#2.076/24 – #Breaking News – #JustMusic Berlin schließt Zentrale am Moritzplatz Kreuzberg

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Just Music Berlin (Quelle: Just Music GmbH - Promotion)
Just Music Berlin (Quelle: Just Music GmbH – Promotion)

Es war nicht nur zu vermuten. Es war eine Frage der Zeit. Das Berliner Musikhaus JustMusic (früher: Sound- und Drumland) schließt. Wann genau, ist unklar, berichten übereinstimmend verschiedene Medien. Damit ist die letzte der früher vier bundesweiten Fachgeschäfte für Musikinstrumente zu. Wir berichteten (über drei von vieren, am 04.09.2020)

Die ganze Branche steht jetzt am Ende einer Entwicklung, die sich seit langem angekündigt hat. Die Zeichen waren nicht zu überhören. Was die Musikmesse Frankfurt/Main betrifft, veröffentlichte ich grundlegende Kritik hier (am 09.04.2016) und weitergehend hier (am 06.04.2019). Nun ist der Berichterstatter (das bin ich) beileibe kein Branchengenius. Vielmehr sehe ich die Branche als Betroffener.

Der Tagesspiegel berichtet am 17.01.2024 hinter einer Paywall hier. Mit einem großen Buyout wirft JustMusic zu Sonderkonditionen Equipment raus, 7.000 Quadratmeter Verkaufsfläche müssen beräumt werden. Reduzierte Preise winken.

Verdächtigung Corona: Während verschiedene Medien orakeln, warum die Standorte Dortmund, Hamburg und München früher schlossen, vertraten wir einen bunten Tulpenstrauß abweichende Konzernkritik, besser: Branchenschelte. In Kurzform:

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2007/21 #Nachruf – Peter Hollinger (* 1954 in Zweibrücken – † 31.05.2021 in Berlin) ist tot

Uludag_MauMau from werner cee on Vimeo. Die erste und einzige Liveperformance einer Band: ULUDAG MAU MAU 1987 – Darüber schreibt der beteiligte Werner Cee (Bass, saz) folgendes: The original Uludag was formed in Berlin circa 1980, as an improvising band playing „anarchistisch-experimentelle-rock-musik“, with one foot in the new-wave and the other in the arts. By … Weiterlesen

1940/20 #Nachruf – Jimmy Cobb (Drummer) (* 20. Januar 1929 in Washington, D.C.; † 24. Mai 2020 in New York)

Miles Davis – Kind of Blue – Full Album Miles Davis – Kind of Blue 00:00:00 – So What 00:09:12 – Freddie Freeloader 00:18:47 – Blue in Green 00:24:15 – All Blues 00:35:55 – Flamenco Sketches Wilbur James „Jimmy“ Cobb (* 20. Januar 1929 in Washington, D.C.; † 24. Mai 2020 in New York) war … Weiterlesen

1917/20 #Nachruf Regy Clasen (* 26. Juli 1971 in Hamburg; † 28. März 2020 ebenda) – Neue Wege #Tageslied

DIE ZÖLLNER feat. Regy Clasen, Edo Zanki & Xavier Naidoo | Neue Wege Regy Clasen (eigentlich Regine Clasen; * 26. Juli 1971 in Hamburg; † 28. März 2020 ebenda) war eine deutsche Chanson-, Pop- und Soulsängerin und Liedermacherin. Sie erlag am 28. März 2020 einer langen Erkrankung in Hamburg. Dass wir als Kunst- und Kulturschaffende … Weiterlesen

1909/20 #Nachruf Zum Tod von John Vaughan (19.1.1951-14.3.2020) – Von H.P. Daniels

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John Vaughan (Foto: Privatarchiv John Vaughan - The 50ties, Homepage)
John Vaughan (Foto: Privatarchiv John Vaughan – The 50ties, Homepage)
Trauerkerze (ani/gif)
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Traurig! #blackbirdsTV #TTT #Tulipstagram #Banner
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Am 14. März 2020 ist der amerikanische Singer/Songwriter John C. Vaughan gestorben (19.1.1951-14.3.2020).

Von H.P. Daniels

Das erste Mal bin ich John im Winter 1970 in München begegnet, wo er auf der Leopoldstraße mit seiner Gitarre vor dem Citta 2000 stand, und ich schwer beeindruckt war, wie er dort Songs der Beatles und von Donovan interpretierte, sowie ein paar wunderbare Eigenkompositionen.

Nachdem ich im Sommer 1972 nach Berlin gezogen war, sah ich ihn plötzlich wieder: Auf der Bühne des Steve Club in der Krumme Straße – hey, das ist doch der Typ von damals aus München! – und wieder war ich schwer angetan, von seinen Songs und seiner ungeheuer charmanten und witzigen Bühnenpräsenz.
Auch in der Folgezeit hab ich ihn immer wieder bewundert: im Go In, im Folk Pub, in der Waldborke und im Pampischek und unzähligen anderen Läden.

Nachdem ich eine Weile in England gelebt hatte, und im Herbst 1976 nach Berlin zurückkehrte, war John immer noch in Berlin. Und ich kaufte seine im selben Jahr erschienene LP Somwhere in Europe, auf der ein Großteil der Songs versammelt war, die ich bei seinen Konzerten schätzen und lieben gelernt hatte.
Richtig kennengelernt haben wir uns dann erst 1977 oder 78, als wir beide an einem Abend in der Schöneberger Musikkneipe Scheese auf der Bühne standen, und anschließend miteinander ins Gespräch kamen.

Von da an sahen wir uns regelmäßig, oft mehrfach die Woche, begegneten uns ständig auf unseren Wegen, von und zu den Musikschuppen, in denen wir auftraten. Und meistens trafen wir uns am Ende unserer “Touren” im Banana in der Kantstraße, wo wir auch regelmäßig spielten. Eine Zeit, in der ich einige filmreife Episoden mit John erlebt hatte.

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1907/20 #Nachruf Susan Weinert (* 24. Juni 1965 in Neunkirchen (Saar), + 02. März 2020), deutsche Jazzgitarristin, Komponistin und Produzentin.

