1026/14: Lied des Tages: „I Still Haven´t Found What I´m Looking For‘ – von Kai Bohun & Maria GoJa

_icon.Tageslied

Mick Jagger Charlie Watts

Mick Jagger Charlie Watts

Mick Jagger Charlie Watts

Mick Jagger Charlie Watts

Videotische Ideen: Dass es Berliner Musikern gut zu Gesicht stünde, würden sie „sich“ öffentlich herzeigen, ist eine ganz andere Einstellung, als jene anzunehmen, man könne kulturelle Blumentöppe gewinnen, indem man sich mit dem Internet verfeindet und eine Veröffentlichung seiner musikalischen Fresse aus Datenschutzgründen verweigert. Dennoch ist die „Medienfeindlichkeit“ dem Internet gegenüber weit verbreitet. Ab und zu allerdings gibt es großartige Gegenbeispiele zur gerade angesprochenen Hochkultur des Webnihilismus. Medienpräsentation groß!

Das Lied stammt ursprünglich von der irdisch iridisch-irischen Band U2 und wurde auf „The Joshua Tree“ erstveröffentlicht, ein Millionseller und Klassiker der Achtziger Jahre-Rockgeschichte. Die beiden Berliner Musiker Kai Bohun und Maria GoJa haben sich den Song vorgenommen und ihn hemdsärmelig, zärtlich und barfüßig eingespielt. Dazu wurde das vorstehende Video gedreht. – Kai Bohun ist uns als vielsaitiger, intensiver Musiker „mit Haut und Haaren“ (nicht im Video ;-)) bekannt. Man sieht´s ja auch der „Wohnzimmereinrichtung“ an.

Sehr schöne, ätherische und leichte Version voller Wehmut und mit nicht zu knapper Intensität. Großartig und dafür Chapeau vom einzigen, relevanten Berichtsblog (..) der Berliner Musikszene. Das Video lief uns barfüßig über den Weg, als wir mit den Gedanken ganz woanders waren: Bei der Frage, was „Berliner Musiker“ wohl so posten würden, wenn sie nur genügend Zeit dafür hätten? Doch das ist eine ganz andere Geschichte. Hier nun also „mit leisen Tönen“ gehörig auf sich aufmerksam gemacht und gut gelungen. Sehr schön.

 

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