Sa. Mai 28th, 2022

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der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Michael Mittermeier – 20.11.15 (via fb)

… we are still Alive & Swingin! Hatte gestern einen wunderbaren sehr langen Tag zusammen mit meinen guten Freunden Xavier, Rea und Sasha.Wir freuen uns auf das was wir wieder angefangen haben rum zu spinnen… the Pack will be back!

Und noch eines: was Ihr da draußen meinem Freund und Herzensbruder Xavier antut, das tut Ihr auch mir an! Es ist unglaublich mit welcher Hetze Xavier durch die Presse getrieben wird, weil er nun für uns beim ESC antreten soll. Viele Journalisten sollten sich schämen, in Dauerschleife ein paar Zitate abzuschreiben (wow, immerhin 5) – einfach willkürlich aus verschiedenen Jahren und jeweils aus jeglichem Zusammenhang gerissen. Das ist wirklich die billigste Form von widerlicher Meinungsmache. Homophobie, Rassismus und Rechtsextremismus – Ihr ward wohl noch nie auf einem Söhne Mannheims Konzert?

Klein denkend Deutschland versinkt im Hass, das macht mich traurig… DIESER Weg wird kein leichter sein…
Und dann noch von fehlender Demokratie zu faseln, weil man mal einen der besten deutschen Sänger setzt für den ESC, ich glaub mein Putin pfeift – es wurden auch früher schon Künstler für den ESC einfach bestimmt. Und diesmal bin ich froh dass Xavier als ein Ausnahmekünstler für mich und uns antritt beim ESC. Lasst die Kirche im Dorf und unsere beste Stimme singen. Ihr müsst ihn nicht mögen, aber Ihr habt auch nicht das Recht ihn zu hassen, wenn Ihr ihn nicht wirklich kennt… Wir stehen für Liebe, Menschen und Toleranz, für was steht Ihr?

Rolf Stahlhofen – 20.11.15 (via fb)

„Der Xavier Naidoo, den ich kenne, hat mit Udo Lindenberg, Peter Maffay, NENA, mit mir und vielen anderen Rock gegen Rechts gemacht, hat denen, die dem braunen Idioten die Stirn bieten, seinen vollen Support gegeben. Aufgrund der Rock gegen Rechts Tournee, konnte die Amadeu Antonio Stiftung gegründet werden. Immerhin wollte die Vorsitzende dieser Stiftung noch vor 2 Jahren Ihre Tochter von Xavier produzieren lassen… Er produziert bekennend schwulen Musiker die Alben, macht mehr für Integration als so ziemlich alle moralapostelnden, sich empörenden Politiker jeder Partei, die jetzt aufschreien.

Brothers Keepers, Benefizkonzerte, etc.  supportet mit Geld, Zeit, Einsatz sozial schwache Familien und Kinder (Und nein, nicht die reinrassigen Familien,, wie es seine Hater gerne wünschten). Den Söhne Mannheims & Xavier Naidoo Sänger, den ich kenne spielt Konzerte in Israel, arbeitet (AUFSCHRE!!!!!!!!!!) mit einem jüdischen Konzertveranstalter lange und gerne zusammen, Marek Lieberberg Konzertagentur.

Es ist wieder soweit, man soll aufhören Fragen zu stellen, man soll schön in der Spur bleiben und Lieder über grüne Felder und blaue Himmel singen? Nicht hinterfragen? Es ist einfach, die Welt in die da oben und wir da unten zu teilen, in rechts und links…. Aber es ist soviel mehr. Ich bin in Saudi Arabien, Nigeria, Algerien, England etc aufgewachsen, darf als Musiker in der ganzen Welt spielen, vom Palästina, Israela, Kenia, China, Indien, Brasilien etc…. Ich hab keinen Funken Rassismus in mir… Mein Arschloch Radar funktioniert mittlerweiler sehr gut. Und das schlägt bei Xavier nicht aus… Wenn Andreas Frege von Die Toten Hosen in seinem Song Bonnie und Clyde singt: „Wir rauben ein paar Banken aus oder einen Geldtransport. Wir schießen zwei, drei, vier, fünf Bullen um, wenn es nicht mehr anders geht“ dann nennt Ihn auch keiner Verbrecher oder potentiellen Polizistenmörder….