„Der Baum vor meinem Fenster“ by Susan Weinert Susan Weinert [Rainbow Trio] live @ Weberhaus /Viersen/Germany May 17 2019 Susan Weinert guitar, Martin Weinert bass, Sebastian Voltz piano, performing „Der Baum vor meinem Fenster“ by Susan Weinert Hurra, hurra, die Seele brennt. Und Asche zu Staub. Eine Ausnahmemusikerin ist tot. Wir trauern um Susan Weinert, … Weiterlesen

1884/19 #Tageslied Fritz Eckhart Freiherr von Weizsäcker (* 20. Juli 1960 in Essen; † 19. November 2019 in Berlin) #Nachruf

Ton Steine Scherben – Der Traum ist aus Fritz Eckhart Freiherr von Weizsäcker (* 20. Juli 1960 in Essen; † 19. November 2019 in Berlin) war ein deutscher Mediziner. Seine Fachgebiete waren Innere Medizin und Gastroenterologie. In seinen Veröffentlichungen widmete er sich insbesondere der Behandlung von Hepatitis B und C. Von 2005 bis zu seinem … Weiterlesen

1854/19 #Nachruf: Edward „Edo“ Zanki (* 19. Oktober 1952 Zadar, Jugoslawien; † 1. September 2019) deutscher Musiker, Sänger und Produzent.

 Edo Zanki Dass Du mir gehörst Edward „Edo“ Zanki (* 19. Oktober 1952 in Zadar, Jugoslawien; † 1. September 2019) war ein deutscher Musiker, Sänger und Produzent. Der deutsche Pate des Soul starb nach kurzer, schwerer Krankheit. Seine Zusammenarbeit mit der Musikszene der Welt war grenzenlos, sein Erfolg unterschiedlich groß und seine Meinung häufig … Weiterlesen

1829/19: Nachruf: João Gilberto (* 10. Juni 1931 als João Gilberto Prado Pereira de Oliveira in Juazeiro, Bahia; † 6. Juli 2019)

João Gilberto – Joao Gilberto Sings Famous Brazilian Songs João Gilberto (* 10. Juni 1931 als João Gilberto Prado Pereira de Oliveira in Juazeiro, Bahia; † 6. Juli 2019) war ein brasilianischer Gitarrist, Sänger und Komponist, der neben Antônio Carlos Jobim als Erfinder der Bossa Nova gilt. Charakteristisch für Gilbertos Stil sind vor allem der … Weiterlesen

1825/19: Gigs, Review: They Day They Said Goodbye To Costa Cordalis – Am 03.07.19 im #Artstalker in Berlin: Franz de Bÿl & Vinÿl

♫ Aphrodite’s Child ♪ Rain And Tears ♫ Video & Audio Restored HD Beim Soundcheck am 03.07.19 17:30 Uhr (ca.) im Art Stalker sickert durch: Einer der best aussehenden Griechen á la Zeiten (außer Alexis Sorbas aka Anthony Quinn) ist in Santa Ponça (Mallorca) gestorben. Der Tod von Costa Cordalis: Er sah gut aus, war … Weiterlesen

1824/19: Nachruf: Astrid North – Mein persönlicher Nachruf (Von Sven Haeusler, Berlin)

Sven Haeusler (mit Genehmigung)
Sven Haeusler (Quelle: Privatarchiv)

 

Die 90er Jahre. Ein musikalisch extrem vielseitiges Jahrzehnt. Eine Hochzeit des HipHop, Geburtsjahrzehnt des Grunge und natürlich von Techno (und Tekno, Tekkno, und Tekkkno).

Dazwischen ein Pflänzchen namens Acid Jazz und allen möglichen dazugehörigen Ausläufern, die irgendwie alle „Lounge“ waren. Die Engländer haben es (mal wieder) in der Form von Bands wie „Galliano“ und „The Band New Heavies“ vorgemacht, wie sich Trends aus den Clubs popmusikalisch aufbereiten lassen.
Wie so oft hat es nicht lange gedauert, bis diese Welle auch Deutschland erreichte und beispielsweise Formationen wie Reality Brothers oder Jazzkantine hervorbrachte und Songs wie Tag am Meer von den Fantastischen 4.

Auch 2 junge Musiker aus Hamburg und Berlin haben 1992 Gefallen an diesem weichen, sehr traditonsbewussten Sound gefunden. Zum Glück sind Bela Brauckmann und Peter Hinderthür damals bei der Komplettierung ihrer Band auf eine Berliner Sängerin gestossen, die ihrer Musik im weiteren Verlauf zur verdienten Aufmerksamkeit verhalf: Astrid North.

Ein Name, der schon vom Klang her Großes verspricht.
Nina Simone, Aretha Franklin, Astrid North.
Für mich liest sich das sehr flüssig und selbstverständlich weg.

Die Band wurde dennoch „Cultured Pearls“ getauft, schließlich handelte es sich ja nicht um ein Soloprojekt.

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1820/19: Nachruf: Astrid North (eigentlich Astrid Karina North Radmann, * 1973, † 26.06.2019) ist tot. How beautiful WE are!

MDR KULTUR-Studiosession mit Astrid North „Künstlerisch bin ich einerseits glücklich, andererseits nie glücklich, weil es nie da ist, wo es eigentlich sein soll, weil dann schon wieder das nächste in Sicht ist, bzw. diese Zufriedenheit: Es kann immer besser und anders, oh nein, und der Gesang, und es ist doch nicht so, also ich hör … Weiterlesen

1779/19: Nachruf: Andreas Hähle (* 12. November 1967 Borna – † 24.04.2019) – Zum Tode eines Liebewesens.

Kerze #Trauer
Kerze #Trauer

Verscheuch nicht die Gespenster. Jag sie nicht fort. Sie brauchen eine Heimat und ein gutes Wort. Jag nicht deine Schatten und fang nicht die Feen. Sie können sonst nicht mehr atmen und nicht mehr nach dir sehen. Tanze mit den Elfen, doch tanze ganz sacht, weil ne Elfe ohne Füße nie mehr wieder lacht. Spiel ruhig mit dem Einhorn, aber tu ihm nicht weh, es kann sonst nicht mehr rennen und nicht mehr nach dir sehn. Wenn einst am Tage die Nachtvögel schrein, find ich mich wieder oder du bleibst allein. Ich hab mich ’n Leben gefragt, wer ich bin. Ich bin nur ’ne Frau und ’ne Nachtvögelin. Schau nicht nach den Eichen, wenn du sie nicht liebst. Schau dir keinen Mann schön, wenn du ihm nicht vergibst. Hilf den Zwergen Gold zu graben, doch dann lass alles stehn, sie könn‘ sonst nicht mehr singen und nicht mehr nach dir sehn. Wenn einst am Tage die Nachtvögel schrein … Du bist so wie ich – mal gierig, mal wild, mal zärtlich, mal scheu, bist mein Spiegelbild, mal böse, mal hart, mal verloren, mal still. Du bist mein Widerpart! Wenn einst am Tage die Nachtvögel schrein, find ich mich wieder oder du bleibst allein. Ich hab mich ’n Leben gefragt, wer ich bin. Nimm mich heut noch zur Frau. Ich bin ’ne Nachtvögelin.

