1982/21 #Filmfilm – Als die Kneipen noch auf waren – Leif in Concert – Geile Meile!

Yorckschlösschen Logo

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Leif in Concert – Vol. 2 from missingFILMs on Vimeo.

Kleine Wunder zwischen Bar und Bühne – in einer kleinen Jazzkneipe irgendwo in Deutschland hilft Lene (Luise Heyer) anderen Menschen, ihre Träume zu verwirklichen. An einem Ort, an dem andere Gesetze gelten und jeder Teil der Familie ist. Die Menschen, die diese Welt bevölkern sind vergnügt, verwirrt, verwegen und manchmal verzweifelt und machen jede Nacht zu einer wilden Mischung aus Drama, Komödie und Musik. Lene ist immer irgendwie Teil davon, sie ist Freundin und Verbündete all der skurrilen, zwischen Wasser, Bier und Schnaps umherirrenden Gestalten.
Und während sie immer für alle da ist, muss Lene im Laufe nur eines Tages und einer Nacht ihren eigenen Weg finden. Denn auch sie hat einen Traum, der sie bald vor schwierige Entscheidungen stellt… Neben Luise Heyer sind viele weitere bekannte Gesichter dabei: Klaus Manchen, Michael Klammer, Maryam Zaree, Bela B, Dr. Mark Benecke, Tom Lass, Katharina Matz, Florian Bartholomäi, Gerdy Zint, Godehard Giese, David Wnendt, Monika Anna Wojtyllo, Volker Hauptvogel, Wencke Wollny, Jule Böwe, Tilo Prückner, „Gotti“ Gottschild u.v.m.

Liebe Kinder,

in einem Land vor unserer Zeit gab es weder Sperrstunden noch Totalschließungen. Man war ergebnissoffen, leicht einen in der Krone, ließ das Leben als Parvenü an sich vorüberziehen und pflegte die gute Laune mit System. Ein Zacken in der Krone hinderte uns nicht, zu überleben. Von diesen Zeiten erzählt uns Leif in Concert – Vol. 2 online – derzeit erhältlich als Video on Demand, des Filmemachers Christian Klandt. Reichlich Kulisse, witzige Dialoge, heiteres auf Berlin-Kreuzberg schauen, hier und da etwas abgedreht im Yorckschlösschen an der gleichnamigen Straße.

Da sowieso gerade nichts zu tun ist, nehmen wir uns folgendes fest vor: Yorckschlösschen aufsuchen, weißen und braunen Rum trinken, Livemusik hören und sehen und Klandt, Hauptvogel (Fleischers Blues) und Bela B. Felsenheimer (Die Ärzte) verstehen. Bis dahin virtuelles Vergnügen jetzt hier weiterführend verlinkt.

Wir sehen uns bald…im Yorckschlösschen. Just to let You know.

Weiterführend

1752/19: Positionen: Los komm, wir sterben endlich aus… – Regel Nr. 1: Wer nicht spinnt, der nicht gewinnt.

Im schwatten Schatten der #Ärztestab #Äskulap #Schlangstab

Im schwatten Schatten der #Ärztestab #Äskulap #Schlangenstab (aufs Bild klicken)

Rod, Die Ärzte und „Wall Of Sound“


die ärzte – ABSCHIED (Vegan)

ABSCHIED

Ich weiß nicht mehr, ob’s Kabul war-
oder vielleicht in Kandahar
ein weiser Mann, er sprach zu mir
und was er sprach, verrat ich dir …

Manchmal ist es einfach Zeit, zu gehen
doch wenn der Tag gekommen ist, sagt niemand dir bescheid
ich weiß, es fällt dir schwer, das einzusehen
und traurig fragst du mich: ist es denn wirklich schon so weit?

– ich sage dir: wir haben hell geleuchtet
und vieles, was wir taten, hat Bestand
man wird sich lange noch an uns erinnern,
du musst jetzt stark sein, hier – nimm meine Hand:

Los komm, wir sterben endlich aus
denn das ist besser für die Welt
der letzte Drink, der geht aufs Haus
unsere Stunden sind gezählt

alles ist besser, als ein weiterer Tag
an dem wir den Planeten ruinieren
los komm, wir sterben endlich aus –
was Besseres kann der Erde nicht passieren

Wir fragten den Computer nach der Lösung
für unser ökologisches Problem
K.I. empfahl uns schleunigste Verwesung
damit wenigstens die Tiere überleben

die Elefanten werden uns danken
und bald wächst über unsere Städte Gras
und all das schöne Geld in all den Banken
das nehmen sich die Ratten dann zum Fraß

Los komm, wir sterben endlich aus
denn das ist besser für die Welt
der letzte Pogo ist getanzt
der letzte Baum ist bald gefällt

das Anthropozän muss zu Ende gehen,
ich bin mir sicher: Darwin wäre entzückt
los komm, wir sterben endlich aus –
vielleicht kommen die Dinosaurier dann zurück …

Weiterführend

* Der neue Song der Ärzte ist kein Fiasko

1461/16: Nachruf: Hagen Friedrich Liebing (* 18. Februar 1961; † 25. September 2016)

Trauerkerze

Hagen.Liebing

Einer, der ohne jeden Anflug von Eitelkeit porträtierte und rezensierte, selbst in negativen Urteilen noch voller Respekt vor der Arbeit der Musiker. (Andreas Conrad, Tagesspiegel, Link unten)

Das Bild haben wir uns von facebook geliehen. Es wäre dieser Website nicht erlaubt, The Incredible Hagen nicht hier noch gesondert zu erwähnen. Denn Berlin fletscht auf dieser Website seine Szene. Diesmal in Trauer und unerwartet.

Wir kannten uns nicht genug oder anders herum: Ich wusste nicht viel über ihn. Als er in die Ärzte einstieg, war das für mich ohne jede Bedeutung. Ich hatte die Ärzte 1982/83 miterlebt, da war er noch nicht bei ihnen. In jenen Jahren seiner Mitgliedschaft bei den Ärzen gehörten diese zum Vorhaben, richtige BRAVO-Starschnitte von ihnen zu sammeln und ich war aus diesem Alter schon raus. Was der Nachruf-Schreiber Andreas Conrad beim Tagesspiegel am 25.09.16 schreibt (siehe oben) trifft für mich am besten auf Hagen Liebing zu, auf einen unprätentiösen, uneitlen, sympathischen Menschen. Als sein virtueller Freund wie viele andere auf facebook, genoss ich seine präzisen Schnittmuster des Musikalischen und vor allem seine Serie 1000 Gründe, warum mir gesichtslose Downloads gestohlen bleiben können.

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