Ist das künstlerische Freiheit oder kann das weg? Was ist mit Schriftstellern wie Stephen King oder anderen, meinen die alles so, wie Sie es schreiben?

Warum soll Xavier dann homophob sein, wenn er in einem Lied über Phädopile singt, und da krasse Texte singt…. Dann sollten mal ganz schnell ALLE Rapper an den Pranger gestellt werden……. Warum soll er nicht über Rothschild singen dürfen, die mir in Ihrer Geschichte nicht als Altruisten aufgefallen sind, scheissegal was für einer Glaubenrichtung Sie angehören…. Ich lese Verurteilungen über einen Menschen, den Die, die über Ihn schreiben, wahrscheinlich noch nicht einmal getroffen haben… Ich muss nicht mit allem übereinstimmen, was und wie es Xavier sagt, Ich muss ja auch nicht all seine Lieder singen, die Er bei den Söhnen schreibt. Aber Ich muss einem Menschen und gerade auch einem Künstler dass recht geben sich zu äussern und Fragen zu stellen, und dann gerne nüchtern in eine Diskussion gehen. Und lieber höre Ich, mit gesundem Menschenverstand, jemanden zu, der Ecken und Kanten hat, als dieser gängige Sacrotanpop, Sacrotanlyric etc. welches NICHT zum nachdenken anregt….

Mannheim, 20.11.2015 LOVE!“

Til Schweiger – 20.11.15 (via fb)

Lieber Michael Mittermeier, deinem Text kann man eigentlich nichts mehr hinzufügen…ausser vielleicht, dass auch ich erschüttert bin, wie hier mit einem der grössten dt. Sänger, der auch als Mensch einer der liebsten,lustigsten und gutmütigsten Menschen im Showbusiness ist, die ich kenne, umgegangen wird.Wo kommt dieser Hass her? Woher die Lust zu zerstören? Was hier gerade von sogenannten Leitmedien abgezogen wird, das ist eine Form von Terrorismus! Es gibt viele Nazis in diesem Land und mindestens genauso viele Schwulenhasser, kümmert Euch um DIE, denn Xavier gehört nicht dazu!!!! Und wieso schalten sich jetzt auch noch Politiker ein( egal von welcher Partei)?! Haben wir im Moment, ein paar Tage nach Paris, Hannover und Mali keine anderen Probleme!? Gute Nacht Deutschland!!!!

Jan Feddersen – 20.11.15 (via ESC-Website)

Ein öffentliches Halali

Die Jäger, die seinen Skalp wollten, haben kein Erbarmen gezeigt. Da half – so nahm ich das in meinem Umfeld wahr – kein Reden, dass er nicht homophob sei, sondern ein Lied gemacht habe, in dem er einen sexuellen Missbrauch an einem Kind wütend, zornig, drastisch verarbeite. Homophob war daran gar nichts. Ich habe das jedenfalls nicht für bare Münze genommen, sondern als Verarbeitung eines als Kind erlittenen Traumas genommen. Und: Ich hatte Vertrauen. Weil ich wusste, dass Xavier Naidoo in seinem beruflichen Leben als Musiker, Sänger und Produzent mit offen schwulen Männern befreundet ist, auch mit ihnen seinen Alltag verbringt – und diesen Alltag sich auch nicht anders vorstellen wollte: Ein Leben in Vielfalt.

Er hat außerdem, um zu einem nächsten Punkt zu kommen, bei den Reichsbürgern, zweifelhaften Gestalten aus der verschwörungstheoretischen Ecke, Nähe gezeigt. Er hat dies zurückgenommen. Er hat sich von vielem distanziert. Und ich dachte immer: Wollen wir nicht, dass Leute, die mal Mist – falls man das bei Xavier Naidoo mal so nehmen will – gebaut haben, wieder in die gute Gesellschaft zurückkommen können? Will man nicht, dass es keine Aussätzigen geben darf?

Ich frage mich: Weshalb hat die halbe ESC-Welt Xavier Naidoo zu einem Aussätzigen erklärt? Und frage mich weiter: Weshalb hat man diese vernunftfern schäumende Kritik an Naidoo gelten lassen? Beziehungsweise: ihr Recht gegeben.