(Die Nachtvögelin) Text: Andreas Hähle

Andreas Hähle (* 12. November 1967 in Borna bei Leipzig – † 24.04.2019) war ein deutscher Dichter, Sprecher und Moderator.

Andreas Hähle hat den Kampf verloren.

Wir trauern mit Lika Hähle (Leipzig) um Andreas und sind mit guten Gedanken in der Erinnerung und mit Liebe und Klarheit bei den Hinterbliebenen. Es herrscht dort jetzt Idylle im Krieg, so jedenfalls einer der unglaublichsten und schönsten seiner vielen Songtexte.

Ruhe in Frieden, Andreas Hähle. Meine Verneigung. Mein Dank für Dein bedeutendes Schaffen. Eine 🌷 und mindestens drei 🖤🖤🖤

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1763/19: Nachruf: Alfred Wagner, † 02.04.19 – Musiker, Saxophonist, Labelinhaber – Mit Lyrik von der Dachpappe!

Hanno Bruhn Gang – Über den Daechern – Mitten in Berlin Alfred Wagner (gestorben am 02.04.19, morgens) Alfred Wagner war Saxophonist und Sänger bei folgenden Berliner Bands: Dr. Koch Ventilator Hanno Bruhn Gang Sechserpack Roger & The Evolution – bis Februar Inhaber von duophon-records Alfred starb an den Folgen einer Krebserkrankung. Ein in Berliner Szenekreisen … Weiterlesen

1749/19: Nachruf: Dick Dale (* 4. Mai 1937 ; † 16. März 2019)

Dick Dale (* 4. Mai 1937 in Boston, Massachusetts, USA; † 16. März 2019; eigentlich Richard Anthony Monsour) war ein US-amerikanischer Musiker und Pionier der Surfmusik. Dale war einer der einflussreichsten Gitarristen der frühen 1960er-Jahre. Zusammen mit Link Wray gilt er als stilbildend für Gitarristen wie Jimi Hendrix, Pete Townshend und Eddie Van Halen. Er … Weiterlesen

1793/19: Nachruf: Keith Charles Flint (17. September 1969 – 4. März 2019) #TheProdigy

 Keith Charles Flint ist ein englischer Sänger, Musiker und Tänzer. Bekannt wurde er vor allem als Sänger und Tänzer der Band The Prodigy. Flint spielte Vocals auf den beiden ersten Singles von The Prodigy’s – „Firestarter“ und „Breathe“ -, die 1996 veröffentlicht wurden. Ruhe in Frieden, Keith Flint.

1786/19: Nachruf: Bruno Ganz (* 22. März 1941 in Zürich, † 16. Februar 2019 ebenda) – powered by Ganz & Roses

Wings of Desire – Little Person Dem Schauspieler Bruno Ganz kann man Verdientheit um Berlin nachsagen. Wie sich in Wort, Tat und Bild recherchieren lässt. So nimmt es nicht Wunder, wenn diese musikalische Website ein kurzes Abschiedsrequiem aus Worten komponiert, sich an Bruno ganz und gar wendet und Liebe und Zuneigung auf den Hingeschiedenen regnen … Weiterlesen

1781/19: Nachruf: Ingo Bischoff (1951 – 2019)

Karthago – Karthago (1971) (Full Album) [Krautrock] Line-up: Joey Albrecht – guitar, lead vocals Ingo Bischof – organ, vocals Wolfgang Brock – drums, percussion, vocals Tommy (Thomas) Goldschmidt – drums, percussion, vocals Gerald „Luciano“ Hartwig – bass, percussion, vocals Gerade stirbt mir ein alter Freund am Bauchspeicheldrüsenkrebs, der 1953 geboren wurde. Ich bin konsterniert. Wir … Weiterlesen

1748/18: Video: Vom Berliner Konnakol als Gebrauchsschlagzeuger erzählt Ulf Fischbeck im Auftrag von Mikel John Winter, der in Frieden ruht

In Fortführung der konsequent bei der Sache bleibenden Berichterstattung über Persönlichkeiten der Berliner Musikszene zeigen wir hier rund 23 Minuten aus dem Rickenbacker-Mikel-John Winter-Gedächtnisevent ihm zu Ehren. Das Wort hinter den Tama Superstar-Töpfen und Deckeln (Schlagzeug) führt Ulf Fischbeck vom früheren Büro Fischbeck, Schlagzeugschüler von Mikel-John und früher auch Manager des Berliner Bass Balletts. Am … Weiterlesen

1740/18: Nachruf: Ingo Insterburg eigentlich Ingo Wetzker (* 6. April 1934 in Insterburg in Ostpreußen; † 27. Oktober 2018 in Berlin)


Raucherhusten Blues – Insterburg & Co

Ich liebte ein Mädchen in Lichterfelde,
die lebte zu lange von meinem Gelde,
ich liebte ein Mädchen in Jungfernheide,
wir liebten uns täglich alle beide!
Ich liebte ein Mädchen in Grunewald,
bei der war immer die Bude kalt.
Ich liebte ein Mädchen in Wannsee,
die konnt‘ kein‘ nackten Mann sehn.
Ich liebte ein Mädchen in Wedding,
die wollte immer nur Petting.
Ich liebte ein Mädchen in Tempelhof,
die war sehr lieb, doch ’n bisschen doof.
Ich liebte ein Mädchen in Neukölln,
die wollte es niemals im Hell’n.
Ich liebte ein Mädchen in Heiligensee,
da gabs zwischendurch Gebäck und Tee.
Ich liebte ein Mädchen in Spandau,
von der war immer der Mann blau.
Ich liebte ein Mädchen in Tegel,
die hatte Ohren wie Segel.
Ich liebte ein Mädchen in Tiergarten,
da musste ich immer bis vier warten.
Ich liebte ein Mädchen in Charlottenburg,
die liebte Ingo Insterburg.

Doch dann wurd‘ es ihm in Berlin zu klein, drum zog er in ganz Deutschland ein: 1973 hatte das noch grenzüberschreitenden Charakter. Während Ostberlin unerwähnt blieb, trieb sich Anarcho-Ingo in ganz DDR-Deutschland herum, in Meißen tat sie ihm die Hose zerreißen. Es war eine gesamtdeutsche Freude. Er liebte die Mädchen, aber sie nicht ihn, hieß die Botschaft, im Video unten präsentiert sie passenderweise Manfred Sexauer. Die Happy Aua der Schlüpfrigkeit

In gewisser Weise hat sich Humor inzwischen internationalisiert.

