MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

812/13: Positionen: Nur kurz die Welt retten, danach ist es vorbei, denn es geschieht viel #MSP

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Nur noch kurz die Welt retten, und danach ist es vorbei.

Das zu erkennen, ist von wirklicher Bedeutung. Das hat den Song von Tim Bendzko auch und vor allem wegen seiner fulminanten Lyrics so bedeutend gemacht. Dabei hat Bendzko alles vorhergesagt, was eintritt. In Kurzform: Man kann ein Album herstellen, dessen Bedeutung überragend ist. Ab diesem Zeitpunkt gibt es eine deutliche Erwartungshaltung. Aus der freiwilligen, eigenen Sache wird eine „Serienverpflichtung“. Nur noch bedeutende, die Welt rettende Songideen am laufenden Fließband. Unmöglich, das zu schaffen.

Shit happens. Das weltbewegende Werk und es folgt dann einfach kein zweites nach, weil sich das mäandernde Publikum schon längst wieder woanders hin verirrt hat. Etwas anderes schick und „lazy“ findet, modern und nun weltrettend. Die zurückbleiben, können höchstens noch versuchen, mit ihrer Musik die Welt ein Stück erträglicher zu machen, bzw. sie geringfügig zu verbessern. So geht´s.

636/11: Zukunft: 2012 – Scheißt zwischen die Zwischenwände Eurer Gedankenschubladen und errichtet das Weltbürgertum!

 

An allem sind die Juden schuld!
Die Juden sind an allem schuld!
Wieso, warum sind sie dran schuld?
Kind, das verstehst du nicht, sie sind dran schuld.
Und Sie mich auch! Sie sind dran schuld!
Die Juden sind, sie sind und sind dran schuld!
Und glaubst du’s nicht, sind sie dran schuld,
an allem, allem sind die Juden schuld!
Ach so!

1931 hat Friedrich Hollaender (* 1896, † 1976) das Lied geschrieben und traf damit den Nerv seiner Zeit. Er textete zur klassischen Musik der Habanera von George Bizets „Carmen“  den Text „Die Juden sind an allem schuld“. Bingo – ins Schwarze getroffen.  Seit der Jahrhundertwende 1899/1900 war die Familie aus London nach Berlin verzogen und verbrachte zunächst ihr Leben im Wesentlichen hier.

Seinerzeit hatten die Nationalsozialisten eines österreichischen Gefreiten namens Adolf Hitler beträchtlichen Zulauf. Hitler, selbst aus einfachsten, relativ ungeordneten Verhältnissen stammend, hatte sich u.a. den Ideen eines völkischen Eiferers namens Georg von Schönerer verschrieben. Sein Lebenslauf wurde im Nachhinein „getürkt“, so viel steht heute fest. Am Ende haben nicht wenige Forscher versucht nachzuweisen, dass Hitler selbst ein „Vierteljude“ gewesen war. Schlimm? Eigentlich nicht.  Aber unter diesen selbstauferlegten Ansprüchen an sich selbst?

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