Schauspieler Til Schweiger hält die Kritik gar für eine „Form von Terrorismus!“, wie er auf Facebook postet.
Künstlersolidarität – ungehört

Die Kritiker von Xavier Naidoo mögen den Rückzug des Künstlers für einen Sieg halten. Sie mögen sich moralisch ins Recht gesetzt fühlen. Sie dürfen sich so fühlen, weil jeder fühlen darf, wie er oder sie es möchte. Aber: Was bringt ihnen dieser Triumph über ein künstlerisches Experiment? Haben Sie damit rechtspopulistische Gefühle in diesem Land besiegt? Haben sie geschafft, fragwürdige Inhalte aus der politischen Arena herauszuhalten?

Es ist obskur: In den allermeisten Jahren ist es den allermeisten Deutschen einerlei, wer die ARD beim ESC vertritt. Aber Xavier Naidoo wurde plötzlich zum Teufel gemacht, zu einem teuflischen Repräsentanten Deutschlands in Europa. Sie können sich jetzt etwas harmloses, freundliches, politisch auf jeden Fall ecken- und kantenfreies Kunstprodukt wünschen – aber soviel leidenschaftlichen Pop wie den von Xavier Naidoo kriegen sie so schnell nicht wieder.

Eine letzte Bemerkung des Bedauerns: Kritik an Xavier Naidoo zu üben war nie riskant, es war sogar Teil einer Lebenshaltung. Im Sinne von „Hey, seht her, ich bin ein korrekter Menschen, der moralisch über alle Zweifel erhaben ist.“ So sagen Fundamentalisten des Guten immer. In Wahrheit scheint mir doch wichtig, dies festzuhalten: Hütet euch vor den reinen Personen mit gutem Gewissen. Sie wissen immer Bescheid – und sind doch nur Tugendwächter.

Für den ESC ist der Rückzug Xavier Naidoos ein krasser Rückschritt. Die allermeisten Pop-Musiker aus Soul, HipHop, Funk, Rock oder Elektro haben sich mit diesem Mannheimer solidarisiert, haben gesagt, Naidoo sei weder Rassist, noch homophob oder rechtsradikal. Ihnen glaubte man nicht. Sie werden sich alle vorsehen, ob sie sich selbst für den ESC bereit stellen sollten. Die meisten werden sagen: Besser nicht.

Hartmut Engler (PUR) (via fb) – 20.11.15

„Zum Thema ESC wollen wir auch noch ein paar Worte loswerden. Xavier Naidoo ist ein sensationell guter Musiker und Freund. Er ist einer der besten Sänger und Songwriter den es in Deutschland gibt – ein großartiger Künstler. Wir freuen uns sehr, dass er beim ESC antritt. Die negative Stimmen zu diesem Thema haben wir mit Unverständnis aufgenommen und können diese nicht teilen. Wir haben Xavier als toleranten, respektvollen und von christlichen Werten geprägten Menschen erlebt, der sich kümmert, neugierig und weltoffen ist.Wir wünschen Xavier einen guten Song, alles Gute und den größtmöglichen Erfolg beim ESC.! Was meint Ihr?“

Rea Garvey (via fb) – 20.11.15

Gestern habe ich mit meinen Brüdern zusammengesessen, zum ersten Mal seit einigen Jahren, um unsere nächste „Alive & Swinging“-Tour zu planen. Wir haben Stunden geredet, gelacht und die Show geplant, die wir alle lieben. Xavier Naidoo, Michael Mittermeier und Sasha gehören zu den wenigen Freunden, die über meine Schwächen lachen können, weil sie meine Stärken kennen und respektieren. Es ist wichtig zu wissen, wer deine Freunde im Leben sind. Ich wurde gebeten, die Kritik, die Xavier nach seiner ESC-Nominierung erhalten hat, zu kommentieren, aber ich weiß nicht wirklich, was ich sagen soll. Jeder, der glaubt, ich würde mein Zuhause mit einem Rassisten, einem Schwulenhasser, einem Extremisten teilen, kennt mich nicht und würde mich vermutlich auch nicht kennen wollen, denn Lügen und Unwahrheiten schaffen eine Welt, in der Hasser sich wie Helden aus einem Fantasyfilm fühlen. Wenn ihr mich fragt ob diese Männer meine Freunde sind, würde ich sagen, wenn ich neben ihnen stehe, sie sind meine Brüder und ich fühle mich ihnen verbunden. Gottes Segen Rea

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