Wir sollen über die Sachen lachen, die anderswo produziert werden. Global Players of Humor produzieren ganze Serien mit xbeliebigem Humor. Richtig beliebig ist er geworden. Der Humor. Dafür gibt es auch Gagschreiber. Die vorn an der Bühne stehen und auftragsgemäße Witze erzählen, sind eben witzige Storyteller.

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1722/18: Nachruf: Daniel Kaiser-Küblböck (* 27.8.85 in Hutthurm; vermisst seit 9.9.18 in der Labradorsee, 185 km nördlich St. John’s, Kanada)

Song zum Nachruf: Death of A Clown (The Kinks) https://youtu.be/coCjlhyFug8 Daniel Dominik Kaiser-Küblböck (* 27. August 1985 in Hutthurm als Daniel Dominik Küblböck; vermisst seit dem 9. September 2018 in der Labradorsee, etwa 185 km nördlich von St. John’s, Kanada) ist ein deutscher Sänger, der durch die RTL-Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS) bekannt wurde. … Weiterlesen

1695/18: Positionen: Die wirklich wahre Todesursache des SEEED-Sängers und #keinLinktipp

Man sieht an der Suchmaschine Google immer wieder gern, wie das Internet funktioniert. Suggestions heißt es hier häufig. Man kann damit spielen oder Schindluder schreiben. So wie die angesehene Musikzeitschrift Rolling Stone dieser Tage, und da verlinken wir auch gern mal drauf. Im Sinne eines nackten Fingers, direkt in die Wunde gebohrt. Man entblödet sich … Weiterlesen

1679/18: Nachruf: Michael-John „Bonzo“ Winter ist Jammen mit Prince, John-Henry Bonham, Jimi ist beim Regenbogen und überhaupt – Big as Funk!

BIG as FUNK -Reach the Sky (2015) BIG as FUNK waren 2015: Sylvie (Vocals) Ines (Gitarre/Vocals) Udo (Gitarre/Recording) Mikel (Drums & More) DeeJay (Bass) Kamil (Saxophon) Sebastian (Posaune) Wilfried (Trompete) Wir sind mit unseren Gedanken bei den Angehörigen und Freunden und der Frau von Mikel-John Bonzo Winter, Berlin, Schlagzeuger, dem unsere allerbesten Wünsche bei den … Weiterlesen

1638/18: Nachruf: Heinz Jakob „Coco“ Schumann (* 14. Mai 1924 in Berlin; † 28. Januar 2018 ebenda) deutscher Jazzmusiker und Gitarrist

Ein kleiner Mann, der mit seiner Gitarre auf dem Sofa saß und ein Stück namens „Sauerkraut“ spielte. Auch „Sauerkraut“ hieß eigentlich nicht „Sauerkraut“, sondern „St. Louis Blues“. Darüber konnte Coco noch mit 88 Jahren lachen, wenn man bei ihm Kaffee trank und Kuchen aß. Mit 15 hatte Coco „Sauerkraut“ zum ersten Mal gespielt, im Delphi in Berlin am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Den „St. Louis Blues“ hätten sie als „Entartete Musik“ nicht spielen dürfen, es war schließlich Jazz. Für die Gestapo und die Reichsmusikkammer war „Sauerkraut“ ein deutscher Schlager.

Was lässt sich über diesen Mann noch sagen, was nicht irgendwo schon mal gestanden hätte?

Sauerkraut? Was sonst. Deutsche, spielen Jazz, Krauts eben. So waren auch noch in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts the Germans genannt worden. Sauerkraut. Heute kann es schon mal sein, dass Bands wie Kraftwerk bei den Grammy-Awards – wie jetzt aktuell 2018 – ausgezeichnet werden. Erst isst man es. Dann wird man es. Ansonsten aber, und das muss man ja beklagen, waren die Anleihen im Jazz nachge-Äff-Äff-Äfft.

So in etwa, wie ein Foxterrier bellt, wenn er Fred heißt und in Berlin wohnt bzw. lebt.

Coco Schumann – lived in Berlin in those yesterdays, here, there and everywhere – vielleicht so nen Typ wie der Django Reinhardt, hatte mehr Finger. Und wurde deutlich älter. Klar: Man kann die beiden eigentlich nicht vergleichen. Und wird auch den Hazy Osterwald nicht hinzupacken können.

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1607/17: Nachruf: Joy Fleming (* 15.11.1944 Rockenhausen; † 27. 09.2017 Sinsheim-Hilsbach)

Joy Fleming – Neckarbruecken-Blues (ZDF Drehscheibe 09.03.1973) Joy Fleming, bürgerlich Erna Liebenow geb. Raad, in erster Ehe Strube (* 15. November 1944 in Rockenhausen, Nordpfalz; † 27. September 2017 in Sinsheim-Hilsbach), war eine deutsche Jazz-, Blues- und Schlagersängerin. – Als Joy Fleming am Mittwoch in ihrem Haus starb, war sie allein zu Hause. Ihr Lebensgefährte … Weiterlesen

1595/17: Nachruf: Holger Czukay (* 24. März 1938 als Holger Schüring in Danzig; † vor oder am 5. September 2017 in Weilerswist)

Can(band) – Documentary The full documentary for the band Can ,( 1h 27′ 07“) Compiled by Rudi Dolezl & Hannes Rossacher Produced by DoRo Production , Vienna , Austria Holger Czukay (* 24. März 1938 als Holger Schüring in Danzig; † vor oder am 5. September 2017 in Weilerswist) war ein deutscher Bassist, der als … Weiterlesen

1574/17: Video: „Hadany had a Heart“ – Ramesh B. Weeratunga *30.11.1951 – †18.6.2017 #Tageslied

Hadany had a Heart – Ramesh B. Weeratunga Es sind so digitale Ochsenfetzen übrig geblieben. Es gibt ein Facebook-Profil, einen Youtube-Kanal, eine Website. Aber der Mensch an und für sich ist ätherisch geworden, und als ein Fluidum im Zeitlosen geendet. Wobei wir letzteres nicht wirklich wissen können. Worte zerstören, wo sie nicht hingehören. Der Lärm … Weiterlesen

1529/17: Nachruf: Daliah Lavi

Daliah Lavi Wer hat mein Lied so zerstört, Ma (1971) Daliah Lavi (hebräisch דליה לביא, geb. Daliah Levenbuch; * 12. Oktober 1942 in Schawe Zion, Völkerbundsmandat für Palästina; † 3. Mai 2017 in Asheville, North Carolina) war eine israelische Filmschauspielerin und Sängerin. Ohne Worte. Weiterführend Meine Art, Liebe zu zeigen…

1489/17: Nachruf: Al Jarreau (* 12. März 1940 in Milwaukee/Wisconsin; † 12. Februar 2017 Los Angeles), eigentlich Alwyn Lopez Jarreau)


Al Jarreau 1976 -Take Five


Al Jarreau – Your Song

Al Jarreau (* 12. März 1940 in Milwaukee/Wisconsin; † 12. Februar 2017 Los Angeles), eigentlich Alwyn Lopez Jarreau) war ein US-amerikanischer Jazz-, Pop- und Rhythm-and-Blues-Sänger und Songautor.

