1801/19: Historie: Der Rocksenator – Erinnerungen an einen Rockmusik-Wettbewerb der Achtziger in Berlin (West)

Für den Verbleib der Audiodatei eins hier drüber kann keine Gewähr übernommen werden. Sie ist extern zugespielt.

Im Zusammenhang mit dem Tod von Wiglaf Droste (RIP) ist eine Audiodatei wieder hochgespült worden. Der Autor Max Goldt erinnert sich in dieser Lesung an das Jahr 1987. Inhaltlich geht es um 16 Experten mit einem Durchschnittsalter von ca. 30 Jahren in der Lüneburger Heide.

Es handelt sich um die Jury des Senatsrockwettbewerbs Rock News, es geht um 256 Casetten, das damals übliche Format von Demoaufnahmen, die man jemandem entgegen hält, um künftig ganz große Karriere zu machen. Und Monika Döring hat handtellergroße Ohrringe und ist pink geschminkt. Der Rocksenator legt Cassette 1 ein. Der Gitarrist von The Smash heißt heute noch Ralf Leeman und das ganze ist schon lustig.

Ich kann auf meine eigenen Erfahrungen aus dem Jahre 1983 diesbezüglich zurückgreifen und präsentiere deswegen mit großem Spaß die Erinnerungen derjenigen, die vier Jahre später sogar aus Westberlin geflohen sind, um endlich unbeeinflusst das ganz große Gequake durchzuhören. Doro vom Cafe Swing trinkt auch mal Alkohol und Wiglaf Droste ist mehrmals bei der Sache. Er kippelt nur.

Sylvie Fukking von Vielklang macht einen Delfinmund.

Gluck gluck.

Holt schon mal die Paprika-Chipsletten raus. Viel Spaß.

Weiterführend

702/12: Historische Schmachtfetzen: Die Ärzte „Du willst mich küssen“ oder: Wie ich mein Leben als „reaktionäre Sau“ fristete

Banner Legenden: Historische Schmachtfetzen

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 Du willst mich küssen! Die Ärzte (via youtube)

Das waren noch Zeiten. Seufz. 1983 haben die Ärzte den Senatsrockwettbewerb gewonnen. Das Finale gewannen sie im Quartier Latin, heute „Wintergarten“ an der Potsdamer Str.. Monika Döring, Chefin vom „Loft“ (Nollendorffplatz) beschimpfte jeden, der „ihre Ärzte“ nicht zu Siegern erkor, als“reaktionäres Schwein“. Mich vor allem. Womit sie Recht hatte.

Viel später dachte ich, ich hätte damals als Jurymitglied auch für „Die Ärzte“ stimmen sollen. Ich votete seinerzeit für Paul Joses. Egal, die Sache ist verjährt. Die Ärzte sind ohne meine Stimme weiter gekommen und haben eine sehr beeindruckende Karriere gemacht. Chapeau dafür.

669/12: Video: Was ist eigentlich Zeidverschwändung? Antwort gibt das #Lied des Tages

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die ärzte – zeiDverschwÄndung (offizielles Video)  (via youtube)

Genau: Im Wort „Zeidverschwändung“ liegt ja auch eine legasthenische Verbeugung vor den Uraltfans der Ärzte, die nicht aufhören möchten, zu begehren! Und damit das klar ist: Die Ärzte bleiben, was sie waren: Berliner. Punk. Punkt. – Bleibt nur noch der Hohlwitz: In Hamburg gibt´s nicht viele Berliner, aber in Berlin viele Hamburger, …hohoho, gruntz!

Dabei Zeit wird´s.  Ich erinnere, 1983 (* Geschichte geprüft, siehe unten) als Mitglied in der Jury des Rockwettbewerbs „rock news“ gesessen zu haben und von Monika Döring (Chefin vom Loft in Schöneberg) im Aufzug des Treppenhauses vom TIP, dem Berliner Magazin, als „reaktionäre Sau“ beschimpft worden zu sein. Der Grund: Ich fand die Ärzte spaßig, aber als junger Jünger (21 Jahre alt!) der Instrumentenkunde und Vorsitzender eines Musikervereins reichte mir das nicht, in dem Wettbewerb zugunsten der Spaßpunker zu „voten“, damit´s Quoting stümmt. Gewonnen haben sie „trotz meiner“…. 😉 – Hach.

Und es stimmt: Heute kann ich sagen, dass das eine großartige Band ist. Immer noch. Bzw. erst recht. War nicht sogar Bela´s Vater Bulle? No go. Jetzt dafür ein shitstorm erster Kajüte? Gerüchteköfte. Ich war früher einfach noch nicht so weit, Spätentwickler. He later goes punk. Punkt. Errare humanum est.

Ärzte vor! Lied des Tages, großartiges Video! Los jetzt, koofen, Freunde!

(Danke, Sophia Brennecke auf +, für diese Inspiration!)