nicht falsch erinnere, saß am Schlagzeug Ronnie Bosien (RIP). Oder war es Anja Kießling? Pofff: Anja hatte so einen unglaublichen Bumms. Ich werde sie mal fragen. Überhaupt hat offenbar bereits das Sterben teils eingesetzt. Ich find es bitterst. Neulich verwickelte ich jemand ins Gespräch übers neue Neukölln: Wie entwickelt sich eigentlich Neukölln? Wohin driftet es? Das gentrifizierte Neukölln: Ich mag das auch als Wort nicht. Und bekam Widerspruch, das wäre da nicht Fakt. Find ich nicht. Ich glaube, Neukölln ist inzwischen hip, noch hipper geworden als Hopp. Gangstas: Wie denkt Ihr darüber?

Der Alltag schleift den Menschen kerzengerade: Kalle Kalkowski hat immer nur Musik gemacht und lässt sich übers Kopfsteinpflaster schleifen. Machte bis heute Musik. Ich habe aktuell gar nicht nachgesehen. Ich hoffe, es geht ihm gut. Dies Video hier habe ich seit Jahren nicht vergessen, aber offenbar vergessen, hier als Lied des Tages vorzustellen. Ich finde es bedeutend.

Danke, Kalle. Falls Du noch Musik machst: Bleibt wie Du bist.

Ich widme diesen Artikel meinem 2019 verstorbenen Freund Edmund „Eddie“ Heidner und sende Eddie alle meinen guten Gedanken und meine Liebe hinterher.
Ruhe in Frieden.

Rechercheideen
Edmund Heidner und Radio Wedding hier suchen
Kalle Kalkowski hier suchen