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1481/17: Nachruf: Carsten „Beathoven“ Mohren (* um 1962; † 31. 01.17) – Wunder geschehen. Und gestorben wird auch. Aber laut. LAUT!!

Ein Wunder – Rockhaus offizielles HD Video (01.11.2016) Carsten „Beathoven“ Mohren (* um 1962; † 31. Januar 2017 in Berlin), war ein deutscher Musiker, Produzent, Keyboarder, Komponist und Toningenieur.  Seine musikalische Laufbahn begann er bei der Band Taxi-Combo. Danach gründete er 1979 zusammen mit Joachim Kielpinski, André Herzberg, Alexander Schloussen und Jörg Skaba die Gaukler … Weiterlesen

1480/17: Nachruf: John Wetton (* 12. Juni 1949 in Derby, England; † 31. Januar 2017) – In der Hitze dieses Moments!

Asia – Heat of the Moment John Wetton (* 12. Juni 1949 in Derby, England; † 31. Januar 2017) war ein britischer Rockmusiker. Sein Hauptinstrument war der E-Bass, er war aber auch Sänger, Gitarrist und mit verschiedenen anderen Instrumenten (Klavier, Mellotron, Geige) vertraut. Seit den frühen 1970ern war er als professioneller Musiker aktiv und war … Weiterlesen

1468/16: Nachruf: From The Beginning of my Youth – Erinnerungen an Greg Lake (ELP)


Greg Lake – Lucky Man

Gregory Stuart „Greg“ Lake (* 10. November 1947 in Poole, England; † 7. Dezember 2016 in London) war ein britischer Bassist, Gitarrist, Sänger, Songwriter und Produzent. Er wurde bekannt als Mitglied der Progressive-Rock-Bands King Crimson und Emerson, Lake and Palmer. Seine wohl bekannteste Komposition ist die Akustik-Ballade Lucky Man, die er noch während seiner Schulzeit schrieb.

Von Anfang an bekam ich in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine ziemlich genaue Vorstellung davon, dass über die Schlagermusik eines Dieter Thomas Heck (Hitparade) hinaus noch eine dunkle Seite des Mondes existierte. Mit Lichtorgel, verdunkeltem Zimmer, Flokatiteppichen und Hubschraubern, die stereo flogen, von links nach rechts. Es war The Dark Side of the Moon jener Pink Floyd und sie waren nur der Anfang. Ich selbst war zu spät geboren, um von Anfang an Led Zeppelin, Deep Purple oder The Nice in mein Morgenkulturgebet einzuschließen.

Darauf kam ich erst durch den Musikunterricht in der Schule meiner Musiklehrerin Frau Gerds in Berlin-Dahlem. Die „alte Grachtel“ war uns allen äußerst unangenehm. Im Nachhinein verstehe ich das nicht mehr. Sie fragte herum, wer von uns ein Instrument spielt? Ich verschwieg, was ich tat, aber Frau Gerds wusste es aus anderem Zusammenhang: Tommy, Du spielst doch jetzt Schlagzeug. Warum sagst Du denn das nicht? Es war mir unangenehm gewesen.

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1463/16: Nachruf: Werner Lämmerhirt (* 17. März 49 in Berlin – † 14.10.16 in Bodenwerder)

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Kerze (animiert)


Werner Lämmerhirt All Along The Watchtower

Jede wunderschöne Karriere hat einmal ein Ende. Jetzt ist der Punkt gekommen wo der Clown mit einem weinenden und einem lachenden Auge die Bühne verlässt und der Vorhang fällt.- Werner Lämmerhirt 2015 auf seiner Website hier

Werner Lämmerhirt kennen vor allem die Älteren. Er gilt als Furor ausgefuchster Gitarrentechniken und war als akustischer Gitarrist und Sänger unterwegs. Hannes Wader, Knut Kiesewetter, um nur zwei zu nennen, begleitete er. Aber auch unzählige Soloalben nahm er auf. Lämmerhirt, das war so Seventies. Blieb es auch, immer. Für immerdar. Freunde der akustischen Folkgitarre bekommen bei diesem Namen glänzende Augen: Werner Lämmerhirt.

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1462/16: Nachruf: Zimmer frei (Juli 1996 bis September 2016 in 694 Folgen)

Trauerkerze

Zimmer.frei

Waren es bislang immer die schemenhaften, freundlich zurückhaltenden Moderatoren, die ihren Gästen das Weiße aus dem Auge puhlten, verkehrten Westermann und Alsmann als kongeniales Moderatorenteam die Welt ins Gegenteil und machten Krach, Sendungspunk und Stimmung gegen die Denkverbote des Artigen. Sie müpften Fernsehdeutschland auf.

In der WDR-Sendung Zimmer frei, die Fernsehgeschichte geschrieben hat, brach sich Innovation Bahn. Gerade noch Sendefähiges wurde gesendet und unter gar keinen Umständen sendefähiges Material wurde ebenfalls öffentlich ausgestrahlt. Da strahlten die Zuschauer: So etwas hatten sie noch nicht gesehen. Die berühmteste Kunstfigur des deutschen Fernsehens, der Paradiesvogel Götz Alsmann, ein begnadet hochtalentierter Musiker mit einem IQ weit über 550, vermutlich, der zu den besten Deutschlands gehört, wurde als Kunstfigur mit Narrenkappe und Schmalztolle sendefähig. Und berichtet nun in seiner letzten Sendung Zimmer frei, es habe mit den Kunstfiguren als Gast der Sendung regelmäßig nicht geklappt. Denn Kunstfiguren lebten ihr Leben künstlich und hier ginge es schließlich um das wahre Leben. Das bedeutet: Alsmann ist gar keine Kunstfigur. Nein,  nein, der ist wirklich so.

