194/10: MSP: Vom Umgang unter Musikern und miteinander, von Chemie und offenen Antennen

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Hör ma Rudi hör ma, lass es sein mit der Gitarre. Du haust hier wieder Dinge raus….Da kam mal einer an und sagte: Alter, biste nicht, ich sagte nein!“ (Herwig Mitteregger, Rudi)

Das erste Kennenlernen von Musikern miteinander ist ein zartes Pflänzlein und muss äußerst vorsichtig gehegt und gepflegt werden. Zu unterscheiden ist zunächst und auf der „obersten Ebene“, ob das Kennenlernen einer Profession dient, oder ob das gemeinsame Musizieren als „Funfaktor“ geplant ist. Denn die Profis unterscheidet von den Nichtprofis, dass sie ihre eigenen Einstellungen, Wertungen und Scheugrenzen im Zaun halten (müssen). Es geht um etwas Professionelles: um Geld verdienen. Alles andere ordnet sich dem unter.

Allerdings ist der größte aller Profis, der Rock-, Pop- oder Schlagerstar oder der aus Funk und Fernsehen bekannte Comedian in gewisser Weise auch unprofessionell, nicht so sehr darauf angewiesen, dass es jemand bestimmtes für ihn tut. Der Star kann es sich leisten, Personal nach „eigenem gusto“ auszuwählen und mehr (oder minder) Einfluss auf Form, Mitwirkungsrechte und Individualität seiner MitspielerInnen zu nehmen.

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113/10: Legenden: Am 26.04.2007 verstarb Frank-Jürgen „Effjot“ Krüger, Gitarrist (R.I.P.)

Westberlin kam aus dem Radio, mit Spliff, Nina Hagen und Ideal, mit SFBeat und Lord Knut, aber auch mit Lou Reed, Nick Cave und David Bowie. Ich fühl’ mich gut, ich steh’ auf Berlin!, sang Ideal, und ich sang mit, auch wenn ich nie am Bahnhof Zoo ankam wie Annette Humpe, sondern auf dem tristen Vorortbahnhof Schöneweide. (Website Berliner Freiheit, Link am Ende des Artikels)

Der Gitarrist Frank-Jürgen Krüger – genannt FJ Krüger – war in der Berliner Musikszene wohlgelitten und eigentlich sehr gut herumgekommen. Er hat viele, viele Projekte gemacht, sich an ihnen beteiligt und ihnen als Begleitmusiker oder auch als „Mann in der 1. Reihe“ seinen Stempel aufgedrückt. Erhalten geblieben sind ausgesprochen verrückte Videos, wie das der Dominas aus Berlin, die Beteiligung bei Heiner Pudelko, dem Frontmann von Interzone, und aber vor allem die stilbildende, exklusive Zusammenarbeit mit drei weiteren Ausnahmemusikern in einer Band namens IDEAL.
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