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1447/16: Nachruf: Tibor Kneif (* 9. Oktober 1932 in Bratislava; † 26. Juli 2016 in Berlin) – Too old to Rock´n Roll

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Kerze (animiert)

Jemandem eine Kerze hinzustellen, ist ein Akt der Achtung. Wenn jemand sein Leben lang immer beide Seiten der Kerze anzündet, verschleißt es sich. Davon ist bei einem Jahrgang 1932 nicht zu sprechen. Fest steht indes, dass Tibor Kneif mindestens eine achtvolle Trauerkerze verdient hat. Wie ich erst jetzt erfahre, ist Kneif bereits am 26. Juli 2016 in Berlin gestorben.

Tiburtius ‚Tibor‘ Kneif war ein Besonderer und hatte große Bedeutung in der deutschen Musikszene. Weithin geachtet, schrieb er 1981 eine wissenschaftlich präzise „Einführung in die Rockmusik“. Daneben rezensierte er die Musikszene an und für sich in vielfältiger Hinsicht und wurde als sachverständiger Autor mit einer besonderen Beobachtungsgabe und tiefgreifendem Verständnis musikkultureller Zusammenhänge geschätzt. Von ihm stammen Sätze wie der über den Schlagzeuger der Hamburg Blues Band und damaligen Interzone- und Escalatorz-Schlagzeuger Hansi Wallbaum, wörtlich zitiert: Wallbaum sei „der erfindungsreichste Schlagzeuger der Stadt, der rhythmisch wie farbig abwechslungsreiche und intelligente Schlagmuster entwirft“ (Tagesspiegel vom 27. Juni 1981, Artikel ganz unten, danke H.P.).

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1422/16: Positionen: Worauf wir in Wirklichkeit sauer sind – Die Legende von Paul, Paula und den #Puhdys – Ein #Nachruf

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

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Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt,
sagt sie Welt, dass er zu früh geht.
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt,
sagt die Welt es ist Zeit, dass er geht.

Es ist so weit. Jetzt haben die Puhdys (vermutlich) ihr letztes gemeinsames Konzert gegeben. In einem Statement, das über soziale Netzwerke verbreitet wurde, bedankt sich die Band für ihren langjährigen Erfolg, der mit der Treue ihrer Fans direkt zu tun hat. „Wir werden Euch immer in guter Erinnerung behalten“, schreiben sie, an ihre Fans gewandt. Inzwischen gibt es auch Feedback: Gemeint ist nicht das Verstärker übersteuern. Ein paar sagen in Erinnerung an früher: „Das wurde jetzt aber auch Zeit, dass sie gehen.“ Andere wünschen sich, dass die Rolling Stones das endlich auch machen. Verwirrend.

Die Puhdys werden ihre Fans in guter Erinnerung behalten: Vermutlich ist es bei vielen Fans auch umgekehrt. Wie immer, wenn es um Musik geht. Love & Hate.

Die Puhdys verkörperten, wie kaum eine andere DDR-deutsche Rockband, den besonderen, anderen Weg, den ostdeutsche Musiker zu gehen hatten. Und sie gingen den Weg äußerst erfolgreich. Dabei war ihr Erfolg durch und durch politisch und resultierte zunächst aus starken Anleihen der Musiker dieser Band bei Vorbildern wie Deep Purple, Uriah Heep & Co.. Westmusik, von drüben. Vieles aus den frühen Jahren der Band ist eindeutig eine Liebeserklärung an diese Art von freier, westlicher Musik.

In ihrem eigenen Fokus DDR musste sich die Band jedoch anpassen. So wenig es ging. Man war durchaus systemkritisch. Und soviel gerade noch erlaubt war, lief dann im Radio. Aber wie. Unglaublich erfolgreich.

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1379/16: Nachruf: Roger Cicero (* 6. Juli 1970 in Berlin; ­† 24. März 2016 ebenda) – Zog die Schuhe aus.

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Roger Cicero – Zieh die Schuh aus (Offizielles Video)

Wie der Vater, ähnlich wohl sein Sohn. Über den Vater ist zu lesen: „Vereinzelte Kritik erntete Eugen Cicero wegen seiner zeitweiligen Nähe zur sogenannten U-Musik – etwa vergleichbar mit James Last, Paul Kuhn oder Erwin Lehn. Cicero war ein Pionier und Meister des Crossover, lange bevor dieser Begriff Einzug in die Musiktheorie hielt.“

Gott, ist das eklig. Er sang mit verschmitztem Unterton: „Ich bin ein Sammler, ein Jäger, ein guter Ernährer. Ein Schrauber, ein Dreher, ein Ganz-Früh-Aufsteher. Ein Broker, ein Seller, ein Intellektueller. Ein Helfer, ein Heiler, im Grunde ein Geiler. Bin ein Schöpfer, ein Macher, Beschützer, Bewacher. Ein Forscher, ein Retter, adretter Jetsetter. Gestählter Don Juan, ein Bild von einem Mann.“ Soweit korrekt aus dem Songtext zitiert, ließe sich die Beschreibung wohl locker fortsetzen.

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1336/16: Nachruf: Sir George Henry Martin (* 3. Januar 1926 London Borough of Islington; † 8. März 2016 in Swindon, Wiltshire)

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Sir George Henry Martin (CBE; * 3. Januar 1926 in Holloway, heute London Borough of Islington, England; † 8. März 2016 in Swindon, Wiltshire), war auch in der Berichterstattung dieser Website eine feste Größe. Was Wunder?

„Ein musikalischer Gigant“ nannte man ihn, den Mann, der im Hintergrund so sorgfältig und wohl abgewogen die Strippen zog, besser die Fader hoch und nieder fuhr. Der, der  klassische Feinstaubpartikel auf den festen Popsaum aufnähte, den seine musikalischen Eleven und Meisterschüler, die Beatles, woben. Was für ein feiner Kerl.

Ein Mann hinter den Kulissen, in der zweiten Reihe, und er war nie umstritten, seine Position war nie vakant. Ein Brian Epstein starb zu früh, ein Phil Spector, das war trendy, Zeitgeist, also mischte Spector ordentlich Tüddelkram unter die Originalaufnahmen der Beatles. Auf Dauer hielt das der ernstlichen Würdigung nicht stand. Die Beatles veröffentlichten später Let It Be …Naked und strichen Spectors Einfluss zusammen, Paul McCartney schrieb: Never do this again.

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1315/15: Nachruf: David Bowie ist tot. (* 8. Januar 1947 – † 10. Januar 2016 )

David Bowie – Blackstar (Official Video) David Bowies neues Album ★ [ausgesprochen: „Blackstar“] erschien am 08. Januar 2016 (Bowies 69. Geburtstag). Unter der Regie von Johan Renck („Breaking Bad“, „The Walking Dead“ u.a.) entstand ein zehnminütiger Kurzfilm zur gleichnamigen Single. Passagen aus dem Song wurden bereits im Vorspann und den Trailern der neuen TV-Serie „The … Weiterlesen

1295/15: Nachruf: Michael Clifton, Schlagzeuger, sexy Bodydrummer, Berlin († 11.12.15)

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Michael.Clifton_Drummer


Michael Clifton at the Wintergarten Berlin – Dirty Dancing Drums

Der Drummer Michael Clifton ist heute Morgen von uns gegangen. Ruhe in Frieden. – Johannes Kersthold (hier) hat es heute auf facebook mitgeteilt.

Zuletzt gab es diese facebook-Seite für eine Unterstützung. Auf dieser Seite wurde Geld gesammelt. Lungenkrebs, der bereits auf die Leber übergegriffen habe, meldeten seine Freunde.

„Our dearest friend, greatest crazy drummer and sex body-drummer Michael Clifton has a very bad kind of cancer. This brave boy survived a very dangerous lung surgery but he got told that the cancer is now in the liver. Doctors gave him up, but all alternative doctors see good chances for him to heal, cause this man is extraordinary strong in every way. Please donate for him to pay good an trustfull medicine, medical care and a proper diet.“ (Evi Leupold hier)

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1262/15: Nachruf: Helmut Schmidt , (* 23. Dezember 1918 in Hamburg; † 10. November 2015) – Musiker, Politiker, Charakter

Disco! Inga Und Wolf – Gute Nacht Freunde Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt (Barry Ryan): „Lange Zeit war Schmidt jetzt krank. Jetzt raucht er wieder, Gott sei Dank. Er konnte sich für das Leben welche nehmen, so tat er es auch fürs Sterben. Schmidt war seit langem Mitherausgeber der Zeit.“ (aus einem … Weiterlesen

1237/15: Nachruf: Karl Johannes Schindler ist tot. (* 10.November 1949 – † 09. September 2015)

Karl Johannes Schindler

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Karl Johannes Schindler
Karl Johannes Schindler

Er, eine ältere Generation, die noch ganz anderes erlebt hat. Ich, ein Nachgewachsener. Einiges, nicht weniges an Wachstum kann ich ihm verdanken, sein Kontakt mit mir war einer, der mir half, weiter zu wachsen, selbst wenn meine Eltern mich schon lange als ausgewachsen bezeichneten. Ich verbat mir bereits seit längerem Fragen nach meinem Wachstum von ihnen. Wachstum durch mehr Haltung und mehr innere Größe und Gelassenheit, vom bürgerlichen Mief und spießerhaften Kleingeist befreit. Großzügig zu bleiben und, wo einem das fehlt, es zu erlernen.

Karl Johannes Schindler hat mir manchmal den von mir hochgeschätzten Gastautor gegeben. U.a. hier auf dieser Website. Nun ist er tot: Krebs. Gott bewahre.

Ein Raubein, ein Charakter, ein Sturkopf, ein absolutes Original: Ein ganz unverwechselbarer Mensch.

Er liebte die Frauen und die Frauen liebten ihn. Er liebte seine Tochter Saskia über alles und sie liebt ihn. Gottgleiche, tiefe, innige Verbindung.

Viele lieben ihn, manche mochten ihn nicht. Er wies Menschen auch zurecht und intervenierte, gab ihnen Schranken sich zu benehmen, aber nie unbegründet, launisch oder cholerisch. Zu stark, der Typ, zu sehr Ecken und Kanten. Oder vielleicht gerade deswegen: Coole Sau. Meinerseits tiefster Respekt vor einem Mann, der ein menschlicher Gigant war. Liebenswürdig, aufmerksamster Zuhörer, Schalk im Nacken, nachdenklich, wenn es sein musste nachbohrend und hart recherchierend, aber dann klar im Urteil, in der Bewertung und äußerst lesenswert. Witzig, eloquent. Dranbleibend. Nachvollziehbare Gedankenkette. Er hatte seine, eine Herkunft.

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1234/15: Nachruf: Max Greger (* 2. April 1926 in München; † 15. August 2015 ebenda)

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Zwei Namen hatte er da nur vermerkt: James Last und Max Greger. Gott war von beiden Orchesterchefs dermaßen begeistert, dass er sich dachte: Der James hat den Menschen schon genug Freude gebracht, jetzt soll er mich mal unterhalten. Und so geschah es, am 9. Juli 2015. Dass Gott nur 36 Tage danach mit Max Greger den zweiten deutschen Weltklasse-Bandleader zu sich rief, hat nichts mit göttlicher Ordnungsliebe zu tun. Sondern mit Menschenliebe. (aus „BILD“, ungewohnt nonchalant textend, mein Chapeau!)

Sie sind alle elende Spießer. Spießer sind sie, Spießer bleiben sie, durch die Bank weg. Die spießbürgerlichen Spießgesellen sitzen in allen gesellschaftlichen Schichten, wenn man von solchen überhaupt sprechen kann. Durch die bundesdeutsche Gesellschaft gehen viele Risse. Zufälle: Dieser Artikel trägt die Nummer 1234. Wir schreiben den Monat 08/15. Es wirkt alles so beliebig. Aber ist es das?

Es sind die Bankangestellten mit dem gestrengen Dresscode zur Arbeit. Die Polizeibeamten, die finden, dass in Deutschland Recht und Gesetz nichts mehr gelten. Die Punks, die vor dem U-Bahnhof stehen, No Future brüllen und meinen, sie wären was Besseres. Die Musiker, die glauben, weil sie erst zu einem bestimmten, etwas späteren „Zeitpunk“ zur Welt gekommen sind, hätten sie die musikalische Weisheit mit Löffeln gefressen. Sie könnten Kohl-Wähler sein, denn von ihm kommt dieses Sujet von der Gnade der späten Geburt. Pfui Deibel.

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1216/15: Nachruf: James Roy Horner (* 14. August 1953 Los Angeles; † 22. Juni 2015 im Los Padres National Forest, Kalifornien)

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Heute #LiedDesTages: Soundtrack „AVATAR“ – Der Film

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„Wir haben eine bewundernswerte Person mit einem riesigen Herzen und beispiellos viel Talent verloren. Er starb, während er das tat, was er liebte.“ James Horners Assistentin Sylvia Patrycja auf ihrer facebook-Seite

Ein Schlag in die Magengrube der Feinfühligen. James Horner ist tot.

Ein Flugzeugabsturz im National Forest von Kalifornien. Ja, Fliegen ist gefährlich. Erica Jong wusste es, meinte es aber anders: „Angst vorm Fliegen“. Wir machten 1986 ca. das „Angst vorm Wiegen“ (Audio hier) draus, meine Deutschrockband „MOK“, die wir so nannten, weil zwischen den Initialen von Minimaler Konsens ein grafisches Quadrat (Bild hier) reingezeichnet war. Mit der Zeit verschmolz das M mit dem K und zwischen beiden blieb nur das Planquadrat. Unkundige lasen nunmehr MOK, so wurde aus dem Ansinnen, mit dem minimalen Konsens aller Beteiligten Musik zu machen, schließlich das Kofferwort MOK etwas gar nicht Existentes, das es bis dahin noch niemals gegeben hatte.

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1214/15: Nachruf: Randolph Denard Ornette Coleman (* 9. März 1930 Fort Worth, Texas; † 11. Juni 2015 New York City)

Ornette Coleman Trio Performing The Soundtrack (1966) [DVD quality] Ich kann gar nicht so viel schreiben, wie sich dieser Tage anbietet. Erinnern wir uns an Miles Davis: Er mochte sie nicht, diese Tintenpisser. Spielte mit abgewandtem Gesicht und pflegte gern zu sagen, er rede nicht gern über seine Musik, denn die Musik, die rede für … Weiterlesen

1196/15: Nachruf: B.B. King (* 16. September 1925 in Itta Bena, Mississippi; † 14. Mai 2015 in Las Vegas, Nevada)

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B.B.King Lucille

Wer besaß schon die Unverfrorenheit, seine Gitarre Lucille zu nennen und ihr Liebeslieder zu widmen? B.B. King

Picasso soll gesagt haben: „Trinkt auf mich, trinkt auf meine Gesundheit. Ihr wißt, ich kann jetzt nicht mehr trinken.“ Aus dieser Zeitungsmeldung macht Paul McCartney einen Song (Picasso’s last words) und beeindruckte damit Dustin Hoffmann und Paul Newmann während eines Urlaubs in der Karibik, heißt es. B.B. Kings vermutlich vorletzte Worte sind auf der Website des Grandmasters of Blues knapp gefasst: „“I am in home hospice care at my residence in Las Vegas.Thanks to all for your well wishes and prayers.” B.B. King

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1154/15: Nachruf: Demis Roussos ist tot. Darauf Retsina + Kalamatas in der Taverna Karagiosis, Klausener Platz, Berlin

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Demis.Roussos_Banner

Rain and tears are the same,
But in the sun
You’ve got to play the game.
When you cry in winter time,
You can pretend
It’s nothing but the rain.

Viele kannten ihn als den Griechen mit der Schmuse- und Schmachtstimme. Dabei wurde er in Alexandria, Ägypten, 1946 geboren. „Goodbye My Love, Goodbye“ war einer jener Schlager, die Roussos in seiner Karriere 2.0 aufführte, weswegen er von vielen verehrt und für einige auch unsterblich wurde. Bis zuletzt trat er regelmäßig auf.

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1152/15: Nachruf: Edgar Froese ist tot

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Tangerine Dream – Bent Cold Sidewalk (1978)

‚Es gibt keinen Tod, nur einen Wechsel unserer kosmischen Adresse.‘ (Edgar Froese, früher)

Siebzig ist ja heute gar kein Alter.

Dass Musiker nicht so alt werden, üblicherweise, hängt vielleicht auch mit ihrem unsteten Lebenswandel zusammen. Edgar Froese, einer von mehreren Mitbegründern der Berliner Elektronikband „Tangerine Dream“, hat wirklich die ganze Welt gesehen. Der ist rumgekommen, wie wenige andere es mit Musik schaffen. Der Jazzmusiker George Shearing wurde älter, 91 Jahre alt. Zu seinem Achtzigsten sagte er ein Konzert ihm zu Ehren sich selbst wie folgt an: „Ich habe 300 Songs geschrieben. 299 davon genossen eine holprige Fahrt zwischen relativer Unbekanntheit bis Vergessen. Hier ist der andere“ (30.11.1999, Carnegie Hall) – Shearing hat den Jazzklassiker „Lullaby Of Birdland“ geschrieben.

Edgar Froese erschien uns wenig humorvoll zeitlebens. Zumindest haben wir ihn nicht als großen Komiker in Erinnerung, sondern als squärisches Irgendwas, zwischen irgendwelchen Nebeln des Trauens. Erste Räucherkerzen, das Jugendzimmer in Stanniol tapeziert, überall liegt Flokati herum, die Wände schwarz gestrichen. Eine Lichtorgel mit 3 Lampen, und eine großartige, erste Stereoanlage: „Bent Cold Sidewalk“ (Cyclone).

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1140/14: Video: „Ich glaube“ – Xavier Naidoo Udo Jürgens (30.09.00), Glasscherbengegurgel, Joe Cocker und mehr hier

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Udo Jürgens 30 09 2000 & Xavier Naidoo Ich glaube

SPIEGEL: Konnten Ihre Eltern Ihren Gesang ausstehen?
Cocker: Der war harmlos gegen mein Schlagzeuggetrommel. Ich hatte eins, das nicht besonders gut war, aber sehr, sehr laut. Wenn ich übte, lief mein Vater Amok. Er sagte: Rock“n“Roll, was soll das? Lern was Anständiges, mein Junge. (Interview mit Joe Cocker, Spiegel 36/1997, hier)

Throwback Tuesday: Vor einigen Jahren im deutschen Fernsehen. Mit dem Nachrufe schreiben kommt man dieser Tage nicht hinterher. Dafür gibt es die professionellen Leid-Medien. Was Joe Cocker betrifft, waren die eigenen Erwartungen umgekehrt proportional. Man wunderte sich, dass er so lange durchgehalten hatte, schon seit Ende der Siebziger Jahre. Um dann verhalten vernunftgesteuert zu bemerken: Ach ja, der hat die Biege gekriegt.

Heute aus der Kategorie „Der Udo war kein Schlageraffe“ das #Lied des Tages, interpretiert vom heuer eher angefeindeten Xavier Naidoo, dem besten deutschen Sänger mit Soulstimme.

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